Ein goldener Oktobertag im Allgäu- A Sunny October’s Day in the Allgäu Region

Wie versprochen, hier die Bilder meiner Wanderung am letzten Sonntag. Mit der Bahn (Allgäu Ticket von Augsburg nach Oberstdorf und zurück 22,00€) kam ich in Oberstdorf morgens an und stieg gleich in den Bus, der mich schon ein Stück weit in die richtige Richtung brachte, nämlich bis zum Renksteg, Ausgangspunkt für etliche Wanderwege. Theoretisch wäre auch der Fussweg schön gewesen, doch der hätte bereits im Tal 45 Minuten gedauert, und meinen Knien wollte ich diesen zusätzlichen Weg nicht zumuten. Denn mein Ziel war klar: das historische Bergdorf Gerstruben, auf 1150m.

Last Sunday, I wanted to enjoy the sunny weather hiking in the Allgäu region near Oberstdorf. Taking first the train, then the bus, I arrived in the morning at the starting point for several hiking tours. Actually, you can take a nice walk from Oberstdorf to this starting point, but that would have added 45 minutes to my tour, which, for my knees, would have been too much. My destination was the historical village of Gerstruben, on 1150m above sealevel.

Bereits im Tal gab es wunderschöne Aussichten zu geniessen…

In the valley, already the views were great…

Nach Gerstruben gibt es zwar eine Fahrstrasse, doch die ist Leuten mit besonderer Erlaubnis der Gemeinde vorbehalten, alle anderen müssen zu Fuß (oder mit dem Mountainbike) hinauf. Für Wanderer gibt es 3 Möglichkeiten: die Fahrstrasse (langweilig), den Hölltobel (interessant und abenteuerlich, aber der Schwierigkeitsgrad für meine Knie ungeeignet), und schließlich den Rautweg, durch den Wald, über Stock und Stein, teils auch steil, aber gut machbar. Den Letzteren wählte ich.

While there is a paved road leading to Gerstruben, it’s reserved for cars with special permits. All other visitors have to walk or use a mountain bike. There are three options for hikers: the paved road (boring), the very interesting and adventurous path through a narrow canyon ( more challenging and not suited for my knees), and the so-called „Rautweg“, a path through the woods, (which I chose) where you still have to tread carefully and which is partially a bit steep, too, but with my hiking poles it was ok.

Auch dieser Weg bietet kurze Blicke in den Tobel, hier ein Mini-Kraftwerk.

This path offers some glimpses into the canyon, here you see a tiny hydropower plant.

Oben und unten: eine historische Sägemühle.

Above and below: a historical sawmill.

Kurz vor dem Ziel gibt es von einer Wiese aus den ersten Blick auf die alten Häuser:

Almost there, you get the first view of the old houses from a mountain pasture:

Das oberste Haus ist ein modernes, nämlich das Gasthaus, welches neben einem traumhaften Blick auch sehr leckeres, regionales Essen bieten soll – leider hatte er schon für den Winter geschlossen.

The house on top is a modern one; a restaurant which not only offers a great view but also fine regional cuisine – alas, it was already closed for winter.

Nach einer guten Stunde war ich am Ziel – und nach dem Wald wieder in der Sonne!

After an hour of hiking I arrived at my destination – and changed the woods for sunny pastures!

Diese Häuser sind nicht als Museumsdorf hertransportiert worden, sondern stehen noch an ihrem ursprünglichen Platz. Sie sind mehrere hundert Jahre alt, eines ist von 1502! Im sogenannten „Jakobshüs“ ist ein kleines Museum zum Leben im Dorf eingerichtet, es hat aber nur 1-2 Tage in der Woche auf.

These farmhouses haven’t been brought here from other places but have actually been build here. They are hundreds of years old, one dates from 1502! One of them, called „Jakobshüs“ (Jacob’s House) houses a small museum. Alas, the latter only opens 1 or 2 days a week.

Oben: die Marienkapelle

Above: St.Mary’s Chapel

Aber auch die Aussicht von dort oben ist einfach schön:

The view from up there is very nice, too:

Dort oben verbrachte ich dann gute 2 Stunden mit Zeichnen und Malen (siehe der letzte Beitrag), bevor ich mich auf den Rückweg machte. Viele Leute wählen für den Rückweg einen der zwei anderen Wege, aber ich wusste nun, dass der Rautweg für mich ok war und ging ihn auch hinunter. Gegen Ende spürte ich dann auch meine Knie – es hat gereicht. Aber ich war sehr froh, dass ich wenigstens das geschafft habe mit einem lädierten und einem künstlichen Knie. Meinen nächsten Besuch dort werde ich so planen, dass ich auch das Museum besichtigen und die Schmankerln im Gasthof probieren kann!

Busy sketching and painting (see my last post), I stayed more than 2 hours before making my way back. I took the same path I had come because I now knew that it was ok. On the last kilometer my knees began to hurt a bit, but I was happy to have achieved my goal with one artificial knee and one that also will need surgery in the near future… Anyway, my next visit of Gerstruben will be planned according to the opening schedules of the museum and the restaurant!

Herbstzeitlosen blühten dort auch sehr viele – Achtung, nicht pflücken! Sie stehen unter Naturschutz, aber vor allem sind sie sehr giftig!

There were a lot of „naked ladies“ (autumn crocus) in the fields – don’t pick them, they’re not only protected but also very poisonous!

Historisches Bergdorf – A Historical Mountain Village

Gestern habe ich eine Wanderung von Oberstdorf zum Bergdorf Gerstruben gemacht, wo ich, auf der Kante eines Brunnens sitzend, diese Häuser gemalt habe. Die schönsten Fotos der Tour – mit ausführlicher Beschreibung- könnt Ihr im Lauf der Woche in meinem nächsten Beitrag finden!

Yesterday, I made a little hiking tour in the Alps near Oberstdorf, visiting the historical farmhouses of the village Gerstruben. Sitting on the edge of a well, I did some of them in the „line-and-wash“ watercolour style (above). In my next post this week you’ll find the best photos of this tour with a lot of information about it!

Auf dem Titlis – On Mount Titlis

Vor 2 Jahren war ich zwar schon mal am Titlis, aber nur bis hinauf zum Trübsee. Diesmal ging es bis zur Bergstation, auf gut 3000m. Dort gibt es noch Schnee und einen Gletscher (der natürlich auch bereits am Abschmelzen ist…). Für Besucher außerhalb der Skisaison ist – neben Wandern und Klettern – einiges geboten: ein Cliff-Walk (oben), eine Eishöhle und (dieses Jahr nicht, wegen zu wenig Betrieb aufgrund von Corona) ein „Flyer“ – also eine Zipline – für Mutige😉.

Two years ago I had already done the cable car trip up Mount Titlis, but only half the way to Lake Trübsee. This time we went to the upper terminus, on 3000m over sea level. There is still snow up there and a glacier (which, alas, is also dwindling each year…). Visitors during the summer season who don’t hike or climb may walk the cliff walk (photo above), visit the glacier cave or (for the brave😉) try the „Flyer“, a Zipline. The latter, though, is not operated this year because of too few tourists during Corona.

Blick auf den Trübsee/View of Lake Trübsee
Meine Tochter mit Remy auf dem Cliff-Walk/my daughter with Remy on the Cliff-Walk

Und hier noch ein paar Bilder aus der Eishöhle – die Beleuchtung macht’s…

Below some photos taken in the glacier cave – illumination is the key…

Ein kleiner Gag: das Eichhörnchen aus dem Film „Ice Age“, eingefroren in einem Eisblock/just a joke: the squirrel from „Ice Age“ frozen in a large ice cube

Nun verbringe ich noch ein paar freie Tage daheim in Augsburg, dann ist mein Urlaub wieder vorbei…

Now, I’m enjoying the last days of my vacation in Augsburg…

Bergsommer – Summer in the Mountains

Die letzten Tage habe ich mal wieder in Engelberg bei meiner Tochter verbracht. Und natürlich die wunderschöne Bergwelt dort genossen! Im Juni finde ich es in den Bergen am schönsten: oben noch weisse Schneeflecken, aber insgesamt schön warm, dabei die schönste Blumenpracht des Jahres!

Having spent the last few days in Engelberg, Switzerland, at my daughter’s once again, I enjoyed the wonderful mountainscape up there. June is my favourite time for the Alps: high up still picturesque patches of snow, but warm weather and the most beautiful abundance of alpine flowers you can find!

Anemonen/Anemones
Wilde Orchidee/Wild orchid
Den Enzian habe ich einfach zeichnen müssen! /for the gentian I chose a sketch..

An einem Tag fuhr ich auf die Bannalp hoch; man kann zwar von Oberrickenbach auch gut hinaufwandern, doch lange Steigungen, egal, ob hinauf oder hinunter, kann ich mit meinen Knien leider nicht mehr bewältigen. Immerhin bin ich dann oben auch für fast 2 Stunden herumgelaufen, denn es gab so viele Foto- und Zeichenmotive!

One day I took the cable car to Bannalp: it’s true that there’s a nice hiking trail from Oberrickenbach to Bannalp, but alas, my knees don’t put up with long up- or downhill hiking anymore. Anyway, up there I did walk around for almost 2 hours, with all those beautiful views and motives for sketching!

Blick auf die Hütte Urnerstaffel/View of the lodge „Urnerstaffel“
Berghof/Mountain Farm
Links Gasthaus Bannalp/Left: Bannalp Restaurant

Aber auch direkt bei Engelberg haben wir schöne Spaziergänge gemacht, neuerdings mit ihrem Hund Remy!

Well, in Engelberg, near my daughter’s, too, we made some nice walks – now with their dog Remy!

Mein Schwiegersohn mit Remy/my son-in-law with Remy
Morgenlicht im Engelberger Tal/Morninglight in the Engelberg Valley

Hütten am Trübsee (Engelberg/Titlis) – Mountain Cabins near Lake Trübsee

Diese kleine Serie entstand nach Fotos, im Streben nach Vereinfachung und schnellerem Arbeiten. Größe jeweils ca. 10x15cm – auch geeignet als Postkarten! Die letzten Jahre habe ich beim Malen draußen immer sehr viel Zeit verbraucht, habe zu genau gemalt. Um demnächst unterwegs lieber kleinere, schnellere Zeichnungen zu produzieren, muss ich üben – und kleine Tricks anwenden, wie z.B. kleine Rahmen setzen. Letzteres habe ich im Layout meines neuen A5 Zeichenbuchs nun schon mal im Voraus gemacht:

This mini-series has been done from reference photos, trying to achieve a simplified approach and faster work. Size: 10x15cm (3,9×5,9inches), also suitable for postcards. Up to now, even my travel sketches took too much time, me getting hooked on too much details. To change this, I have to practice – and use little tricks, for example drawing small frames. So in my new A5 sketchbook I’ve pre-drawn different lay-outs with frames:

Wie man sieht, ganz einfach frei Hand, und die verschiedenen Formen der Rahmen sorgen hoffentlich auch dafür, dass ich mal andere Ausschnitte und Formate wähle… Spätestens ab Mitte Juni, wenn ich Urlaub habe, werde ich mit diesem Buch beginnen.

As you see, I’ve refrained from using a ruler, already creating a „loose mindframe“. The different shapes of the frames hopefully will nudge me to try different views and formats… In Mid-June at the latest, in my vacation, I’ll start with this new sketchbook.

Scheune im Engelberger Tal – Barn in the Engelberg Valley

Nachdem es draussen inzwischen zu kalt ist zum Zeichnen, dienen jetzt wieder Fotos als Vorlage. Dieses Motiv hatte ich schon länger im Sinn, war aber in letzter Zeit nicht zum Malen gekommen. Nun habe ich 1 Woche Urlaub und mehr Ruhe dafür!

The weather being too cold by now for sketching outside, photos are again a welcome source of inspiration. For some time already I had had this one in mind but only now found the free time to actually grab my watercolours again. With a free week before me, I hope to be able to do some more, too!

Murmeltiere – Marmots

Eine Auftragsarbeit – die Freundin meines Sohnes hatte sich ein Murmeltierbild in Acryl gewünscht. In der Natur hatte ich sie vor Jahren an der Großglockner-Hochalpenstrasse beobachten können. In manchen touristisch erschlossenen Gebieten sind sie nämlich nicht so scheu, da „angefüttert“…

This is a commissioned work – my son’s girl friend wanted an acrylics picture of marmots. In nature, I had watched these cute animals years ago near the Großglockner High Alpine Road in Austria. In some places, where tourists frequently feed them, they aren’t as elusive as elsewhere.

Herbst im Engelberger Tal – Autumn in the Engelberg Valley

Dies Wochenende habe ich mal wieder bei meiner Tochter in Engelberg verbracht. Gestern gab es leider Dauerregen, doch heute war es wenigstens trocken – und unten im Tal noch nicht so eisig wie auf den Bergen. Eine gemütliche Wanderung das Tal hinauf bot schöne Aussichten:

This weekend I was staying with my daughter in Engelberg again. While yesterday it rained the whole day, today it was at least dry in the valley. So I went for a long walk/easy hiking tour up the valley and got some nice views:

Dieser „gestreifte“ Felsen ist bei Kletterern sehr beliebt, wie man unten sieht:

This „striped“ rock is very popular with rock climbers, as you see below:

Die herbstliche Färbung lässt den grauen Himmel vergessen…

The fall colours make up for the cloudy sky…

Wie im Sommer das Läuten der Kuhglocken, so ist jetzt nach dem Regen das Rauschen der Bäche und Wasserfälle allgegenwärtig.

Like in summer the sound of the cow bells, now the gurgling of the creeks and waterfalls is ever present.

Das Vieh ist inzwischen wieder im Tal, denn oben gibt es ja schon Schnee!

The cattle are down in the valley by now – in the mountains, there’s already snow!

Ein bißchen Gipfelglück – A Bit of Summit Experience

Bevor ich nach der Hochzeit in Engelberg wieder nach Hause fuhr, wollte ich noch einmal einen schönen Blick von oben genießen. Bei Luzern fuhr ich mit der „steilsten Zahnradbahn der Welt“ (bis zu 48%) auf den Pilatus. Zugegeben, für deutsche Touristen ein teures Vergnügen, doch da der – recht schöne – Weg hinauf mit meinem Knie noch nicht machbar war, gönnte ich mir die Bahn. Eines stimmt – die Aussicht von da oben ist wirklich grandios!

Before driving home after the wedding I wanted to enjoy another view from above. Near Lucerne I took „the steepest cogwheel train of the world“ (up to 48%) to climb Pilatus mountain. Admittedly, for German tourists that’s an expensive pleasure, but the -very nice –  foot trail was no option with my knee. And the view was really great!

Allerdings hatte ich oben auf ein paar sanfte Wanderwege gehofft – Fehlanzeige! Es ging von der großen Bergstation mit Aussichtsterrasse nur nach unten ( für mich unmöglich) oder kürzere, steile Treppen auf die Gipfel. So bestieg ich den „Esel“, der einen tollen Blick auf den Vierwaldstätter See bietet.

Hoping to find some less steep trails up there, I was disappointed. From the visitor’s centre and terrace you can only descend or climb even higher on some summits via stairs. So I climbed the summit called „Esel“ („donkey“), which offers a great view of lake Lucerne.

Auf die andere Seite, hinüber zur Sternwarte, bin ich dann nicht mehr gegangen, denn inzwischen war so viel los, dass ich, so langsam und vorsichtig ich noch steigen musste, ein Hindernis gewesen wäre…. Hier noch ein paar Eindrücke von dort oben:

I could have walked up on the other side, too, where the observatory is situated, but in the meantime it had become so crowded that I would have been an obstacle, slowly and cautiously as I had to tread with my knee… Here are some more impressions of the view:

Bei der Talfahrt machte der Zug an diesem Haus Zwischenstopp:

The train made a short stopover during the descent :

Fazit: es war ganz nett, aber normalerweise würde ich es vorziehen, auf Schusters Rappen den Aufstieg zu machen, dann ist das Gipfelglück vollkommen! Davon abgesehen bevorzuge ich Berge ohne solche Touristenmassen…

Conclusion: it was nice, but climbing the mountain on foot would be much more interesting, and the experience even greater! Also, I prefer mountains with less tourist hype…

Engelberger Impressionen – Impressions of Engelberg

Heute wie versprochen noch ein paar Fotos aus dem Engelberger Tal. Der Ort selbst ist sehr touristisch mit Hotel an Hotel, doch das Kloster (oben) bietet etwas mehr Ruhe, vor allem im Hof (siehe die beiden Bilder unten).

As promised, here are some more pictures of the Engelberg valley. The village itsself is full of hotels, restaurants etc. as it’s a tourist hotspot. But the monastery (photo above) offers a bit more calm, for example in the coutyard and garden (the two pictures below).

Den Eingang habe ich neulich vor Ort gezeichnet:

During my visit, I’ve sketched the entrance:

Im Tal findet man überall diese urigen Scheunen und Schuppen:

In the valley, you find lots of these picturesque barns and shacks:

Und natürlich die Höfe…

And, of course, farmhouses…

An der Engelberger Aa / at the creek

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