Der Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe: ein Herbstmärchen – The „Mountain Park“ in Kassel-Wilhelmshöhe: an Autumnal Fairy Tale

Vorletzte Woche verbrachte ich einen Vormittag im Bergpark Kassel-Wilhelmshöhe (Unesco Welt-Kulturerbe). Er wurde im Laufe von 3 Jahrhunderten immer wieder neu gestaltet von den jeweiligen Herren auf Schloss Wilhelmshöhe. Er ist sehr groß (560 ha). Sehr beliebt sind die Wasserspiele, die auch heute noch betrieben werden, allerdings nur sonn- und feiertags sowie mittwochs, und zwar auch nur von 14.30 bis 16.00 Uhr. Das konnte ich diesmal nicht schaffen. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis! Die Wasserläufe und Teiche, die Fantasiegebäude und nicht zuletzt der reiche Bestand an großen, alten Bäumen sorgen für tolle Aussichten, Stimmungen und Motive! Jetzt im Herbst sorgt die Laubfärbung für ganz besonderen Genuss.

Two weeks ago I spent a morning in the „Mountain Park“ Kassel-Wilhelmshöhe (which actually are the garden grounds of Wilhelmshöhe Castle, on a hillside facing east). It’s listed Unesco World Heritage and has been altered continually during 3 centuries along with the changing tastes of society and the castle’s lords. It covers 1384 acres and is most popular for its trick fountains and other waterworks which are still operated – but only on Sundays, Wednesdays and holidays from 14.30 to 16.00 hours. This time, I wasn’t able to see them – nevertheless, the visit was a great experience! The creeks and ponds, the fancy buildings and mostly the rich population of big, old trees make for beautiful views, moods and motives! In October, the autumn colours offer a special treat…

Am Gipfel des Hügels thront eine Herkulesstatue mit Blick nach Osten über einem künstlichen Felsgebilde, zu seinen Füßen die Terrassen der Wasserspiele. Ich war bei Sonnenaufgang am Herkules und blickte über Kassel.

On top of the hill, a statue of Hercules on a manmade rocky building overtowers the first terraces of the water works. I enjoyed the view of Kassel at sunrise from up there.

Wasserbassin mit Zentaur/pool with centaur

Spaziergang im Laubwald unterhalb des Herkules/a walk in the woods near the Herkules buildings

Nachdem ich dort oben eine gute Stunde herumspaziert war, fuhr ich hinab zum Schloss, um den Rest des Parks von dort aus zu erkunden.

After strolling about on the hill for an hour, I went to the castle to explore the rest of the park from there.

Gewächshaus – momentan geschlossen, aber auch von außen sehr schön!/Large greenhouse – closed at the time, but very beautiful from the outside, too!

„Halle des Sokrates“/“Socrates‘ Hall“
Statue der Flora

Jussowtempel, benannt nach seinem Erbauer/temple of Jussow, named after its architect.

Diese Fantasiegebäude bieten alle ein sehr romantisches Bild…

These fancy buildings offer nice and romantic views…

„Teufelsbrücke“ / „Devil’s Bridge“

Oben und unten: Aquädukt/above and below: aqueduct

Oben im Bild: „Plutogrotte“/above in the picture: „Pluto’s Grotto“

Die kleine Brücke oben und das Bild mit Reiher (lebendig!) entstanden beide am selben, kleinen Teich.

The small footbridge and the photo of the heron (a life one!) were both taken at the same, small pond.

Ich versuchte, an den kleinen Wasserfällen Zen-artige Bilder aufzunehmen/trying to take Zen-like pictures

Auch im Mai und Juni muss der Garten sehr schön sein: im unteren Bereich ist ein Rosengarten (hier die letzten des Jahres) und viele Rhododendren! Unten: noch ein paar großartige Bäume…

In May and June the gardens must be beautiful, too: near the castle, there’s a rosegarden (these are the last ones of the year) and lots of rosebay bushes! Below: some great and beautiful trees…

Ich war 4 Stunden insgesamt im Park, habe aber noch nicht alles gesehen! Jedenfalls: eine weitere Reise wert…

Spending 4 jours in the park, I still haven’t seen all of it! Anyway – it’s worth another trip…

Augsburg: Am Jakoberwall – At the Jakoberwall

Bilder nur in Grün und Braun waren für mich anfangs eine große Herausforderung, das geriet oft zu einem einheitlichen „Brei“…. Inzwischen werden aber auch solche Motive schon ansehnlicher, oder?

As a beginner, pictures only containing greens and browns presented me with quite a challenge. More often than not they ended up as an undefined mush. Meanwhile though, I’m much more comfortable with them…

Frühlingswiese am Lech – Spring Meadow near the River Lech

Dieses Bild habe ich hier in Augsburg-Hochzoll gemalt. Es war auch ein Test neuen Materials: das „etchr Perfect Sketchbook“ und die Memory Point Pinsel von KUM. Von beidem bin ich sehr angetan, ja begeistert! Das Sketchbuch hat ein 300g Papier aus Baumwolle in Künstlerqualität, das zwar etwas mehr kostet als die von Hahnemühle, aber sowohl beim Nass-in-Nass-Malen als auch beim Arbeiten mit Rubbelkrepp und beim Radieren der Vorzeichnung keine Probleme macht. Im nassen Zustand wellt es sich nur minimal, nach dem Trocknen liegt es wieder ganz glatt. Die Farben kommen wunderschön – kurz, sehr empfehlenswert! Ebenso die Pinsel aus speziellem Kunsthaar, made in Germany(!), die machen ihrem Namen (Memory Point) alle Ehre. Nun ist es natürlich persönliche Sache, ob man die sehr weichen Marderhaar Pinsel mag oder, wie ich, ein wenig Druckwiderstand bevorzugt. Vorteil hier: die Pinsel sind trotz der Qualität durchaus erschwinglich und gleichen so den Preis des Buches wieder aus…

This picture has been done a 10 minutes walk away from my place. Also, it was a first try with my new materials: the „etchr Perfect Sketchbook“ and the „Memory Point“ brushes by KUM. Both are a joy to work with! The sketchbook features a 300g cold press cotton paper, artist’s quality. It’s a bit on the expensive side, but worth it. The paper does very well for wet-in-wet painting as well as when working with masking fluid. The colours show beautifully, too! As for the brushes made in Germany, they are true to their name (Memory Point), the special synthetic fibre holds a lot of paint and is easily controlled. If you don’t prefer the very soft natural sable brushes but, like me, more pressure resistant brushes, these are very recommendable: despite the high quality they are quite affordable and thus balance the cost of the sketchbook…

Kiefern am Lech in Hochzoll – Pinetrees at the Riverbed

Kurz vor der Hochablassbrücke in Augsburg-Hochzoll bietet sich dieser Blick auf den Lech, der im Winter nur wenig Wasser führt, und die Bahnbrücke im Hintergrund.

Near a pedestrian bridge over the dam called „Hochablass“ in the part of Augsburg where I live, this view shows the river Lech. In winter, it is narrow and shallow, leaving a part of its bed bare. In the background you see the train bridge.

Spaziergang im Schnee – A Walk in the Snow

Als es hier vor Weihnachten Schnee gab, hatte ich die Frau auf dem Feldweg fotografiert. Interessant fand ich dabei auch die – für die Jahreszeit – ungewöhnlich „bunte“ Stelle mit dem Felsen und den Bänken. Da haben die Landschaftsarchitekten gute Arbeit geleistet bei der Auswahl der Büsche und Bäume!

In Mid-December, when there was snow here, I had taken the photo that now has been reference for this watercolour. I was a bit intrigued by the unusually colourful spot with the rock and the benches. Well, the landscape architects must have chosen the trees and brushes quite deliberately!

Freie Winterlandschaft – Free Winter Landscape

Heute habe ich zur Abwechslung mal die Federzeichnung weggelassen und somit ein“klassisches“ Aquarell gemalt. Es gab keine Vorlage, ich habe die Landschaft improvisiert.

Today, I’ve gone without my usual pen lines, doing a „classical“ watercolour. The landscape has been improvised without reference picture.

Leckerbissen – Tasty!

Täglich beobachte ich hier vom Balkon aus die Amseln, die sich an den Beeren der Felsenbirne gütlich tun. (Es dauerte eine Weile, bis ich eine akzeptable Version der Amsel zustande brachte… ) Daheim in Augsburg steht ebenso eine – inzwischen ziemlich große – Felsenbirne vor meinem Wohnzimmerfenster, nur dort sind es vor allem die Spatzen, die sich dort im Frühjahr erst Nistmaterial besorgen, später die Beeren ernten und damit ihre Jungen füttern. In Nordamerika ist der strauchartige Baum weit verbreitet und heißt Saskatoonstrauch. Da die Beeren nicht nur essbar und wohlschmeckend sind, sondern auch Vitaminbomben, haben schon die Ureinwohner sie getrocknet und zusammen mit Bärenfett und zerriebenem Trockenfleisch zum „Superfood“ namens „Pemmikan“ verarbeitet. In unseren Breiten wird die Felsenbirne meist nur als Zierstrauch gepflanzt, was schade ist. Man kann Kompott und Marmelade daraus kochen – und da die Gärtner hier heute Äste geschnitten haben, haben auch wir ein wenig genascht!

From my balcony here I can watch the blackbirds feeding on the saskatoon berries. (It took me some time to sketch a recognizable blackbird..) At home in Augsburg another saskatoon tree has grown quite high in front of my living room window. There, it’s the sparrows gathering material for their nests in spring and later picking the berries and feeding their babies. In the northern part of the American continent this tree is widespread in the wilderness. The berries not only being edible and tasty but also rich in vitamins, already the American Natives/First Nations ate them – dried berries being an essential ingredient of their superfood „pemmikan“. In Europe, saskatoon trees are mostly planted for ornamental reasons, but you can use the berries for jam, cakes and more! So when today the gardener took down some branches, we all nibbled some of the berries!

Stiller Weg am Bach – Quiet Path Along the Creek

Nachdem ich gestern die Erdbeeren geholt hatte, bin ich spontan direkt von dort aus noch ins nahe Grün gefahren, um dort zu spazieren. Ein Weg ohne vorbeirauschende Radler sollte es sein – und ich fand diesen Weg an der Friedberger Ache, wo ich vollkommen allein war – mit summenden Insekten, Vogelkonzert und – wieder einmal – mit Kuckuck. Letzterer war aber nicht so penetrant wie der in Dennenlohe😉. Nun hatte ich zwar kein Malzeug dabei, doch ich versuchte, mir alle typischen Details einzuprägen: Bäume, Büsche, Gräser, Schilf, das Spiel von Licht und Schatten, den würzigen Duft des Sommers… Es ist das erste Aquarell mit soviel üppigem Grünzeug, ohne definierende Linien, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin. Vielleicht ist es ja tatsächlich besser für mich, solche Motive aus dem Kopf zu malen, damit ich nicht so sehr an dem „klebe“, was ich vor mir sehe, sondern mehr auf die Gesamtwirkung des Bildes achte?

Yesterday, after purchasing the strawberries, I decided to drive just a bit further, for a walk in the countryside. Looking for a walkway without passing bikers, I found this path along a creek where I was completely alone – with humming insects, singing birds and – once again – a cuckoo calling (this one not being as obnoxious as the one in Dennenlohe😉). Not having brought my sketchbook, I tried to memorize the defining features: bushes, trees, weeds, reed, the play of light and shadows, the spicy perfume of summer… The result is my first watercolour of lush greenery, without defining lines, that I’m satisfied with. Maybe for me, it’s easier to paint this kind of landscape from memory, without trying to reproduce the exact reality but with more attention to the overall effect of the picture?

Kastanienblüte – Chestnut Tree in Bloom

Inzwischen blühen die Kastanien wieder, und ich liebe die rosa Sorten sehr. Wenn man sie genau anschaut, entdeckt man erstaunlich viele Farbtöne in einem Blütenstand!

Chestnut trees are in bloom now again, and I love the red ones. Looking closely, you can detect an unexpected great variety of hues in the inflorescences!