Die Rosa Granitküste bei Ploumanac’h – The Pink Granite Coast at Ploumanac’h

Eines der Highlights meiner Reise war der Tag an der „Côte de Granit Rose“. Ich fuhr gleich morgens nach Ploumanac’h, um dort den Zöllnerpfad entlangzugehen – einen der schönsten Wanderwege der Bretagne mit grandiosen Felsformationen. Früher diente dieser tatsächlich der Abwehr von Schmugglern, wie die Ruine eines alten (Schieß-)Pulverhäuschens bezeugt.

A highlight of my trip was the day on the „Côte de Granit Rose“. In the morning I drove to Ploumanac’h to walk the old custom’s officer’s path – one of the most beautiful trails in Brittany, with awe-inspiring rock formations. In former times it served to detect and defend against smugglers, as the ruin of an old powder cabin confirms.

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Der rosa Granit wechselt die Farbtönung mit dem Licht – morgens und abends ist er sehr rosa. Ich hoffe, dass Ihr einen Bildschirm habt, der das wiedergibt! Die Felsen regen zum Fantasieren an; ähnlich wie bei Wolkengebilden sieht man hier einen Hasen, dort eine Hexe, etc. Mich faszinierten neben den Formen die Größe der einzelnen Brocken, sowie die unwahrscheinlichen Balanceakte bei einigen…

The Pink Granite changes its hue with the light; mornings and evenings are most colourful. I hope you’ve got a screen which is able to show that! The rocks make you dream: here’s a rabbit, there a witch, etc. I was fascinated by the shapes, heights and by the impossible balance of some of them…

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Oben: ich sehe hier einen brütenden Vogel. Unten: dieser Vogel ist echt! Die Farben des Rotkehlchens passen perfekt zu den Felsen…

Above: here I see a breeding bird. Below: this one is genuine! The colours of the robin perfectly match the rocks…

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Ein Leuchtturm darf natürlich auch nicht fehlen! In der Ferne sieht man eine der Sept Iles, den Sieben Inseln, die zum größten Teil Vogelschutzgebiet sind. Kormorane und Basstölpel brüten dort, und – leider nur im Frühjahr – sogar Papageientaucher!

Of course, a lighthouse is required, too! Far at the horizon you see one of the Sept Iles, The Seven Islands, which for the most part are a bird sanctuary. Cormorans and gannets breed there, as well as puffins – the latter only in spring, alas.

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Dieses hübsche Haus ist ein Informationszentrum über die Küste – Natur, Fischerei, etc. Eintritt ist frei.

This cute house is an information centre about the coast – nature, fishing, etc. Free entry.

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Nachdem ich eine Weile unterwegs war, machte ich ein kleines Picknick in dieser Bucht – windgeschützt auf einem sonnenbeschienenen Felsen sitzend.

After walking for a while I made a small picknick in this bay, sitting on a sunny rock.

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Kaum hatte ich meine Brotzeit ausgepackt, bekam ich „Besuch“ – eine junge Möwe! Sie ist schon groß genug, dass ihre Eltern sie nicht mehr füttern, doch die Jungvögel sind entweder noch recht verwöhnt oder haben noch zu wenig Glück bei eigener Futtersuche und betteln, was das Zeug hält – die Eltern ignorieren sie jetzt:

I had barely unwrapped my snack, when I got a „visitor“ – this young gull! It’s too grown for it’s parents to feed it, but either the young birds are too lazy or without luck at their own search for food – they keep begging, but their parents ignore them:

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Also kam diese zu mir! Okay, da sie so geduldig für Fotos posierte, bekam sie dann auch ein paar Rosinen aus meinem Studentenfutter…

So, this one came to me! Since it patiently posed for my photos, I gave it some raisins from my trailmix…

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Oben: Natur, die wie abstrakte Kunst wirkt……

Above: nature like abstract art…

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Oben: Ebbe in der Bucht von Ploumanac’h. Mittendrin steht das Oratorium St. Guirec, wo junge Frauen eine Nadel in die Nase der Statue stecken, damit sie im selben Jahr noch heiraten… Die ursprüngliche Holzstatue war so zerstört, dass sie durch Granit ersetzt wurde.

Above: the bay of Ploumanac’h at low tide. The small oratory in the centre is dedicated to St. Guirec – the legend says young women who put a needle into the nose of the statue will marry the same year. The original wooden statue was disfigured and replaced by one hewn from granite.

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Das ist der Blick vom Schrein Richtung Meer. Unten sieht man das Haus auf der Insel nochmal deutlicher:

Above: view from the sanctuary towards the sea. Below you see a close up of the house on the small island:

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Das ist Château Costaérès, in welchem Henryk Sienkiewicz 1895 seinen Roman „Quo Vadis“ geschrieben hat. Ratet mal, wem es heute gehört – kommt Ihr nie drauf! „Didi“ Hallervorden!

This is Château Costaérès, where Henryk Sienkiewicz wrote his novel „Quo Vadis“. Today the Château belongs to a German comedian.

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Na, wenn das keine Lust auf einen Besuch dort gemacht hat, dann weiß ich auch nicht … 🙂

Well, don’t you feel like going there yourself now? 🙂

 

 

Cap Frehel und Fort La Latte – Cape Frehel and Fort La Latte

Am späten Nachmittag kam ich am Fort La Latte an, das in der Nähe des Cap Frehel liegt. Ich wunderte mich etwas, dass soviel los war, denn selbst sonntags war sonst eigentlich nirgends soviel Betrieb gewesen. Doch am Eingang wurde es mir klar: es war Europäischer Tag des Denkmals – und die Eintrittspreise stark reduziert. Nun, da ich von Letzterem ja auch profitierte, nahm ich die vielen Besucher dann gern in Kauf.

In the late afternoon I arrived at Fort La Latte, which is situated near Cape Frehel. Astonished that there was quite a crowd, I soon learned that it was European Day of the Monuments – with reduced entry fees. Well, profiting from the latter, too, I gladly took up with the many visitors.

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Die Burg sitzt strategisch günstig auf einem Felsvorsprung und beherrscht einen großen Teil der Küste. Errichtet wurde es zunächst im 13.Jahrhundert, später zerstört, dann Ende des 17. bis Ende des 18.Jahrhunderts neu auf- und umgebaut sowie erweitert. Heutzutage dient es nicht nur als Besuchermagnet, sondern auch sehr häufig als Filmkulisse für Ritter- und Fantasyfilme (auch für Hollywood!).

The castle is strategically located on a rocky outcrop and dominates a big part of the coastline. It was first built in the 13th century, later destroyed, rebuilt, changed and enlarged from the late 17th century to the late 18th century. Nowadays it not only serves as a main attraction for visitors but also often as filmset – even for Hollywood productions.

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Zum Land hin hat es zwei Verteidigungsmauern, jeweils mit Zugbrücken.

Towards the landside it shows two walls of defense, each with a draw bridge.

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Zentraler Teil ist der große Wachturm, von welchem man einen tollen Blick genießt:

Central part of the Fort is the watch tower which provides a great view:

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Oben: da kann man schon froh sein über ein gutes Tele/Zoomobjektiv! Was hier gut zu sehen ist – und typisch für die Bretagne – : Selbst nah an einem Strandbereich findet man keine Hotel“klötze“! Ein Campingplatz, ein paar Ferienhäuser, teils alte Häuser und ein oder mehrere Hotels in alten Villen, die sich harmonisch ins Bild fügen.

Above: here a good telephoto lens or zoom is appreciated! What you can see here – and that’s typical for Brittany -: even near a beach you don’t find big, ugly hotel complexes! A camping site, some holiday homes and cottages as well as one or more small hotels in old villas, which harmoniously fit in.

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Ein paar Blicke ins Innere der Anlage…

Some impressions of the site within the walls…

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Oben: Im Hintergrund sieht man die häufig anzutreffende Vegetation, Heidekraut, Ginster und andere niedrige Sträucher und Büsche…

Above: In the background you see the typical vegetation of heather, broom and other lowgrowing bushes…

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Ein gutes Schussfeld!

A good field of fire!

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Und der Blick hinüber zum Cap Frehel mit seinem Leuchtturm…

A view towards Cape Frehel and its lighthouse…

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Ein letzter Blick zum Abschied…

A last look back …

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… und der Leuchtturm vom Land her gesehen. Man kann auch dort stundenlang spazieren (zu Fuß vom Leuchtturm zum Fort 1,5Std. einfach), doch ich war ja schon in der Bucht von St.Brieuc so lang unterwegs gewesen – außerdem war es schon spät und ich hatte noch die Rückfahrt nach St.Brieuc vor mir.

…and the lighthouse seen from the land side. You can walk and hike for hours there (on foot it takes 1,5 hours from the lighthouse to the Fort – one way), but I already had walked a lot in the bay of St.Brieuc today; also, it was already late and I still had to drive back to St.Brieuc.

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Die Bucht von St. Brieuc – The Bay of St. Brieuc

Inzwischen war ich von Hennebont nach St.Brieuc umgezogen, wo ich weitere 7 Tage in einer anderen Ferienwohnung verbringen wollte, um auch die Nordküste kennenzulernen. Mein erster Ausflug ging in die direkte Umgebung: die Bucht von St.Brieuc. Was für ein schöner Tag!

Meanwhile I had moved from Hennebont to St.Brieuc, where I had booked another apartment as base for the exploration of the north coast. On the first day I wanted to know the surroundings of St.Brieuc and went to the bay. What a wonderful day!

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Ich spazierte von „Les rosaires“ nach St.Martin, immer am Strand lang. Dabei ließ ich mir viel Zeit, und die Seele baumeln!

I strolled along the beach from „Les rosaires“ to St.Martin. Taking my time, it was wonderfully relaxing!

Beobachtete das „Möwenballett“ und sammelte Muscheln…

I watched the „ballet“ of the gulls and combed the beach…

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Wie man sieht, sind viele Jakobsmuscheln dabei: Die Bucht von St.Brieuc liefert jährlich 50% der französischen Produktion – und das, obwohl der Fang strengstens reguliert ist, damit der Bestand erhalten bleibt. Im Gegensatz zu Austern und Miesmuscheln werden Jakobsmuscheln „wild“ gefischt, nicht in Zuchtanlagen. Jedenfalls ist der Strand mit leeren Schalen übersät (nicht vom Fischen, sondern natürlicherweise), und die sind ziemlich groß. Auf dem Bild sieht man, dass es flache Schalen und gewölbte gibt: die Muschel hat nämlich eine flache und eine gewölbte Hälfte! Aber auch Austern, Miesmuscheln, Schnecken und eine Muschel, die ich nicht kenne, sieht aus, wie ein Ohr..

As you can see, there are a lot of scallops: The bay of St.Brieuc is the origin of 50% of Frances production of scallops – even if  fishing is strictly regulated to keep the population rate. Contrary to oysters and mussels scallops are fished from nature, not produced in „farms“. Anyway, on this beach there are lots of empty shells – not from fishing, but naturally. Every scallop has two different shells: one flat and one round! You can also find oysters, mussels, sea snails and a curious kind of sea shell, which looks like an ear…

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Ein Blick zurück zum Ufer…

A look back to the shore…

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… und nach vorne – nahe St.Martin wird es wieder felsig, diesmal dunkle, fast schwarze Felsen, die nur dort heller sind, wo Muscheln sie bedecken:

…and one towards the dark rocks near St.Martin, which are nearly black – as long as they aren’t covered with shells:

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Zwischen den Felsen besteht der Boden fast ausschließlich aus diesen „Ohrenmuscheln“, was einen komischen, sehr dumpf-knirschenden Ton gibt, wenn man darauf läuft.

Between the rocks the ground is nearly completely covered with those ear-formed shells, which give a curious dull crunching sound when you walk on them.

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In dem kleinen Ort St.Martin verließ ich dann den Strand und ging den Weg zurück oben auf den Klippen, über Feldwege und durch Büsche. An manchen Stellen konnte man den Ausblick von oben genießen:

In the small settlement St.Martin I left the beach and made my way back on top of the cliffs, on country lanes and through bushes. Some spots allowed a look from above:

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Aber auch die Landschaft da oben war recht schön, vor allem mit dem dramatischen Himmel:

But the landscape up there was nice to look at, too – especially with a dramatic sky like this:

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Der Herbstbeginn ließ sich auch hier nicht leugnen: Hagebutten leuchten!

The beginning autumn shows: rosehips are shining red!

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Nach dieser Wanderung, die in meinem gemächlichen Tempo mit vielen Fotostopps, Muscheln suchen, Picknick in den Felsen und Pausen zum Staunen ein paar Stunden gedauert hatte, fuhr ich etwas weiter nach Osten, und zwar zum Cap Frehel, wo das bekannte Fort La Latte zu besichtigen ist. Doch davon im nächsten Beitrag!

After this walk, which in my slow pace (stopping for photos, combing the beach, picknick amidst the rocks and pauses just to gape in awe) had taken some hours, I drove a bit further east, to Cap Frehel, where the famous Fort La Latte is open to visitors. You can read about that in my next post!

 

 

Ein Abend in Douarnenez – An Evening in Douarnenez

Nach dem Besuch des Schiffsfriedhofs in Camaret machte ich auf der Rückfahrt nach Hennebont einen Abstecher nach Douarnenez. Dieses Städtchen verdient mehr als nur einen Abend, aber man kann halt nicht alles sehen in 2 Wochen… Immerhin, kurz vor dem Ortseingang gab es schon mal einen interessanten Strand:

After my visit to the graveyard of ships in Camaret I made a short detour on my way back to Hennebont, to visit Douarnenez. The latter deserves more than just some hours, but you can’t see everything during a two-week stay… Anyway, just before entering the town there already was an interesting beach:

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Sandstrand mit Felsen und Gezeitentümpeln, finde ich immer recht abenteuerlich, es lockt zum Entdecken!

A sandy beach with rocks and tide pools – I love that, it invites to explore…

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Und tatsächlich habe ich auch ein paar Dinge gefunden:

Actually, I found some stuff here:

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Strandglas ist mir zum Basteln ja immer willkommen, auch eine kleine Tonscherbe ist dabei, und die große Muschel ist 8cm lang! Doch dann ging es weiter zum Hafen:

Of course, I can always use sea glass! There is also a small shard of china, and the big shell is 8cm long! But then I continued towards the harbour:

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Ich kam zur rechten Zeit, um den Fischern bei der Reparatur ihrer Netze zuzugucken.

I arrived in time to watch the fishermen mend their nets.

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An einer Wellblechwand ist das Leben der Fischer dargestellt:

On a wall of corragated iron a mural shows the life of fishermen:

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Auf der anderen Seite des Ortes befinden sich der Freizeit- und der Museumshafen:

On the other side of town the marina and a museum’s harbour are situated:

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Oben: die Einfahrt in den Segel- und Museumshafen wird von einer Insel geschützt. Unten: die Schiffe im Museumshafen konnte ich nur noch von außerhalb betrachten; einige kann man begehen, wenn man früher dran ist 🙂

Above: the entrance to the marina and the museum’s harbour is protected by a small island. Below: I only could view the ships in the museum’s harbour from outside; if it had been earlier, I could even have entered some of them.

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Und zum Schluss erfuhr ich noch etwas Interessantes: es gibt inzwischen dort Läden, die Tee, Kaffee und andere Produkte aus Übersee verkaufen, die nicht nur Bio und Fairtrade sind, sondern auch klimaneutral befördert wurden: nämlich auf großen Seglern wie früher! Ist das nicht eine Idee!? Zumindest für länger haltbare Ware!

At last, I learned something interesting: there are shops where you can buy tea, coffee and other products which not only are Bio and Fairtrade, but also have been shipped without impact on the climate: on tall ships like in former times! Now, that’s a good idea, isn’t it? At least for long-life goods.

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An der Pointe de Pen-Hir – At the Pointe de Pen-Hir

Der äußerste Zipfel der Halbinsel Crozon reizt mit steilen Felsen,Wind und heftiger Brandung. Man kann stundenlang auf den Klippen spazieren und kraxeln – einfach herrlich!

At the tip of Crozon peninsula you can enjoy white cliffs, strong wind and a nice surf ; walking over rocky paths for hours on end – just great!

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Zu Beginn des Weges gibt es auch ein Mahnmal , das nach dem 2.Weltkrieg hier errichtet wurde zum Andenken an die Gefallenen – da wird man als Deutscher immer besonders nachdenklich… Mir ist aber aufgefallen, dass bei all diesen Gedenkstätten (ich habe in meinen 2 Wochen hier mehrere gesehen) immer nur „der Feind“, „die Nazis“ oder ähnliche Bezeichnungen verwendet wurden, nie „die Deutschen“ oder „Deutschland“ – es ist zu spüren, dass negative Gefühle gegen das heutige Deutschland vermieden werden sollen. Das Mahnmal ist aber auch interessant, weil es inmitten eines ehemaligen Bunkersystems steht, das man auch zu Fuß erkunden kann.

At the starting point of the paths there is a memorial site for fallen soldiers and sailors of World War II – for me as a German this of course is always especially thought-provoking… But with all these memorials (I’ve seen several in the last 2 weeks) something caught my attention: The French always write about „the enemy“, „the Nazis“ etc; never „Germany“ or „the Germans“ – obviously they don’t want to create negative feelings for today’s Germany, for which I’m grateful! Anyway, the memorial site is quite interesting because it’s situated within a bunker system you can explore on foot.

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Wie schön, dass man heutzutage hier völlig sicher stehen und in die Ferne sehen kann…

It’s a great relief that nowadays one can stand here, gazing in the distance, without fear of arriving warships or planes…

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Der Fels im Hintergrund hat ein Fenster!

The rock in the background has a window!

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Und hier geht es ganz schön steil hinunter…

And here the cliffs are very steep!

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Auf dem Rückweg spürt man, was man getan hat 🙂

On the way back you feel the exercise you’ve had! 🙂

Ausflug nach Camaret – A Trip to Camaret

Camaret liegt auf der Halbinsel Crozon, ganz im Westen. Auf dem Weg dorthin kam ich an einer bekannten kleinen Kirche vorbei, St.Marie du Menez Hom (Menez Hom heißt der Berg, an dessen Fuß die Kirche steht):

Camaret is situated on the peninsula of Crozon, on the westcoast of Brittany. On my way there I also visited a well known, small church, St.Marie du Menez Hom (Menez Hom being the hill at the foot of which the church stands):

St.Marie du Menez Hom7

Sie ist nicht nur von außen sehr pittoresk, sondern hat auch ein prächtiges Innenleben:

Not only its outside is quite picturesque, it also harbours an opulent inside:

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St.Marie du Menez Hom2

Die kostbaren Schnitzereien stammen aus dem 18.Jahrhundert.

The precious carvings were created in the early 18th century.

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Wie man sieht, sind die äußeren Mauern jüngeren Datums…

As you see, the stone walls around it are a bit younger…

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Danach machte ich noch kurz Halt an einer schönen Bucht, wo sich auch Surfer in den relativ sanften Wellen versuchten:

After that, I made a short stop at a nice beach, where some surfers tried to catch the – quite tame – waves:

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Doch schließlich erreichte ich Camaret, wo mich besonders der Schiffsfriedhof interessierte:

At last, I arrived at Camaret, where I wanted to visit the „graveyard of ships“.

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Auch wenn der Anblick etwas traurig ist, er fasziniert genauso wie die „Vergessenen Orte“, die derzeit mehr denn je von Fotografen gesucht werden…

Even if the sight is a bit sad, it’s also intriguing and faszinating just like the „Lost Places“ photographers love so much…

 

Es gibt eine gewisse Poesie des Verfalls… Und man beginnt, zu träumen, was diese Schiffe schon alles gesehen haben…

There’s a certain „poetry of decay“… You can’t help thinking, what these old ships might have seen…

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Doch nun auch noch zu den fröhlicheren Ansichten in Camaret!

But now some sunnier sights of Camaret!

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Bei Franzosen sehr berühmt: „La Tour Vauban“ – Teil mehrerer Verteidigungsanlagen, die Marquis de Vauban unter Ludwig dem XIV. entlang der Küsten errichten ließ. Diese hier hat sogar eine kleine Zugbrücke wie eine Burg:

Very well known in France: „La Tour Vauban“ – one of many fortifications the Marquis de Vauban had had built under Louis XIV. along the shorelines. This one even has a small drawbridge like a castle:

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Ich verabschiedete mich von Camaret, denn ich wollte noch auf die Pointe de Pen Hir – Steilklippen – und auf dem Rückweg nach Douarnenez…

So I said good-bye to Camaret because on the same day I also wanted to go to the Pointe de Pen Hir (cliffs) and on my way back pass through Douarnenez…

Noch ein mystischer Ort: Huelgoat – Another mystical site: Huelgoat

Auch im Inneren der Bretagne gibt es wunderschöne Orte, die wie verwunschen wirken; einer davon ist Huelgoat. Ein Dorf liegt dort direkt an einem natürlichen Felsenlabyrinth, auf Französisch sehr treffend „Chaos“ genannt. Die Felsbrocken füllen einen Tobel (Waldschlucht), und man kann dort nach Herzenslust herumkraxeln oder auch nur auf dem Weg daneben entlang wandern. Na, ratet mal, was ich gemacht habe! Beides natürlich 🙂 Neugierig, wie ich bin, muss ich alles erkunden – immer schön vorsichtig und langsam wegen der Knie…

The heart of Brittany also harbours beautiful sites that seem enchanted; one of them is Huelgoat. The village lies directly near a natural chaos of rocks which fill a ravine in the forest. You can climb on and between the rocks or just take a long walk on the path beside it. Of course, I did both – curious as ever, I had to go exploring – but carefully, because of my knees…

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Die Farben waren immer die gleichen, und doch konnte ich mich nicht satt sehen, und es blieb spannend: was gibt es wohl hinter dem nächsten Felsbrocken zu sehen?

Despite the never changing colours I couldn’t get enough of the sights.. what might be behind the next rock?

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Tatsächlich sprang hinter einem ein Fuchs hervor, den ich aufgescheucht hatte! Natürlich viel zu schnell, als dass ich die Kamera hätte zücken können… Ihr müsst es mir halt einfach glauben 🙂 Jedenfalls das erste Mal, dass ich einen lebendigen in freier Wildbahn gesehen habe – ein kleines Abenteuer!

Actually, once a fox jumped from behind a rock, but it disappeared too fast for me to take a picture… You just have to believe me 🙂 Anyway, it was the first time I saw a live one in the wilderness – a small adventure!

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Unter und zwischen den Felsen rauscht ein Bach…

Beneath and between the rocks a creek is rushing…

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Der weiter unten sanfter verläuft.

Which is flowing more slowly further down…

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Und dann das: Zur Artusgrotte! Tatsächlich soll ja einiges aus der Artussage in der Bretagne spielen: den Wald von Brocéliande gibt es nämlich tatsächlich auch in der Gegend. Wenn ich noch Zeit gehabt hätte, wäre ich gern bis zur Grotte gelaufen, doch da es knapp wurde, entschied ich mich, anstatt der Lichtgestalt Artus zu folgen, mich der „dunklen Seite“ zu nähern, nämlich:

Just have a look: King Arthur’s grotto! Well, many a site of the legend is to be found in Brittany, like the forest of Brocéliande, which really exists here! If I had had more time on my hands, I’d have liked to visit the so-called Arthur’s grotto, but alas, I had to turn back. So instead of following the luminous figure, I chose „the dark side“:

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Und, wie so oft in Wirklichkeit: ich habe den Verdacht, dass „die dunkle Seite“ interessanter war…

And, like often in reality, I believe „the dark side“ was more interesting…

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Stockduster und sehr eng ging es hinab, da unten toste das Wasser richtig laut – ja, es war unheimlich! Danach kam einem diese Metalltreppe vor, wie die Himmelsleiter!

Pitch dark and very narrow was the path down, and the water was roaring loudly – yes, it was a bit eerie! After that, even this blunt metal ladder looked like the stairway to heaven!

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