Eine aufgepeppte Bluse – A Refashioned Blouse

Diese Bluse hatte ich second-hand erstanden, weil ich Schriftmuster sehr mag. Allerdings wollte ich sie noch ein wenig modisch „updaten“. Da ich die Ärmel kürzen musste, tat ich dies, indem ich die sehr breiten Manschetten einfach zurückschnitt; die Kante wurde mit rotem Garn in breitem, dichtem Zickzackstich versäubert und akzentuiert. Passend habe ich dann auch die vorderen Kanten und den Kragen aufgetrimmt. Die Knöpfe wurden durch goldene ersetzt, und schließlich griff ich mal wieder in meine Kiste und zog etliche Applikationen heraus, die teilweise von anderen Kleidungsstücken und aus Stoffen ausgeschnitten waren, teils günstig erworben. Nachdem ich sie zu gefälligen „Sträußen“ arrangiert hatte, habe ich sie mit der Maschine aufgenäht.

Purchased second hand, this blouse had caught my eye because of the pattern with (obscure) writing. Anyway, as for the style, I had some fashionable changes in mind: first, I had to shorten the sleeves, which I did in a very simple way: cutting the (quite large) cuffs. Then the raw edges have been neatened by a dense and broad satin stitch using red yarn. Also, the front edges and the edges of the collar got the same treatment. Then I exchanged the buttons for gold tone ones. At last, I emptied my stash of red and pink flower appliqués – some of them are purchased, some cut from old garments, some from fabrics. Arranging them in nice „bouquets“, I’ve then sewn them on with the machine.

Upcycling: Ein bunter Schal – A Colourful Scarf

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, deshalb sitze ich mal wieder an der Nähmaschine. Außerdem müssen ja „Selbermacher“ wie ich immer rechtzeitig beginnen, um alle Weihnachtsgeschenke bis zum Fest fertigzustellen. Die junge Dame, für welche der Schal gedacht ist, kennt meinen Blog noch nicht, daher kann ich ruhigen Gewissens posten… 🙂

Winter not being far away by now, I’m busy sewing. Also, people like me, who like to create most Christmas gifts ourselves, have to get started early! Since the young lady this scarf is meant for still doesn’t know my blog, I’m safe posting… 🙂

Aus Stücken verschiedener alter Pullover genäht, ist es ein sehr warmes und kuschelweiches Stück: die Materialien sind Mischungen aus Kashmir, Seide, Viskose, Baumwolle und Angora. Nach dem Zusammennähen habe ich das Ganze umhäkelt und Fransen eingeknüpft, da kamen Wollreste zum Einsatz. Die gestickten Blüten stammen aus einer alten Tischdecke vom Flohmarkt und sind von Hand mit Languettenstich aufgenäht.

Made from pieces of old sweaters, this scarf is very warm and cosy. The mixed materials are: cashmere, silk, coton, rayon and angora. After sewing, I’ve crocheted the border and added fringes, using left-over wool. The stitched flowers had been cut out from a vintage table cloth and appliquéd by hand.

Ein paar Shirts – A Few Shirts

Die letzten Tage habe ich mal wieder an der Nähmaschine gesessen, nachdem sie repariert ist. Zwei T-Shirts vom Discounter sowie ein gebrauchtes aus dem Sozialkaufhaus bekamen einen neuen Look:

This week I’ve occupied myself sewing, my machine at last being repaired. Two tees from the discounter and a used one from the thrift store/ charity shop got a new look:

Das türkisfarbene war gebraucht; anscheinend war es mal beim Waschen kurz und weit geworden. Aber es war sauber und mir gefiel die Schildkröten-Applikation. Da ich farblich passende Spitze hatte, habe ich das Shirt zunächst etwas enger genäht und dann am unteren Rand sowie am Halsausschnitt Spitze angenäht. Das „natürliche“ Zipfeln des Shirts habe ich betont, indem ich die Spitze unten seitlich breiter geschnitten habe, das gibt den modernen Zipfel-Look.

The turquoise one is the used one; seems it had shrunk in the washing machine a bit while getting wider. But it was clean and I liked the turtle appliqué. So I just took away a bit on the sides, then adding lace fabric on the seam and on the neckline. Since the shirt already dropped a bit on the sides, I enhanced this look by cutting the lace a bit wider on the sides.

Bei dem roten Shirt habe ich mich von den neuen Modekatalogen für den Winter inspirieren lassen: Applikationen und Bündchen sowie eine Rüsche mit Leoparden-Druck verwandeln es in ein äußerst modisches Teil. Außerdem habe ich ein paar kleine fertige Applikationen aus meinem Fundus verwendet.

For the red one I’ve been inspired by the new fashion catalogues for winter: appliqués, cuffs and a neckline from animal print material make for an up-to-date look. A ruffle with animal print as well as some small purchased appliqués from my stash are a perfect addition.

Für das braune Shirt habe ich ein anderes, viel zu kleines zerschnitten, das ich auch im Sozialkaufhaus für 1€ erworben hatte, weil mir das Muster so gefiel. Eine große Applikation auf der Vorderseite sowie der Austausch der unteren Ärmelpartien waren schnell gemacht. Ein paar aufgebügelte Glitzermotive runden das Ganze ab.

The brown one actually consits of two shirts: in the charity shop I had purchased one which was much too small but showed a nice print, so I cut it up and used it for a large appliqué and the lower parts of the sleeves. Then I added some iron-on rhinestone motives for more interest.

Diese Shirtjacke ist komplett selbstgenäht; aus einem zart grünen Sweatstoff mit Silberfäden. Der Kontraststoff ist aus gewebter Baumwolle. Hier habe ich mich mit Verzierungen ausgetobt: die aufbügelbaren Silberschnörkel hatte ich mal sehr günstig im Großpack bekommen und hier passen sie sehr gut! Allerdings habe ich sie zusätzlich aufgenäht, damit sie auch alle Wäschen überstehen. Kombiniert dazu Häkel- und Spitzenblüten sowie auf der Tasche einen Schmetterling aus antiker Nadelspitze. Einige Blütenmitten erhielten Perlen, und die Knopfleiste eine Mischung aus alten Silber- und Perlmuttknöpfen.

This sweat jacket has been sewn from a light green material with silver tone yarn worked into it. The contrasting fabric is woven cotton. Here I’ve relished adding embellishments: the silver swirls are iron-on appliqués I once had purchased in a sale. After ironing, I decided to also sew them on to be sure they don’t come off in the washing machine. Here I’ve combined them with lace and crochet flowers as well as a small butterfly from antique needle lace. Some flowers show small beads, too, and the buttons are a mix of vintage silver tone and mother-of-pearl buttons.

Rückseite/Back

Wasserkraftwerk am Lech – Water Power Plant on the River Lech

Gestern am späten Nachmittag spazierte ich das kurze Stück vor zum Lech, wo ich mir das kleine Wasserkraftwerk vornahm. Passend zum Thema Augsburgs Wasserversorgung – und, weil ich mal eine kompliziertere, für mich teils unverständliche, Konstruktion zeichnen wollte.

Yesterday in the late afternoon I took a stroll to the river to try and sketch the small water power plant there. That’s adding to the subject „Augsburg’s Water Management“ as well as to my experience sketching a more intricate, hard to understand, structure.

Es dauerte auch eine Weile… Eigentlich ist „unverständlich“ gar nicht so schlecht, weil man dann ja wirklich nur zeichnen kann, was man sieht – nicht, was man WEISS. Und genau den Fehler macht man ja gern als Anfänger, dass man malt, was man weiss, statt nur hinzusehen. Eine kleine Hürde gab es: ich beschloss, denn Metallgitterzaun, der alles umgibt (samt Tor), wegzulassen. Doch auf der Bank sitzend musste ich durch ihn hindurch blicken. Bei alldem versuchte ich auch, die Abendsonne einzufangen…

It took a while… Actually, „hard to understand“ isn’t that bad: you concentrate on what you see instead on what you KNOW – as you well should when sketching! A little catch: opting to omit the metal grid fence (along with a locked gate), sitting on a bench I had to look through it. Also, I tried to catch the evening light…

Dies Bild entstand nach einem Foto und zeigt Burg Trausnitz bei Landshut (nicht zu verwechseln mit Burgruine Landshut in Rheinland- Pfalz). Und schliesslich mal ein paar Blümchen zur Abwechslung:

This picture has been done from a photo reference and shows Trausnitz Castle near Landshut, Bavaria. Then, last, not least, some flowers (for a change):

„Zweizahn“ – wuchs auf dem Balkon meiner Mutter.-

They were growing on my mother’s balcony.-

Neue Notizbücher – New Journals

Zwei weitere handgebundene Notizbücher hielten mich die letzten Tage beschäftigt:

Two new handmade journals kept me busy these last days:

Beide sind mit meinen Kleisterpapieren bezogen und enthalten meinen typischen Mix aus alten, handgemachten und besonderen Papieren. Dies hier bekam zusätzlich zu den hübschen Buchecken ein Motiv aus Glitzersteinen und zwei Borten in den Farben des Papiers.

Both are covered with my paste papers and contain my personal mix of vintage, handmade and specialty papers. This one shows nice corners as well as different ribbons and a rhinestone flower.

Das grüne Buch hat sogar ein Bändchen als Seiten-Marker; Glitterfarbe ziert nicht nur das Kleisterpapier, sondern auch das Spitzenbändchen und das Gummiband.

The green book sports a page marker, rhine stones and glitter on the paper, the crochet border and the stretch ribbon.

Innen gibt es vorne einen Umschlag für kleine Zettel…

On the inside there’s an envelope for storing small pieces of paper…

… und im hinteren Umschlag einen alten Block, den ich noch auf jeder Seite mit Blätterstempeln verziert habe.

… and on the inside of the back cover a small vintage pad which I’ve embellished on each page with leave stamps.

Zwei handgebundene Notizbücher – Two Handmade Journals

Da ich ja aus Frankreich einige handgeschöpfte Papiere mitgebracht hatte, drängte es mich, diese in ein paar Notizbücher mit einzubinden. Wie meistens, habe ich aber auch hier ganz verschiedene alte, besondere und handgemachte Papiere verarbeitet. Bereits die Einbände wurden mit meinen selbst gefertigten Kleisterpapieren bezogen:

Having purchased some handmade papers in France, I was eager to use them in some handbound books/journals. As often, I also used a great variety of vintage, handmade and specialty papers. For the covers, I’ve chosen some of my handmade paste papers:

Hier sind noch ein paar Bilder aus den Innenleben:

Below you find some examples of the pages:

Alte, französische Rechnung, geweißelte alte Buchseite;

Above: vintage french bill, vintage book page treated with primer;

Eine leere Seite aus meinem alten, entwerteten Reisepass und eine Seite aus einem alten Stickbuch;

A still blank page from my old, cancelled passport and one from a vintage book about cross stitch;

Links eines der handgeschöpften Papiere aus Frankreich, rechts eines aus einer alten Museums-Papierfabrik in Hagen/Westfalen, das mir eine Freundin von dort mitgebracht hatte.

On the left you see one of the handmade papers from France; on the right one made in a museum’s manufacture in Hagen, Germany – a gift from a friend who had visited the museum.

Eine alte Buchseite sowie das Bild aus einem alten Kalender.

A vintage book page and one from a vintage calendar.

Links die Rückseite eines Stückes Kleisterpapier, rechts ein von mir selbst handgeschöpftes Blatt.

On the left a piece of paste paper (the back); on the right one of the papers I’ve made myself.

Noch eine alte Buchseite (für Notizbücher nehme ich gern die leeren, angegilbten Seiten der Vorsatzpapiere); sowie eine geweißelte Seite eines alten Gesangbuches. – Nun werde ich wohl noch in beiden Bücher einige Seiten mit Lineaturstempeln versehen – das verlockt etwas mehr zum Hineinschreiben!

Another vintage book page – for journals, I love the blank, aged pages between the cover and the signatures – as well as a primed page from a vintage song book.- Now I’ll add some stamped rulings to several pages in both books, hoping this will tempt the recipients to actually write in them!

Geschenkanhänger aus bemaltem Aquarellkarton – Watercolour Gift Tags

Bevor ich gestern die Blumensträusse auf dem Aquarellblock gemalt habe, hatte ich ein paar Vorübungen zur Nass- und zur Lasurtechnik auf Reststücken gemacht. Nun hielt ich diese bunten Teile wieder in der Hand – viel zu schade zum Wegwerfen! Nun ist Aquarellkarton – je nach Grammatur – ja ziemlich robust; ich hatte hier 300g/m² festen Karton, der eignet sich wunderbar auch für Dinge wie Postkarten, Lesezeichen, Geschenkanhänger usw. Daher schnappte ich mir meinen Stanzer und druckte aus den Probestücken Geschenkanhänger heraus:

Yesterday, before painting the bouquets on my watercolour pad, I had done some practice on left-over pieces of watercolour paper. Now these colourful pieces were too nice to be thrown away! Watercolour paper is quite sturdy, this 300g/m² paper was perfect also for postcards, page markers and gift tags etc. So I grabbed my punch and made some gift tags from the sample pieces:

Dann wurden sie noch weiter verziert:

Then I embellished them further:

Zwei erhielten einfach je einen kleinen Dekosticker…

Small decorative stickers feature on two of them…

Ein Kreidemarker und ein Goldstift waren auch sehr praktisch – egal, ob abstrakte Linien oder kleine Blüten.

A chalk marker and a gold tone marker pen came in handy for abstract lines as well as for some tiny flowers.

Auf die helleren Anhänger habe ich Mini-Aquarelle gemalt…

The lighter coloured tags got mini watercolour paintings…

Und hier habe ich sozusagen „gebatikt“: mit Rubbelkrepp die Blüte übermalt, trocknen lassen, dann den Hintergrund komplett dunkel übermalt und wiederum nach dem Trocknen den Rubbelkrepp entfernt – der gemusterte Untergrund erscheint in Blüte und Blättern. Ein paar Linien und Goldtupfer ergänzen das Motiv.

This one has been done using masking fluid: covering the flower shape, I then painted the background dark blue. When it was dry, I removed the masking fluid so the pattern underneath shows. Some lines and some gold tone dots add interest.