Aquarellblumen für ein T-Shirt – Watercolour Flowers For a T-Shirt

Bei aller Malerei bleibt mir aber immer noch die Liebe zum Textilen… Und nun wollte ich einmal beides verbinden: auf einem T-Shirt. Zunächst habe ich meine bisherigen Blumenaquarelle durchgesehen und wählte eines aus, das sich am besten für dieses Projekt eignete. Es war nur eine kleine Postkarte gewesen:

Despite practicing watercolour painting quite intensively these days, I’m still also a lover of everything textile… So now I had the idea to mix both: on a T-Shirt. First, I rifled through my flower paintings, looking for the right motive – in the end I’ve chosen a picture I had done on a small postcard:

Diese hatte ich abfotografiert wie alle Bilder, denn ich möchte ja eine Erinnerung an alle haben, auch wenn ich sie inzwischen verschenkt oder verschickt habe. Dieses Foto war nun der Ausgangspunkt für das T-Shirt Motif.

Since I use to take photos of all my paintings, this one came in handy as basis for the creation of a T-shirt embellishment.

Created with GIMP

Im Fotobearbeitungsprogramm wurde das Motiv nun etwas vergrößert, die Farben verstärkt (mache ich gern für Transferfolien) und dann gestaltete ich mehrere A4 Seiten mit unterschiedlichen Ausschnitten aus dem Motiv:

Using the photo editing software I blew it up a bit and intensified the colours (when printing on transfer foil, I like to add a bit). Then I created several A4 sheets with different pieces of the original picture:

Created with GIMP
Created with GIMP

Dadurch konnte ich die Einzelteile nochmal in verschiedenen Größen anordnen. Diese ganzen Seiten wurden dann auf T-Shirt-Transferfolien gedruckt (Inkjet). Anschließend habe ich die Blüten und Ranken einzeln ausgeschnitten und auf dem T-Shirt hin- und hergeschoben und gedreht, bis ich eine gefällige Anordnung gefunden hatte. Dann wurde aufgebügelt!

That way I could arrange the individual pieces in different sizes. These pages were now printed on Transfer foil (Inkjet). Then I cut out all the flowers and petals by hand. Arranging them on the T-shirt until a nice combination resulted, I then ironed them all on following the instructions of the transfer foil.

Und da es bei einem so fröhlichen Sommershirt auch ein bißchen glitzern darf, habe ich farblich passendes Glimmerpulver vorsichtig genau platziert auf die Motive gestreut und dann das Ganz nochmal unter Backpapier mit hohem Druck und Hitze gebügelt – auf diese Weise sinkt der Glitzer in die Transferfolie ein und wird für viele Wäschen dort festgehalten (30°C, umgedreht waschen, Motiv immer unter Backpapier bügeln).

Since, in my opinion, such a nice summer shirt deserves some glitz, too, I also added some in matching colours, applying it well placed and not too much. Now it had to be ironed again – using baking parchment between the iron and the flowers, applying great heat and pressure. This way, the glitz sinks into the transfer foil and gets trapped there – even withstanding machine washing many times (30°C, inside out, and always use a baking parchment when ironing the T-shirt front!)

Hier noch ein Tipp für alle, die Aquarellmotive lieben, ohne selbst zu malen: im Internet gibt es auf „Selbermacherplattformen“ auch gemalte Motive aller Art als Download; das ist nicht teuer (ab 2€; je nachdem, wieviele Motivvarianten und wie gut ausgearbeitet etc.). Diese Motive kann man dann für Karten, jede Menge andere Kreativprojekte und eben auch T-Shirt Transfer selbst verwenden! Man braucht lediglich ein bißchen Übung mit dem Bildbearbeitungsprogramm.

If you like watercolour pictures without being a painter yourself, you’ll find lots of very nice watercolour motives on the internet – to download, which isn’t expensive. Using your image editor you can create cards, a lot of other stuff and even a T-shirt like this one with the help of transfer foil.

Urlaubsbilder – Vacation Pictures

Nachdem ich ein langes Wochenende unterwegs war, um auch meinen Sohn und die Enkel mal wieder zu besuchen, bin ich in letzter Zeit nur abends zum Malen gekommen – und da haben natürlich wieder ein paar meiner Reisefotos als Vorlage herhalten müssen. Irgendwie ist das ja auch ganz schön, auf diese Weise mal wieder Reiseerinnerungen aufzufrischen! Allerdings rückt nun meine nächste Reise immer näher – im Juni geht’s nach Frankreich, diesmal in den Süden, nämlich ins Périgord. Und da wird dann natürlich auch viel draussen vor Ort gemalt!

Having spent a prolonged weekend with my son and the kids, I only had time to paint in the evenings – so once again photos from former trips have been chosen for reference. Well, looking for photos to paint from is a way to recall nice trips, too! But the next one is getting closer: in June I’ll go to France once again, this time to the South, the Périgord region. Very much looking forward to painting on location!

Brücke in Verona – ein Teil ist aus hellen Steinen, ein Teil aus Backstein. Welches der ältere ist, weiß ich nicht, nehme jedoch an, der hellere Teil.

Bridge in Verona, Italy – part of it is built of natural stones, the other part of bricks. I don’t know which part is the older one, but I guess it might be the lighter part.

Herbst an der Nordsee – Autumn at the North Sea shore

Dies ist ein kleiner Hafen am Gardasee, in sanfter Abendsonne – leider weiss ich nicht mehr, welcher Ort. Im Album hatte ich es nicht notiert – wahrscheinlich wusste ich es da schon nicht mehr… Wir hatten so viele besucht damals!

A small harbour at Lake Garda, Italy, lit by the soft evening sun. Alas, I don’t remember which one of the many picturesque towns and villages we visited this is…

Eine kreative Jacke – A Fancy Jacket

Rechtzeitig zum Frühjahr habe ich mir eine neue Jacke genäht – in Form und Länge eher ein „Gehrock“, allerdings aus einer ungewöhnlichen Materialkombination. Vorderteil und Rücken sind aus einem leichten Stretch-Denim, Seitenteile und Ärmel aus „French Terry“, einem ebenfalls leichten Baumwoll-Sweatstoff mit Elasthan. Kragenaußenseite und die Ärmelbündchen dagegen aus einem lockeren Silber-Metallic-Strick.

In time for spring I’ve sewn a new jacket – size and shape like a „frock coat“, (which in my size looks favourable 🙂 ). That said, the colour and the combination of materials are very up-to-date: front and back are made from a lightweight stretch-denim; for the sides and sleeves I’ve used French Terry and for the outer collar as well as for the cuffs a knitted material sporting silver tone metallic yarn.

Natürlich habe ich mich ansonsten wieder mal richtig kreativ ausgetobt: die aufgesetzten Taschen bestehen aus rosa Baumwolldamast mit Rosenmuster, außerdem habe ich diverse alte Spitzen verwendet, gehäkelte Blüten, Schleifchen, Aufbügelmotive aus Glitzersteinen, Perlchen, unterschiedliche alte Metallic-Knöpfe in Silber… Vor allem aber habe ich das Vorderteil und einen Ärmel bedruckt: hier kamen nach langer Zeit mal wieder die echten, alten Druckerei-Buchstaben zum Einsatz, die ich vor Jahren auf einem Flohmarkt gefunden hatte. ich besitze kein Alphabet – das wäre zu schön (und zu teuer!) – , aber alle Buchstaben, die ich für meinen Namen brauche sowie ein paar Zahlen. Dabei bestehen die Buchstaben wahllos aus großen und kleinen sowie aus unterschiedlichen Alphabeten. Eigentlich sollen sie nur Stilmittel sein, doch als augenzwinkerndes Element habe ich sie so angeordnet, dass sie bei genauem Hinsehen von oben nach unten meinen Namen ergeben. Damit das nicht allzu offensichtlich ist, habe ich sie mal gerade, mal seitlich und mal umgedreht positioniert. Die kleine Schrift daneben ist mit meinen kleinen Alphabetstempeln entstanden und lautet : „Fashion Statement“ – was zu dieser Jacke ja definitiv passt!

Of course I’ve also used a variety of materials for creative play on the surface: the pockets sport a light pink cotton damask with roses, several different vintage laces, crochet flowers, ribbons, iron-on rhinestone-appliqués, small beads, different vintage metallic buttons… Most importantly, though, I’ve used my large letters from vintage typecases which I had purchased on a flea market years ago. I don’t own a whole set, just a handfull – enough for printing my name, as well as some numbers. They’re from different fonts and some are capitals, others lower case letters. Anyway, I first intended to use them only for a stylish focus but then decided to add a tongue-in-cheek detail: at a closer look you can read my name from top to bottom. Not to make it too obvious, I applied some of them horizontally and one upside down. The small adjacent type print has been created using small alphabet stamps and says :“Fashion Statement“, which for this jacket is definitely true!

Wie man sieht, habe ich die Buchstaben auch mit einem kleinen indischen Holzstempel verziert und mit silbernen und perlmutt-weißen Stoffmal-Linern Akzente gesetzt.

As you see, a smallwooden stamp from India playfully surrounds the letters; also I’ve used silvertone and offwhite metallic fabric liners for accents.

Noch ein weiterer Stempel kam zum Einsatz: die Blüten hatte ich vor langer zeit aus Linoleum geschnitten und ich brauche sie immer wieder! Dazwischen tummeln sich aufgnähte Glitzerblüten, die es im Kurzwarenhandel am laufenden Meter gibt – sie lassen sich auch einzeln verwenden!

Another stamp has been used, too: linocut flowers I had carved a long time ago and which I really like to use in my creations! In between some rhinestone flowers have been stitched by hand – they come as a loose border but can be applied individually, too.

Die „Tasche auf der Tasche“ ist von einer alten Leinenbluse abgetrennt – die zweite hatte ich auf der Rückseite der Umhängetasche für meine Enkelin verarbeitet! (Siehe Beitrag „Tasche für ein kleines Mädchen“).

The „pocket on the pocket“ is a recycled pocket from a second-hand linen blouse. There were two of them; the other one has been used on the back of the „Bag For A Little Girl“ (see post).

Auf der Rückseite habe ich den ausgeschnittenen Druck eines alten T-Shirts platziert, der ja perfekt zum Farbschema der Jacke passt. Auch hier kamen zusätzlich Glitzersteine, Häkelblüte und Spitzenmotive hinzu; außerdem kleine Blüten mit dem Stoffmal-Liner aufgetragen und rosa Fransen aus T-Shirtstoff. Im Übrigen soll die Jacke ja leicht sein, daher habe ich sie nicht ganz gefüttert, sonder nur das Rückenteil – das mache ich gerne, damit nichts auf dem Pulli oder Shirt darunter hängen bleibt, so ist es einfach viel bequemer. Nun braucht es nur noch eine Gelegenheit zum Ausführen!

On the back I’ve sewn a cut-out print from a vintage T-shirt which perfectly matches the colour scheme of the jacket. Then I again added a crochet flower, vintage lace motives and rhinestones. Some small flowers drawn with metallic fabric liner add interest, as well as fringes cut from a fine jersey material. By the way – the jacket has only been lined on the back to prevent sticking to the shirt underneath. I like to do that because it’s much more comfortable but still the jacket doesn’t get too thick. Well, now I only need an occasion to wear it!

Verzierte Oberteile – Embellished: Cardigan and Two Blouses

Leider muss ich wegen einer schweren Bronchitis bei dem schönen Wetter zu Hause sitzen… Gestern habe ich das Bett gehütet, heut bin ich teilweise wieder auf. Und da ist mir aufgefallen, dass ich mit lauter Malerei ein paar textile Kreationen noch gar nicht gepostet habe – deshalb heute mal zur Abwechslung wieder genähtes Upcycling!

Alas, having caught a bad bronchitis, I’ve got to stay at home inspite of the great weather… After staying in bed yesterday, I’m up from time to time today. With all the sketching and painting, lately I hadn’t posted anything textile, which I’d like to do today. There are some projects still waiting to be posted – so today some textile upcycling!

Applikationen (2)

Eine alte Blusenjacke aus Leinen bekam bunte Blüten, die ich aus handbestickten Tischdecken vom Flohmarkt ausgeschnitten hatte.

A plain linen blouse got some colourful flower bouquets which I had cut from two vintage table runners purchased on flea markets.

Außerdem hatte ich inzwischen eine ganze Kollektion von Stickereien mit lila Blüten etc., die ich alle in einem Projekt verwenden wollte. Eine ebenfalls schon Jahre alte weiße Leinenbluse wurde damit verziert, nun passt sie noch besser zu meiner weiten, pflaumenfarbenen 3/4 Leinenhose, die ich im Sommer sehr gern trage.

Then all the purple flower embroideries from my stash got a new purpose: a white linen blouse which I had worn for several years already now perfectly matches my plum coloured linen culotte I like to wear in summer:

Applikationen (10)

Wie man sieht, habe ich Nadelmalerei- und Kreuzstichmotive einfach kombiniert – durch die gemeinsame Farbgebung stört das gar nicht. Wie auch bei der rostfarbenen Bluse sind alle Motive aus alten Tischdecken geschnitten und mit goldfarbenem Metallicgarn im Zickzackstich aufgenäht. Das dauert natürlich etwas – geht aber immer noch viel schneller, als selbst mit der Hand zu sticken 🙂

As you see, I’ve combined cross-stitch and satin stitch motives – because of their common colourscheme there’s still harmony. Same as with the rust-coloured blouse, all motives have been cut from vintage table cloths and stitched onto the blouse by machine, using a gold tone metallic thread and zig-zag-stitch. Of course, that takes some time, but it’s still much faster than handstitching the embroidery myself 🙂

Applikationen (4)

Diese Strickjacke stammt aus dem Second-Hand-Shop. Die Applikation oben ist eine ausgeschnittene Gobelinstickerei; unten tummeln sich zwei Libellen, die ich als fertige Applikationen gekauft hatte. Sie passen farblich gut zu den gestickten Vögeln.

This cardigan is a second-hand piece which I’ve embellished with a cut needlepoint embroidery showing birds (above) and two dragonflies which I’ve purchased as iron-on appliqués. They perfectly match the colours of the needlepoint.

Achja – da fällt mir ein, diese textile Brosche habe ich auch noch nicht gezeigt:

By the way, this textile brooch also is still waiting to be shown:

Applikationen (3)

Ich habe sie für eine Freundin zum Geburtstag gemacht, und zwar aus lauter kleinen Resten: Eine Häkelblüte, die ich mal als Test gemacht hatte, Stoff- und Lederreste, kleine Stücke einer handgefilzten Platte, Bortenreste und ein alter Knopf. Es ist alles von Hand zusammengenäht, nicht geklebt. Die Anstecknadel auf der Rückseite erlaubt es meiner Freundin, damit je nach Lust und Laune Kleidungsstücke oder eine Stofftasche zu verzieren.

It was a birthday gift for a friend, made from scraps: a crochet flower I once had worked to test the yarn, scraps of lace and leather as well as of a border, pieces of handmade felt, and a vintage button. It’s all assembled with handstitching. The pin on the backside allows my friend to use it to embellish whatever she likes – clothes or bags.

Projekte mit alter Tapete – Projects With Vintage Wallpaper

Zwei Reststücke alter Tapete, die ich im Sozialkaufhaus gefunden hatte, kommen hier zum Einsatz: eine kleine Dose – für Schmuck oder kleine Geschenke – und ein ebenfalls alter, kleiner Lederkoffer, der nun einen neuen Look erhielt. Doch zunächst die Dose:

Two vintage wallpapers from the charity shop/thrift store have been used here: a small round box – for jewelry or small gifts – and a small, vintage leather suitcase which now got a new look. But first the box:

Da war zunächst die Papprolle, die ich beinah weggeworfen hätte: das Kreppklebeband darauf war verbraucht, doch die große Rolle kann doch noch verwendet werden! Etwas Graupappe für Boden und Deckel, die zwei Tapeten und ein Stück Borte – die Box ist schnell gemacht!

The empty roll which had supported masking tape and which I nearly wasted: no, I could use this large roll for some craft! A piece of grey cardstock, the wallpapers and a bit of decorative border – this box is fast and fun to make!

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Vor dem Zusammenkleben werden alle Teile beidseits mit der Tapete beklebt; ich habe dabei die Motive so verwendet, dass das große Blütenmotiv zentral auf den Deckel kam. Etwas Borte um den Rand als Zierde, ein Bortenknoten als Knopf auf dem Deckel, damit man ihn leichter abnehmen kann. Unten sieht man, wie eine dickere Borte auch dazu dient, den Deckel vom Verrutschen auf der Dose zu hindern – entlang des Innenrands der Dose auf die Deckelunterseite geklebt.

Just cover the pieces on all sides with the wallpapers before glueing them together. Choose the designs to best effect – here I’ve opted for the flower motive as a central focus on the lid. A bit of decorative braid adds interest on the edge of the lid; a knot of the braid glued to the middle of the lid isn’t just nice but also makes it easier to grab. Below you see how a piece of bulky braid border also keeps the lid from sliding from the box: glue it to the bottom of the lid so it matches into the inside edge of the box.

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Oben: den Lederkoffer hatte ich leider nicht im Urzustand fotografiert, doch man bekommt auch so einen Eindruck davon – ein klassischer Lederkoffer. Den deckel habe ich mit cremefarbener Kalkfarbe per Schablonen verziert, der Deckelrand bekam eine alte Spitzenborte. Die Tapete brauchte ich für innen:

Above: alas I had missed to take a „before“-photo of the suitcase, but I think you can imagine – a classic leather suitcase. For the lid I’ve used offwhite chalk paint with stencils; for the edges a vintage lace border. The wallpaper has been used inside:

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Wie man sieht, habe ich für die Deckelinnenseite nochmal die Kalkfarbe verwendet – der Koffer war ganz mit altem grünem Moiréestoff ausgekleidet, der teils verfleckt war und sehr düster wirkte (Die Tasche im Deckel ist noch original). Den Boden und die Seiten sind nun mit der rosa Tapete verkleidet – davon hatte ich ein größeres Stück. Auch hier habe ich Kanten und Ränder mit der Spitzenborte beklebt. Die Wirkung ist nun viel freundlicher – und echt shabby-chic! Ich verwende ihn, um alle möglichen Kleinpapiere zum Basteln zu verstauen (unten) – teils in alten Geschenk- und Zigarrenboxen.

As you see, the inside lid has been painted with chalk paint, too – I didn’t like the original dark green moirée material which showed some blotches. For the lower inside the larger one of the wallpapers came in handy; again the edges have been embellished with the vintage lace border. Now it looks much more friendly and really shabby-chique! It’s already been put to use: containing all the small bits of interesting papers I need for crafting and making books etc. Some vintage cigar boxes and gift boxes harbour the tiny bits and pieces:

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Drei neue Bücher zum Füllen – Three New Books to Fill

Da sowohl mein gekauftes Aquarellbuch als auch das handgebundene vom letzten Jahr fast voll sind, habe ich mir gleich drei neue gemacht – schließlich will ich dieses Jahr richtig loslegen! Zwei habe ich wieder aus Aquarellpapieren unterschiedlicher Qualität, aus dem Nachlass meines Vaters, handgebunden. Die großen bis riesigen Formate, die er verarbeitet hat, ergeben eine Menge Seiten… Und wie in dem ersten, das jetzt bald voll ist, habe ich in beiden unterschiedliche Kleinformate eingearbeitet:

Since both of my sketch- and watercolour books are nearly full by now, I’ve made three new ones. Two of them are handbound just like one of last year; using the large watercolour sheets of my father’s. Their different qualities and sizes make for many interesting pages. Like in the one that’s nearly full, I’ve also cut different small format pages:

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Man muss halt immer ein Zwischenblatt einlegen, um die anderen Seiten zu schützen, wenn man gerade ein kleineres Blatt bemalt. Aber daran habe ich mich längst gewöhnt, es stört mich nicht. Das Buch oben habe ich in Korkstoff gebunden und mit dem bewährten Stift-Verschluss versehen:

Of course, you have to put a sheet between the pages when you’re working on one of the smaller ones, but I’m already accustomed to that, I don’t mind at all. The book above is clad in cork material and sports the handy pen-lock:

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Das andere handgebundene ist mit einem Wildlederrest bezogen; doch für die Vorderseite wollte ich etwas Hübscheres haben. Nach längerem Überlegen verwendete ich ein Aquarell in Postkartengröße, das ich aus einem Buch mit Aquarellen zur Übung abgemalt hatte – es ist sicher anders geworden als das Original, doch ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken! Daher taugt es aber noch als Deckelverzierung für das Buch:

The other handmade one has been covered with dark brown suede; since I wanted something a bit more interesting I finally opted for a postcard-sized watercolour which I had done as practice from a book. It’s not a perfect copy, but I don’t want to present it as mine. Nevertheless, as decoration for the book cover it’s ok:

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Um die empfindlichen Aquarellfarben zu schützen, habe ich es vorher laminiert.

To protect the watersoluble colours, I’ve laminated the picture before glueing it to the cover.

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Als „Innenverkleidung“ dient wieder mal ein Stück Kleisterpapier – das war ja ursprünglich die Hauptanwendung für Kleisterpapiere!

On the inside of the cover I’ve used one of my paste papers – actually a historic way to use paste paper!

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Dieses Aquarell- und Skizzenbuch habe ich im Künstlerbedarf erstanden; es ist etwas größer und dicker als meine handgemachten. Auch hier wollte ich das Cover etwas aufpeppen und strich die Vorderseite mit weißem Aquarellgrund ein – das ist wie Gesso, nur feiner, eben für Aquarellfarben. Und dann malte ich direkt darauf!

Above: this watercolour book has been purchased at the artist’s supply store; it’s larger and thicker than my handmade ones. Again, I wanted a more interesting design for the cover, so I treated the front with watercolour primer – that’s like Gesso, but finer. Then I painted directly on top!

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Diese Motiv ist zwar von meinen Fotos aus Engelberg inspiriert, jedoch habe ich die Elemente neu kombiniert. Auch dies Cover wurde laminiert (mit Lamifix zum Aufbügeln, denn ein ganzes Buch geht ja nicht in ein Laminiergerät).- So, nun bin ich gerüstet für das Zeichnen und Malen draußen im Frühjahr und für den Sommerurlaub!

This landscape has been inspired by my photos from Engelberg, Switzerland, but for the picture I’ve combined different elements freely. This cover, too, has been laminated for protection – using iron-on Lamifix because a whole book can’t be fed into the laminating machine.- Well, now I’m all set for sketching and painting outside in spring and for my summer holidays!

Ein Mixed-Media Buch für Gedichte – A Mixed-Media Book for Texts and Poetry

Schon länger wollte ich den Texten und Gedichten, die ich im Lauf der Jahre geschrieben habe, eine würdige „Heimat“ geben – in Form eines handgebundenen Buches. Ich hatte mich jedoch lange Zeit nicht für ein bestimmtes Design/Format entscheiden können. Nach der Herstellung des Mixed-Media Notizbuches zu Weihnachten für meine Freundin, das so unglaublich viel Spaß gemacht hatte, war mir jedoch klar: so ähnlich sollte es werden! Einziger Unterschied: hier sind die Seiten schon beschrieben, nämlich mit meinen Texten! Abwechselnd mit alten Bildern und Dokumenten aus Büchern und Heften vom Flohmarkt, alten Sammelbildchen sowie selbst genähten und gemalten Illustrationen ist es ein buntes Buch: interessant, auch ohne die Texte zu lesen.

For some time, I’ve been thinking about a book to give a „home“ to all my texts and poems I’ve written over the years. Problem was, I just couldn’t decide over the design/format! Now, after the immense fun of creating the mixed-media notebook for my friend,I knew: that’s the perfect idea for my texts, too! Only difference: this time I’d already fill the lined pages with my texts. Since there are a lot of different papers, vintage fabrics, book pages, documents and pictures as well as some small paintings by my hand, it’s interesting even without the texts.

 

Der Einband besteht aus einem schönen alten Blumenstoff, der auf der Rückseite zur Geltung kommt – die Vorderseite habe ich mit Stoffen, alten Papieren, Borten, Applikationen, Spitze, Knöpfen, Stickerei und einer alten Brosche verziert. Auf dem handgefärbten Gummiband zum Schließen sitzt ebenfalls eine alte Brosche.

The cover is made from a vintage flower fabric which shows on the back – having embellished the front using vintage papers, fabric sccraps, lace, borders, vintage buttons, flower appliqués, a bit of handstitching and a vintage brooch. The elastic holding it closed is handdyed and also shows a vintage brooch.

 

Oben links der Buchrücken, rechts die Rückseite. Das Blütenmuster wurde mit Goldgarn betont, dazwischen Teile einer Occhi-Spitze.

Above: on the left you see the spine, on the right the back of the book. The flower print has been enhanced by stitching around the edges with gold tone yarn; moreover there are pieces of  tatted lace.

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Hier nur ein paar Beispiele für die Seiten – Texte werde ich hier nicht zitieren und erläutern, da das in diesem zweisprachigen Blog den Rahmen sprengen würde – und die gereimten Verse könnte ich ohnehin nicht übersetzen. Oben links: hier habe ich einfach meinen Federhalter abgezeichnet; rechts die Seite eines alten Biologiebuches.

Now I’ll show you some of the pages, as examples. As I’d written the texts and poems in German, I won’t quote or explain them in this blog.- Above on the left: a sketch of my pen; on the right: a vintage book page.

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Wie man sieht, habe ich einige der alten Buchseiten mit Kalkfarbe (Gesso geht auch) geweißelt, damit darauf geschrieben/gemalt werden kann. Die Verwendung von unbedruckten Vorsatzpapieren ist auch praktisch, da diese schön vergilbt und direkt beschreibbar sind (links).

As you see, I’ve used chalk paint (instead of gesso) to create writing-/painting space on some vintage pages. The use of unprinted end papers results in nicely aged papers that can be written on (left side).

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Oben: ein Stück vintage Tapete, beklebt mit einem alten Sammelbildchen, sowie ein Stück schöner Leinenstoff, dessen Blütenmotiv ich wieder mit Goldgarn nachgesteppt habe. Der Stoff wurde mit verdünntem Weißkleber versteift, sodass er sich wunderbar als Buchseite eignet. Auf der Rückseite des Stoffes habe ich ein Stück Papier zum Schreiben aufgenäht – Bild unten.

Above: a piece of vintage wall paper with a vintage cigarette card, as well as a nice linen fabric with a gorgeous flower print; the latter again emphasized by machine stitching. Treating fabric with diluted white glue makes it stiff enough to serve as a perfect book page. On the back of this fabric I’ve sewn a piece of paper to write on,  see below:

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Der gestreifte Stoff ist Stück eines alten Geschirrtuches. Die rechte Seite zeigt eine alte Buchseite; hier habe ich nur die untere Hälfte geweißelt, weil mir das Bild oben gut gefiel.

The fabric with stripes is a vintage tea towel; the book page on the right still shows the original printed picture on top of a watercolour on chalk paint.

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Oben: eine meiner Lieblingsseiten (fotografiert noch vor dem Texteintrag): Links das Fragment eines alten Briefes, dessen hellblaue Farbe mich an Hortensienblüten und das Gedicht von Rilke erinnerte – gemalte und gepresste Hortensienblüten passen da natürlich perfekt!

Above: one of my favourite pages (photo taken before writing the text): the fragment of an old letter whose light blue colour reminded me of one of the most famous German poems – comparing hortensia flowers to a fading blue letter – so I added pressed and painted hortensia flowers as embellishment.

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Das Stück alter Zeitung aus den USA (von 1963) lag in einem alten Album vom Flohmarkt – solche Funde machen mich immer etwas ekstatisch 🙂 . Daher habe ich nur den weniger interessanten Text geweißelt, um die Päonie zu malen. Rechts ein Stück Kleisterpapier. Die weiteren Beispiel-Seiten zeige ich nun ohne weiteren Kommentar – Ihr habt ja inzwischen einen guten Eindruck vom Prinzip des Buches bekommen!

This vintage newspaper page from the US (dating to 1963) is a find I was quite extatic about: it lay inside an album from the flea market. So when applying chalk paint on the page I left the header and date untouched. The right page is a piece of paste paper. Now I’d like to show the other page-examples without further comment – guess you’ve all got the idea of the book by now!