Lymphdrainage am Bett – Lymphatic Drainage at the Hospital Bed

Gestern hatte ich nach einer schlaflosen Nacht Kopfweh und war den ganzen Tag zu müde zum Zeichnen. Heute geht es deutlich besser, daher habe ich eine der täglichen Szenen festgehalten.

After a sleepless night I felt bad yesterday, tired and with a headache I had no energy for drawing. Today though I’m much better and able to sketch this little scene.

Erster Tag nach der OP – First Day After Surgery

Mein Blick auf das operierte Bein – noch mit Eisbeutel, gewickelt und mit blödem Strumpf. Da ich im Krankenhausbett nicht mit Aquarellfarben panschen will, habe ich extra wasservermalbare Stifte und Wassertankpinsel mitgenommen.

The view of my leg after surgery – still with cool pack, bandaged and with the odd knee-tights. Not wanting to make a mess with watercolours in bed, I’ve brought watercolour pencils and a waterbrush.

Dirndlschürze für die Hochzeit – Apron for a Wedding-„Dirndl“

Vor 8 Jahren hatte meine Tochter in Kanada den Mann ihres Lebens gefunden. Die Hochzeit hatte damals recht kurzfristig stattgefunden, damit die Übersiedlung nach Deutschland problemlos klappte. Deshalb hatten viele Verwandte und Freunde nicht teilnehmen können, selbst ich war nur über Skype dabei gewesen. Das junge Paar hatte immer eine große Feier in der Kirche nachholen wollen, doch aus diversen Gründen klappt das nun erst diesen August. Zwar ist es noch fraglich, ob die kanadische Seite teilnehmen kann (wegen Corona), doch nochmal wollen sie es nicht verschieben. Da sie in Tracht heiraten wollen, bat mich meine Tochter, ihr zu ihrem blau-weißen Dirndl für die Hochzeit eine festliche Schürze zu nähen. Nach langem Suchen fand ich einen Damaststoff, der ihren Vorstellungen entsprach.

8 years ago my daughter met the love of her life in Canada. The wedding took place on a short term, to facilitate their move to Germany (less fuss with immigration). So many relatives and friends weren’t able to attend – even I did so only by skype. The two of them always wanted a big wedding in church later, which now will take place in August. Alas, due to corona restrictions the Canadians probably won’t be able to attend this time, but the couple is determined not to wait any longer. Since they will wear traditional Bavarian costumes (my daughter is a proud Bavarian and her husband likes it, too), my daughter asked me to sew a white apron for her „Dirndl“ – the traditional Bavarian dress. It took a while to find the damask material she fancied.

Das Nähen selbst war keine große Sache, aber ich wollte noch etwas Besonderes daraus machen. So gab es zum NEUEN Stoff noch eine ALTE Spitze, in die ich am oberen Rand ein Satinbändchen eingezogen habe. Außerdem habe ich in jede Blütenmitte eine Perle genäht, wissend, dass meine Tochter ihre Perlenohrstecker tragen wird. Da das Kleid selbst ja blau ist, braucht sie nun nur noch etwas Geliehenes….

The sewing was easy, but I wanted to add something special, too. So I combined the NEW material with an OLD (vintage) lace border, adding interest by threading a satin ribbon through at the upper edge as well as sewing pearls in the middle of each flower motive (knowing my daughter will wear her pearl studs). Since her dress is blue and white, she now only needs something borrowed…

Einmalige Blusen – One-of-a-Kind Blouses

Da ich immer noch daran arbeite, mein Stoff“lager“ zu reduzieren, habe ich nochmal zwei Sommerblusen genäht. Die erste aus leichtem Leinen, wobei der bunte Blütenstoff ein Rest war, der nur noch für ein paar Schnittteile reichte. Daher habe ich reinweißes Leinen dazu kombiniert. Doch auch von den kleinen Reststücken wollte ich so viel wie möglich verbrauchen, denn die Blüten sollten nicht vergeudet werden! Daher habe ich sie ausgeschnitten und auf dem Rückenteil neu arrangiert appliziert:

Still working on reducing my stash of fabrics, I’ve once more sewn two blouses. The first one, a lightweight linen material, shows the leftovers of a beautiful flower print combined with pure white linen. The printed material was just enough to cut some pieces, but there were scraps left… which I didn’t want to waste, either! So I cut out the flowers and arranged them on the back of the blouse for an appliqué:

Außerdem bekam die Bluse noch spezielle Knöpfe:

Also, the front features some extraordinary buttons:

Im Grunde bin ich kein Freund von Kunsstoffknöpfen, doch diese hier gibt es nur einmal, denn ich habe sie selbst gemacht! Dazu habe ich zwei Bögen weißes Schrumpfplastik mit meinen Rosenfotos mit Inkjet bedruckt, ausgeschnitten, Löcher eingestanzt und nach Anleitung im Ofen geschrumpft. Danach bekamen alle Knöpfe eine dreifache Lackierung mit klarem Nagellack, damit die Farbe auch die Wäsche übersteht.

While I’m not a fan of plastic buttons, these are special: I’ve made them myself! After printing my photos of roses on white inkjet shrink-film, I cut them out, made the holes and then put them into the oven for shrinking. Later they all got 3 layers of clear nail polish to protect the colours in the washing machine.

Bluse mit Duft!!/ perfumed blouse!!

Dagegen ist die zweite Bluse sehr schlicht: beschichtetes Leinen mit zartem hellblau-grauem Schimmer sowie ein Sammelsurium an alten Perlmuttknöpfen. Und doch ist auch diese Bluse ganz einmalig! Den Stoff hatte ich vor längerer Zeit mal als Restecoupon bekommen; die Angaben darauf waren spärlich: „Leinen, beschichtet“. Wie alle Stoffe, habe ich auch diesen vorgewaschen, doch als ich die ersten Nähte ausbügelte, fiel mir ein Duft wie Kölnisch Wasser auf. Erst dachte ich mir nichts, doch schnell wurde klar, dass der Stoff tatsächlich einen Duft-depot Zusatz hat! Ich hatte das noch nie erlebt und erzählte das einer Freundin, die auch viel näht. Sie meinte, ich hätte wahrscheinlich einen Stoff erwischt, der eigentlich für Heimtextilien gedacht war, die seien manchmal tatsächlich beduftet! Nun, die Bluse war schon angefangen, und da der Duft nur ganz zart ist, solange man nicht mit dem heissen Bügeleisen darübergeht, habe ich sie auch fertig genäht. Hauptsache, der Geruch wird nicht unerträglich, wenn die Sommersonne daraufscheint – bin gespannt!😉

The second blouse looks quite plain in contrast: linen with a light blue-grey, shimmering coating and an assortment of vintage mother-of-pearl buttons. Nevertheless, this one also is quite unique! Some time ago, I had gotten the material as a coupon at a low price, the tag only saying:“linen, coated“. As with all fabrics, I put it in the washing machine before sewing. When I had to iron the first seam, I noticed a light scent like Cologne, but at first thought nothing of it. Later, though, it became clear, that the scent was embedded in the coating of the fabric! Quite excited, I phoned a friend who sews – and knows – a lot. She explained that I most probably had unknowingly purchased a material meant for home decor purposes, which in fact sometimes are treated with a perfume-depot! With the blouse already cut and begun, I’ve finished it. The scent is very unobtrusive when not triggered by a hot iron, so I just hope it won’t overwhelm me under the summer sun!😉

Die Farbe Petrol – The Colour Teal

Mal was ganz anderes… Ich habe mich in letzter Zeit viel mit der Farbe Petrol beschäftigt, einer Mischung aus Blau und Grün – wie Türkis, jedoch dunkel. Genau wie bei Türkis gibt es in dieser Mischung Varianten je nach Anteil der beiden Basisfarben: Blau-Petrol und Grün-Petrol. Oben von links: Blau-Petrol, Blau-Türkis, Grün-Petrol, Grün-Türkis. Die Farben kommen natürlich auf jedem Bildschirm anders, ich hoffe, dass es für jeden erkennbar ist. Im nächsten Abschnitt erfahrt Ihr, weshalb diese Farbe grad so interessant für mich ist:

Something different this time… Lately, I’ve been researching the colour teal – a mixture of blue and green, just like turquoise, but much darker. Just as with turquoise, there are different hues, depending on the percentage of the basic colours: blue-teal and green-teal. The scheme above shows, left to right: blue-teal, blue-turquoise, green-teal, green-turquoise. Of course, each screen shows colours differently, so I hope you can see what I mean. In the next paragraph I’ll explain why I’m so interested in this colour:

Ein „mood-board“: Petrol und passende Farben/ mood-board: teal and matching colours

Begonnen hat es, weil ich so gerne Krimis gucke. Wenn das nun nicht Dein Ding ist, kein Problem, denn um Fernsehgewohnheiten geht es hier nicht. Aber: seit Monaten beobachte ich, dass in deutschen Krimiproduktionen das vorherrschende Farbschema fast überall gleich ist: ja, Petrol, kombiniert mit Beige-, Messing- und hellbraunen Tönen! Unten zwei Beispiele, die ich vom Bildschirm abfotografiert habe – tatsächlich hätte ich noch wesentlich mehr bringen können, hätte ich rechtzeitig an diese Möglichkeit gedacht.

It started with German crime fiction series on the TV: for months, I’ve been noticing that in most of them the predominant colour scheme is: yes, teal, combined with colours like sand, brass, and light brown hues. Below two photos I’ve taken from the TV screen – I could have shown many more if I had thought of this possibility sooner.

„Letzte Spur Berlin“
„Der gute Bulle“

Man könnte fast meinen, dass die deutschen Filmemacher sich bei Krimis farblich absprechen! Was könnte der Grund für diese Vorliebe sein? Ich kann nur spekulieren: zum Einen wirkt diese Kombination ein bißchen „Retro“, was ja auch grad „In“ ist. Zum anderen ist Petrol zwar dunkel, wirkt aber immer noch farbiger als dunkelblau, -grau, -braun… Jedenfalls begegnet man im Alltag dieser Farbe wesentlich seltener als im Fernsehen!

Just as if the German television creators had agreed on this colour scheme for crime fiction! Now, I can only speculate on the reasons for this oddity: on one hand, it creates kind of a „retro“ look, which is IN now. On the other hand, it is dark, but still gives a stronger impression of „colourful“ than dark blue, grey or brown…. Anyway, in everyday life you won’t see as much of this colour as on the TV!

In der Mode wird Petrol fast jeden Herbst wieder aus der Kiste geholt, meist in Kombination mit Beige, Camel etc. oder mit Schwarz. Beispiele: oben: Beige, Gold, Hellbraun etc. passen besonders gut zu Blau-Petrol, unten: Orange und rothaltige Brauntöne eher zu Grün-Petrol.

In fashion, teal (re-)appears almost every fall, most of the time combined with sand, beige, light brown hues, or with black. Above you see that blue-teal goes well with gold/brass and light brown, below: green-teal likes orange:

Ich persönlich mag Petrol auch gern im Sommer, zu Türkistönen und Weiß sowie Gold! Leider habe ich weder blonde noch rote Haare, denn dazu sieht Petrol einfach klasse aus! Aber auch sonst: Petrol ist elegant, dabei etwas ausgefallener und raffinierter als das omnipräsente Marineblau. Gerade habe ich mir diesen Anzug aus Leinen genäht (7/8 Hose, 3/4 Ärmel):

Personally, I like teal in summer, too, in combination with turquoise, white or gold! Alas, I’m not a blonde or „strawberry blonde“, because they look just gorgeous in a teal-coloured dress! Nevertheless: teal looks elegant, but more sophisticated than the ever-present dark blue. So I just finished sewing this pant-suit (7/8 trousers, 3/4 sleeves) from linen material:

Wie man sieht, leuchten die Goldknöpfe darauf so richtig! Und die Patchwork-Bluse von neulich passt auch bestens dazu:

As you see, the gold tone buttons look great on teal! Moreover, the blouse with patchwork I’d posted some days ago, is a perfect match, too:

Und mit diesem Anzug – wer weiß? Vielleicht bekomme ich sogar eine Rolle in einer der nächsten deutschen Krimiserien!?😉😁

And, who knows – with this suit I might even get a role in one of the next German crime fiction series!?😉😁

Sommerbluse mit Patchwork – Summer Blouse With Patchwork

Die letzten Tage habe ich hauptsächlich an diesem Projekt gearbeitet. Viele Stoffreste, mit der Hauptfarbe türkis, konnte ich hier verarbeiten.

These last days I was busy sewing this project. Many left-over fabrics featuring the colour turquoise as basis, have been used.

Die Nähte der Patch-Teile sind mit Bändern und Borten besetzt.

The stitches joining the patches have been covered with borders and ribbons.

Den größten Spaß habe ich meist beim Aussuchen der Knöpfe, denn ich liebe ein solches Sammelsurium auf der Knopfleiste! Diesmal konnte ich auch die alten Glasknöpfe gut gebrauchen, einer schöner als der andere…

One of my favourite pleasures is choosing the buttons – I just love such a fancy hodgepodge on the button tape! Some of them are vintage glass buttons, in different designs, all so beautiful!

Auf dem Vorderteil habe ich noch zwei Paillettenmotive – Blumen?Sterne?Seesterne? – aufgenäht, die ich vor Jahren mal aus einem alten Shirt geschnitten hatte.- Nächstes Mal zeige ich dann wieder Zeichnungen – durch das Nähen bin ich zwar nicht zum Malen gekommen, aber eine kleine Zeichnung täglich musste sein…

On the front, I’ve added two flowers?stars?starfishes? of beads and sequins, cut from an old shirt years ago.- Next time I’ll again show some small sketches, done with little time on my hands…

An der Aa – At the Creek

Ja, klingt komisch, aber dieser Bach in Engelberg heißt Aa (kommt wohl vom Wort „Ache“). Der Hahnen (links) und der Spannort (Mitte Hintergrund) grüßen.

This creek near Engelberg, Switzerland, is called Aa (pronounced „Uhh“). For German ears, too, that’s a weird name, but one that’s based on an ancient name for large creeks or small rivers. The summits of mounts Hahnen (left) and Spannort (in the middle of the background) are recognizable landmarks.

Blick vom Großen Arber – View from Mount Arber

Vor 2 Jahren hatte ich mit meiner Mutter einen Tagesausflug in den Bayerischen Wald gemacht. Auf dem Gipfel des Großen Arber machte ich ein Foto, weil mir gefiel, wie sich das Gelb der Blumen im Vordergrund bei den Sonnenschirmen auf der Restaurantterrasse im Hintergrund wiederfindet. Damals hatte ich noch nicht viel Übung im Zeichnen und Malen, doch nun wollte ich das Motiv endlich umsetzen!

Two years ago my Mum and me made a daytrip to the Bavarian Forest. On the summit of Mount Arber I took a photo because I liked the way the colour of the yellow flowers in the foreground was repeated by the sunshades on the restaurant’s terrace in the background. At the time I still wasn’t skilled in sketching and painting, but now I’ve finally done this motive!