Augsburg: am Oblatterwall – Augsburg: At the Old City Walls

Ausnahmsweise zwei Posts an einem Tag… Bei dem schönen, aber nicht zu heissen Wetter radelte ich zunächst am Lech entlang und später Richtung Altstadt. Bei der Kahnfahrt am Oblatterwall fand ich dies Motiv, das mich durch die Farben reizte: Orange und Grüntöne.

Two posts on one day… The weather being fine but not too hot, I took my bike for a ride first along the river Lech, later towards the old city. At the former city walls I found this motive which intrigued me because of the colours: orange and green.

Links ist der Eingang zum Restaurant „Zur Kahnfahrt“, rechts zum Oblatterwall (eine ehemalige Bastion der Stadtbefestigung). Dies ist die „Innenseite“ der Stadtmauer; auf der Außenseite ist ein Bootsverleih am wassergefüllten Stadtgraben, daher der Name „Kahnfahrt“.

On the left you see the entrance of a restaurant, on the right the „Oblatterwall“, a former part of the city fortifications. This is the „inside“ of the city wall; on the other side there’s a waterfilled moat which you can explore with a rented rowing boat.

Augsburger Wasser – Augsburg’s Water

Nachdem die Jahrtausende alte Wasserversorgung in Augsburg nun offiziell zum Welterbe gehört, habe ich diese Woche zwei Bilder dazu gezeichnet:

Since the Augsburg water management, dating back to the Romans, has been classified World Heritage, I’ve done two pictures matching the topic this week:

Der Venezianische Muschelbrunnen am Roten Tor ist einer der vielen Trinkwasserbrunnen in Augsburg. Hier habe ich bewusst von einem Foto abgemalt, da es im Herbst entstanden war und die Blätter etwas mehr Farbe ins Bild bringen. Der Brunnen stammt zwar aus dem 16.Jahrhundert, stand aber nicht ursprünglich hier: er wurde der Stadt Augsburg 1950 von einem Münchner Kunsthändler geschenkt, später restauriert und hier aufgestellt.

The Venecian Seashell Fountain at the Red Gate is one of many fountains with potable water. Here, I’ve opted for a photo as reference because I had taken it in autumn and the leaves add a bit of colour. The fountain is from the 16th century but wasn’t situated here at the time: it had been a gift from a Munich art dealer to the city of Augsburg in 1950. Later it has been restaured and placed here.

Das Kino und Restaurant „Liliom“ in einer Rückansicht: hier sieht man den Kanal, der teilweise darunter hindurch fliesst. Übrigens ist er auch zu sehen, wenn man durch die Vordertür in das Gebäude tritt, denn es wurde ein „Fenster“ im Fußboden angebracht – interessantes Detail!

Cinema and restaurant „Liliom“, viewed from the back: here you can see the canal which partially flows underneath the building. By the way, it can be seen, too, stepping into the building from the front door: a „window“ has been placed in the floor for this purpose – a nice touch!

Saint-Jean-de-Côle: Château de la Marthonie

Eines der imposantesten Gebäude in dem kleinen Ort Saint-Jean-de-Côle (eines der „Schönsten Dörfer Frankreichs“) ist das Château de la Marthonie. Der Ort liegt im nördlichen Périgord. Das Schloss war zu dem Zeitpunkt, als ich dort war, nicht geöffnet, doch zu bestimmten Zeiten kann man eine Führung buchen. Aber auch von außen sehr interessant!

One of Frances „Most Beautiful Villages“ is Saint-Jean-de-Côle, situated in the northern part of the Périgord region. Marthonie Castle is among the most impressing buildings there. Alas, when I was there, it wasn’t open, although from July to September you can book a guided tour. Anyway, the outside already gives a nice impression!

Erinnerung an das Périgord – Memories of the Périgord Region

Wie erwähnt, bin ich dabei, die restlichen Seiten meines Reisetagebuches nach und nach aufzufüllen. Dabei möchte ich Bilder von Orten verwenden, an denen ich vor Ort nicht gemalt habe. Heute nahm ich mir zunächst die Ruine der ehemaligen Abtei von Boschaud vor – ein verlassener Ort.

As mentioned in my last post, I’m filling up the blank pages left in my travel journal, sketching from photos. This is an opportunity to show places where I’ve been without sketching on location. Today I first chose the remains of the former abbey of Boschaud – a lost place.

Sie war 1163 gegründet worden, aber in der Französischen Revolution 1791 verkauft; sie diente als Scheune, Wohnhaus und schließlich als Steinbruch, daher ist diese Seite so offen. Seit 1950 ist sie als Baudenkmal klassifiziert. Besucht habe ich sie auf meiner Tour ins nördliche Périgord.

It had been built in 1163 but sold during the French Revolution in 1791. From then on it was used as barn, living quarters and quarry – hence the open walls. Only in 1950 it has been classified as historical monument.

Auch nördlich von Périgeux: Brantôme. Eine sehr hübsche Stadt, die ich teilweise auch auf meinen Postkarten gezeichnet habe. Hier reizte mich nicht nur der Turm, sondern vor allem das Geländer am Brunnen. Inzwischen klappt es schon ganz gut, dass ich solche Motive nicht zu genau und streng zeichne, sondern locker – man hat trotzdem einen guten Eindruck davon.- Und dann habe ich noch gestern bei einer netten Runde im Botanischen Garten erstmals eine Person „live“ gezeichnet (in ein anderes Buch), denn hier saß man längere Zeit recht ruhig… Koloriert wurde dann daheim aus dem Kopf:

Also north of Périgueux: Brantôme. A very nice town which I had sketched on several postcards. Here it wasn’t only the tower (again) which intrigued me, but the rail around the well. By now I’m quite satisfied to be able to sketch this kind of shapes in a loose way, not too precisely – nevertheless giving a perfect impression of the subject.- Also, yesterday I’ve done my first „live“ sketch of a person (in another book), sitting in the Botanic Garden with some friends. The colours have been added at home, from memory:

Jedenfalls muss ich noch sehr viel üben, bis ich so gut und schnell Menschen zeichnen kann wie Birgit Winter, deren Blog (winter-art) ich hier auf wordpress folge – schaut ruhig mal dort hinein!

Anyway, I still have to practice a lot to reach the skill of sketching people fast and true from life, like Birgit Winter in her blog (winter-art) here on wordpress – go have a look!

Juni in Engelberg – June in Engelberg

Nach meiner Heimkehr hatte ich zunächst sehr viel zu tun; außerdem war ich während der heißen Tage der letzten Woche auch etwas faul… Doch nun habe ich beschlossen, die restlichen Seiten – es sind einige – des Reisetagebuches noch mit Bildern zu füllen, die ich nach meinen Fotos zeichne. Und da der letzte „vor Ort“-Eintrag den Trübsee in Engelberg zeigte, habe ich auch hier weitergemacht:

Home again… it’s been more than a week since my last post because I have been very busy – and the heat last week didn’t add to my energy… But now I’ve decided to fill the blank pages in my travel journal (there are several) with sketches done from my photos. The last entry having been a picture from Engelberg, I’ve completed this one first:

Auf dieser Seite habe ich nur einige wenige der vielen Alpenblumen festgehalten, die ich bei meiner Wanderung um den Trübsee bewundern konnte. Es war ein richtiges Blumenmeer! Wenn man genau hinsieht, fotografiert und zeichnet, dann möchte man auch wissen, wie die Blumen heißen… Ein Bestimmungsbuch, oder, moderner, das Internet helfen da – und schon hat man etwas gelernt! Allerdings gibt es auch Blüten, die sich so ähnlich sehen, daß man als Laie gar nicht genau sagen kann, welche man da nun vor sich hat…

This page shows some of the many flowers I found hiking around the „Trübsee“. It was quite colourful! Looking closely, taking photos and sketching, you want to know the names of the flowers, too… A book, or, more up-to-date, the internet are helpful learning them! That said, there are flowers which look so much alike that you can’t be completely sure to have found the right one…

Und dann habe ich noch meine Tochter und meinen Schwiegersohn „verewigt“ – hier warten sie auf meinen Start beim Gleitschirmfliegen ( am Brunni). Hinter ihnen geht es steil hinunter ins Tal – die Berge hinter ihnen sind auf der anderen Seite, dort geht es zum Titlis mit Trübsee.

My daughter and son-in-law are waiting for me to take off – at the paragliding site at Brunni. Behind them, there’s the steep slope to the valley, the mountains are on the other side of it – with Titlis and Trübsee.

Reisetagebuch Périgord: zwölfter Tag – Travel Journal Périgord: Day Twelve

Der letzte Tag hier! Und ich war mir gar nicht sicher, ob ich heute nochmal weiter fahren sollte, doch schließlich war es das schöne Wetter, das mich dazu brachte, nach Carlux zu fahren, um die „Jardins de Cadiot“ zu besuchen. Und ich bin sooo froh, dass ich das gemacht habe! Der Garten ist weniger bekannt als die anderen, die ich bereits besichtigt habe, doch für mich ist er der Schönste! Absolut romantisch… Und auch wenn es hier ebenfalls in Form geschnittene Büsche gibt, so darf der Rest durchaus etwas wuchern! Und weil er mir gar so gefallen hat, zeige ich doch auch gleich hier Fotos, zusätzlich zu meinem Aquarell…

My last day in France! I wasn’t at all sure if I should drive more than an hour once again, but the weather being nice I decided to go to Carlux. „Les Jardins de Cadiot“ is a less known garden than the others I had visited, but for me, it is the most beautiful – soo glad that I did the trip! It’s very romantic, and even if some bushes are cut in form, other plants are allowed to proliferate. Well, because I’m so enthusiastic about this garden, I’ll show you photos again along with my paintings…

Es gibt Laubengänge, Tore, Brunnen, Statuen, Skulpturen, alte Mauern…

There are pergolas, gates, fountains, statues, sculptures, old stone walls..

Sogar ein kleines Labyrinth, das man vom oberen Teil des Gartens gut sehen kann (das aber hoch genug ist, dass man sich innen verlaufen kann). Auch dabei: ein ganz zauberhafter portugiesischer Hof, hier habe ich gemalt.

Even a small labyrinth which you can see very well from the upper part of the garden (though it’s high enough to get lost in it). Also, a very nice portugese courtyard garden – here I’ve done my sketch.

Ich saß am Tisch und blickte in die andere Richtung.- Dann gibt es einen Bereich, den ich mal „Waldgarten“ nenne; hier spielen Bäume, Steine und Moos die größte Rolle, aber es gibt auch Tontöpfe und -scherben, die in der Erde stecken und mit Gedichten beschriftet sind – sehr schöne Idee:

I was sitting at the table, looking to the other side.- Then there’s a part I call „wood garden“ because trees, stones and moss play the main part. But there’s also some pottery in the earth with poems written on it – very nice idea:

Nun schicke ich die übrigen Bilder hinterher, bevor meine zweite Zeichnung kommt:

Here are the other photos before I show you my next sketch:

Auf dem Rückweg sah ich unterwegs einen Turm, der mir gefiel, und ich zeichnete ihn später aus dem Kopf nach:

On my way back I saw a tower I liked, so in the appartment I sketched it from my memory:

Auch in ein paar kleinen Dörfern habe ich noch fotografiert, da findet man immer was. Allerdings waren die heute, am Sonntag, wie ausgestorben. Ich hatte so ein „Erlkönig“-Gefühl: „Wer läuft Sonntag mittags in der Hitze rum?“ – „Die deutsche Touristin, nur die ist so dumm!“ 🙂

In some small villages on the way I had made some photo stops – there’s always something nice to discover. But Sunday these villages seemed empty – no person to be seen, I was alone. Weird feeling!

Reisetagebuch Périgord: elfter Tag – Travel Journal Périgord: Day Eleven

Heute besuchte ich zwei Bastiden, also kleine, befestigte Dörfer, die – natürlich – auf Hügeln liegen. Beide haben ein sehr schönes altes Stadtbild, dazu besitzt Domme eine kleine Grotte und Felsritzungen, die gefangenen Tempelrittern zugeschrieben werden; Belvès dafür troglodytische Behausungen, die besichtigt werden können. (Troglodytisch=Im Felsen) Allerdings war die Führung dazu erst am späten Nachmittag, solang wollte ich nicht bleiben. Ein ausgiebiger Stadtrundgang in beiden Orten reichte mir – dabei zeichnete ich in Belvès ein paar Türen. Außerdem machte ich mir Notizen zur Farbgebung und kolorierte sie später nach den Notizen.

Today I’ve visited two „bastides“ – small, fortified villages, which – of course – are situated on hills. Both, Domme and Belvès, offer nice, ancient urban views. Moreover, in Domme, there’s a small grotto and what they call „Templar’s graffitti“. In Belvès you can visit troglodyte housings (troglodyte meaning in the rock), but I would have had to wait for a guided tour, which was hours later, so I passed. Instead, I did an extensive roundtour of the ancient quarters, sketching some doors. Making notes on the colours, I then coloured the sketches back in the appartment.

Außerdem gestaltete ich eine Seite mit den Eintrittskarten, die ich gesammelt habe -irgendwie hatte ich es versäumt, sie immer am jeweiligen Tag einzukleben, doch so sind sie wenigstens mit drin.

Also, I made one page with all the tickets I had saved; somehow I had missed to put them on the pages of the days they belong… but this way they’re at least in the book.

Dass einige so schwarz wurden, liegt daran, dass sich manches Papier nicht mit dem Kleber verträgt – leider zu spät gemerkt… Nachdem alle eingeklebt waren, wollte ich die Seite noch etwas aufpeppen und bemalte den Hintergrund so gelb wie hier die Hauswände sind und verpasste den Karten Schatten – jetzt sieht es ein bisschen so aus, als sei eine Hauswand plakatiert.- Und schließlich muss ich Euch doch noch ein paar Fotos zeigen, und zwar, weil ich selbst das noch nie gesehen habe und es so zauberhaft aussieht:

Some of them got blackened after gluing them in – must be that some papers don’t like the kind of glue I used. Having glued them all in, I wanted to add a bit of interest – so I painted the background in the same colour as the houses here and added „shadows“ to the tickets, aiming for the impression that they are posters on a house wall.- Well, today I just have to show you some photos as well – mostly because I’ve never seen this before and it looks so nice:

Auf den Flüssen hier sieht man grad überall diese weißen Teppiche, und ich wusste zunächst gar nicht, was das ist. Doch mein Teleobjektiv ließ mich einen näheren Blick darauf werfen:

On the rivers around here there are these white carpets which I’ve never seen before, I didn’t know what to think of it. But my telephoto lens got me a closer look:

Die Wasserpflanzen, die immer in der Strömung hängen wie Haarsträhnen, haben lauter weiße Blüten! Man sagte mir, das sei Wasserhahnenfuß. Und wenn man auf einem Boot ist oder sonst ganz in der Nähe, dann riecht man den wunderbaren Duft! Ganz besonders schön sieht es aber so aus:

The plants, that look like long strands of hair in the current, show many small white flowers! I was told these are water-buttercups. And on a boat or very near them you smell the wonderful perfume! But the most beautiful scene is this:

Schwanenfluss…

Swan river…