Die Kathedrale – The Cathedral

Bisher hatte ich bei Acrylbildern meist sehr intuitiv und spontan gearbeitet. Dieses (etwas größere) hier ist anders: eine feste Idee, Planung und Vorbereitung führten zum Ergebnis. 2017 hatte ich ja die Gelegenheit, die Kathedrale von Chartres zu besichtigen und kam auch in den wunderbaren Genuss, diese an einem der Beleuchtungsabende zu sehen. Die geschmackvoll-poetische, bewegte und mit Musik untermalte Lichtshow dauerte fast 30 Minuten und beeindruckte mich sehr. Aber auch der Innenraum, die hohen Pfeiler und Bögen, die Fenster und Rosetten… All diese Eindrücke wollte ich in einem Acrylbild mit mixed media Collage wiedergeben.

Up to now, my acrylics have been created intuitively and spontaneously. This (a bit larger) one is different: a certain idea, planning and preparation were in play. In 2017 I had had the opportunity to visit the Chartres cathedral; moreover to watch the fascinating lightshow in the evening: poetic, animated and accompanied by music, it lasted almost 30 minutes and was very impressing. Also, I admired the interior: the high pillars, arcs, windows and rose windows… All these impressions I wanted to recreate in this acrylic with mixed media collage.

Den Titel habe ich jedoch absichtlich allgemein gehalten – es gibt ja auch noch viele andere Kathedralen, die ähnlich beeindruckend sind. Außerdem habe ich mich ja nur inspirieren lassen, ohne irgendetwas genau wiederzugeben. Die Vorbereitung bestand darin, die Häkeldeckchen für die Rosetten zu färben, sowie die Wellpapp-Stücke, die als „Orgelpfeifen“ später aufgeklebt wurden. Zusätzlich habe ich kleine Pappstücke mit Stücken von Kleisterpapier bezogen. Dies alles sorgt für etwas mehr Struktur. Die Grundfarbe Blau habe ich gewählt, weil Chartres für sein spezielles Blau bekannt ist. Schablonenmuster erzeugen einen „Kirchenfenstereffekt“. Was man auf dem Foto kaum sieht: ich habe viele schimmernde Farben verwendet, und zwar die „Lumière“-Farben von Jacquard. Das passt besonders gut, denn sie sind nicht nur aus Frankreich, sondern die Lichtshow in Chartres nennt sich auch „Chartres en Lumière“!

I’ve chosen the title with purpose: there are many cathedrals as impressing, and apart from blue being the „trademark“ of Chartres Cathedral, I haven’t recreated anything exclusive of Chartres. My preparation consisted of dying the doilies for the rose windows, the corrugated board pieces for the „organ pipes“ and pieces of cardboard, to create more structure. Stenciled patterns add to the „church window effect“. On the photo you can’t see that I’ve used several shimmering colours; the „Lumière“ colours by Jacquard. Which is a nice touch: not only are they produced in France, also the lightshow in Chartres is called „Chartres en Lumière“!

Acryl abstrakt: „Die verlorenen Worte“ – Abstract Acrylic Painting: „The Lost Words“

Diese Bild habe ich sehr aus dem Bauch heraus gemalt; ich hatte mir lediglich vorgenommen, auch Schrift(en) einzusetzen sowie ein wenig 3-D-Effekt, hier durch Wellpappe und Strukturpaste erreicht (siehe Detail unten).

This canvas has been done improvising; my only intention was to use some text and a bit of raised surface, which has been achieved using corrugated board and structural paste. Below you also see a detail.

Acryl: Arbutus – Acrylic Picture: Arbutus

Der Arbutus, auf Deutsch auch „Erdbeerbaum“ genannt wegen seiner kleinen, roten Früchte, ist im Mittelmeerraum und im nördlichen Teil des amerikanischen Kontinents zu Hause. Ich habe diesen faszinierenden Baum in Kanada kennengelernt. Faszinierend, weil er keine normale Rinde hat, sondern eine sich ständig schälende und erneuernde Haut. Dabei ist diese aussen orange/rot bis braun, darunter oft leuchtend grün oder gelblich.

The Arbutus is a tree which grows in the Mediterranian as well as on the northern American continent. I’ve seen it first in Canada and found it quite fascinating because of its colourful trunk: there’s no ordinary bark but a skin that’s always peeling and regenerating. The outside is orange/red to brown, but underneath a bright yellowish green is showing.

Bei diesem Acrylbild habe ich zunächst versucht, die Rinde so wiederzugeben, wie ich sie in Erinnerung habe; meine künstlerische Freiheit besteht darin, dass ich die Rückseite der sich abschälenden Stücke mit goldener Farbe betont habe. Unten ist nochmal ein Ausschnitt zu sehen.

With this acrylic painting I first tried to recreate the skin from my memory; afterwards I’ve added a bit of gold tone to the underside of the peeling bits, for added interest. Below you see a close-up:

Ok, nun verrate ich noch, wie ich das gemacht habe: ein Zufall hat mir gezeigt, wie ich die abblätternden Hautstücke realisieren konnte: ich hatte einen Verpackungskarton, der ja zwischen zwei Lagen braunem Papier eine Wellpappenschicht hatte. Nun wollte ich eigentlich eine Lage Papier abziehen, um an die Wellpappe zu kommen, um diese gelegentlich als Strukturelement einzusetzen. Dabei liessen sich immer nur Stücke des Papiers abziehen, und die rollten sich so – da habe ich gleich an dieses Projekt gedacht! Also wurde das Papier erst rot angemalt, danach in Stücken abgezogen und auf die grün-gelb grundierte Leinwand geklebt. Die Ränder habe ich auch rot-braun übermalt, und die noch ganz leicht feuchte Farbe teils wieder abgekratzt, das sieht nun aus, wie die ersten Risse am Baum. Wer Interesse hat, sollte ruhig mal im Netz Bilder dieses Baumes suchen, ist echt interessant!

If you’d like to know how I did this: a lucky coincidence showed me how to recreate the peeling skin. When trying to peel a layer of paper from a box to get the corrugated board underneath, I suddenly held bits of rolled paper in my hands! So I first painted the cardboard, then peeled the upper layer in pieces and glued these to the already painted canvas. Then I painted the sides, scraping the almost dried paint in some places to reveal the green beneath and thus imitating the cracks of the skin. If you’re interested, go look up pictures of this kind of tree on the net, it’s really fascinating!

Acryl abstrakt: „Palimpsest“ – Abstract Acrylics: „Palimpsest“

Zu Weihnachten hatte ich u.a. einen Gutschein für den hiesigen Künstlerbedarf bekommen, und heute habe ich mir davon Leinwände und ein paar Acrylfarben gegönnt. Bisher hatte ich (bei Acryl) immer nur Discounterware verwendet, da ich sie zunächst ja nur für Kleisterpapier und andere, weniger künstlerische Projekte verwendet hatte. Daher war es heute eine Freude, mit den hochwertigeren Farben zu arbeiten!

Having got a voucher for the art supplies store I today treated myself to canvases and some acrylics. Up to now I had only worked with acrylics from the discounter, because at first I had only used them for paste paper and other, less artistic purposes. So today, it was a great pleasure to work with better quality colours!

Dies abstrakte Bild trägt den Namen „Palimpsest“ – ein Ausdruck, der nicht jedem geläufig sein dürfte. Es ist eine alte Bezeichnung für ein Dokument, das später abgekratzt oder abgewaschen wurde und wieder überschrieben. Das geschah zu Zeiten, als Pergament oder Papier sehr wertvoll waren – nichts wurde weggeworfen! Solche Schriften können durch bestimmte Verfahren zumindest teilweise wieder sichtbar gemacht werden – spannend und geheimnisvoll! Allerdings wird der Ausdruck heute auch verwendet, um Oberflächenstrukturen zu bezeichnen, die durch jüngere Einflüsse fast verborgen sind ( wie die sogenannten Geisterkrater des Mondes).

This abstract picture is called „Palimpsest“ – an expression not everybody knows. It describes an ancient document which has been erased and written over – in former times writing materials were too precious to waste. There are certain procedures which make it possible to again show at least parts of the former, underlying script – fascinating and mysterious! Nowadays the expression is also used for surface structures that are hidden by more recent influences (for example the ghost craters of the moon).

Oben: an einigen Stellen im Bild ist eine geheimnisvolle Schrift zu sehen…

Above: in some places a mysterious writing can be detected…

Die relief-artigen Kreise habe ich mit Strukturpaste gestaltet, die ich durch aufgelegte Häkeldeckchen gestrichen habe. Die kleinen, dunklen Kreise sind mit der Kante eines Verpackungs-Röhrchens gestempelt.

The relief circles have been done using structural paste, applied through the holes of crochet doilies. The smaller, darker circles have been stamped using a small tube.

Abstraktes Acrylbild – Abstract Acrylic Painting

So, heute habe ich doch noch ein kleines, ganz abstraktes Bild gemalt – ohne Titel. Dabei habe ich auch wieder etwas von der alten Strukturpaste verwendet, sowie Metallic-Liner.

This small picture is completely abstract, no title. The dimensional effect is due to the structure paste I try to use up, as well as to a bit of added metallic liner.

Acryl: Rosengarten – Acrylic Painting: Rose Garden

Nachdem ich die Acrylfarben noch ausgepackt habe, möchte ich noch ein paar Bilder malen, bevor ich sie wieder wegpacke. Heute dieses halb-abstrakte Motiv „Rosengarten“ mit plastischen Blüten aus Strukturpaste. Letztere hatte ich irgendwann mal für ein kleines Projekt besorgt und dann ewig nicht gebraucht – inzwischen war sie schon ziemlich eingetrocknet, gerade noch zu gebrauchen… Was ich bei Acrylmalerei stets versuche, ist, Vielschichtigkeit und Tiefe zu schaffen.

Since the acrylics still ly on my table I intend to do some more pictures before again putting them back into the cabinet. Today this half-abstract „Rose Garden“ using structural paste has kept me busy. The paste was almost dried out (had bought it once for a small project and afterwards never used it), but just still usable… With acrylics I always try to create layers and depth.

Beim Foto schimmert der obere Bereich etwas mehr als in Wirklichkeit; Fotos mit künstlicher Beleuchtung sind immer etwas schwierig..

The photo shows more shimmering than the original painting – it’s not easy to get true results with artificial lighting…