Noch mehr Lockerungsübungen – Practicing to Achieve a Loose Style

„Leichtigkeit ist schwer“ – dieser Satz kommt mir aus meiner (Amateur-) Zeit beim Zeitgenössischen Tanz noch sehr bekannt vor… Damit eine Bewegung leicht wirkt, muss sie schwer erarbeitet werden – und nun stehe ich vor dem gleichen Problem beim Malen und Skizzieren! In beiden Fällen hilft nur eines: Üben! Daher habe ich heute, sehr früh wach, schon Stift und Pinsel geschwungen…

„Achieving ease is difficult“ – I still very much remember this sentence from my time in an (amateur) Contemporary Dance group… To make a movement look easy, you have to work hard – just as I’m now struggling to achieve a more loose style sketching and painting! In both cases there’s only one way: practicing! So today, after waking early, I’ve already worked my pen and brush…

Brücke im Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Bridge in one of the Parks and Gardens of Dessau-Wörlitz, Saxony.

Dorfkirche und Friedhof in Kerlaz, einem Dorf in der Bretagne.

Country Churchyard and cemetery in Kerlaz, Brittany.

Häuser im Museumsdorf Poul Fetan, Bretagne. Unten zum Vergleich ein Bild aus demselben Dorf, das ich bereits vor einiger Zeit gemalt und vorgestellt hatte; es war stärker ausgearbeitet und hatte viel mehr Zeit gebraucht…

Above: houses in the museum’s village of Poul Fetan, Brittany. Below you see another scene from the same village which I had painted and posted some time ago. It’s much more detailed and had taken much more time…

Lockerungsübungen – Trying to Loosen it Up

Da ich ja nun bald im Urlaub ein Reisetagebuch mit Zeichnungen und Aquarellfarben führen möchte, hatte ich den Eindruck, dafür noch lockerer werden zu müssen, damit auch schnelle, kleine Bilder gelingen. Daher versuchte ich, ein paar kleinere Bilder zügig zu malen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Hier die Ergebnisse:

As preparation for my vacations in June I felt I had to practice sketching and painting in a more loose way to be able to do that in my travel journal. So I’ve tried to do some small pictures faster than usual, omitting more details:

Die oberen Motive stammen alle aus der Fränkischen Schweiz. Bei dem Wasserrad habe ich zunächst gezögert, es schien mir zu schwierig, ohne Aufwand zu malen – doch nach etwas genauerem Hinsehen kapierte ich das System und brauchte dann gar nicht mehr viel Zeit für’s Zeichnen.

The scenes above can be found in Franconia, east of Nuremberg. The watermill at first gave me pause: it seemed too complicated to sketch fast – but when studying it more closely I soon got the idea. In the end it didn’t take long at all!

Dies ist der Ort Rathen in der Sächsischen Schweiz/Elbsandsteingebirge. Auf diesem Bild ist natürlich etwas mehr los; trotzdem habe ich zügig gearbeitet und weder Fenster noch Fachwerk zu genau gemalt.

This is the village „Rathen“ in Saxonia. This picture, of course, is more complex; nevertheless I’ve worked fast and didn’t spend time on catching the windows or the half-timber details exactly.

Und die sommerlichen Felder mit Mohn stammen hier aus der Gegend. So ein Motiv ist nicht nur immer ein schönes Foto, sondern auch einfach zu malen.- Die nächste Zeit werde ich weiterhin am lockeren Malen arbeiten!

The summer fields with poppies are around here. Such a scene always is worth a photo and easy to sketch or paint.- Until my vacation I’ll go on practicing a more loose way!

Geschenkanhänger aus bemaltem Aquarellkarton – Watercolour Gift Tags

Bevor ich gestern die Blumensträusse auf dem Aquarellblock gemalt habe, hatte ich ein paar Vorübungen zur Nass- und zur Lasurtechnik auf Reststücken gemacht. Nun hielt ich diese bunten Teile wieder in der Hand – viel zu schade zum Wegwerfen! Nun ist Aquarellkarton – je nach Grammatur – ja ziemlich robust; ich hatte hier 300g/m² festen Karton, der eignet sich wunderbar auch für Dinge wie Postkarten, Lesezeichen, Geschenkanhänger usw. Daher schnappte ich mir meinen Stanzer und druckte aus den Probestücken Geschenkanhänger heraus:

Yesterday, before painting the bouquets on my watercolour pad, I had done some practice on left-over pieces of watercolour paper. Now these colourful pieces were too nice to be thrown away! Watercolour paper is quite sturdy, this 300g/m² paper was perfect also for postcards, page markers and gift tags etc. So I grabbed my punch and made some gift tags from the sample pieces:

Dann wurden sie noch weiter verziert:

Then I embellished them further:

Zwei erhielten einfach je einen kleinen Dekosticker…

Small decorative stickers feature on two of them…

Ein Kreidemarker und ein Goldstift waren auch sehr praktisch – egal, ob abstrakte Linien oder kleine Blüten.

A chalk marker and a gold tone marker pen came in handy for abstract lines as well as for some tiny flowers.

Auf die helleren Anhänger habe ich Mini-Aquarelle gemalt…

The lighter coloured tags got mini watercolour paintings…

Und hier habe ich sozusagen „gebatikt“: mit Rubbelkrepp die Blüte übermalt, trocknen lassen, dann den Hintergrund komplett dunkel übermalt und wiederum nach dem Trocknen den Rubbelkrepp entfernt – der gemusterte Untergrund erscheint in Blüte und Blättern. Ein paar Linien und Goldtupfer ergänzen das Motiv.

This one has been done using masking fluid: covering the flower shape, I then painted the background dark blue. When it was dry, I removed the masking fluid so the pattern underneath shows. Some lines and some gold tone dots add interest.

Zwei Sträusse – Two Bouquets

Nach ein paar Video-Tutorials im Internet hatte ich Lust, auch mal Blumensträusse in Nass-Technik zu malen, die etwas mehrschichtiger sind und mehr Tiefe haben. Beim ersten konnte ich mich noch nicht ganz von meinen Linien zur Betonung des Motivs trennen, doch beim Zweiten wurde es tatsächlich ein klassisches Aquarell ohne Linien.

After watching several video tutorials on the net, I felt like trying flowers in the classic wet technique, with more layers and thus creating more depth. In my first try I still wasn’t ready to give up my pen lines alltogether, but the second bouquet I achieved a classic watercolour without lines.

Pfingstrosen: hier gibt es noch dünne Linien…

Peonies: here you still find fine lines…

Diese Fantasieblüten dagegen kommen ohne aus – alle „Striche“ hier sind mit dem Pinsel gesetzt. Beide Bilder sind noch nicht besonders souverän, aber ich werde auch an dieser Technik weiter feilen!

These fancy flowers, though, only show brush strokes. Both pictures still aren’t very sophisticated, but I’ll definitely go on practicing this technique, too!

Drei Landschaften – Three Landscapes

Heute habe ich mal wieder drei Bilder in einen Beitrag gefasst. Zwei der Landschaftsbilder sind hier aus meiner Heimat:

Today, I’ve compiled three landscapes for this post. Two of them are from around here:

Der Lech bei Niedrigwasser – momentan ist das alles, zwischen rechtem und linkem Rand, voll mit Wasser!

River Lech at low level – at the moment everything between the left and the right edge is flooded!

Ein kleines Bild – Landstrasse Nähe Friedberg.

A small picture: road near Friedberg.

Dies ist der Spiegelsee auf der Fürenalp bei Engelberg – wem die Zacken im Hintergrund bekannt vorkommen: ja, der große und der kleine Spannort waren schon mal Gäste auf meinen Bildern! Dies hier ist im April, glaube ich – nach einem Foto, das mir meine Tochter geschickt hatte.

The „Mirrorlake“ near the Fürenalp in the mountains around Engelberg. And, yes, if you remember the serrated edges, these peaks (big and small Spannort) have already featured in some of my watercolours. This picture is from April, I think, after a photo my daughter had sent me.

Kleiner Fuchs – Small Tortoiseshell

Diesen Schmetterling sieht man noch ziemlich häufig hier… Im Gegensatz zu vielen anderen. Das Große Pfauenauge zum Beispiel ist inzwischen sehr selten geworden. Als Kind habe ich sie noch sehr häufig gesehen, doch in den letzten Jahren kaum noch. Artensterben überall! Jedenfalls hoffe ich sehr, dass nicht in einigen Jahren Fotos und gemalte Bilder die einzige Erinnerung an diese hübschen Kreaturen sein werden…

This kind of butterfly is still seen quite often here in Bavaria… In contrast to many others – the peacock butterfly, for example, has become very rare by now. As a kid, I used to see these quite often, not so much the last years. Species extinction everywhere! Anyway, I really hope that in some years photos and painted pictures of these lovely creatures won’t be the only souvenirs left of them…