Upcycling: Patch-Bluse – Upcycling: A Patched Blouse

Drei alte Blusen (teils vom Flohmarkt) und ein paar Reste habe ich hier zu einer bequemen und schicken Bluse vernäht. Die Stoffe der Blusen waren alle farblich in beige, braun und blau gehalten; es waren ganz dünne Batiststoffe aus Baumwolle. Dazu kombiniert habe ich zwei grössere Reststücke aus Jersey, die beide ein Spitzenmuster zeigen und die Bluse durch ihre Dehnbarkeit so bequem machen.

Three old blouses ( two from flea markets) and some left-over material have been used to create this comfortable and classy blouse. The blouses all showed designs in beige, blue and brown tones on very lightweight cotton material. I’ve combined them with two larger pieces of jersey fabric which show lace-like designs and which make the blouse easy to wear because of their stretchiness.

Schmale Zierbänder, auch kleine Reste von solchen, kaschieren im Vorderteil die Patchnähte und rahmen die Knopfleiste ein. Wie so oft, stammen auch die Knöpfe von Flohmärkten und aus dem Sozialkaufhaus – die Verwendung unterschiedlicher Knöpfe gibt der Bluse einen exklusiven Touch! Dabei kann man so auch viel Geld sparen, denn neue Knöpfe sind viel teurer!

Slim decorative ribbons – also left-over pieces of ribbons – have been used on the patch seams and to frame the button tape. Like on many of my creations, I’ve used different buttons – flea market finds and from the charity shop – which add interest. Also, you can save much money buying bunches of used buttons, because new ones are expensive!

Die Ärmelmanschetten und die kleine Brusttasche habe ich direkt von einer der alten Blusen übernommen:

The cuffs and the small breast pocket are original pieces of one of the old blouses:

 

Nur die Krone habe ich zusätzlich aufgebügelt…

I’ve just added the crown – an iron-on applique…

Mein am PC selbst entworfenes fiktives Label habe ich am unteren Rand angenäht.

The fictitious label which I’ve created on my pc, has been sewn on the lower border.

 

Ein Kurzmantel aus Gobelinstickbildern – A Coat Made of Needlepoint Embroideries

Heute ist für mich ein Tag zum Feiern, denn ich habe endlich ein mehrjähriges Projekt erfolgreich fertiggestellt! Erst dauerte es Jahre, bis ich auf Flohmärkten genug Gobelinstickbilder für einen Mantel zusammen hatte. Vorletzten Winter nähte ich sie dann alle zu zwei großen Stücken zusammen und schnitt daraus die Teile für den Mantel. Letztes Jahr nähte ich den Mantel und die zusätzlichen Blütenstickereien als Applikationen darauf. Und jetzt habe ich ihn gefüttert und fertig genäht. Es ist nämlich so, dass ich so dicken, schweren, warmen Stoff nur in der kühlen Jahreszeit verarbeiten kann, ohne zu schwitzen…

Today I feel like celebrating – having finished a project that took several years to complete! First, it took some years to collect enough needlepoint embroideries (mostly from flea markets) for this coat. The winter before last I’d started assembling them, creating two large patched pieces from which I cut the pieces of the coat pattern. Last year I’ve sewn the coat and the additional flower appliqués. Now I’ve lined and finished it! This strong, thick and warm material is easier to work in the cold season…

Gobelinmantel4

Der Mantel hat Eingrifftaschen in den Teilungsnähten. Die vorderen Kanten habe ich mit braunem Lederimitat eingefasst – ursprünglich nur, weil ich den dicken Gobelinstoff nicht umlegen wollte, doch so kommt auch ein bißchen Ruhe in das „vogelwilde“ Design. Die großen Knöpfe habe ich von Hand mit passendem, dezentem Stoff bezogen. Die zusätzlichen Blütenapplikationen sind alles auch Handstickereien, die ich aus alten Tischdecken geschnitten habe. Sie dienen dazu, die starren Linien der Nähte optisch aufzulösen und so Übergänge von einem Bild ins nächste zu schaffen.

The coat has pockets in the seams. The front edges sport faux leather which „calms“ down a bit the otherwise excentric design. The buttons are covered with a neutral coloured material. The added flower appliqués are cut from vintage hand-stitched table cloths. They serve to (optically) break the strict seamlines and form a mild transition from one stitched picture to the next.

Gobelinmantel3

Gobelinmantel1

Gobelinmantel5

Ein echtes Prachtstück! Jetzt ist nur noch eines wichtig: Mottenschutz! Schließlich ist das fast alles reine Wolle… Der Mantel wiegt natürlich etwas mehr als eine Daunenjacke, aber vergleichbar mit einer winterlichen Lederjacke, also durchaus akzeptabel. Der Winter kann kommen!

A real gem! Now I still have to protect it against moths, since 90% of the embroideries are pure wool! Of course, this coat is a bit heavier than a down jacket, more like a leather jacket, which still is quite ok. Winter may come!

Gobelinmantel2

Resteverwertung: Geschenkbänder aus der Nähmaschine – Gift Ribbons From Scraps

Wie jedes Jahr wird Weihnachten wieder schneller da sein, als man gucken kann… Als „Selbermacher“ muss man schon zeitig beginnen – und heute habe ich schon mal Geschenkbänder genäht. Vor allem wollte ich dazu Stoff- und Garnreste verwenden, und so saß ich nachmittags zu den Klängen von Radio Swiss Jazz, meinem neuen Lieblingssender, an der Maschine. Zunächst nahm ich einen langen, aber einsamen gerissenen Streifen petrolfarbenen Feincord und verpasste ihm goldene Sternchen:

As every year, Christmas will be here in no time, so a DIY-addict has to start soon! Today I’ve sewn some gift ribbons from fabric- and yarn scraps. To the sound of my new favourite radio station, Radio Swiss Jazz, I got the sewing machine going. First I took a long, single strip of teal coloured fine corduroy and embellished it with golden stars:

Geschenkbänder8

Dann fielen mir einige gepatchte Streifen in die Hände – Überbleibsel von ehemaligen Patchworkprojekten, einige davon viele Jahre alt… Die Streifen waren nicht sehr lang, aber ich konnte sie ja zusammensetzen. Die durchgeschnittenen Patchnähte würden schnell aufgehen, daher brauchten sie Verstärkung in der Längsrichtung. Zunächst nähte ich zwei mit Gerad- bzw. Zickzackstich:

Then I discovered some strips of patched material – leftovers from former patchwork projects, some of them many years old… They were short strips, so I had to join them while sewing. Since the cut patch-seams wouldn’t last very long, they had to be strengthened lengthwise. First I used straight stitch and ripple stitch:

 

Danach wählte ich die Zierstiche meiner Nähmaschine für weitere Bänder:

Then I chose embellishing stitches for more ribbons:

Geschenkbänder1

Geschenkbänder2

Geschenkbänder3

Aber auch die dünnen Streifen der zurückgeschnittenen Nahtzugaben der letzten Nähprojekte kamen unter die Maschine anstatt in den Müll:

Also, the thin strips from cutting back the seam allowances of my last sewing projects, were used to create ribbons or cords instead of wasting them:

Geschenkbänder13

Oben: das Rohmaterial, unten, die Ergebnisse:

Above: the raw material, below: the results:

Geschenkbänder9

Geschenkbänder10

Geschenkbänder11

Dazu wurden die schmalen Streifen leicht verdreht unter das Füßchen geführt und mit Zickzackstich umnäht. Das verstärkt die Streifen so, dass sie wie Schnur verwendet werden können. Und da ich schon dabei war, habe ich auch gleich noch zwei Maschinenkordeln aus Garnresten gemacht:

For this, I fed the strips with a little twist under the sewing foot and went along with zig-zag stitch. The procedure strengthens the resulting strings so they can be used like twine or cord. In the flow, I also created two cords from yarn scraps:

Geschenkbänder7

Geschenkbänder6

Dazu müssen einfach 2 bis 4 unterschiedliche Garne verdreht unter das Füßchen, genauso, wie bei den dünnen Streifen oben. Effektgarne geben besonders schöne Kordeln! Unten sieht man, wie das Garn geführt wird:

Just take 2 to 4 different yarns and feed them under the foot – same procedure as with the cords above! Below you see the illustration. Specialty yarns create the most beautiful cords!

Geschenkbänder14

 

Kreativ mit Fundglas – Creative With Found Glass

Neulich fiel mir die schwere Dose mit meinen gesammelten Glasstückchen mal wieder in die Hand; da hatte ich gleich Lust, wieder ein paar Projekte damit zu gestalten! Die Stücke stammen teils von Stränden auf Sardinien und in der Bretagne, teils aus einem Bach im Bayerischen Wald. Das Glas von den Stränden ist typisch: relativ kleine, flache Stücke, die glatt und matt gerieben sind. Dagegen die Glasstücke aus dem Bach: nicht flach, sondern klumpig, kaum matt, sondern mit interessanten Bruchkanten, die das Licht brechen. Das kommt daher, dass diese Stücke nicht von zerbrochenen Flaschen stammen, sondern als Abfall der Glasmanufaktur in den Bach gelangten. Scharfe Kanten hat es aber auch nicht mehr. Unten Bilder zum Vergleich:

Rifling through my stash of found glass, I felt like using the pieces for some projects. I had found these shards and nuggets on beaches on Sardinia and in Brittany as well as in a creek in the Bavarian Forest. There’s a difference between the beach glass and the pieces from the creek: the first is in shards, smooth and sanded, nearly opaque. The latter are nuggets with interesting structures, only small areas look sanded. The origin of this glass aren’t broken bottles like the sea glass, but it is waste from the many glass manufacturers in the Bavarian Forest. Luckily, the nuggets haven’t got sharp edges either. Below you see the difference:

Links das typische Strandglas, rechts Stücke aus dem Bach.

On the left you see the typical sea glass, on the right nuggets from the creek.

Glas32

Diesen großen Klumpen, der sehr interessant und geheimnisvoll wirkt, habe ich einfach mit einer Öse zum Anhängen an eine Kette versehen – auf der Rückseite mit Heißkleber befestigt. Die Heißklebepistole war auch bei allen anderen Projekten das Mittel der Wahl!

For this big nugget which looks quite interesting, even mystical, I just made a small noose which I attached to the back with a glue gun. The latter was soon involved with all the following projects, too!

Glas31

Diese „edlen Klunker“ sind nämlich auch nur große Heißklebertropfen, in die ich Nuggets hineingedrückt habe. Anschließend wurde der Kleber mit goldener Acrylfarbe bemalt und lackiert. (Man kann auch gleich goldene Kleber-Stangen nehmen, doch die hatte ich hier nicht bekommen) Unten nochmal die einzelnen Stücke in ihrer ganzen Pracht!

These „classy rocks“ are just big drops of hot glue with embedded glass nuggets. When cold and dry, I painted the glue with gold tone acrylics and a layer of clear varnish. (Of course, you can use gold tone glue, I just hadn’t got it anywhere near.) Below you can appreciate them in their whole glory:

Glas26

Glas27

Glas28

Glas25

Glas29

Glas30

Das sind schon mal ein paar nette Anhänger als Weihnachtsgeschenke! Dann wollte ich gleich auch noch ein paar Muscheln damit verzieren:

Nice pendants for Christmas gifts! Then I added some sea shells to the mix:

Glas22

Glas24

Glas23

Und da ich nun schon im Schwung war, habe ich das restliche Strandglas noch für ein hübsches Teelicht verarbeitet – auch mit dem Heißkleber auf ein Glas mit großer Öffnung geklebt:

Being in the flow, I used the last pieces of sea glass for a nice candle holder – also attached with hot glue onto a glass with wide opening:

Glas20

Wie man sieht, habe ich für den Rand ein Stück selbstklebende Spitze in passendem Farbton verwendet.

As you see, I’ve used a piece of self-adhesive lace border for the edge.

Glas17

Glas13

Und, ja, ich habe den Langzeittest mit dem brennenden Teelicht gemacht: die Hitze reicht nicht, um den Kleber aufzuweichen – es funktioniert also!

And, yes, I’ve tried if the heat from the candle would melt the glue when burning for hours – it doesn’t. Guess the glue needs much more heat for even getting soft again, so, it works for this project!

 

Walkjacke mit Strick und Stickerei – Wool Jacket With Knits And Embroidery

Noch ist es zwar warm tagsüber, aber es kann nicht mehr lang dauern, bis die Temperaturen endgültig fallen. Daher ist es gut, dass diese Jacke fertig ist! Den Walkstoff in Fuchsia hatte ich Ende letzten Winters günstig erstanden und ihn nun mit zwei alten Pullovern aus dem Sozialkaufhaus und Stickereien einer alten Tischdecke kombiniert.

While it’s still warm outside during daytime, lower temperatures are just „around the corner“. So I’m glad already having finished this jacket! The boiled wool material was a find in last winter’s sale; now I’ve combined it with two old sweaters from the thrift store/charity shop as well as with embroideries from a vintage table cloth.

Walkstrick1

Sie ist gefüttert und wird mit einem Reißverschluss geschlossen. Einige goldfarbene, applizierte Bänder und die handgestickten Blätterranken setzen Akzente.

It’s lined and can be closed with a zipper. Some gold tone ribbons and the hand stitched twines with leaves add interest.

Walkstrick5

Von den Resten habe ich gleich noch ein passendes Stirnband genäht:

Then I’ve used the scraps to sew a matching headband:

Walkstrick7

Ach ja, und außerdem ist auch der Stoff, den ich in Luzern gekauft hatte, bereits zum Pulli verarbeitet:

Moreover, I’ve also sewn a sweater from the material I had purchased in Lucerne:

Für den Halsausschnitt und die Ärmel habe ich ebenfalls einen alten Wollpulli „zerlegt“. Beim Aneinandersetzen der Ärmelstücke war der Cover-Stich meiner Nähmaschine sehr nützlich – sieht richtig gut aus!

For the neckline and the sleeves I’ve again used an old wool sweater. When patching the sleeves the cover-stitch of my sewing machine came in handy – it looks nearly professional!

Upcycling: ein Loopschal im Leo-Look – Upcycling: a Loop Scarf with Animal Prints

Heute hatte ich das Glück, schon etwas früher Dienstschluss machen zu können, was ich zunächst nutzte, um bei dem schönen Wetter eine Stunde zu radeln. Doch dann „juckten“ die Finger, ich musste einfach noch etwas Kreatives machen! Etwas, das ich heute in ein paar Stunden noch fertig bekommen könnte. Also ran an die Restekiste… Da gab es ein paar kleinere Stücke in unterschiedlichen, leichten Stoffen mit etwas „Fall“, alle in braun-schwarz-gold, mit verschiedenen Tierfellmustern. Ich hatte schon länger vor, sie zusammen zu verwenden, doch die zündende Idee ließ auf sich warten. Heute holte ich sie heraus:

Today I was lucky to finish work at noon, so I could enjoy the sunny weather on a bike ride for an hour. Afterwards, my fingers „itched“ yearning for some creative work! Thinking of something I would be able to finish in a few hours, I rifled through my stash… There were some pieces of different, lightweight material with animal prints; all in the same colour scheme of brown-black-gold. I had wanted to use them for some time already, without knowing exactly for what. So today I got them out:

Loop1

Dann fiel mir ein alter, dünner Schal in die Hand, der auf einer Seite schwarz, auf der anderen metallic-gold war. Eine Freundin hatte ihn im Nachlass ihrer Mutter gefunden, die viel ins Theater gegangen war, und meine Freundin dachte, ich könne ihn vielleicht brauchen. Heute war es soweit!

Then I discovered an old lightweight scarf which was black on one side and showed metallic-gold on the other. A friend had found it in the estate of her deceased mother and thought that I might have use for it. Today was the day!

Loop2

Zuerst maß ich den Schal aus und schnitt dann die Stoffstücke in entsprechender Breite zu. Diese nähte ich dann als Patchwork zusammen, bis das Stück so lang war wie der Schal. Schließlich doppelte ich den Schal auf der schwarzen Seite mit dem Patch-Streifen und nähte das Ganze zum Loop! Beim Tragen blitzt die goldene Rückseite zwischendrin auf, was schön zu den anderen Stoffen passt. Der Schal ist immer noch elegant, aber etwas moderner und pfiffiger!

First I measured the scarf and cut the pieces of material accordingly, assembling them patchwork-like until the resulting piece was the same size as the scarf. Sewing the scarf to the animal-print piece so the gold tone side of the scarf is now the backside of the patched piece, I then joined the ends to create a loop. Wearing it, here and there the backside can be seen; it very well matches the print fabrics. The new scarf is still elegant but more modern and interesting!

Loop5

Mal wieder ein Beispiel, wie Resteverwertung und das „Aufwerten“ (Upcycling) eines alten Stückes mit wenig Aufwand schöne Ergebnisse liefert!

This is another example how using scraps and the upcycling of an old piece can deliver nice results!

Upcycling: Patchworkschals – Upcycling: Patchwork Scarves

Um  die vielen Reste von leichten Baumwoll- und Viskosestoffen sowie – teils handbemalten – Seidenstoffen etwas zu reduzieren, habe ich ein paar leichte Schals genäht. Der erste ist recht bunt, schmal und als „Loop“ genäht; er kann an Stelle einer Kette getragen werden:

Wanting to reduce my stash of pieces of lightweight cotton and rayon fabrics as well as silks (some handpainted), I’ve sewn some patchwork scarves. The first is quite colourful, narrow and sewn as a loop; it can be worn instead of a necklace:

Patchworkschals1

Der zweite zeigt eines meiner liebsten Farbkombinationen: türkis und lila/pink. Er ist breiter und hat an den Enden einen Spitzenabschluss:

The second one shows one of my favourite colour combinations: turquoise and purple/pink. It’s broader and sports lace borders:

Der dritte ist wieder ein Loop, auch etwas breiter als der erste, in sanften Blautönen:

The third one is a loop, too; a bit broader than the first one, in shades of blue:

Patchworkschals4

Je nachdem, wie er arrangiert wird, kann man unterschiedliche Muster betonen:

You can change the prominent fabric by draping it differently:

Patchworkschals5