Am Klausenpass – On the Klausen Mountain Pass

Diesmal habe ich auf dem Weg nach Engelberg einen kleinen Umweg gemacht, um über den Klausenpass zu fahren. Bei dem schönen Wetter gab es tolle Panoramablicke! Geniesst die Bilder ohne weitere Worte…

This time I’ve made a little detour on my way to Engelberg. In this sunny weather the Klausen mountain pass offered a lot of nice views! Enjoy the pictures without further comment by me…

Engelberg: Fürenalp

Nach einem Foto, das mir meine Tochter geschickt hat. Zwar werde ich nächstes Wochenende genau dort sein, doch zum Zeichnen wird keine Zeit sein während der Hochzeitsfeier! 8 Jahre nach ihrer standesamtlichen Trauung in Kanada feiern meine Tochter und ihr Mann diesmal kirchlich. Da werde ich viel fotografieren!

This picture is based on a reference photo my daughter sent me. Next weekend I’ll be exactly there! 8 years after their civil wedding in Canada, my daughter and her husband will renew their vows in church, too. The party will take place in the restaurant above, but I won’t have time for sketching since I’ll be taking photos…

Zwei kleine Zeichnungen – Two Small Sketches

Die letzten Tage war ich anderweitig sehr beschäftigt, habe mein Malzeug gar nicht angerührt. Ich hatte Arzttermine und Physiotherapie, aber auch viel Arbeit an der Nähmaschine: alle Kleidungsstücke, die ich in den letzten Monaten gekauft – und genäht! – hatte, mussten enger gemacht werden, denn ich habe etwas abgenommen. Und mit meiner wiedergewonnenen Mobilität habe ich grosse Hoffnung, das auch halten zu können! Doch als ich heute diesen schillernden Bockkäfer fand, musste ich ihn einfach zeichnen… Ausserdem habe ich eine schnelle, kleine Skizze von Wicken gemacht, die natürlich in Zukunft auch ein größeres Aquarell wert sind!

The last few days I’ve been busy with dates at the doctor’s, physiotherapy and altering all the clothes I had bought – and sewn! – during the last months because I’ve lost a bit of weight. With my mobility improving every day now, I hope to be able to at least keep this for a while! Anyway, today at last, I took my watercolours to draw this longhorn beetle I had found. Then I did a fast little sketch of sweet peas, which of course, also will make a nice larger watercolour later on!

Hier habe ich mal keine schwarzen Linien mit der Feder gezogen, sondern Aquarellfarben mit dem Linierpinsel verwendet.

This time I haven’t done the outlines with black marker or pen but using watercolour and a liner brush.

Unterwegs im Argental – A Walk in the Argen Valley

Gestern habe ich einen längeren Spaziergang im unteren Argental bei Dengeltshofen gemacht. Von Bank zu Bank, immer mit dem A5 Reisebüchlein für ein paar schnelle Zeichnungen. Das „schnell“ war Absicht, da es mich zwingt, zu vereinfachen. Ausserdem wollte ich „Grünzeug“ üben, dafür gab es auf dem Weg jede Menge Gelegenheit!

Yesterday, I took a longer walk in the lower Argen valley near Dengeltshofen. Hopping from bench to bench, taking in and sketching the landscape in my A5 travel journal. I was aiming at fast and loose sketches with watercolour, also practicing greenery.

Weiden finde ich immer faszinierend. Ihr Wuchs, das zarte, lichtdurchflutete Grün, die rauhe Rinde, sowie die Art, wie sie sich über das Wasser beugen. Und ja, die Argen hat einen gelb-orangen Farbton, ich nehme an, durch Mineralien und moorige Ufer. Hier jedoch war Kies aufgeschüttet, damit der Zugang leichter ist.

I just love willows: their shapes, the delicate leaves with the sun shining through, the rough bark and the way they bend over the water. And yes, the river Argen has a yellowish colour; from minerals and boggy banks, I guess. At this place, though, the community has spread pebbles to facilitate access.

Gerade, als ich umdrehen wollte, erreichte ich ein Café, und da konnte ich nicht widerstehen, wenigstens ein Radler zu trinken. Außerdem fand ich die Szene mit der Brücke ideal zum Zeichnen!

Just when I thought of going back, I reached this restaurant. So a glass of punch was in order after the long walk! Plus, this scene with the bridge was perfect for sketching!

Heute hatte ich nicht soviel Zeit, doch ein kleines Stück bin ich auch gegangen. Die Landschaft wurde durch einen Bilderbuch-Himmel in blau-weiß betont.

Today, I was quite busy with physiotherapy, but there was time for a short walk. The landscape was accentuated by a perfect blue and white sky.

Leckerbissen – Tasty!

Täglich beobachte ich hier vom Balkon aus die Amseln, die sich an den Beeren der Felsenbirne gütlich tun. (Es dauerte eine Weile, bis ich eine akzeptable Version der Amsel zustande brachte… ) Daheim in Augsburg steht ebenso eine – inzwischen ziemlich große – Felsenbirne vor meinem Wohnzimmerfenster, nur dort sind es vor allem die Spatzen, die sich dort im Frühjahr erst Nistmaterial besorgen, später die Beeren ernten und damit ihre Jungen füttern. In Nordamerika ist der strauchartige Baum weit verbreitet und heißt Saskatoonstrauch. Da die Beeren nicht nur essbar und wohlschmeckend sind, sondern auch Vitaminbomben, haben schon die Ureinwohner sie getrocknet und zusammen mit Bärenfett und zerriebenem Trockenfleisch zum „Superfood“ namens „Pemmikan“ verarbeitet. In unseren Breiten wird die Felsenbirne meist nur als Zierstrauch gepflanzt, was schade ist. Man kann Kompott und Marmelade daraus kochen – und da die Gärtner hier heute Äste geschnitten haben, haben auch wir ein wenig genascht!

From my balcony here I can watch the blackbirds feeding on the saskatoon berries. (It took me some time to sketch a recognizable blackbird..) At home in Augsburg another saskatoon tree has grown quite high in front of my living room window. There, it’s the sparrows gathering material for their nests in spring and later picking the berries and feeding their babies. In the northern part of the American continent this tree is widespread in the wilderness. The berries not only being edible and tasty but also rich in vitamins, already the American Natives/First Nations ate them – dried berries being an essential ingredient of their superfood „pemmikan“. In Europe, saskatoon trees are mostly planted for ornamental reasons, but you can use the berries for jam, cakes and more! So when today the gardener took down some branches, we all nibbled some of the berries!

Freies Wochenende – Free Weekend

Auch dieses Wochenende passt das Wetter, um in der freien Zeit draussen zu zeichnen. Mit meinen Stöcken ging ich gemächlich das kurze Stück in den Ort Neutrauchburg, wo heute die Terrasse des Schlossgasthofs geöffnet hatte: meine kleine „Sünde“ habe ich gleich dokumentiert…😉

This weekend the weather is fine and not too hot, perfect for filling my free time with a bit of Urban Sketching. Taking my art supplies and my crutches, I took a little walk to Neutrauchburg. Today, the restaurant terrace was open: the first sketch documents my „little sin“…😉

Dann spazierte ich weiter und fand dieses hübsche „Eck im Park“ – es stellte sich heraus, dass es ein Privatgarten war, der Zugang vom Park aber so offen, dass ich es nicht gemerkt hatte. Der Besitzer war jedoch sehr freundlich und ließ mich auf seiner Bank sitzen und malen.😊

Then I walked a bit further and found this pictureque corner – it was open towards the park, so I didn’t notice that I was trespassing on private ground. But the owner was a very nice man, letting me sit on his bench and finish the picture.😊

Und schließlich erreichte ich das Ortsende von Neutrauchburg, wo es einen schönen Aussichtspunkt Richtung Isny gibt. Da immer wieder Segelflieger im Landeanflug vorbeischwebten, habe ich das gleich mit ins Bild genommen. Übrigens sind alle Zeichnungen heute im A5 Reisemalbuch entstanden, der bunte Garten auf einer Doppelseite.

On the outskirts of the village there’s a view point towards Isny, perfect for sketching a panoramic view of the town. Several gliders passed by before touch down, so I added one to the picture. By the way, all three pictures have been done in my A5 sized travel journal (the garden scene on a double spread.)

Am Löschteich – At the Fire Water Pond

Der Löschteich hier hat auch Enten, Karpfen und ein Holzdeck mit schattiger Bank. Dank des leuchtenden Rettungsrings ist es zudem ein hübsches Motiv zum Zeichnen.

In the fire water pond there are carps and mallards. Also, the bench on the wooden deck offers shadow for a short rest. The orange life ring invites to sketch the scene.

Alte Scheune – Old Barn

32x30cm/9″×12″

Heute hatte ich den ganzen Vormittag Therapie und Anwendungen, doch der Nachmittag war frei. Nachdem es zunächst noch regnerisch war, nahm ich statt Malzeug die Regenjacke mit hinaus – umgekehrt wäre besser gewesen, denn es wurde immer sonniger! Und so kann ich stolz berichten, dass ich – noch mit Krücken zur Vorsicht – eine gute Stunde spaziert bin! Natürlich mit kurzen Pausen auf diversen Bänken, aber immerhin! Dabei bekam ich einen ersten Eindruck der Umgebung, des unteren Argentals. Die Argen ist ein fast naturbelassener kleiner Fluss, der aus dem Voralpenland in den Bodensee fließt. Entsprechend bestimmen Weiden(bäume), Schilf, Binsen, hohe Gräser das Landschaftsbild, mit Hügeln im Hintergrund. Auf Wiesen und Äckern stehen urige, kleine Scheunen und ich sah auch jede Menge Bussarde und andere Raubvögel. Mit diesen Eindrücken im Kopf (Handy/Kamera nicht dabei) habe ich dann zurück auf dem Zimmer diese Landschaft gemalt.

Today, the morning was filled with treatments and gymnastics, but in the afternoon I was free. The weather still looking rainy, I took my raincoat and went for a walk without my art supplies. I was wrong: it got more sunny every minute! Thus I went much farther than I had expected, proud to say that – still with crutches for safety – the walk took more than an hour. Some short pauses on benches included… So I got a nice impression of the surroundings, the lower Argen valley. The Argen being a small river flowing from the foothills of the Alps into Lake Constance, it’s been left to its natural meandering state. The landscape is dominated by willows, reed and tall weeds, with hills in the background. Meadows and acres show old little barns and there are a lot of buzzards and other birds of prey flying high and low. Not having brought my camera/phone, I’ve done this landscape watercolour from memory back in my room.

Zeit zum Zeichnen – Free Time for Sketching

Jetzt, am Wochenende, gibt es keine Therapiestunden, und wegen Corona auch kein Unterhaltungsprogramm. Wer mobil ist, macht Ausflüge in die Stadt oder Umgebung, doch mein Bein lässt das noch nicht zu. Dafür habe ich umso mehr Zeit zum Zeichnen! Heute habe ich mir zunächst das wunderschöne, bunt gemischte Blumenbeet auf der Terrasse vorgenommen. Oben: eine Studie der einzelnen Blumen, unten: frei interpretierte Gesamtansicht. Beide Bilder entstanden im Büchlein A5.

On weekends, there are no therapy treatments, and, due to corona, not even entertainment. So, mobile patients visit the small town or go hiking – both of which I’m still not able to do with my knee. But that way I’ve got a lot of time for sketching! At first, I focussed on the lush flower bed on the patio. Above you see a study of different flowers, below a free interpretation of the overall view. Both pictures done in the A5 sketchbook.

Dann ging ich ein Stückchen weiter im Park, wo ich ebenfalls eine Bank mit schönem Blick auf den Teich fand:

Then I went a little further into the surrounding park where I found a bench with a nice view of the pond:

Dieses Bild ist ein kleines bißchen größer als A5.

This picture has been done on a pad – just a bit larger than size A5.

Stiller Weg am Bach – Quiet Path Along the Creek

Nachdem ich gestern die Erdbeeren geholt hatte, bin ich spontan direkt von dort aus noch ins nahe Grün gefahren, um dort zu spazieren. Ein Weg ohne vorbeirauschende Radler sollte es sein – und ich fand diesen Weg an der Friedberger Ache, wo ich vollkommen allein war – mit summenden Insekten, Vogelkonzert und – wieder einmal – mit Kuckuck. Letzterer war aber nicht so penetrant wie der in Dennenlohe😉. Nun hatte ich zwar kein Malzeug dabei, doch ich versuchte, mir alle typischen Details einzuprägen: Bäume, Büsche, Gräser, Schilf, das Spiel von Licht und Schatten, den würzigen Duft des Sommers… Es ist das erste Aquarell mit soviel üppigem Grünzeug, ohne definierende Linien, mit dem ich einigermaßen zufrieden bin. Vielleicht ist es ja tatsächlich besser für mich, solche Motive aus dem Kopf zu malen, damit ich nicht so sehr an dem „klebe“, was ich vor mir sehe, sondern mehr auf die Gesamtwirkung des Bildes achte?

Yesterday, after purchasing the strawberries, I decided to drive just a bit further, for a walk in the countryside. Looking for a walkway without passing bikers, I found this path along a creek where I was completely alone – with humming insects, singing birds and – once again – a cuckoo calling (this one not being as obnoxious as the one in Dennenlohe😉). Not having brought my sketchbook, I tried to memorize the defining features: bushes, trees, weeds, reed, the play of light and shadows, the spicy perfume of summer… The result is my first watercolour of lush greenery, without defining lines, that I’m satisfied with. Maybe for me, it’s easier to paint this kind of landscape from memory, without trying to reproduce the exact reality but with more attention to the overall effect of the picture?