Frühjahr auf dem Land – Spring in the Countryside

Letzte Woche war ich bei schönem Wetter mal wieder mit dem Rad unterwegs – und mit dem Malblock. Die Bauern haben nun wieder viel Arbeit! Dieser Traktor stand gerade lang genug an einer Stelle, dass ich ihn zeichnen konnte – die Farbe kam später.

Last week, the weather being fine, I did a little tour with my bike – and my watercolour pad. The farmers have got a lot of work again, this time of year! This tractor only stood still, seemingly abandoned, long enough for me being able to sketch it, adding colour later.

Weiler bei Friedberg – Hamlet near Friedberg

Da ich in letzter Zeit häufig für Kollegen auf dienstlichen Touren in Friedberg (östliche Nachbarstadt von Augsburg) und Umgebung eingesprungen bin, habe ich dort einige Wege entdeckt, die zum Spazieren und Wandern einladen. Diese Woche habe ich frei und das Wetter macht auch mit, drum war ich heute für 2 Stunden dort unterwegs. Die Natur ist ja größtenteils noch grau-braun, doch ein wenig Grün gibt es. Auf der Strecke hatte ich nur das Handy dabei und habe damit einige Bilder als Malvorlage gemacht. Das erste wurde gleich heute umgesetzt! Leider wirkt der Himmel auf dem Foto viel heller und fader als auf dem Original-Aquarell…

Lately, I had to work a lot in the nearby town of Friedberg and the surrounding villages, thus discovering several nice places and paths, inviting me for a walk. This week, the weather is fine and I’m free, so today I took a walk in the area. The nature still doesn’t show much colour except a bit of green here and there. I took some pictures with my smartphone as reference for future watercolours, finishing the first one this evening. Alas, the sky on the photo looks much lighter and less interesting than in the original painting…

Regensburg: Katholische Akademie – Regensburg: the Catholic Academy

Derzeit bin ich mal wieder auf Fortbildung in Regensburg. Sie findet in der „Katholischen Akademie“ statt (hat aber nichts mit Glaubensfragen zu tun). Wegen der strengen Corona-Regeln gibt es diesmal leider keine Möglichkeit, nach dem Kurs abends noch nett zusammenzusitzen bei Wein und Bier… Da hocke ich nun allein im Hotelzimmer und zeichne ein bißchen nach Fotos, die ich schnell auf dem Weg gemacht habe. Hier der Eingang zur Fortbildungsstätte, die nah der Donau in der Altstadt liegt. Nun bin ich gespannt, wie die Farben morgen bei Tageslicht aussehen, denn ich hatte ja nur Lampenlicht zum Malen…

Once again staying in Regensburg for a professional training course, this time the pandemic restrictions don’t allow us to get together for a drink in the evenings. So I’m sitting alone in my hotel room, trying to fill the time by sketching from photos taken on the go. This picture shows the entrance of the „Catholic Academy“, situated in the old part of the city near the Danube. (Despite the name of the location, my training course isn’t about Christian faith at all.) As for the colours, I’m curious how they turn out in daylight, since the painting has been done under lamplight…

Amberger Ansichten – Views of Amberg

An der Vils: Martinskirche/The river Vils and St.Martin’s basilica

Neulich war ich mal wieder ein paar Tage in Amberg bei meiner Mutter. An einem sonnigen Nachmittag wollte ich nur schnell ein paar Bilder mit dem Handy machen, als Vorlage für Aquarelle. Doch einige Fotos sind so schön geworden, dass ich sie lieber direkt hier zeige.

Having spent some days in Amberg with my Mum, I used a sunny afternoon to take some fast pictures with my mobile phone – as reference for watercolour painting. But some of these photos are so nice that I prefer to show them as they are!

Alte Villa/Old Villa
Das Landratsamt – es ist ziemlich groß und besteht aus mehreren Gebäuden, die alle älter und sehr schön sind./The couthouse/administrative district office. It is quite large and consists of several old, beautiful buildings
An der Innenseite der Stadtmauer – jeder Meter wird genutzt!/ At the city wall – every square foot is used!
Rosengarten im Hof des Landratsamtes/Rose garden in the courtyard of the administrative district office
Blick von der Georgenstrasse auf den Martinssteg/View from the pedestrian zone towards St.Martin’s footbridge

Beim Kloster Oberschönenfeld – Around the Monastery of Oberschönenfeld

Nachdem heute das Wetter wieder schön sommerlich war und mein Knie inzwischen genug Beugung schafft, daß ich auf meinem kleinen Malhocker sitzen kann, beschloss ich, nach Oberschönenfeld westlich von Augsburg zu fahren. Dort gibt es ein Nonnenkloster, in dessen ehemalige Wirtschaftsgebäude ein Heimatmuseum und ein Naturpark-Haus eingezogen sind, sowie ein Klosterladen und eine Wirtschaft mit Biergarten. Am Wochenende ist dort viel los, doch da Montag RUHEtag ist, hatte ich heute dort meine😉 Denn der Hof und alle Außenbereiche waren zugänglich, und so saß ich stundenlang und malte. Oben: Garten an der Klostermauer, 30x23cm.

The sunny weather and the fact that now I’m able to bend my knee enough to sit on my small stool for outdoors sketching made me want to go on a little trip today. West of Augsburg there’s a monastery still lived in by nuns, but the former outbuildings now house a museum, an information centre about the natural park it is situated in, as well as a shop and a restaurant. On weekends it’s sometimes crowded, but on Monday everything is closed, so I could very quietly sit and paint for hours. Above: the small garden at the wall, 11,7×8,9 inches.

Dann ging ich ein Stück weiter, zum sogenannten Staudenhaus. Es handelt sich um ein 280 Jahre altes Haus, das im typischen Stil der Stauden (so heisst der Landstrich dort) erbaut ist, mitsamt Strohdach. Letzteres ist inzwischen so mit Moos überwachsen, dass es im Gegenlicht gold-grün leuchtet. Aus diesem Grund habe ich zum Malen auch diese Ansicht gewählt, denn die Vorderseite hat zwar hübsche Balkone und Geranien, aber man sieht nicht viel vom Dach, das ja asymmetrisch ist. Auch dort ist ein Museum eingezogen: ein Bauernmuseum. Das Aquarell ist genauso groß wie das oben gezeigte.

Then I went a bit further to sketch the „Stauden-house“, named after the area it is situated in. It’s 280 years old and sports a thatched roof overgrown by moss. The latter glows golden-green in the sunlight. That’s why I’ve chosen this view for painting instead of the front with balconies and geraniums. As you see, the roof is asymmetrical, so the front only shows a small part of it. Entering, you can visit the farmers museum. This watercolour is the same size as the one above.

Dirndlschürze für die Hochzeit – Apron for a Wedding-„Dirndl“

Vor 8 Jahren hatte meine Tochter in Kanada den Mann ihres Lebens gefunden. Die Hochzeit hatte damals recht kurzfristig stattgefunden, damit die Übersiedlung nach Deutschland problemlos klappte. Deshalb hatten viele Verwandte und Freunde nicht teilnehmen können, selbst ich war nur über Skype dabei gewesen. Das junge Paar hatte immer eine große Feier in der Kirche nachholen wollen, doch aus diversen Gründen klappt das nun erst diesen August. Zwar ist es noch fraglich, ob die kanadische Seite teilnehmen kann (wegen Corona), doch nochmal wollen sie es nicht verschieben. Da sie in Tracht heiraten wollen, bat mich meine Tochter, ihr zu ihrem blau-weißen Dirndl für die Hochzeit eine festliche Schürze zu nähen. Nach langem Suchen fand ich einen Damaststoff, der ihren Vorstellungen entsprach.

8 years ago my daughter met the love of her life in Canada. The wedding took place on a short term, to facilitate their move to Germany (less fuss with immigration). So many relatives and friends weren’t able to attend – even I did so only by skype. The two of them always wanted a big wedding in church later, which now will take place in August. Alas, due to corona restrictions the Canadians probably won’t be able to attend this time, but the couple is determined not to wait any longer. Since they will wear traditional Bavarian costumes (my daughter is a proud Bavarian and her husband likes it, too), my daughter asked me to sew a white apron for her „Dirndl“ – the traditional Bavarian dress. It took a while to find the damask material she fancied.

Das Nähen selbst war keine große Sache, aber ich wollte noch etwas Besonderes daraus machen. So gab es zum NEUEN Stoff noch eine ALTE Spitze, in die ich am oberen Rand ein Satinbändchen eingezogen habe. Außerdem habe ich in jede Blütenmitte eine Perle genäht, wissend, dass meine Tochter ihre Perlenohrstecker tragen wird. Da das Kleid selbst ja blau ist, braucht sie nun nur noch etwas Geliehenes….

The sewing was easy, but I wanted to add something special, too. So I combined the NEW material with an OLD (vintage) lace border, adding interest by threading a satin ribbon through at the upper edge as well as sewing pearls in the middle of each flower motive (knowing my daughter will wear her pearl studs). Since her dress is blue and white, she now only needs something borrowed…