Château de Monbazillac

Dieses Schloss aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts ist vor allem wegen seiner weißen Dessertweine bekannt. Einiges hatte ich ja in meinem „Reisetagebuch Périgord“ schon beschrieben. Hier einfach ein paar Eindrücke von der Lage und dem Gebäude:

This castle from the second half of the 16th century is mostly known for its white dessert wines. In my posts „Travel Journal Périgord“ I had already wrote a bit about it. Now here are some impressions of the building:

Monbazillac liegt zwar nicht auf einem sehr steilen Berg, doch die Anhöhe bietet trotzdem einen guten Blick in die Landschaft.

Situated on a soft hill instead of a steep rock, Monbazillac nevertheless offers a nice view.

Wie man sieht, liegen einige Weinberge direkt vor der Tür…

The vinyards on the doorstep…

Wer mag (und nicht ans Steuer muss, wie ich), darf im Schlosshof eine Weinprobe machen.

If you like (and aren’t driving, as I was), you can taste the wines in the coutyard.

Die Innenräume sind nur spärlich möbliert – hier gibt es besonders viele alte Schränke, eine Bibliothek, eine Ahnentafel an der Wand und im Keller eine Ausstellung über die Geschichte des Weinbaus.

Inside, the rooms show little furniture except for many ancient wardrobes and cabinets; there’s a library, a family tree on the wall, and an exhibition about viniculture in the cellar.

Der Garten von Eyrignac – The Eyrignac Gardens

Dieser Garten ist einer der berühmtesten im Périgord. Formschnitte und teilweise geometrische Anlagen bestimmen das Bild.

These gardens are among the most famous in the Périgord region. Topiary and geometric designs predominate.

Das Bild unten zeigt, wie diese Büsche in Form gehalten werden:

On the picture below you see how the bushes are kept in shape:

Von Hand! Die gespannten Leinen sorgen für gerade Linien. Diese Arbeit möchte ich nicht machen – aber die Herren Gärtner sind so versiert, dass sie die Scheren fast so schnell bewegen wie eine Flamencotänzerin ihre Kastagnetten…

Manually! Well, I wouldn’t like to do this kind of work, but these gardeners are so accomplished that they move their pruning shears almost as fast as a Spanish dancer her castanets…

Ich liebe diese alten Gebäude dazwischen…

I just love these old buildings in the gardens…

Einen kleinen Weinberg gibt es auch…

There also is a small vinyard..

Und ich hatte dort ja auch gemalt, und zwar dieses Bild:

Here is the watercolour I’ve done in this garden:

Abbaye de Boschaud und/and St.Jean-de-Côle

Von Brantôme aus fuhr ich in Richtung St.Jean-de-Côle, doch unterwegs machte ich noch einen Abstecher zur Ruine der Abbaye de Boschaud, einem „Lost Place“, um ein paar Fotos zu machen.

Leaving Brantôme for St.Jean-de-Côle, I made a little detour to the ruins of the Boschaud abbey, a „Lost Place“, to take pictures.

Zur Geschichte der Abtei hatte ich bereits in meinem Beitrag vom 7.7.19 („Erinnerungen an das Périgord“) geschrieben. Doch nun das wunderhübsche kleine Dorf St.Jean-de-Côle:

In my post „Memories of the Périgord Region“ (7/7 2019) I already have written some information about the abbey, so now I continue with the beautiful small village of St.Jean-de-Côle:

Zu Recht eines der „Schönsten Dörfer“ Frankreichs, sind es hier nicht nur die alten Gebäude, sondern auch der Blumenschmuck an den Häusern, der mir besonders gut gefallen hat – Rosen über Rosen!

Quite rightly named one of France’s „Most beautiful Villages“, it’s not only the ancient buildings but also the gorgeous roses on almost every house that I fell in love with!

Hier gibt es eine kleine Brücke aus dem 12.Jahrhundert:

There’s a small bridge from the 12th century:

Natürlich auch eine ebenso alte Kirche, mit dem typischen überdachten Vorplatz, wo Märkte stattfinden:

Also, of course, an old church with the roofed market place in front:

Im Inneren gefiel mir dieser Leuchter besonders gut…

Inside, this chandelier caught my eye..

Direkt neben der Kirche steht das Château de la Martonie, das ich in anderer Perspektive schon gemalt hatte:

Directly next to it the Château de la Marthonie is open to visitors – I had done a sketch of it:

Das ehemalige Augustiner Priorat ist nur manchmal zu besichtigen; ich habe nur durch den Zaun fotografieren können:

The former priory only can be visited on certain days; so I had to take a picture through the fence:

Das Schöne an diesen Dörfern: sie sind so klein, dass man nicht viel laufen muss, um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen! Außerdem locken auch viele kleine, romantische Ecken und Cafés…

In these villages you don’t have to walk a lot for sightseeing! Moreover, there also are many picturesque corners and nice cafés…

Brantôme

Nördlich von Périgueux gelegen, ist Brantôme ein ganz reizender Ort: die Altstadt liegt auf einer Insel in der Dronne. Sehenswürdig ist die ehemalige Benediktiner Abtei, die alten Gassen, die Uferpromenade, die Höhle hinter/unter der Abtei und die Märkte (Freitag und Dienstag). Man kann aber auch, wie an vielen Orten hier, Kanus ausleihen.

North of Périgueux the small town of Brantôme is worth a visit. Water dominates the first impression: the old part of the town is situated on an island in the river Dronne. You can stroll through the old alleys or along the waterside, visit the former abbey and the caves, rent a canoe or visit the market (Friday and Tuesday).

Alte Brücken und Wehre üben einen großen Reiz aus!

Old bridges and the small dams are quite picturesque!

Das Benediktinerkloster wurde ursprünglich von Karl dem Großen (!) gegründet, erlebte dann aber im Lauf der Zeit eine sehr wechselhafte Geschichte und wurde – wie an vielen Orten in Frankreich – während der Revolution aufgelöst. Die Kirche ist aber noch in Betrieb.

The Benedictine monastery had been founded by Charlemagne, was later distroyed and rebuilt, then, during the French Revolution, the monks had to leave. The abbey church is still in use.

Der Turm ist einer der ältesten romanischen Bauwerke in der Gegend. Er wurde auf dem Gesteinssockel erbaut, unter dem auch ein Höhlensystem ist, welches seit der Steinzeit bewohnt war und teilweise noch ist. Den inzwischen unbewohnten Teil kann man besichtigen.

The tower is one of the oldest buildings of the Romanesque period; erected on the same rock where the caves are situated. These shelters have been inhabited since the stone age – some are still lived in today. You can visit the empty ones.

Einst war diese große Höhle ein Ort heidnischer Anbetung, doch mit Ankunft des Christentums – noch lang vor der Gründung der Abtei – in eine christliche umgewandelt. Das untere Bild zeigt das Jüngste Gericht – eine ziemlich gruselige Darstellung..

Once a place of heathen worship, this cave had been converted into a christian one, long before the abbey was founded. The relief on the lower photo shows the Last Judgement – a horrible szene…

Einfach ein hübsches Städtchen! Aber noch etwas habe ich dort gesehen – und probiert – , was ich noch nicht kannte: Speiseeis frisch zubereitet auf einer gekühlten Metallplatte:

Short, a very nice little town! But there I also watched something (and tasted it) which I hadn’t seen before: the manufacturing of icecream on a freezing metal plate:

Nachdem man die gewünschte Sorte gewählt hat, wird zunächst die Basismischung auf die Platte gegossen und mit dem Spachtel dünn ausgestrichen – dabei gefriert sie schon. Dann wird sie abgeschabt, durchgearbeitet, nochmals ausgestrichen usw. Dann kommt die gewünschte Zutat (püriertes Obst, Schokosoße o.ä.) dazu und das Ganze wiederholt sich. Zum Schluss erhält man solche Eisrollen wie im oberen Bild auf dem Schild zu sehen sind. Lecker!

First, a basic mixture is poured onto the freezing plate, spreaded to a thin layer using the spatula, so it’s already frozen. Then it gets scraped off, kneaded a bit, spread again.. Now the chosen flavour (fruit pulp, chocolate sauce etc) is added and the whole procedure repeated. At last you get these icecream rolls you see on the upper photo. Yummy!

St.Léon-sur-Vézère und/and Plazac

Diese beiden hübschen Dörfer habe ich am selben Tag besucht. St.Léon gehört zu den „Schönsten Dörfern“, doch in Plazac fand ich genauso viele hübsche Ecken, sprich, Foto- und Malmotive. Zunächst St.Léon:

When visiting St.Léon-sur-Vézère, Plazac was on my way, so I stopped there, too. St.Léon prides itsself to be listed amongst the „Most beautiful villages of France“, but in Plazac I found as many picturesque corners for nice photos or sketches. First, St.Léon:

Oben: Blick auf die Vézère und die alte, romanische Kirche. Dahinter das Château de Clérans, leider privat und nicht zugänglich.

Above: View of the river Vézère and the old romanic church. Behind it you can see the towers of the Château de Clérans, which is privately owned and not open to the public.

Und hier Plazac:

Now pictures from Plazac:

Dieser beschriftete Kräutergarten ist auf öffentlichem Grund; dort war früher der Garten des Bischofssitzes. Man beachte die kleine Solaranlage – wahrscheinlich wird damit die Beleuchtung gespeist.

This herb garden with explanations is situated on public ground, where centuries ago the bishop had his garden. The small solar collector produces energy for the light in the evening, I suppose.

Links neben der Kirche der ehemalige Bischofssitz – beides Burg-artig befestigt, wie es damals üblich – da nötig – war. Im Périgord haben fast alle Orte vor der Kirche bzw. auf dem Marktplatz diese offenen Hallen (Säulen mit Dach links); sie dienen noch heute als Sonnen- und Regenschutz für die Marktleute. Unten: den Bischofssitz hatte ich ja auch in meinem Aquarell – Reisetagebuch festgehalten:

The building left of the church is the former bishop’s „palace“; as the church, it was fortified as was the custom (and necessary) at the time. In the Périgord region almost every town and village has an open hall like you see on the lower left half of the picture: it still serves to protect the market from sun and rain. Below: as shown in my travel journal, I had done a sketch of the bishop’s palace:

Eine alte Wandmalerei an der Kirche

An old mural at the church wall (outside)

Tolle Gutshöfe gibt es hier…

Beautiful old farmhouse..

Und natürlich ein Taubenturm! Übrigens: wer Gefallen am Périgord gefunden hat und vielleicht auch noch gern Krimis liest, dem seien die Bücher von Martin Walker empfohlen, denn dieser gebürtige Schotte wohnt im Périgord und schreibt über „Bruno, Chef de Police“ – eine Serie mit viel Lokalkolorit! Vielleicht erkennt Ihr ja den einen oder anderen Ort wieder, den ich hier im Blog vorgestellt habe!? Ich jedenfalls kann mir alles jetzt viel besser vorstellen…

And, of course, a dove cove tower! By the way: if you’ve come to like the Périgord region and are a reader of mysteries and thrillers, you’ll love the series „Bruno, Chief of Police“ by Martin Walker! The Scottish journalist and writer lives in the Périgord and in each sequel of the series you learn something about another part of the region as well as about native customs. Perhaps you’ll recognize some places I’ve shown you on this blog!? I certainly do, when reading!

Terrasson-Lavilledieu

Hauptattraktion der kleinen Stadt sind die „Jardins de l’Imaginaire“ – „Gärten der Fantasie“. Sie sind nur mit Führung zu besichtigen, was aber Sinn macht, da man so viel mehr über das Konzept des Gartens erfährt. Denn dieser moderne Garten ist mehr Konzeptkunst als üblicher Garten oder Park , manches erschließt sich nicht von allein. Trotzdem würde es den Rahmen dieses Blogs sprengen, genauer darauf einzugehen; es sei lediglich angemerkt, dass die Beziehung von Mensch und Natur eine große Rolle spielt. Für Familien mit Kindern ist das Schokoladenmuseum am Ort sicher die geeignetere Attraktion!

The main attraction in this small town are the „Jardins de l’Imaginaire“ – the „Gardens of Imagination“. They can only be visited during a guided tour, which makes sense since this way, you learn much more about the concept of the garden. It’s a modern garden and a piece of conceptual art where not everything discloses itsself to the visitor. Nevertheless, it would go beyond the scope of this blog to explain; just a hint: the relationship between man and nature is a big subject here. For visitors with kids the chocolate museum in this town might be the better choice!

Bei meinem Besuch war es leider auch von oben etwas feucht, trotzdem sehr interessant!

During my visit there was a constant drizzle, nevertheless it was very interesting.

Blick auf die Altstadt…

View from the garden to the old part of town…

Mitte Juni war das Farbthema des Gartens „Lila“!

In June the colour scheme of the garden was „purple“!

Aber es gibt auch einen reichhaltigen Rosengarten, hier nur zwei Beispiele:

But there’s a rich rose garden, too – here just two examples:

Vom Garten aus zu sehen ist auch dieser alte Gutshof (?Herrensitz?) – leider vergaß ich, zu fragen, wie das Gebäude heute genutzt wird.

This old big farmhouse (? or residence?) can be seen from the garden, too – alas, I forgot to ask about its actual use.

Nach dem Gartenbesuch schlenderte ich noch durch die Altstadt; allmählich wurde das Wetter auch besser…

After visiting the garden, I took a stroll through the old part of the town, the weather improving slowly..

Die Abteikirche St.Sour. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick:

The abbey church of St.Sour. From here you have a nice overview of the town:

Die alte Brücke (Pont Vieux) über die Vézère.

The old bridge (Pont Vieux) over the river Vézère.

Terrasson hat mehrere hübsche Brunnen.

In Terrasson you can find several nice fountains/wells.

Oben: ein für Terrasson typischer, alter Felsenkeller („cluzeau“). Sie wurden sowohl als Zufluchtsstätte als auch zur Warenlagerung verwendet. Unten: die Wandmalerei erläutert die Felsenkeller.

Above: one of the typical ancient rock-cut-cellars in Terrasson („cluzeau“). They were used as shelter and refuge as well as for storage. Below: the large mural explains the cellars.

Und hier nochmal die Zeichnungen, die ich in/von Terrasson gemacht hatte:

These are the sketches I had done in/of Terrasson:

Der Brunnen „St.Sour“

The „St.Sour“ fountain.

Das Kloster von Cadouin – The Monastery of Cadouin

Das ehemalige Zisterzienserkloster wurde 1115 gegründet und bestand bis zur Frz. Revolution. Einige Gebäude konnten erhalten und später restauriert werden, darunter der wunderschöne Kreuzgang (aus dem 15.Jahrhundert), den ich auf der Durchreise besichtigt habe.

The former cistercian monastery has been founded 1115 and was lived in until the French Revolution. Some buildings could be saved and have been restaured later, amongst them the beautiful cloister from the 15th century. I’ve visited it in transit.

Eine Zeit lang war es auch Wallfahrtsort – und inzwischen gehört es zum Welterbe „Jakobsweg in Frankreich“.

For some time it had been a place of pilgrimage, and nowadays it’s UNESCO World Heritage as part of the „Way of St. James in France“.

Oben: das Relief zeigt eine Kreuzigungsdarstellung, die Wandmalerei die Verkündigung. In meinem Beitrag „Reisetagebuch Périgord: zweiter Tag“ hatte ich eine Zeichnung gezeigt, die ich hier im Kreuzgang gemacht hatte:

Above: the relief shows the Crucifixion, the mural painting the Annunciation. In my post: „Travel Journal Périgord: day two“ I had shown a watercolour I had done sitting in this cloister:

Und auch eine gemalte Postkarte hatte ich verschickt:

Also, I had send a painted postcard from here: