Brantôme

Nördlich von Périgueux gelegen, ist Brantôme ein ganz reizender Ort: die Altstadt liegt auf einer Insel in der Dronne. Sehenswürdig ist die ehemalige Benediktiner Abtei, die alten Gassen, die Uferpromenade, die Höhle hinter/unter der Abtei und die Märkte (Freitag und Dienstag). Man kann aber auch, wie an vielen Orten hier, Kanus ausleihen.

North of Périgueux the small town of Brantôme is worth a visit. Water dominates the first impression: the old part of the town is situated on an island in the river Dronne. You can stroll through the old alleys or along the waterside, visit the former abbey and the caves, rent a canoe or visit the market (Friday and Tuesday).

Alte Brücken und Wehre üben einen großen Reiz aus!

Old bridges and the small dams are quite picturesque!

Das Benediktinerkloster wurde ursprünglich von Karl dem Großen (!) gegründet, erlebte dann aber im Lauf der Zeit eine sehr wechselhafte Geschichte und wurde – wie an vielen Orten in Frankreich – während der Revolution aufgelöst. Die Kirche ist aber noch in Betrieb.

The Benedictine monastery had been founded by Charlemagne, was later distroyed and rebuilt, then, during the French Revolution, the monks had to leave. The abbey church is still in use.

Der Turm ist einer der ältesten romanischen Bauwerke in der Gegend. Er wurde auf dem Gesteinssockel erbaut, unter dem auch ein Höhlensystem ist, welches seit der Steinzeit bewohnt war und teilweise noch ist. Den inzwischen unbewohnten Teil kann man besichtigen.

The tower is one of the oldest buildings of the Romanesque period; erected on the same rock where the caves are situated. These shelters have been inhabited since the stone age – some are still lived in today. You can visit the empty ones.

Einst war diese große Höhle ein Ort heidnischer Anbetung, doch mit Ankunft des Christentums – noch lang vor der Gründung der Abtei – in eine christliche umgewandelt. Das untere Bild zeigt das Jüngste Gericht – eine ziemlich gruselige Darstellung..

Once a place of heathen worship, this cave had been converted into a christian one, long before the abbey was founded. The relief on the lower photo shows the Last Judgement – a horrible szene…

Einfach ein hübsches Städtchen! Aber noch etwas habe ich dort gesehen – und probiert – , was ich noch nicht kannte: Speiseeis frisch zubereitet auf einer gekühlten Metallplatte:

Short, a very nice little town! But there I also watched something (and tasted it) which I hadn’t seen before: the manufacturing of icecream on a freezing metal plate:

Nachdem man die gewünschte Sorte gewählt hat, wird zunächst die Basismischung auf die Platte gegossen und mit dem Spachtel dünn ausgestrichen – dabei gefriert sie schon. Dann wird sie abgeschabt, durchgearbeitet, nochmals ausgestrichen usw. Dann kommt die gewünschte Zutat (püriertes Obst, Schokosoße o.ä.) dazu und das Ganze wiederholt sich. Zum Schluss erhält man solche Eisrollen wie im oberen Bild auf dem Schild zu sehen sind. Lecker!

First, a basic mixture is poured onto the freezing plate, spreaded to a thin layer using the spatula, so it’s already frozen. Then it gets scraped off, kneaded a bit, spread again.. Now the chosen flavour (fruit pulp, chocolate sauce etc) is added and the whole procedure repeated. At last you get these icecream rolls you see on the upper photo. Yummy!

St.Léon-sur-Vézère und/and Plazac

Diese beiden hübschen Dörfer habe ich am selben Tag besucht. St.Léon gehört zu den „Schönsten Dörfern“, doch in Plazac fand ich genauso viele hübsche Ecken, sprich, Foto- und Malmotive. Zunächst St.Léon:

When visiting St.Léon-sur-Vézère, Plazac was on my way, so I stopped there, too. St.Léon prides itsself to be listed amongst the „Most beautiful villages of France“, but in Plazac I found as many picturesque corners for nice photos or sketches. First, St.Léon:

Oben: Blick auf die Vézère und die alte, romanische Kirche. Dahinter das Château de Clérans, leider privat und nicht zugänglich.

Above: View of the river Vézère and the old romanic church. Behind it you can see the towers of the Château de Clérans, which is privately owned and not open to the public.

Und hier Plazac:

Now pictures from Plazac:

Dieser beschriftete Kräutergarten ist auf öffentlichem Grund; dort war früher der Garten des Bischofssitzes. Man beachte die kleine Solaranlage – wahrscheinlich wird damit die Beleuchtung gespeist.

This herb garden with explanations is situated on public ground, where centuries ago the bishop had his garden. The small solar collector produces energy for the light in the evening, I suppose.

Links neben der Kirche der ehemalige Bischofssitz – beides Burg-artig befestigt, wie es damals üblich – da nötig – war. Im Périgord haben fast alle Orte vor der Kirche bzw. auf dem Marktplatz diese offenen Hallen (Säulen mit Dach links); sie dienen noch heute als Sonnen- und Regenschutz für die Marktleute. Unten: den Bischofssitz hatte ich ja auch in meinem Aquarell – Reisetagebuch festgehalten:

The building left of the church is the former bishop’s „palace“; as the church, it was fortified as was the custom (and necessary) at the time. In the Périgord region almost every town and village has an open hall like you see on the lower left half of the picture: it still serves to protect the market from sun and rain. Below: as shown in my travel journal, I had done a sketch of the bishop’s palace:

Eine alte Wandmalerei an der Kirche

An old mural at the church wall (outside)

Tolle Gutshöfe gibt es hier…

Beautiful old farmhouse..

Und natürlich ein Taubenturm! Übrigens: wer Gefallen am Périgord gefunden hat und vielleicht auch noch gern Krimis liest, dem seien die Bücher von Martin Walker empfohlen, denn dieser gebürtige Schotte wohnt im Périgord und schreibt über „Bruno, Chef de Police“ – eine Serie mit viel Lokalkolorit! Vielleicht erkennt Ihr ja den einen oder anderen Ort wieder, den ich hier im Blog vorgestellt habe!? Ich jedenfalls kann mir alles jetzt viel besser vorstellen…

And, of course, a dove cove tower! By the way: if you’ve come to like the Périgord region and are a reader of mysteries and thrillers, you’ll love the series „Bruno, Chief of Police“ by Martin Walker! The Scottish journalist and writer lives in the Périgord and in each sequel of the series you learn something about another part of the region as well as about native customs. Perhaps you’ll recognize some places I’ve shown you on this blog!? I certainly do, when reading!

Terrasson-Lavilledieu

Hauptattraktion der kleinen Stadt sind die „Jardins de l’Imaginaire“ – „Gärten der Fantasie“. Sie sind nur mit Führung zu besichtigen, was aber Sinn macht, da man so viel mehr über das Konzept des Gartens erfährt. Denn dieser moderne Garten ist mehr Konzeptkunst als üblicher Garten oder Park , manches erschließt sich nicht von allein. Trotzdem würde es den Rahmen dieses Blogs sprengen, genauer darauf einzugehen; es sei lediglich angemerkt, dass die Beziehung von Mensch und Natur eine große Rolle spielt. Für Familien mit Kindern ist das Schokoladenmuseum am Ort sicher die geeignetere Attraktion!

The main attraction in this small town are the „Jardins de l’Imaginaire“ – the „Gardens of Imagination“. They can only be visited during a guided tour, which makes sense since this way, you learn much more about the concept of the garden. It’s a modern garden and a piece of conceptual art where not everything discloses itsself to the visitor. Nevertheless, it would go beyond the scope of this blog to explain; just a hint: the relationship between man and nature is a big subject here. For visitors with kids the chocolate museum in this town might be the better choice!

Bei meinem Besuch war es leider auch von oben etwas feucht, trotzdem sehr interessant!

During my visit there was a constant drizzle, nevertheless it was very interesting.

Blick auf die Altstadt…

View from the garden to the old part of town…

Mitte Juni war das Farbthema des Gartens „Lila“!

In June the colour scheme of the garden was „purple“!

Aber es gibt auch einen reichhaltigen Rosengarten, hier nur zwei Beispiele:

But there’s a rich rose garden, too – here just two examples:

Vom Garten aus zu sehen ist auch dieser alte Gutshof (?Herrensitz?) – leider vergaß ich, zu fragen, wie das Gebäude heute genutzt wird.

This old big farmhouse (? or residence?) can be seen from the garden, too – alas, I forgot to ask about its actual use.

Nach dem Gartenbesuch schlenderte ich noch durch die Altstadt; allmählich wurde das Wetter auch besser…

After visiting the garden, I took a stroll through the old part of the town, the weather improving slowly..

Die Abteikirche St.Sour. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick:

The abbey church of St.Sour. From here you have a nice overview of the town:

Die alte Brücke (Pont Vieux) über die Vézère.

The old bridge (Pont Vieux) over the river Vézère.

Terrasson hat mehrere hübsche Brunnen.

In Terrasson you can find several nice fountains/wells.

Oben: ein für Terrasson typischer, alter Felsenkeller („cluzeau“). Sie wurden sowohl als Zufluchtsstätte als auch zur Warenlagerung verwendet. Unten: die Wandmalerei erläutert die Felsenkeller.

Above: one of the typical ancient rock-cut-cellars in Terrasson („cluzeau“). They were used as shelter and refuge as well as for storage. Below: the large mural explains the cellars.

Und hier nochmal die Zeichnungen, die ich in/von Terrasson gemacht hatte:

These are the sketches I had done in/of Terrasson:

Der Brunnen „St.Sour“

The „St.Sour“ fountain.

Das Kloster von Cadouin – The Monastery of Cadouin

Das ehemalige Zisterzienserkloster wurde 1115 gegründet und bestand bis zur Frz. Revolution. Einige Gebäude konnten erhalten und später restauriert werden, darunter der wunderschöne Kreuzgang (aus dem 15.Jahrhundert), den ich auf der Durchreise besichtigt habe.

The former cistercian monastery has been founded 1115 and was lived in until the French Revolution. Some buildings could be saved and have been restaured later, amongst them the beautiful cloister from the 15th century. I’ve visited it in transit.

Eine Zeit lang war es auch Wallfahrtsort – und inzwischen gehört es zum Welterbe „Jakobsweg in Frankreich“.

For some time it had been a place of pilgrimage, and nowadays it’s UNESCO World Heritage as part of the „Way of St. James in France“.

Oben: das Relief zeigt eine Kreuzigungsdarstellung, die Wandmalerei die Verkündigung. In meinem Beitrag „Reisetagebuch Périgord: zweiter Tag“ hatte ich eine Zeichnung gezeigt, die ich hier im Kreuzgang gemacht hatte:

Above: the relief shows the Crucifixion, the mural painting the Annunciation. In my post: „Travel Journal Périgord: day two“ I had shown a watercolour I had done sitting in this cloister:

Und auch eine gemalte Postkarte hatte ich verschickt:

Also, I had send a painted postcard from here:

Limeuil

Limeuil gehört zu den „Schönsten Dörfern Frankreichs“ – ich habe in meinem Urlaub mehrere besucht, denn im Périgord gibt es 10 davon. Außerdem lockt Limeuil mit den „Jardins Panoramiques“, einem Garten, der so günstig liegt, dass man von der Terrasse aus einen tollen Blick auf den Zusammenfluss von Vézère und Dordogne hat.

Limeuil is one of the „most beautiful villages of France“ – in the Périgord region, there’s 10 of them and I’ve visited several during my trip. Moreover, Limeuil attracts visitors with its „Panoramic Gardens“ – a garden that, from its terrace, offers a perfect view over the confluence of the river Vézère and the river Dordogne.

Links, die Vézère, fliesst in die Dordogne, rechts.

The Vézère, to the left, flows into the Dordogne, right hand side.

Der Themengarten bietet Informationen über historische Nutzung der Pflanzen und Blumen – einschließlich eines „Hexengartens“:

The garden is dedicated to different themes and offers information about the historical use of plants and flowers – including a „Witches Garden“:

Ein kleines Arboretum , ein typischer Taubenturm und viele Blüten machen den Besuch zum Genuss. Auch für Kinder gibt es einige Aktivitäten dort!

A small arboretum, a typical dove cove tower and a lot of flowers make for a delightful visit. Also, for kid’s they offer different activities!

Aber auch das Dorf selbst ist sehr malerisch:

The village itsself also is very picturesque:

Kleine Terrasse in Beynac – Little Terrace in Beynac

Beim Sortieren meiner Fotos aus dem Périgord stosse ich immer wieder auf Bilder, die ich einfach malen muss… Ursprünglich hatte ich heute vor, hier in der Umgebung im Freien zu malen, doch das Wetter machte nicht mit, und daher nahm ich ein Bild aus der mittelalterlichen Stadt Beynac als Vorlage:

When managing the photos from my trip to France, I always get tempted to sketch and paint some of them… The weather today didn’t allow open air sketching, so I took a photo from the old town of Beynac as reference:

Einerseits sieht die Terrasse ja sehr einladend aus, doch man muss bedenken, dass jeder Tourist auf dem Weg hinauf zur Burg direkt daran vorbeiläuft…

It’s true: this terrace looks quite inviting! On the other hand you have to consider that all the tourists on their way up to the castle pass here…

Die letzten Seiten im Reisetagebuch – The Last Pages in My Travel Journal

Heute habe ich die letzten freien Seiten im Reisetagebuch Périgord mit Zeichnungen nach Fotos gefüllt – dann kann (oder muss?) ich das Buch endgültig zur Seite legen…

Today I’ve filled the last blank pages in my travel journal Périgord with two pictures done from photos. Now I can (or have to?) finally leave it…

Ansicht in der Altstadt von Terrasson.

View in the old town of Terrasson.

Schloss Jumilhac. Die riesige Linde vor dem Schloss ist mehrere hundert Jahre alt.- Demnächst werde ich Euch aber auch weiterhin Bilder aus dem Périgord zeigen, nämlich die besten Fotos!

Jumilhac Castle. The big linden tree in front of the castle is hundreds of years old.- I’ll continue to show you pictures from my trip – not sketches, but the best photos!

Saint-Jean-de-Côle: Château de la Marthonie

Eines der imposantesten Gebäude in dem kleinen Ort Saint-Jean-de-Côle (eines der „Schönsten Dörfer Frankreichs“) ist das Château de la Marthonie. Der Ort liegt im nördlichen Périgord. Das Schloss war zu dem Zeitpunkt, als ich dort war, nicht geöffnet, doch zu bestimmten Zeiten kann man eine Führung buchen. Aber auch von außen sehr interessant!

One of Frances „Most Beautiful Villages“ is Saint-Jean-de-Côle, situated in the northern part of the Périgord region. Marthonie Castle is among the most impressing buildings there. Alas, when I was there, it wasn’t open, although from July to September you can book a guided tour. Anyway, the outside already gives a nice impression!

Erinnerung an das Périgord – Memories of the Périgord Region

Wie erwähnt, bin ich dabei, die restlichen Seiten meines Reisetagebuches nach und nach aufzufüllen. Dabei möchte ich Bilder von Orten verwenden, an denen ich vor Ort nicht gemalt habe. Heute nahm ich mir zunächst die Ruine der ehemaligen Abtei von Boschaud vor – ein verlassener Ort.

As mentioned in my last post, I’m filling up the blank pages left in my travel journal, sketching from photos. This is an opportunity to show places where I’ve been without sketching on location. Today I first chose the remains of the former abbey of Boschaud – a lost place.

Sie war 1163 gegründet worden, aber in der Französischen Revolution 1791 verkauft; sie diente als Scheune, Wohnhaus und schließlich als Steinbruch, daher ist diese Seite so offen. Seit 1950 ist sie als Baudenkmal klassifiziert. Besucht habe ich sie auf meiner Tour ins nördliche Périgord.

It had been built in 1163 but sold during the French Revolution in 1791. From then on it was used as barn, living quarters and quarry – hence the open walls. Only in 1950 it has been classified as historical monument.

Auch nördlich von Périgeux: Brantôme. Eine sehr hübsche Stadt, die ich teilweise auch auf meinen Postkarten gezeichnet habe. Hier reizte mich nicht nur der Turm, sondern vor allem das Geländer am Brunnen. Inzwischen klappt es schon ganz gut, dass ich solche Motive nicht zu genau und streng zeichne, sondern locker – man hat trotzdem einen guten Eindruck davon.- Und dann habe ich noch gestern bei einer netten Runde im Botanischen Garten erstmals eine Person „live“ gezeichnet (in ein anderes Buch), denn hier saß man längere Zeit recht ruhig… Koloriert wurde dann daheim aus dem Kopf:

Also north of Périgueux: Brantôme. A very nice town which I had sketched on several postcards. Here it wasn’t only the tower (again) which intrigued me, but the rail around the well. By now I’m quite satisfied to be able to sketch this kind of shapes in a loose way, not too precisely – nevertheless giving a perfect impression of the subject.- Also, yesterday I’ve done my first „live“ sketch of a person (in another book), sitting in the Botanic Garden with some friends. The colours have been added at home, from memory:

Jedenfalls muss ich noch sehr viel üben, bis ich so gut und schnell Menschen zeichnen kann wie Birgit Winter, deren Blog (winter-art) ich hier auf wordpress folge – schaut ruhig mal dort hinein!

Anyway, I still have to practice a lot to reach the skill of sketching people fast and true from life, like Birgit Winter in her blog (winter-art) here on wordpress – go have a look!