Carnac: Im Land der Hinkelsteine – Carnac: In the Land of Menhirs

„Wow, da war Obelix aber fleißig!“ Dachte ich beim Anblick des ersten Feldes mit Steinreihen… In der Bretagne, der Heimat von Asterix und Obelix, gibt es etliche Orte mit Steinreihen oder einzelnen Menhiren, letztere sind dann meist besonders groß. Die Steine in den Reihen (mehrere Reihen auf einem Feld) sind nur teilweise groß, viele auch nur knie- oder hüfthoch, andere bis zu 3m (also kein Vergleich mit Stonehenge). Aber die Menge! Das muss man sich mal vorstellen: bei Carnac gibt es verteilt auf 4km mehrere Felder, zwischen 3000 bis 4000 Steine! Alter: ca. 7000 Jahre – also lange VOR den Galliern aufgereiht…

„Wow, Obelix has been very busy!“ I thought seeing my first field of alignments… In Brittany, home of the Gauls Asterix and Obelix, there are several sites with alignments or singleton menhirs, the latter mostly being especially tall. The stones in the alignments vary in height; many are just 30 to 50cm high, the others up to 3m (so no comparison with Stonehenge). But the sheer amount! Just imagine: near Carnac there are several sites dispersed on 4 kilometers, with 3000 to 4000 stones! They were erected 7000 years ago – so, a long time before the Gauls…

carnac20

Ihren besonderen Zauber entfalten sie optisch bei und kurz nach Sonnenaufgang, vor allem, wenn es noch etwas neblig ist… Wozu sie dienten ist immer noch ein Geheimnis, Wissenschaftler denken an astronomisch-mathematische Berechnungen, andere an religiöse Rituale. Ich denke, beides ist richtig, denn früher war ja Astronomie ein religiöses Instrument, außerdem haben Menschen früher die größten Anstrengungen, die nicht direkt dem Überleben galten, für die Religion unternommen.

At sunrise, they unfold their magic spell to the eyes; especially when it’s still a bit foggy… What they were meant for still is an enigma; scientists think of astronomical and mathematical calculations, others of religious rituals. I think, they were both: in former times, astronomy was a religious instrument, and when immediate needs were seen to, people dedicated their greatest efforts to religion.

carnac7

Von den Steinreihen etwas abgesetzt steht „Der Riese von Manio“ im Wald, er ist 6m hoch. In seiner Nähe ist ein Viereck aus Steinblöcken, das wohl mal ein großes Einzelgrab war.

In the woods of Manio there is a single menhir called „The giant of Manio“ because it is 6m tall. Near it, a rectangle of stones marks the site where once a burial mound might have been.

carnac1

carnac3

carnac4

Die übrigen Bilder habe ich wieder mal in einer kleinen Diaschau zusammengestellt – am liebsten hätte ich sie mit leiser, esoterischer Musik untermalt, doch dazu habe ich noch weder die Ausstattung noch das Know-how… Trotzdem viel Vergnügen!

You can regard the other pictures by watching the small slide-show below. I’d have liked to add a soundtrack of esoteric music, but neither have I the needed equipment nor the know-how. Nevertheless, enjoy!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Concarneau: „Ville Close“

Für Concarneau hatte ich nur einen Nachmittag übrig – eigentlich zu wenig für die sehr interessante Stadt. Was ich jedoch unbedingt besuchen wollte, war die alte „Ville Close“ und das Fischereimuseum (das sich in der Ville close befindet). Wie die Flaggen zeigen, war es sehr stürmisch mit viel Wolken (und ab und zu etwas Sprühregen). Die Ville Close ist eine kleine Altstadt-Festung, die früher sehr umkämpft war – heute einfach malerisch. Allerdings auch innen vollgepfropft mit Touristenläden. Wer dem entgehen will, macht einen Spaziergang auf den Mauern!

On my trip I only had an afternoon for Concarneau, which is too little time for this interesting town. So I set a priority and visited the „Ville Close“, a castle-like walled old town which also harbours the fishery museum. As you see, all flags were flying: a very windy day, again, and mostly clouded, with a bit of drizzle now and then. In former times the Ville Close has seen many fights and owners; now inside there are mostly tourist shops… But you can evade them by taking a walk on the walls!

Concarneau10

Und genießt den Blick auf die Umgebung:

And enjoying the sights:

Concarneau8

Aber auch unten gibt es ein paar ruhige Ecken:

Still, there are some quiet corners left downstairs, too:

Im Sommer gibt es auch historische Darstellungen; ich hatte das Glück, eine Live-Band zu erleben, die authentische keltische Volksmusik spielte – das passte nicht nur gut zur Umgebung, sondern ist auch eine Musik, die ich ohnehin gerne mag.

In summer, there are historical reenactments or plays; I was lucky to watch and listen to a band playing live celtic folk music in the court – not only was it fitting the surroundings, but also a kind of music I like.

Concarneau1

Natürlich boten sie auch CDs zum Verkauf an, und da sie wirklich sehr gut spielten und ein schönes Repertoire hatten, habe ich mir welche mitgenommen:

Of course they also offered CDs, and since their play was very accomplished and they had an interesting repertoire, I bought some:

micamac

Keltische Musik beinhaltet natürlich neben bretonischer auch irisch-schottische Stücke; außerdem spielen sie höfische Musik aus alter Zeit. Ich hatte bei meiner weiten Fahrt gestern beide CDs im Auto laufen und es sehr genossen.

As English speakers know, celtic music includes Irish-Scottish pieces as well as Breton ones, also, they play court music of former times. Yesterday I made a long trip and enjoyed both discs very much in my car.

Concarneau2

Dieses alte Fischereiboot gehört zum Fischereimuseum; man kann es besichtigen im Rahmen des Museumsbesuchs, was ich mir natürlich nicht entgehen ließ! Aber auch insgesamt fand ich das Museum sehr schön und informativ (wenn man Französisch oder Englisch kann!)

This old fishing boat belongs to the fishing museum; a visit is part of the museum trip, so of course I did it! The whole museum is very interesting , most information is in English, too.

Concarneau6

Jetzt noch ein paar Bilder zum Abschied von Concarneau:

Now just a few pictures to say good-bye to Concarneau:

Concarneau9

Concarneau7

Concarneau3

 

Ein bretonisches Menü – A Breton Menu

Gestern war komplett verregnet, doch das war lang vorhergesagt und ich hatte mich darauf eingestellt. Eine kleine Blase am Fuß sorgte ebenfalls dafür, dass ich für eine Pause ganz dankbar war. Viele Fotos mussten gesichtet werden, Beiträge geschrieben, Wäsche gewaschen und eingekauft werden… Außerdem wollte ich den ruhigen Tag nützen, um mir selbst ein bretonisches Menü zu kochen!

Yesterday it rained the whole day – which had been forecast, so I used the day to catch up with sifting through all the photos, writing posts, doing the laundry, grocery shopping, etc. A small blister on my foot also could be nursed this way…. Plus, I wanted to use the day „off“ to cook a Breton menu for myself!

Menü1

In Concarneau (nächster Beitrag) hatte ich Dienstag vor dem Laden einer hier sehr bekannten Fischkonservenfabrik gestanden und überlegt… Eingelegte Sardinen sind nicht mein Ding, aber erstens hatten die noch viel Anderes im Angebot, außerdem waren die Dosen einfach so hübsch bunt – eine Augenweide! Also ging ich hinein… und kam natürlich mit einer ganzen Tüte wieder heraus! Ich gehöre zu den Leuten, die so neugierig sind, dass sie alles probieren, solange es nicht mehr zappelt 🙂 Unter anderem kaufte ich eine Dose Langustensuppe und ein Päckchen getrocknete Algen – durch Sushi und Japankräcker weiß ich, dass ich den Geschmack mag, wenn er nicht zu stark ist. Und Algen sollen so gesund sein!

Tuesday in Concarneau (more in my next post) I at first couldn’t decide wether to enter the shop of a renowned seafood cannery or not… I’m no fan of canned sardines, but they offered so much more and then the cans were so nice and colourful! So, I entered – and left with a whole shopping bag! Well, I’m curious enough to taste anything as long as it doesn’t move anymore 🙂 Amongst other things I bought a can of cray-fish soup and a sachet of dried algae – from eating sushi and Japanese crackers I knew that I loved the taste as long as it’s not too strong. And they say that algae are very healthy!

 

So sah dann mein Menü aus: Vorspeise: Langustensuppe mit Croutons (selbst gemacht), Hauptspeise: Omelett mit Algengemüse und frischer Salat mit altfranzösischem Senfdressing (aus dem Supermarkt), Nachspeise „Far Breton“, eine hiesige Kuchenspezialität (vom Bäcker). Zu Vor- und Hauptspeise stilecht ein französischer Weißwein, der besonders zu Fischspeisen passt.

So that was my menu: The soup for starter, with selfmade croutons, main dish: omelet with algae and a salad with a mustard dressing („old French recipe“ from  the super market), desert: „Far Breton“, a local delicacy (from the bakery). Of course, I took „White wine with the fish!“ – a French wine which had been recommended to me.

Menü8

Oben: die Croutons waren schnell versunken…

Above: the croutons drowned fast in the soup…

 

Das Algengemüse habe ich nach einer mündlichen kurzen Empfehlung der Verkäuferin bereitet: nach Anweisung gekocht, dann in einer Pfanne Zwiebeln und etwas Knoblauch in Olivenöl angebraten, getrocknete, eingelegte Tomaten zugegeben und zum Schluss die abgetropften Algen, alles gut durchgeschwenkt.

I had prepared the algae following a short description by the saleswoman: after boiling them in water like mentioned on the sachet, I fried some onions and a bit of garlic in olive oil, added some dried tomatoes and then the drained algae, stirred everything and served it with the omelet.

 

Der „Far Breton“ besteht aus Mehl, Eiern, Zucker, Milch  – und es sind Backpflaumen drin. Normalerweise ein großer Kuchen, war diese Miniversion für mich nach dem Essen schon mehr als reichlich – obwohl sehr lecker, schaffte ich nur die Hälfte. So, jetzt seid Ihr sicher alle neugierig, wie die Suppe und die Algen geschmeckt haben? Nun, das Algengemüse war köstlich! Der Meeresgeschmack gerade richtig, nicht zu stark. Die Suppe jedoch… nun, nachdem ich einen Schuss von dem Wein zugegeben hatte, war sie genießbar… Muss nicht wieder sein. Aber wenigstens kann ich die hübsche Dose weiterverwenden!

The „Far Breton“ is made from flower, eggs, sugar and milk – and some dried plums. Generally, it’s a big cake, but this mini-version was more than enough after the other dishes; while it tasted great, I only could eat half of it. Of course now you’re curious about the soup and the algae, aren’t you? Well, the algae were delicious! The taste of „sea“ just right. But the soup… not so much. After adding a bit of the wine I could eat it… Once is enough. But of course I’ve got the nice can for upcycling!

Ein windiger Abend am Strand – A Windy Evening at the Beach

Wie im letzten Beitrag erwähnt, bin ich von Sarzeau aus noch nach Guérande gefahren: dort wollte ich an einer abendlichen Führung durch die Salzgewinnungsanlagen teilnehmen. Doch trotz zeitigen Aufbruchs führte eine Verkettung widriger Umstände dazu, daß ich den Beginn der Führung um 5 Minuten verpasste – es war nichts mehr zu machen. Das war sehr ärgerlich, weil ich über eine halbe Stunde hergefahren war – mit Rückfahrt eine ganze Stunde Fahrt umsonst!? Nee. Ich beschloss, wenigstens noch ans Meer zu fahren, um mir den Wind um die Nase wehen zu lassen! Bei Le Croisic hielt ich dann am Strand – und der Wind stürmte mir um die Nase!

Like I mentioned at the end of my last post, I went from Sarzeau to Guérande, where I wanted to join a guided evening tour of the sea salt production plants. Alas, inspite of leaving early, because of some unfortunate circumstances I arrived 5 minutes too late and couldn’t participate. That was very annoying, because it had taken  half an hour to drive here – so counting the way back one hour of driving should have been in vain!? No. I decided to at least drive to the seashore to spend the evening there listening to the wind. In Le Croisic I went to the beach – listening to the storm!

le croisic1

le croisic2

le croisic4

le croisic3

Allerdings war der Wind nicht so stark wie „Irma“…  Auf dem Rückweg sah ich noch diese hübsche Mühle bei Batz-sur-Mer:

Well, of course the wind wasn’t as strong as „Irma“… On my way back I found this nice windmill at Batz-sur-Mer:

le croisic6

le croisic5

 

Vannes und die Burg von Suscinio – Vannes and Suscinio Castle

Am Montag war ich den ganzen Tag unterwegs: erst in Vannes, einer berühmten, mittelalterlichen Stadt, danach dort in der Nähe (bei Sarzeau), wo ich die Burg Suscinio besichtigte; verbunden mit einem Rundgang durch die Salzmarschen des Golf von Morbihan. Doch zunächst Vannes:

On Monday I made a long trip first to Vannes, a famous medieval city, then to Suscinio Castle near Sarzeau, not far from Vannes. Both are situated on the Gulf of Morbihan. At Suscinio I also took a walk through the salt marshes of the gulf. But first Vannes:

Vannes4

Die berühmte Stadtmauer von Vannes mit hübschen, französischen Gärten davor.

The famous fortifications of Vannes, the belligerent look of which is mitigated by nice french gardens.

Vannes3

„Vannes“ kommt vom keltischen Wort „Gwened“, die“Weiße“.

The city’s name derives from the celtic word „Gwened“, meaning „The White One“.

Vannes6

Die innere Altstadt ist entsprechend malerisch mit alten Fachwerhäusern und hübschen Aushängeschildern…

The old part of the inner city is also very picturesque with its half-timber houses and nice elaborate signs…

Vannes5

Vannes11

Die Kathedrale ist sehr eng eingebaut…

The cathedral „fits in“ tightly…

Vannes8

Monsieur genießt seine Zigarette und beobachtet die Touristen 🙂

Monsieur is watching the tourists while enjoying his cigarette 🙂

Vannes10

Place de la République und Rathaus

Place de la République and town hall

Vannes12

Die Symbolik der Figuren im Fachwerk konnte ich nicht herausfinden..

Alas, I haven’t found out about the symbolism of these carved creatures…

Vannes13

Wohingegen diese sogar beschriftet sind! Sie sind Darstellungen der ehemaligen Hausbesitzer und inzwischen die Maskottchen der Stadt.

Whereas these even have got names! Depicting the former owners of the house, they have become the city’s mascots.

Vannes14

Vannes1

Oben und unten: die zwei Gesichter des Hafenbereichs

Above and below: the two faces of the port area

Vannes2

Doch nun zur Burg Suscinio: erbaut zwischen dem 13.Jhd. und dem 16.Jhd., war es schon fast in Ruinen, um aber in den letzten 50 Jahren wieder restauriert zu werden. Im Hof laufen immer noch Ausgrabungen. Eine große Überraschung waren Funde eines großen, mehrteiligen, gemusterten Fliesenbodens, der in der Burg ausgestellt ist. Die Bewohner waren zum größten Teil die Herzöge der Bretagne. Es liegt direkt in den Salzmarschen des Golfes.

But now about Suscinio Castle: it was built in the 13th century and modified several times until the 16th century. It is surrounded by salt marshes. Owners were the dukes of Brittany. It was already mostly in ruins but has been rebuilt during the last 50 years – in the court there still are ongoing excavations. A great surprise has been finding a big patterned tile floor in several parts, which is on exhibition in the castle.

Suscino3

Suscino2

Suscino12

Suscino13

Von der Mauer aus geht der Blick bis zum Meer:

A tour of the walls presents a view of the sea:

Suscino10

Danach folgte ich einem Wanderweg durch die Marschen, dauerte ca. 1 Stunde. Bei Tag interessant, doch bei Dämmerung kann das sicher sehr unheimlich werden!

Then I followed a path through the marshes which took about an hour. By daylight it was interesting, but in twilight it must be a bit scary!

Suscino6

Suscino8

Der Wind blies recht kräftig, und man muss sich vorstellen, dass die Bäume darunter ständig knarzten und quietschten – im Dunkeln hätte man an Geister glauben können! Zumal sehr viele Dornensträucher dazwischen wuchsen, an welchen man hängenbleiben kann – „die nach einem greifen“!

The strong wind made the knarled trees groan and squeak – in the dark you could easily have thought of ghosts! All the while thorny bushes tried to „grab“ me…

Suscino9

Auf dem Steg sah es ja noch sicher aus, aber was sich in den braun-schwarzen Gewässern verbarg – ?

On the boardwalk I felt quite save – but who knows what lives in the dark waters – ?

Suscino7

Allerdings gab es wenigstens etwas freundlichere Anblicke: von fern hinter dem Schilf war dieser Reiher auf Futtersuche:

Well, there were some lighter moments, too: far behind the reed this heron was looking for prey:

Suscino4

Suscino5

Gegen Abend fuhr ich dann nach Guérande an den Strand – die Bilder gibt’s im nächsten Beitrag!

In the evening I drove to Guérande where I took some pictures at the beach – you can see them in my next post!

 

Ein Tag in Hennebont – A Day in Hennebont

Nun bin ich in der Bretagne, genauer, in Hennebont, einem kleinen Städtchen in der Nähe von Lorient. Hier werde ich eine Woche bleiben, danach dann für eine weitere Woche in den Norden der Bretagne ziehen. Den Ort habe ich gewählt, weil ich hier eine günstige Ferienwohnung bekam und weil von hier der ganze Süden gut zu erreichen ist. Heute habe ich erst einmal gründlich ausgeschlafen, denn die letzten 2 Tage waren doch sehr anstrengend gewesen mit viel Autofahren und 4 Schlossbesichtigungen! Das Wetter war heute trübe, und so habe ich nur nachmittags einen langen Erkundungsspaziergang im Ort unternommen:

Now I’m in Brittany, in a small town called Hennebont, near Lorient. I’ll stay here for one week, then move to the north of Brittany for another week. From here, I can easily reach all interesting sites in the south , moreover I was lucky to get a nice and comfortable appartement at low cost. Today I’ve slept in – the last days have been interesting, but also a bit exhausting with all the driving and 4 castle visits! Since the weather was a bit dull today, I just took a long walk to get to know the town:

Hennebont4

Auf dem Weg in die Innenstadt „muss“ ich durch diesen schönen Park, mit Arboretum, wo die heimischen Eichen und Kastanien neben Bambus, Palmen und Zedern stehen…

On my way to town I have to cross this nice park with arboretum, where the native oaks and chestnuts share the space with bamboo, palms and cedars,,,

Hennebont3

Es gibt natürlich eine Kathedrale – nicht groß, aber hoch:

Of course, there’s a cathedral, not big but tall:

Hennebont5

Hennebont6

Und Wehranlagen, mit breitem Tor, Türmen und begehbarer Mauer…

And ramparts, with a big gate, towers and a wall to walk on…

Schöne Gartenanlagen neben der Mauer…

Nice gardens near the wall…

Hennebont8

Einen Segelhafen am Fluss (der Blavet), welcher weiter südlich ins Meer mündet…

A small harbour for boats (can’t call it a marina) on the river Blavet which further south runs into the sea…

Hennebont11

Wie man sieht, gibt es auch ein Eisenbahn-Viadukt. Hier auch zu erkennen: die Gezeiten machen sich bis hier bemerkbar (es ist Ebbe), und es roch auch schon sehr nach Meer! Die Piraten hier machen sich aber sonntags einen faulen Tag.. 🙂

As you see, there’s also a train-viaduct. Looking closely, you’ll also see that the tides impact the river up to here (now it’s low tide), and it already smelled a lot like the seashore! The lokal pirates don’t seem very busy, though… 🙂

Hennebont12

Achja, und dann war da noch ein….Flohmarkt!!! Völlig unerwartet stieß ich darauf  – und habe natürlich wieder Geld ausgegeben –  1€ nämlich. Für was? Nicht lachen beim nächsten Bild! Sowas wollte ich schon als Kind haben, doch die schönen waren immer zu teuer, aber jetzt 🙂

Oh, and then there was a … flea market!!! Unexpectedly I stumbled into it, and, of course, spent some money… 1€ to tell the truth! And for what? Don’t laugh at the next picture – as a kid I always wanted such a thing, but the nice ones were too expensive, So NOW 🙂

Hennebont13

Danach begann es, richtig zu regnen, und für den Heimweg brauchte ich dann auch die Regenjacke, die ich im Rucksack dabei hatte. Auch der Wind hatte sehr aufgefrischt, und als ich heimkam hatte ich viel mehr Appetit auf eine kräftige Suppe als auf den geplanten Salat. Nun ist ja heute Sonntag, und ich hatte noch nicht so viele Vorräte im Appartement, daher war improvisieren angesagt!

Then it started to rain, so for the way home I needed the rain jacket I had taken in my backpack. Also, the wind picked up in cold gusts, so coming home I much more fancied a hot soup than the planned salad. Because it was Sunday, and I still hadn’t got a lot of groceries in the appartment, I had to improvise:

Hennebont1

Frische Karotten, Vollkornbaguette, Tomaten und Ziegenfrischkäse, dazu etwas Zwiebel und eine kleine Knoblauchzehe, die ich von der Vermieterin hier noch vorfand, waren die Hauptzutaten. Zwiebeln, Knoblauch und die kleingewürfelten Karotten briet ich in einem Gemisch aus Olivenöl und Butter an, fügte dann das kleingerupfte Brot und die Tomaten sowie Wasser und gekörnte Brühe zu und ließ alles köcheln, bis das Brot sämig war und die Karotten noch ein wenig Biss hatten. Das ganze mit etwas Zitronensaft abgeschmeckt, sowie Pfeffer. Zum Schluss ein Esslöffel Ziegenfrischkäse untergerührt – es schmeckte richtig lecker – und wärmte schön 🙂

Some carrots, whole grain baguette, tomatoes and fresh goat cheese as well as a bit of chopped onion and a small piece of garlic my landlady had left, had to do! So after stir-frying the onions, the garlic and the chopped carrots in olive oil and a bit of butter, I added the breadcrumps, the chopped tomatoes as well as water and concentrated broth and left it to cook until the bread was smooth and the carrots still not too soft. Then I added a bit of lemon juice , pepper and a tablespoon of the goat cheese. It tasted very good – and warmed me up 🙂

Hennebont2

 

 

Das Schloss von Angers – The Angers Castle

In Amboise und Chenonceau hatten die Schlösser auch etwas Leichtes, Verspieltes an sich – Angers dagegen kommt ganz wehrhaft und trutzig daher. Es war in erster Linie zur Verteidigung gedacht und war zwischen 1700 und 1900 auch Gefängnis und Garnison. Hier gibt es daher auch keine prunkvollen Wohnräume zu besichtigen, doch es hat andere Reize: die Mauern sind begehbar und der Rundumblick, der einst zur Verteidigung wichtig war, erfreut nun die – friedlichen – Besucher!

Where the castles of Amboise and Chenonceau show a somewhat dainty look, Angers castle is more of a fortress. It was used mostly for defense and for some time as prison and garrison. So there are no lush interiors to visit, but it has its own qualities: the walls and towers are open for visiting and the great view, once needed for war, now can be enjoyed by peaceful visitors!

Angers3

Angers2

Oben: Blick von der Mauer    Above: view from the ramparts

Angers4

Lediglich ein kleines Gebäude innen wirkt noch etwas romantisch. Doch die Hauptattraktion, der Grund, weshalb ich Angers unbedingt besuchen wollte, befindet sich zwar innerhalb der Festungsmauern, doch in einem ganz modernen Gebäude. Das ist nötig, um für konstant optimale Klima- und Lichtverhältnisse für das empfindliche Exponat zu sorgen. Es handelt sich um ein Meisterwerk der Webkunst, der Teppich der Apokalypse! Nun stand ich wieder vor dem Dilemma, zwar fotografieren zu dürfen, aber nicht zur Veröffentlichung. Diesmal habe ich daher 3 Postkarten des Exponats gekauft und diese fotografiert, damit meine Leser einen Eindruck von dem überwältigenden Werk bekommen:

Above: only one small building looks a bit more charming. But the real reason I wanted to see Angers castle was it’s main attraction which is housed inside the ramparts, but in a big modern building. That is necessary to provide constant perfect air- and light conditions for the delicate exhibit, which is a woven masterpiece: the Tapestry of the Apocalypse! Once again I faced the predicament being allowed to take pictures without the permission to publish them… This time I bought 3 postcards of the tapestry and took photos of THEM, to give you a hint of the awe-inspiring piece:

Angers7

Der dunkle Schatten in der Mitte ist ein Besucher – das zeigt die Größe des Teppichs! Hinten rechts läuft er um die Ecke in einen nochmal so großen Raum! Die Gesamtgröße war ursprünglich 140 Meter mal 5 Meter Höhe!! Eigentlich in 6 Stücken aus reiner Wolle gewebt, 1375 in Paris begonnen, wurde er sieben Jahre später fertig. Inzwischen zog er mehrfach um, schon in alten Zeiten, und wurde in kleinere Stücke zerteilt, von welchen inzwischen auch ein paar fehlen. Immer noch extrem beeindruckend!

The dark shadow in the middleground is a visitor – you see how big the tapestry is! To the right it goes around into another part of the room which is as long as this one! The original size was 140 meters; it’s height 5 meters! At first it was made in only 6 pieces; woven with wool in Paris, 1375 – finished seven years later! In the meantime it has been moved a lot and cut into smaller pieces some of which have been lost. It’s still awe-inspiring, isn’t it?

Angers8

Beispiele für die einzelnen Teile: jedes erzählt eine Geschichte aus der Bibel, der Apokalypse. Wenn man bedenkt, wie alt der Teppich ist, so muss man sich wundern, wie gut die Farben noch erhalten sind, denn in den anderen Schlössern hatte ich jüngere Teppiche gesehen, die nur noch braun-blau-grau waren.

These postcards show examples of the individual pieces: each one tells a story from the Bible, the Apocalypse. I was intrigued by the lively colours in such an old tapestry: in other castles I had seen younger ones which only had brown, blue and grey left…

 

Angers9

Übrigens, wer an den Teppich von Bayeux denkt: nicht direkt zu vergleichen, da jener gestickt ist, dieser hier ist gewebt.-

By the way, maybe you think of the Bayeux Tapestry, but that’s an embroidery, while this one is woven.-