Ein Mixed-Media Buch für Gedichte – A Mixed-Media Book for Texts and Poetry

Schon länger wollte ich den Texten und Gedichten, die ich im Lauf der Jahre geschrieben habe, eine würdige „Heimat“ geben – in Form eines handgebundenen Buches. Ich hatte mich jedoch lange Zeit nicht für ein bestimmtes Design/Format entscheiden können. Nach der Herstellung des Mixed-Media Notizbuches zu Weihnachten für meine Freundin, das so unglaublich viel Spaß gemacht hatte, war mir jedoch klar: so ähnlich sollte es werden! Einziger Unterschied: hier sind die Seiten schon beschrieben, nämlich mit meinen Texten! Abwechselnd mit alten Bildern und Dokumenten aus Büchern und Heften vom Flohmarkt, alten Sammelbildchen sowie selbst genähten und gemalten Illustrationen ist es ein buntes Buch: interessant, auch ohne die Texte zu lesen.

For some time, I’ve been thinking about a book to give a „home“ to all my texts and poems I’ve written over the years. Problem was, I just couldn’t decide over the design/format! Now, after the immense fun of creating the mixed-media notebook for my friend,I knew: that’s the perfect idea for my texts, too! Only difference: this time I’d already fill the lined pages with my texts. Since there are a lot of different papers, vintage fabrics, book pages, documents and pictures as well as some small paintings by my hand, it’s interesting even without the texts.

 

Der Einband besteht aus einem schönen alten Blumenstoff, der auf der Rückseite zur Geltung kommt – die Vorderseite habe ich mit Stoffen, alten Papieren, Borten, Applikationen, Spitze, Knöpfen, Stickerei und einer alten Brosche verziert. Auf dem handgefärbten Gummiband zum Schließen sitzt ebenfalls eine alte Brosche.

The cover is made from a vintage flower fabric which shows on the back – having embellished the front using vintage papers, fabric sccraps, lace, borders, vintage buttons, flower appliqués, a bit of handstitching and a vintage brooch. The elastic holding it closed is handdyed and also shows a vintage brooch.

Oben links der Buchrücken, rechts die Rückseite. Das Blütenmuster wurde mit Goldgarn betont, dazwischen Teile einer Occhi-Spitze.

Above: on the left you see the spine, on the right the back of the book. The flower print has been enhanced by stitching around the edges with gold tone yarn; moreover there are pieces of  tatted lace.

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Hier nur ein paar Beispiele für die Seiten – Texte werde ich hier nicht zitieren und erläutern, da das in diesem zweisprachigen Blog den Rahmen sprengen würde – und die gereimten Verse könnte ich ohnehin nicht übersetzen. Oben links: hier habe ich einfach meinen Federhalter abgezeichnet; rechts die Seite eines alten Biologiebuches.

Now I’ll show you some of the pages, as examples. As I’d written the texts and poems in German, I won’t quote or explain them in this blog.- Above on the left: a sketch of my pen; on the right: a vintage book page.

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Wie man sieht, habe ich einige der alten Buchseiten mit Kalkfarbe (Gesso geht auch) geweißelt, damit darauf geschrieben/gemalt werden kann. Die Verwendung von unbedruckten Vorsatzpapieren ist auch praktisch, da diese schön vergilbt und direkt beschreibbar sind (links).

As you see, I’ve used chalk paint (instead of gesso) to create writing-/painting space on some vintage pages. The use of unprinted end papers results in nicely aged papers that can be written on (left side).

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Oben: ein Stück vintage Tapete, beklebt mit einem alten Sammelbildchen, sowie ein Stück schöner Leinenstoff, dessen Blütenmotiv ich wieder mit Goldgarn nachgesteppt habe. Der Stoff wurde mit verdünntem Weißkleber versteift, sodass er sich wunderbar als Buchseite eignet. Auf der Rückseite des Stoffes habe ich ein Stück Papier zum Schreiben aufgenäht – Bild unten.

Above: a piece of vintage wall paper with a vintage cigarette card, as well as a nice linen fabric with a gorgeous flower print; the latter again emphasized by machine stitching. Treating fabric with diluted white glue makes it stiff enough to serve as a perfect book page. On the back of this fabric I’ve sewn a piece of paper to write on,  see below:

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Der gestreifte Stoff ist Stück eines alten Geschirrtuches. Die rechte Seite zeigt eine alte Buchseite; hier habe ich nur die untere Hälfte geweißelt, weil mir das Bild oben gut gefiel.

The fabric with stripes is a vintage tea towel; the book page on the right still shows the original printed picture on top of a watercolour on chalk paint.

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Oben: eine meiner Lieblingsseiten (fotografiert noch vor dem Texteintrag): Links das Fragment eines alten Briefes, dessen hellblaue Farbe mich an Hortensienblüten und das Gedicht von Rilke erinnerte – gemalte und gepresste Hortensienblüten passen da natürlich perfekt!

Above: one of my favourite pages (photo taken before writing the text): the fragment of an old letter whose light blue colour reminded me of one of the most famous German poems – comparing hortensia flowers to a fading blue letter – so I added pressed and painted hortensia flowers as embellishment.

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Das Stück alter Zeitung aus den USA (von 1963) lag in einem alten Album vom Flohmarkt – solche Funde machen mich immer etwas ekstatisch 🙂 . Daher habe ich nur den weniger interessanten Text geweißelt, um die Päonie zu malen. Rechts ein Stück Kleisterpapier. Die weiteren Beispiel-Seiten zeige ich nun ohne weiteren Kommentar – Ihr habt ja inzwischen einen guten Eindruck vom Prinzip des Buches bekommen!

This vintage newspaper page from the US (dating to 1963) is a find I was quite extatic about: it lay inside an album from the flea market. So when applying chalk paint on the page I left the header and date untouched. The right page is a piece of paste paper. Now I’d like to show the other page-examples without further comment – guess you’ve all got the idea of the book by now!

 

 

Last-Minute-Sterne – Last-Minute-Stars

Kurz vor den Festtagen habe ich nochmal einige Sterne gestanzt – und zwar, weil einige Fotodrucke am PC nicht zu meiner Zufriedenheit ausgefallen waren. Wegwerfen wollte ich die schlechteren Ausdrucke aber auch nicht, und da fielen mir meine Motivstanzer ein! Die Landschaftsbilder zeigten viel Himmel oder Wasser, das schien mir sehr geeignet für Sterne. Außerdem ist das Fotopapier stabil genug, um aus den Stanzmotiven Anhänger zu machen:

Just days before Christmas I’ve again punched some stars – this time from printed photos I wasn’t quite satisfied with. Instead of wasting them, I thought of my picture punches! The landscape photos showed a lot of sky or water, which go well for stars. Moreover, the photo paper is sturdy enough to create gift tags:

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Die Ministerne, die ich aus der Schokokusspackung gestanzt hatte, sind auch hier eine gute Ergänzung. Und da mir noch ein paar alte Weihnachtskarten in die Hand fielen, wurden sie auch gleich noch gestanzt!

The tiny stars/snowflakes I had punched from the chocolate marshmallow box again add a bit of detail. Then I found some further old Christmas cards which got punched, too:

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Hiermit wünsche ich Euch allen von Herzen ein Frohes Fest! Nach den Feiertagen gibt’s dann wieder Neues hier im Blog – bis dann! 🙂

Now I wish you all a Merry Christmas! Be sure to visit again after the holidays for new DIY inspiration! 🙂

 

Ein Mixed-Media Notizbuch – A Mixed Media Journal

Diesmal habe ich für mein handgebundenes Buch auch Stoff verwendet; besonders für den Einband, aber auch teilweise innen. Vor allem alte Stoffe oder solche mit „vintage“ Look. Hier zunächst der Einband:

This time I’ve chosen vintage fabric as well as papers for my new handmade book; mostly for the cover, but also here and there for the pages. Let’s start with the cover:

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Auf dem Blütenstoff wurde auf der Vorderseite ein Ensemble aus Rupfen, Spitze, Tüll, Kozo-Papier und einem Rotkehlchen aus einem alten Bio-Buch angebracht. Zusätzlich zieren hier alte Perlmuttknöpfe, Glitzerblüten und als Verschluss ein emaillierter rosa Blütenknopf, zusammen mit ein paar Knötchenstichen.

Over the base of a vintage flower print fabric I’ve gathered hessian, lace, tulle, kozo-paper and a robin from an old schoolbook; further embellishing the ensemble with french knots, vintage mother-of-pearl buttons, rhinestone flowers and a light pink flower button instead of a clasp.

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Die Rückseite: da ich von beiden Blütenstoffen nur noch kleine Stücke hatte, habe ich sie zusammengesetzt – sie passen ja sehr schön. Die Naht wurde mit Spitzenborte bedeckt. Unten: Buchrücken und die Spitzenborte habe ich noch zusätzlich mit kleinen Blüten/Knötchenstichen bestickt; und zwar mit einem meiner selbst gefärbten Garne. Es zeigt dieselben Farben wie die Stoffe, doch durch den Glanz des Rayongarns sowie die Plastizität der Stickerei ist es zwar dezent, aber gut zu sehen.

The back: having left only small pieces of the print fabrics, I just joined them on the back, covering the seam with a lace border. Below: the spine and the lace border have been embellished with some handstitching, using my own handdyed rayon embroidery floss. The colours perfectly match the prints; nevertheless the shine of the rayon yarn and the three-dimensional aspect of the embroidery makes it stand out.

Doch nun zum Inhalt: Auch die verwendeten Papiere sind wieder sehr gemischt: handgeschöpfte Papiere, Kleisterpapiere, Collagenpapiere (auch Blütenpapier), aber auch alte Papiere aus Büchern (teilweise überweißelt, damit man darauf schreiben kann, aber den Untergrund noch durchschimmern sieht), alten Heften, teils mit alter Handschrift; dazu Tapetenreste, Pergamentpapier aus einer Pralinenschachtel, echtes Papyrus, Seiten aus einem alten Briefmarkenalbum (ohne Marken), den abgezogenen Leineneinband eines alten Buches, ein altes Notenblatt, Tortenspitze, eine alte Postkarte, eine alte Landkarte, Bilder aus einem alten Biologiebuch, und, und, und… Alles wieder mit Stempeln, Washitape und anderen Verzierungen versehen sowie hier und da Lineatur, um zum Eintragen zu ermuntern. Die vielen Seiten könnt Ihr in der Diaschau unten bewundern!

As for the content: as always, I’ve used a lot of different papers and some fabrics. The papers are handmade ones (couched, collaged or paste papers), flower papers, some vintage pages from books, booklets (with old handwriting) or stamp albums, the removed linen cover of an old book, a vintage map, vintage sheet music, paper lace, parchment paper from a chocolate box, genuine papyrus, a vintage postcard, and so on. For embellishment there are stamps and washi tape, vintage pictures etc. Some pages with stamped ruling especially invite to write on them. The slideshow below shows all the pages – enjoy!

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Schätze aus dem Mülleimer – Trash to Treasure

Als kreativer Bastler kann man ja fast alles gebrauchen… Selbst in der Arbeit ist es inzwischen bekannt, dass ich schon mal das eine oder andere Stück aus dem Papierkorb oder Müll hole, um es in einen hübschen Gebrauchsgegenstand oder in ein Dekoobjekt zu verwandeln. In letzter Zeit gab es da einige Funde! Zunächst war da der Pappteller, der Billigplätzchen vom Discounter enthalten hatte – das Gebäck überließ ich gern den Kollegen, da nicht mein Geschmack. Aber der Teller! So schön goldglänzend – viel zu schade für den Müll! Die Rückseite mit weißer Acrylfarbe gestrichen, um den Teller haltbarer zu machen, sowie ein aufgeklebtes Spitzendeckchen, damit das Gold etwas gemildert wird – voilà, ein hübscher Geschenketeller!

Even at work I’m already known to „scavenge“ waste-paper baskets and trash bins for stuff to use in my DIY projects… Lately, there have been some gorgeous finds! The first being a paper plate which had contained plain discounter cookies, which I distaste – but the plate! „Gilded“ as it was, I had to do something with/to it… So, after painting the backside with white acrylic paint to make it more durable, I then used white glue to attach a lace doily to the front, which moderates the shining gold a bit. Now it’s a really nice plate for gifts etc.

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Aber auch eine Schokokuss-Packung war interessant, und zwar ebenfalls wegen der goldenen Beschichtung auf der Innenseite:

Also, the empty box of chocolate marshmallows seemed interesting – because of its „gilded“ inside:

Da dachte ich nämlich gleich wieder an meine neuen Spielzeuge, die Motivstanzer! Inzwischen habe ich mir zusätzlich einen Mini-Stanzer für Schneeflocken zugelegt, und das gibt tolle Kombinationsmöglichkeiten:

I just had to try it with my new toys, the picture punches! Meanwhile, I have purchased another one, showing a tiny snowflake, which makes for great combinations:

Oben: die großen Sterne, Vorder- und Rückseite. Unten: ein Haufen Mini-Flocken in einer Streichholzschachtel:

Above: the big stars, front and back. Below: a lot of tiny snowflakes in a matchbox:

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Es macht großen Spaß, verschiedene Varianten auszuprobieren:

It’s much fun trying the possibilities:

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Wer hätte gedacht, dass das in einer Packung Schokoküsse steckt?

Who’d have thought that these are punched from a marshmallow box?

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Auch immer wieder schön: Pralinenschachteln. Mit meinem Kleisterpapier bezogen entsteht ein hübscher Geschenkkarton:

Always useful: chocolate boxes. Covered with handmade paste paper, you get a nice gift box:

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Aber auch das dünne Papier aus derselben Schachtel werde ich in einem meiner handgebundenen Bücher mit verarbeiten!

Also, the thin paper from the same box is perfect for use in a handmade journal!

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Und dann der große Fund: ein riesiger Kalender von 2017, mit so tollen Bildern, die kann man doch nicht wegwerfen!!

And then a large piece: a calendar from 2017, with gorgeous pictures, it really shouldn’t be thrown away!

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Nachdem sich mein Sohn drei der großen Bilder als Poster für seine neue Wohnung ausgesucht hatte, habe ich aus drei weiteren Geschenktüten für Weihnachten gebastelt:

After my son had chosen three of the large pictures to use them as posters in his new appartment, I converted three others to gift bags for Christmas:

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Zusammen mit den Sternen aus der Schokokuss-Packung noch schöner:

Even nicer with the added stars from the marshmallow box:

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Upcycling: Patch-Bluse – Upcycling: A Patched Blouse

Drei alte Blusen (teils vom Flohmarkt) und ein paar Reste habe ich hier zu einer bequemen und schicken Bluse vernäht. Die Stoffe der Blusen waren alle farblich in beige, braun und blau gehalten; es waren ganz dünne Batiststoffe aus Baumwolle. Dazu kombiniert habe ich zwei grössere Reststücke aus Jersey, die beide ein Spitzenmuster zeigen und die Bluse durch ihre Dehnbarkeit so bequem machen.

Three old blouses ( two from flea markets) and some left-over material have been used to create this comfortable and classy blouse. The blouses all showed designs in beige, blue and brown tones on very lightweight cotton material. I’ve combined them with two larger pieces of jersey fabric which show lace-like designs and which make the blouse easy to wear because of their stretchiness.

Schmale Zierbänder, auch kleine Reste von solchen, kaschieren im Vorderteil die Patchnähte und rahmen die Knopfleiste ein. Wie so oft, stammen auch die Knöpfe von Flohmärkten und aus dem Sozialkaufhaus – die Verwendung unterschiedlicher Knöpfe gibt der Bluse einen exklusiven Touch! Dabei kann man so auch viel Geld sparen, denn neue Knöpfe sind viel teurer!

Slim decorative ribbons – also left-over pieces of ribbons – have been used on the patch seams and to frame the button tape. Like on many of my creations, I’ve used different buttons – flea market finds and from the charity shop – which add interest. Also, you can save much money buying bunches of used buttons, because new ones are expensive!

Die Ärmelmanschetten und die kleine Brusttasche habe ich direkt von einer der alten Blusen übernommen:

The cuffs and the small breast pocket are original pieces of one of the old blouses:

 

Nur die Krone habe ich zusätzlich aufgebügelt…

I’ve just added the crown – an iron-on applique…

Mein am PC selbst entworfenes fiktives Label habe ich am unteren Rand angenäht.

The fictitious label which I’ve created on my pc, has been sewn on the lower border.

 

Ein Kurzmantel aus Gobelinstickbildern – A Coat Made of Needlepoint Embroideries

Heute ist für mich ein Tag zum Feiern, denn ich habe endlich ein mehrjähriges Projekt erfolgreich fertiggestellt! Erst dauerte es Jahre, bis ich auf Flohmärkten genug Gobelinstickbilder für einen Mantel zusammen hatte. Vorletzten Winter nähte ich sie dann alle zu zwei großen Stücken zusammen und schnitt daraus die Teile für den Mantel. Letztes Jahr nähte ich den Mantel und die zusätzlichen Blütenstickereien als Applikationen darauf. Und jetzt habe ich ihn gefüttert und fertig genäht. Es ist nämlich so, dass ich so dicken, schweren, warmen Stoff nur in der kühlen Jahreszeit verarbeiten kann, ohne zu schwitzen…

Today I feel like celebrating – having finished a project that took several years to complete! First, it took some years to collect enough needlepoint embroideries (mostly from flea markets) for this coat. The winter before last I’d started assembling them, creating two large patched pieces from which I cut the pieces of the coat pattern. Last year I’ve sewn the coat and the additional flower appliqués. Now I’ve lined and finished it! This strong, thick and warm material is easier to work in the cold season…

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Der Mantel hat Eingrifftaschen in den Teilungsnähten. Die vorderen Kanten habe ich mit braunem Lederimitat eingefasst – ursprünglich nur, weil ich den dicken Gobelinstoff nicht umlegen wollte, doch so kommt auch ein bißchen Ruhe in das „vogelwilde“ Design. Die großen Knöpfe habe ich von Hand mit passendem, dezentem Stoff bezogen. Die zusätzlichen Blütenapplikationen sind alles auch Handstickereien, die ich aus alten Tischdecken geschnitten habe. Sie dienen dazu, die starren Linien der Nähte optisch aufzulösen und so Übergänge von einem Bild ins nächste zu schaffen.

The coat has pockets in the seams. The front edges sport faux leather which „calms“ down a bit the otherwise excentric design. The buttons are covered with a neutral coloured material. The added flower appliqués are cut from vintage hand-stitched table cloths. They serve to (optically) break the strict seamlines and form a mild transition from one stitched picture to the next.

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Ein echtes Prachtstück! Jetzt ist nur noch eines wichtig: Mottenschutz! Schließlich ist das fast alles reine Wolle… Der Mantel wiegt natürlich etwas mehr als eine Daunenjacke, aber vergleichbar mit einer winterlichen Lederjacke, also durchaus akzeptabel. Der Winter kann kommen!

A real gem! Now I still have to protect it against moths, since 90% of the embroideries are pure wool! Of course, this coat is a bit heavier than a down jacket, more like a leather jacket, which still is quite ok. Winter may come!

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Resteverwertung: Geschenkbänder aus der Nähmaschine – Gift Ribbons From Scraps

Wie jedes Jahr wird Weihnachten wieder schneller da sein, als man gucken kann… Als „Selbermacher“ muss man schon zeitig beginnen – und heute habe ich schon mal Geschenkbänder genäht. Vor allem wollte ich dazu Stoff- und Garnreste verwenden, und so saß ich nachmittags zu den Klängen von Radio Swiss Jazz, meinem neuen Lieblingssender, an der Maschine. Zunächst nahm ich einen langen, aber einsamen gerissenen Streifen petrolfarbenen Feincord und verpasste ihm goldene Sternchen:

As every year, Christmas will be here in no time, so a DIY-addict has to start soon! Today I’ve sewn some gift ribbons from fabric- and yarn scraps. To the sound of my new favourite radio station, Radio Swiss Jazz, I got the sewing machine going. First I took a long, single strip of teal coloured fine corduroy and embellished it with golden stars:

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Dann fielen mir einige gepatchte Streifen in die Hände – Überbleibsel von ehemaligen Patchworkprojekten, einige davon viele Jahre alt… Die Streifen waren nicht sehr lang, aber ich konnte sie ja zusammensetzen. Die durchgeschnittenen Patchnähte würden schnell aufgehen, daher brauchten sie Verstärkung in der Längsrichtung. Zunächst nähte ich zwei mit Gerad- bzw. Zickzackstich:

Then I discovered some strips of patched material – leftovers from former patchwork projects, some of them many years old… They were short strips, so I had to join them while sewing. Since the cut patch-seams wouldn’t last very long, they had to be strengthened lengthwise. First I used straight stitch and ripple stitch:

 

Danach wählte ich die Zierstiche meiner Nähmaschine für weitere Bänder:

Then I chose embellishing stitches for more ribbons:

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Aber auch die dünnen Streifen der zurückgeschnittenen Nahtzugaben der letzten Nähprojekte kamen unter die Maschine anstatt in den Müll:

Also, the thin strips from cutting back the seam allowances of my last sewing projects, were used to create ribbons or cords instead of wasting them:

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Oben: das Rohmaterial, unten, die Ergebnisse:

Above: the raw material, below: the results:

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Dazu wurden die schmalen Streifen leicht verdreht unter das Füßchen geführt und mit Zickzackstich umnäht. Das verstärkt die Streifen so, dass sie wie Schnur verwendet werden können. Und da ich schon dabei war, habe ich auch gleich noch zwei Maschinenkordeln aus Garnresten gemacht:

For this, I fed the strips with a little twist under the sewing foot and went along with zig-zag stitch. The procedure strengthens the resulting strings so they can be used like twine or cord. In the flow, I also created two cords from yarn scraps:

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Dazu müssen einfach 2 bis 4 unterschiedliche Garne verdreht unter das Füßchen, genauso, wie bei den dünnen Streifen oben. Effektgarne geben besonders schöne Kordeln! Unten sieht man, wie das Garn geführt wird:

Just take 2 to 4 different yarns and feed them under the foot – same procedure as with the cords above! Below you see the illustration. Specialty yarns create the most beautiful cords!

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Kreativ mit Fundglas – Creative With Found Glass

Neulich fiel mir die schwere Dose mit meinen gesammelten Glasstückchen mal wieder in die Hand; da hatte ich gleich Lust, wieder ein paar Projekte damit zu gestalten! Die Stücke stammen teils von Stränden auf Sardinien und in der Bretagne, teils aus einem Bach im Bayerischen Wald. Das Glas von den Stränden ist typisch: relativ kleine, flache Stücke, die glatt und matt gerieben sind. Dagegen die Glasstücke aus dem Bach: nicht flach, sondern klumpig, kaum matt, sondern mit interessanten Bruchkanten, die das Licht brechen. Das kommt daher, dass diese Stücke nicht von zerbrochenen Flaschen stammen, sondern als Abfall der Glasmanufaktur in den Bach gelangten. Scharfe Kanten hat es aber auch nicht mehr. Unten Bilder zum Vergleich:

Rifling through my stash of found glass, I felt like using the pieces for some projects. I had found these shards and nuggets on beaches on Sardinia and in Brittany as well as in a creek in the Bavarian Forest. There’s a difference between the beach glass and the pieces from the creek: the first is in shards, smooth and sanded, nearly opaque. The latter are nuggets with interesting structures, only small areas look sanded. The origin of this glass aren’t broken bottles like the sea glass, but it is waste from the many glass manufacturers in the Bavarian Forest. Luckily, the nuggets haven’t got sharp edges either. Below you see the difference:

Links das typische Strandglas, rechts Stücke aus dem Bach.

On the left you see the typical sea glass, on the right nuggets from the creek.

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Diesen großen Klumpen, der sehr interessant und geheimnisvoll wirkt, habe ich einfach mit einer Öse zum Anhängen an eine Kette versehen – auf der Rückseite mit Heißkleber befestigt. Die Heißklebepistole war auch bei allen anderen Projekten das Mittel der Wahl!

For this big nugget which looks quite interesting, even mystical, I just made a small noose which I attached to the back with a glue gun. The latter was soon involved with all the following projects, too!

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Diese „edlen Klunker“ sind nämlich auch nur große Heißklebertropfen, in die ich Nuggets hineingedrückt habe. Anschließend wurde der Kleber mit goldener Acrylfarbe bemalt und lackiert. (Man kann auch gleich goldene Kleber-Stangen nehmen, doch die hatte ich hier nicht bekommen) Unten nochmal die einzelnen Stücke in ihrer ganzen Pracht!

These „classy rocks“ are just big drops of hot glue with embedded glass nuggets. When cold and dry, I painted the glue with gold tone acrylics and a layer of clear varnish. (Of course, you can use gold tone glue, I just hadn’t got it anywhere near.) Below you can appreciate them in their whole glory:

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Das sind schon mal ein paar nette Anhänger als Weihnachtsgeschenke! Dann wollte ich gleich auch noch ein paar Muscheln damit verzieren:

Nice pendants for Christmas gifts! Then I added some sea shells to the mix:

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Und da ich nun schon im Schwung war, habe ich das restliche Strandglas noch für ein hübsches Teelicht verarbeitet – auch mit dem Heißkleber auf ein Glas mit großer Öffnung geklebt:

Being in the flow, I used the last pieces of sea glass for a nice candle holder – also attached with hot glue onto a glass with wide opening:

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Wie man sieht, habe ich für den Rand ein Stück selbstklebende Spitze in passendem Farbton verwendet.

As you see, I’ve used a piece of self-adhesive lace border for the edge.

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Und, ja, ich habe den Langzeittest mit dem brennenden Teelicht gemacht: die Hitze reicht nicht, um den Kleber aufzuweichen – es funktioniert also!

And, yes, I’ve tried if the heat from the candle would melt the glue when burning for hours – it doesn’t. Guess the glue needs much more heat for even getting soft again, so, it works for this project!

 

Walkjacke mit Strick und Stickerei – Wool Jacket With Knits And Embroidery

Noch ist es zwar warm tagsüber, aber es kann nicht mehr lang dauern, bis die Temperaturen endgültig fallen. Daher ist es gut, dass diese Jacke fertig ist! Den Walkstoff in Fuchsia hatte ich Ende letzten Winters günstig erstanden und ihn nun mit zwei alten Pullovern aus dem Sozialkaufhaus und Stickereien einer alten Tischdecke kombiniert.

While it’s still warm outside during daytime, lower temperatures are just „around the corner“. So I’m glad already having finished this jacket! The boiled wool material was a find in last winter’s sale; now I’ve combined it with two old sweaters from the thrift store/charity shop as well as with embroideries from a vintage table cloth.

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Sie ist gefüttert und wird mit einem Reißverschluss geschlossen. Einige goldfarbene, applizierte Bänder und die handgestickten Blätterranken setzen Akzente.

It’s lined and can be closed with a zipper. Some gold tone ribbons and the hand stitched twines with leaves add interest.

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Von den Resten habe ich gleich noch ein passendes Stirnband genäht:

Then I’ve used the scraps to sew a matching headband:

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Ach ja, und außerdem ist auch der Stoff, den ich in Luzern gekauft hatte, bereits zum Pulli verarbeitet:

Moreover, I’ve also sewn a sweater from the material I had purchased in Lucerne:

Für den Halsausschnitt und die Ärmel habe ich ebenfalls einen alten Wollpulli „zerlegt“. Beim Aneinandersetzen der Ärmelstücke war der Cover-Stich meiner Nähmaschine sehr nützlich – sieht richtig gut aus!

For the neckline and the sleeves I’ve again used an old wool sweater. When patching the sleeves the cover-stitch of my sewing machine came in handy – it looks nearly professional!

Upcycling: ein Loopschal im Leo-Look – Upcycling: a Loop Scarf with Animal Prints

Heute hatte ich das Glück, schon etwas früher Dienstschluss machen zu können, was ich zunächst nutzte, um bei dem schönen Wetter eine Stunde zu radeln. Doch dann „juckten“ die Finger, ich musste einfach noch etwas Kreatives machen! Etwas, das ich heute in ein paar Stunden noch fertig bekommen könnte. Also ran an die Restekiste… Da gab es ein paar kleinere Stücke in unterschiedlichen, leichten Stoffen mit etwas „Fall“, alle in braun-schwarz-gold, mit verschiedenen Tierfellmustern. Ich hatte schon länger vor, sie zusammen zu verwenden, doch die zündende Idee ließ auf sich warten. Heute holte ich sie heraus:

Today I was lucky to finish work at noon, so I could enjoy the sunny weather on a bike ride for an hour. Afterwards, my fingers „itched“ yearning for some creative work! Thinking of something I would be able to finish in a few hours, I rifled through my stash… There were some pieces of different, lightweight material with animal prints; all in the same colour scheme of brown-black-gold. I had wanted to use them for some time already, without knowing exactly for what. So today I got them out:

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Dann fiel mir ein alter, dünner Schal in die Hand, der auf einer Seite schwarz, auf der anderen metallic-gold war. Eine Freundin hatte ihn im Nachlass ihrer Mutter gefunden, die viel ins Theater gegangen war, und meine Freundin dachte, ich könne ihn vielleicht brauchen. Heute war es soweit!

Then I discovered an old lightweight scarf which was black on one side and showed metallic-gold on the other. A friend had found it in the estate of her deceased mother and thought that I might have use for it. Today was the day!

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Zuerst maß ich den Schal aus und schnitt dann die Stoffstücke in entsprechender Breite zu. Diese nähte ich dann als Patchwork zusammen, bis das Stück so lang war wie der Schal. Schließlich doppelte ich den Schal auf der schwarzen Seite mit dem Patch-Streifen und nähte das Ganze zum Loop! Beim Tragen blitzt die goldene Rückseite zwischendrin auf, was schön zu den anderen Stoffen passt. Der Schal ist immer noch elegant, aber etwas moderner und pfiffiger!

First I measured the scarf and cut the pieces of material accordingly, assembling them patchwork-like until the resulting piece was the same size as the scarf. Sewing the scarf to the animal-print piece so the gold tone side of the scarf is now the backside of the patched piece, I then joined the ends to create a loop. Wearing it, here and there the backside can be seen; it very well matches the print fabrics. The new scarf is still elegant but more modern and interesting!

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Mal wieder ein Beispiel, wie Resteverwertung und das „Aufwerten“ (Upcycling) eines alten Stückes mit wenig Aufwand schöne Ergebnisse liefert!

This is another example how using scraps and the upcycling of an old piece can deliver nice results!