Ein paar freie Tage, und ich habe das Malzeug gar nicht erst weggeräumt. Was mir auffällt – und mir viel Auftrieb gibt! – ist die Tatsache, dass das fleißige Üben Erfolg zeigt: das Zeichnen geht mir bereits deutlich leichter und schneller von der Hand; ich muss fast gar nicht mehr radieren, Perspektive und Proportionen stimmen meist sofort. Dabei hatte ich mich für so unbegabt gehalten! Wo noch sehr viel Luft nach oben ist, ist der Umgang mit den Farben: er muss noch viel leichter werden. Also weiter üben!
Having couple of days off, I never put away my pencil and brushes. For the first time I’ve noticed that all the practice is paying off: sketching comes much easier by now, almost no need for an eraser! Perspective and proportions are no mystery anymore… That’s quite an incentive to go on practicing until my colour-application becomes much more loose, too!
Im Park von Schloss Charlottenburg, Berlin – In the park of Charlottenburg Palace, Berlin
Blumen für meine Mutter Flowers for Mum
Ein schnelles, kleines Bild: Rapsfeld und Kirchlein am Wacholderwanderweg, Oberpfalz Diese simple Art zu zeichnen und zu colorieren ist ideal für unterwegs mit Sketchbuch…
A fast, small picture: canola field and small church in the north of Bavaria. This fast and simple way to sketch and colour is especially suited for travel journals!
Da habe ich Felsen geübt! Bei Pottenstein in der Fränkischen Schweiz
With this one I’ve practiced rocks! Near Pottenstein in „Franconian Switzerland“ (In Germany many regions with hills and rocks are called „Switzerland“)
Mohnblüten für eine Karte Poppies for a card
Ein Bild, das ich schon lange malen wollte und an das ich mich erst jetzt getraut habe: Blumenmarkt in Gaillac, Südfrankreich.
A picture I had wanted to paint for quite some time. Now at last I felt that I could do it! Flower market in Gaillac, in the south of France.
Die letzten Tage hab ich wieder recht fleißig gemalt – nachdem ich etliche meiner Fotos ausgewählt hatte, die sich dafür eignen, mit Aquarellfarben umgesetzt zu werden. Hier die Übungsresultate:
Lately, I’ve been busy painting – after choosing quite a lot of my photos which are suited to be interpreted as watercolours. Here some results of my exercises:
Weg zum Strand; Kroatien Path to the beach; Croatia
Wasser, Felsen und Rhododendron in einem Park (Rain am Lech)
Water, rocks and rhododendron in a park (in Rain am Lech)
Blick in die Gorge du Verdon, Südfrankreich. Hier gefällt mir der Felsen noch nicht besonders…
View into the Verdon Canyon, South of France. I’m not so pleased with the rock ..
Ein ganz kleines Bild: Oleander A small picture: Oleander flowers
St.Tropez
Auch ein ganz kleines Bild: Strandszene. Also a small one: beach life
Gasse in San Remo, Italien Narrow alley in San Remo, Italy
Sobald es wieder wärmer ist draussen, werde ich auch mal in der Natur malen – schließlich möchte ich dann im Juni wieder nach Südfrankreich, ins Périgord, fahren und dort dann wirklich auch gleich vor Ort in ein Reisejournal zeichnen und malen. Bis dahin muss ich noch viel üben!
As soon as temperatures will allow it, I intend to paint outside – as practice for my vacation in the south of France in June. This time, a journal for painting and drawing will accompany me as well as the camera!
Schon länger wollte ich den Texten und Gedichten, die ich im Lauf der Jahre geschrieben habe, eine würdige „Heimat“ geben – in Form eines handgebundenen Buches. Ich hatte mich jedoch lange Zeit nicht für ein bestimmtes Design/Format entscheiden können. Nach der Herstellung des Mixed-Media Notizbuches zu Weihnachten für meine Freundin, das so unglaublich viel Spaß gemacht hatte, war mir jedoch klar: so ähnlich sollte es werden! Einziger Unterschied: hier sind die Seiten schon beschrieben, nämlich mit meinen Texten! Abwechselnd mit alten Bildern und Dokumenten aus Büchern und Heften vom Flohmarkt, alten Sammelbildchen sowie selbst genähten und gemalten Illustrationen ist es ein buntes Buch: interessant, auch ohne die Texte zu lesen.
For some time, I’ve been thinking about a book to give a „home“ to all my texts and poems I’ve written over the years. Problem was, I just couldn’t decide over the design/format! Now, after the immense fun of creating the mixed-media notebook for my friend,I knew: that’s the perfect idea for my texts, too! Only difference: this time I’d already fill the lined pages with my texts. Since there are a lot of different papers, vintage fabrics, book pages, documents and pictures as well as some small paintings by my hand, it’s interesting even without the texts.
Der Einband besteht aus einem schönen alten Blumenstoff, der auf der Rückseite zur Geltung kommt – die Vorderseite habe ich mit Stoffen, alten Papieren, Borten, Applikationen, Spitze, Knöpfen, Stickerei und einer alten Brosche verziert. Auf dem handgefärbten Gummiband zum Schließen sitzt ebenfalls eine alte Brosche.
The cover is made from a vintage flower fabric which shows on the back – having embellished the front using vintage papers, fabric sccraps, lace, borders, vintage buttons, flower appliqués, a bit of handstitching and a vintage brooch. The elastic holding it closed is handdyed and also shows a vintage brooch.
Oben links der Buchrücken, rechts die Rückseite. Das Blütenmuster wurde mit Goldgarn betont, dazwischen Teile einer Occhi-Spitze.
Above: on the left you see the spine, on the right the back of the book. The flower print has been enhanced by stitching around the edges with gold tone yarn; moreover there are pieces of tatted lace.
Hier nur ein paar Beispiele für die Seiten – Texte werde ich hier nicht zitieren und erläutern, da das in diesem zweisprachigen Blog den Rahmen sprengen würde – und die gereimten Verse könnte ich ohnehin nicht übersetzen. Oben links: hier habe ich einfach meinen Federhalter abgezeichnet; rechts die Seite eines alten Biologiebuches.
Now I’ll show you some of the pages, as examples. As I’d written the texts and poems in German, I won’t quote or explain them in this blog.- Above on the left: a sketch of my pen; on the right: a vintage book page.
Wie man sieht, habe ich einige der alten Buchseiten mit Kalkfarbe (Gesso geht auch) geweißelt, damit darauf geschrieben/gemalt werden kann. Die Verwendung von unbedruckten Vorsatzpapieren ist auch praktisch, da diese schön vergilbt und direkt beschreibbar sind (links).
As you see, I’ve used chalk paint (instead of gesso) to create writing-/painting space on some vintage pages. The use of unprinted end papers results in nicely aged papers that can be written on (left side).
Oben: ein Stück vintage Tapete, beklebt mit einem alten Sammelbildchen, sowie ein Stück schöner Leinenstoff, dessen Blütenmotiv ich wieder mit Goldgarn nachgesteppt habe. Der Stoff wurde mit verdünntem Weißkleber versteift, sodass er sich wunderbar als Buchseite eignet. Auf der Rückseite des Stoffes habe ich ein Stück Papier zum Schreiben aufgenäht – Bild unten.
Above: a piece of vintage wall paper with a vintage cigarette card, as well as a nice linen fabric with a gorgeous flower print; the latter again emphasized by machine stitching. Treating fabric with diluted white glue makes it stiff enough to serve as a perfect book page. On the back of this fabric I’ve sewn a piece of paper to write on, see below:
Der gestreifte Stoff ist Stück eines alten Geschirrtuches. Die rechte Seite zeigt eine alte Buchseite; hier habe ich nur die untere Hälfte geweißelt, weil mir das Bild oben gut gefiel.
The fabric with stripes is a vintage tea towel; the book page on the right still shows the original printed picture on top of a watercolour on chalk paint.
Oben: eine meiner Lieblingsseiten (fotografiert noch vor dem Texteintrag): Links das Fragment eines alten Briefes, dessen hellblaue Farbe mich an Hortensienblüten und das Gedicht von Rilke erinnerte – gemalte und gepresste Hortensienblüten passen da natürlich perfekt!
Above: one of my favourite pages (photo taken before writing the text): the fragment of an old letter whose light blue colour reminded me of one of the most famous German poems – comparing hortensia flowers to a fading blue letter – so I added pressed and painted hortensia flowers as embellishment.
Das Stück alter Zeitung aus den USA (von 1963) lag in einem alten Album vom Flohmarkt – solche Funde machen mich immer etwas ekstatisch 🙂 . Daher habe ich nur den weniger interessanten Text geweißelt, um die Päonie zu malen. Rechts ein Stück Kleisterpapier. Die weiteren Beispiel-Seiten zeige ich nun ohne weiteren Kommentar – Ihr habt ja inzwischen einen guten Eindruck vom Prinzip des Buches bekommen!
This vintage newspaper page from the US (dating to 1963) is a find I was quite extatic about: it lay inside an album from the flea market. So when applying chalk paint on the page I left the header and date untouched. The right page is a piece of paste paper. Now I’d like to show the other page-examples without further comment – guess you’ve all got the idea of the book by now!
Nach dem ganzen Nähen und Basteln für Weihnachten hatte ich mal wieder Lust auf Malen. Also holte ich ein paar Fotos der letzten Urlaubsreisen hervor und machte mich an das Vergnügen – Arbeit mag ich es nicht nennen! Zunächst drei Bilder, die vom letzten Urlaub im September dieses Jahres stammen, den ich in Engelberg in der Schweiz verbracht hatte:
After a lot of sewing and other DIY projects for Christmas I now felt like painting once again. So after choosing some photos from my travels I took my pen and watercolours and got going. The first three pictures are souvenirs from my last trip, in September, to Engelberg in Switzerland:
Oben: Blick von Eienwäldli auf den Hahnen – das Foto war direkt im Garten meiner Tochter entstanden. Unten: Auf dem Panoramaweg zum Brunnihaus:
Above: View from Eienwäldli (a part of Engelberg) up to the „Hahnen“ peak. The photo had been taken directly from my daughter’s garden. Below: On the panoramic trail to the „Brunnihaus“:
Oben: Almhütte am Panoramaweg zum Brunnihaus. Unten: kein richtiges Aquarell, nur eine Skizze mit Aquarellstiften, als Vorstudie zu einem Bild: Haus in der Bretagne, an der Côte de Granit Rose.
Above: Cottage near the panoramic trail to the Brunnihaus. Below: Just a sketch with watercolour pencils as a study for a picture: house in Brittany, France, on the Pink Granite Coast:
Und dann grub ich etwas tiefer – es ist schon etliche Jahre her, seit ich in Südfrankreich war, doch dies Foto war ein klassisches Motiv zum Malen, daher wählte ich es aus:
Then I dug a bit deeper – it’s been years since my last trip to the south of France, but this photo just had to be made into a painting, being a classic:
Und, nein, es ist nicht in der Provence, sondern nah der Côte d’Azur. So, das Malen macht wieder Spass, ich wünschte nur, ich hätte öfter mehr Zeit dazu… Denn ich bin ja noch am Lernen; mein Ziel ist, irgendwann mal ganz leicht und locker aquarellieren zu können…
And, no, it’s not in Provence but near the CÔte d’Azur. Well, painting is such fun, I just wish I had more time more often… Still learning, my aim is to master the art of watercolour much better…
Diesmal habe ich für mein handgebundenes Buch auch Stoff verwendet; besonders für den Einband, aber auch teilweise innen. Vor allem alte Stoffe oder solche mit „vintage“ Look. Hier zunächst der Einband:
This time I’ve chosen vintage fabric as well as papers for my new handmade book; mostly for the cover, but also here and there for the pages. Let’s start with the cover:
Auf dem Blütenstoff wurde auf der Vorderseite ein Ensemble aus Rupfen, Spitze, Tüll, Kozo-Papier und einem Rotkehlchen aus einem alten Bio-Buch angebracht. Zusätzlich zieren hier alte Perlmuttknöpfe, Glitzerblüten und als Verschluss ein emaillierter rosa Blütenknopf, zusammen mit ein paar Knötchenstichen.
Over the base of a vintage flower print fabric I’ve gathered hessian, lace, tulle, kozo-paper and a robin from an old schoolbook; further embellishing the ensemble with french knots, vintage mother-of-pearl buttons, rhinestone flowers and a light pink flower button instead of a clasp.
Die Rückseite: da ich von beiden Blütenstoffen nur noch kleine Stücke hatte, habe ich sie zusammengesetzt – sie passen ja sehr schön. Die Naht wurde mit Spitzenborte bedeckt. Unten: Buchrücken und die Spitzenborte habe ich noch zusätzlich mit kleinen Blüten/Knötchenstichen bestickt; und zwar mit einem meiner selbst gefärbten Garne. Es zeigt dieselben Farben wie die Stoffe, doch durch den Glanz des Rayongarns sowie die Plastizität der Stickerei ist es zwar dezent, aber gut zu sehen.
The back: having left only small pieces of the print fabrics, I just joined them on the back, covering the seam with a lace border. Below: the spine and the lace border have been embellished with some handstitching, using my own handdyed rayon embroidery floss. The colours perfectly match the prints; nevertheless the shine of the rayon yarn and the three-dimensional aspect of the embroidery makes it stand out.
Doch nun zum Inhalt: Auch die verwendeten Papiere sind wieder sehr gemischt: handgeschöpfte Papiere, Kleisterpapiere, Collagenpapiere (auch Blütenpapier), aber auch alte Papiere aus Büchern (teilweise überweißelt, damit man darauf schreiben kann, aber den Untergrund noch durchschimmern sieht), alten Heften, teils mit alter Handschrift; dazu Tapetenreste, Pergamentpapier aus einer Pralinenschachtel, echtes Papyrus, Seiten aus einem alten Briefmarkenalbum (ohne Marken), den abgezogenen Leineneinband eines alten Buches, ein altes Notenblatt, Tortenspitze, eine alte Postkarte, eine alte Landkarte, Bilder aus einem alten Biologiebuch, und, und, und… Alles wieder mit Stempeln, Washitape und anderen Verzierungen versehen sowie hier und da Lineatur, um zum Eintragen zu ermuntern. Die vielen Seiten könnt Ihr in der Diaschau unten bewundern!
As for the content: as always, I’ve used a lot of different papers and some fabrics. The papers are handmade ones (couched, collaged or paste papers), flower papers, some vintage pages from books, booklets (with old handwriting) or stamp albums, the removed linen cover of an old book, a vintage map, vintage sheet music, paper lace, parchment paper from a chocolate box, genuine papyrus, a vintage postcard, and so on. For embellishment there are stamps and washi tape, vintage pictures etc. Some pages with stamped ruling especially invite to write on them. The slideshow below shows all the pages – enjoy!
Durch die Arbeit an Kleisterpapieren bekam ich Lust, die Acrylfarben auch einmal für ein abstraktes Bild zu verwenden. Bisher habe ich ja nur gegenständlich und mit Aquarellfarben gemalt. Daher habe ich erstmal im Netz Videos geguckt, wie mit dem Palettmesser gearbeitet wird, mir dann eine Farbkombination überlegt und – angefangen!
Working with acrylics for my paste papers made me feel like trying an abstract painting with these colours. Up to now I only had used watercolours for landscapes and flowers, so I first watched some videos on the net about using the palett knife. After some thoughts about a colour combination I just got going!
Es hat Spaß gemacht, und ich habe richtig Lust dazu bekommen… Allerdings nehmen diese Keilrahmen viel Platz weg – im Gegensatz zu kleinen Aquarellen im Büchlein…
It was much fun, and I really like to do more… That said, these stretcher frames are quite bulky and need space – much more than small watercolours in a sketchbook…
Momentan bin ich richtig im Schwung, möchte am liebsten ständig und alles, was ich sehe, zeichnen und malen… Allerdings bin ich etwas schüchtern, wenn es darum geht, sich draussen irgendwo mit dem Malblock hinzusetzen – fühle mich nicht wohl, wenn jeder zweite Passant neugierig guckt, was ich mache. Das kommt, wenn ich sicherer bin, aber bisher habe ich daher nur mit Fotos als Vorlage gemalt oder in „sicherem“ Umfeld – bei meiner Mutter auf dem Balkon. Heute habe ich mich daher bei mir zu Hause umgesehen, denn hier stört mich ja auch niemand! Ich wohne in einem kleinen, alten Haus, das durchaus seine charmanten Seiten hat, wie Ihr sehen werdet!
Being „in the flow“, I feel like sketching and painting anything I see… But, also being somewhat shy when it comes to sitting in the open, dabbling at a sketch, with passers-by curiously looking on my sketch pad, up to now I’ve used photos as a reference. The only picture I’ve done from „real life“ is the one on my mother’s balcony – a „save place“. So, today I’ve looked around my place for motives, because here nobody can disturb me, either! I’m living in a small, old house which has some vintage charm, too, as you will see!
Dieses alte Wasserbecken hängt im Hausflur direkt neben meiner Wohnungstür. Die Frau meines Vermieters holt dort immer Wasser, wenn sie den Hausflur putzt. Auf die große Emaille-Wand zwischen Hahn und Becken habe ich vor ein paar Jahren ein kleines, selbst gestaltetes Schild angebracht mit dem Spruch: „Das Beste aber ist das Wasser“ – von Pindar, einem „alten Römer“. Die Herausforderung beim Skizzieren war für mich, die Symmetrie und Proportionen der Form hinzubekommen. (Kleine Unregelmäßigkeiten sind normal und völlig ok!) Beim Malen ging es um Schatten und Licht im monochromen Bereich.
Above: this old sink is mounted on the wall in the staircase near my appartment door. My landlady still uses it when cleaning the stairs. The small sign is one I’ve made some years ago, quoting Pindar, an „ancient Roman“: „But water is the most precious thing“. The challenge when sketching was catching the shapes and the symmetry of the forms. When painting it was the monochrome shadows and light to achieve depth.
Oben: Blick auf meinem Hinterhof – vom Badezimmerfenster aus. Letzteres ist links am Rand noch zu erkennen. Linien und Perspektive wollten erarbeitet werden; besonders, weil ich hier ja von oben hinunter gucke. Die verschiedenen Baumformen im Hintergrund sind tatsächlich vorhanden; allerdings habe ich einen Häuserblock hinter dem Schuppen durch blauen Himmel ersetzt (den ich allerdings etwas schludrig gemalt habe…) – beim Malen ist sowas ja nicht nur gestattet, sondern erwünscht 🙂 . Die harten Schatten erforderten etwas Mut, aber nur so kommt das Licht auch heraus. „Kein Licht ohne Schatten“: das stimmt besonders beim Malen! Licht kann man nicht an sich malen, sondern nur durch die Schatten suggerieren!
Above: view on my backyard – from my bathroom window, of which you can see a small part on the left side. Lines and perspective had to be worked out – most of all, because this is a view from above. The different tree shapes in the background exist in real life, but I’ve replaced an ugly appartment block behind the shed by blue sky 🙂 . When painting, wishful thinking is not only okay, but a definite option! The hard shadows required some courage, but they are necessary to show the light. „No light without shadow“ is a saying that is specially true when painting: you can’t paint light itsself, only create the IMPRESSION of light by painting shadows!
Für meine deutschsprachigen Leser ein Tipp: dieses Buch hat mir in der kurzen Zeit, die ich jetzt übe, schon sehr geholfen – besonders beim Sehen. Das lockere Skizzieren OHNE Radiergummi-Einsatz gelingt mir noch nicht… Aber seine Tipps, Perspektive ohne geometrische Hilfslinien richtig hinzubekommen, und das Sehen zu schulen, sind äußerst hilfreich für Anfänger!
This book has helped me a lot already in my learning process – alas, I don’t know if it has been published in other languages than German. But I’m positive that there are similar guide books in English/ your language as well. It’s about learning to see and sketch in a loose way.
Bücher binden macht Spaß, malen auch! Bei diesem Buch verbindet sich beides: in edles Leder gebunden, verschnürt und mit Quaste, ist es schon von außen eine Augenweide. Innen laden Aquarell- und Zeichenpapiere in unterschiedlichen Qualitäten und Formaten zum Zeichnen, Malen und Experimentieren ein.
Book binding is fun – painting, too! This book combines the two perfectly. Handbound and covered with fine leather, closed with a leather cord and sporting a dangling tassel of the same material, it’s already eye-catching. On the inside a variety of watercolour- and sketching papers in different sizes invites you to sketch, paint and experiment!
Und natürlich habe ich es auch gleich eingeweiht:
Of course I had to give it a go once it was finished!
Die erste Seite mit glattem Papier zeigt ein südfranzösisches Dorf, ist mir aber nicht so gut gelungen…
The first page showing a village in the south of France isn’t much to my liking…
Die zweite, sehr schmale Seite aus rauem Papier gefällt mir besser: eine recht minimalistische Darstellung der Stadtmauer von Carcassonne.
The second one, a very narrow page of cold pressed watercolour paper, looks better: a minimalistic depiction of the famous ramparts of Carcassonne.
Dann eine Seite aus dickerem „Daphnepapier“ aus dem Künstlerbedarf; es ist handgeschöpft, sehr uneben und leicht cremefarben. Es ist eigentlich kein spezielles Aquarellpapier, aber mir gefiel die rustikale Qualität und ich wollte es testen. Die grobe Struktur schien mir ideal, um altes Mauerwerk darzustellen, und ich wählte dieses Turmfenster, das ich auch in Carcassonne fotografiert hatte. Das Papier saugte Farbe weg wie verrückt, es war äußerst gewöhnungsbedürftig, darauf zu malen. Andererseits lag ich mit meiner Vermutung richtig, dass das Mauerwerk darauf gut zur Geltung kommt – mir gefällt das Bild jedenfalls sehr gut.
This page is made from thick „Daphne“ paper I had bought in the art supply shop. It’s handmade, very uneven and shows a light creamy colour. It’s not a recommended paper for watercolour, but I liked its rustic quality and wanted to try it. I thought the rough surface would enhance the impression of old masonry and chose this belfry window of which I had taken a photo in Carcassonne, too. The paper soaked up the colour in no time; it took some getting used to painting on it.. On the other hand, my notion that it would bring to bear the old masonry, was correct – I really like this one.
Eine glattere, kleine Seite für diese Orangen: im Gegensatz zu Apfel, Kirsche und Co. sind bei Zitrusfrüchten Blüten und Früchte meist gleichzeitig am Baum, was sie sehr fotogen – und malerisch – macht.
A small hot pressed page: unlike apple – and cherry trees, citrus fruits show flowers and fruits at the same time, which makes them quite photogenic and picturesque.
Kirschblüten auf demselben Papier…
Cherry blossoms on the same paper…
Ein alter Bauernhof in der Türkei, auf (einer dickeren Variante von) „Kahari“papier, handgeschöpft im Himalaya. Es ist ähnlich wie „Daphne“papier, aber etwas glatter. Allerdings saugt es auch stark und man muss aufpassen, dass die Farbe nicht auf der Rückseite durchkommt.
An old farmhouse in Turkey, on a thicker variety of „Kahari“paper, handmade in the Himalaya. Its characteristics are very similar to „Daphne“paper, just a bit smoother, and you have to check that the colours don’t penetrate onto the backside.
Auf demselben Papier: Ein Teil der Ruinen bei Hierapolis (Türkei), die ich sicher noch öfter malen werde, da ich so viele tolle Fotos davon habe. Unten noch ein Bild, das nicht in diesem Buch entstanden ist; auch eine Szene von meiner Türkeireise (auf klassischem Aquarellpapier):
On the same paper: A part of the ruins of Hierapolis (Turkey), which I like to paint often because I’ve got a lot of nice photos from my trip there. Below another szene from Turkey, which hasn’t been realized in this book but on a larger sheet of classic watercolour ppaper:
Ein Dorf im Atlasgebirge. Die Berge müssen noch besser werden, aber ich lerne ja täglich dazu!
A village in the Atlas mountains. I’ve got to improve my skill of painting mountains – learning something every day!
Es muss nicht immer gleich ein gut ausgearbeitetes Aquarell sein – kleine Motive eignen sich zum Üben und sind hübsche, persönliche Postkarten. Hier ein paar, die ich in den letzten Tagen gemalt habe:
There’s no need to aim at an intricate watercolour picture every time – small motives are fine for practice, too, and you can use them as nice personal postcards. Here are some I’ve just finished:
Dabei probiere ich grad unterschiedliche Designs aus: mal mit Rahmen, mal ein All-over-Muster, mal nur ein Blütenmotiv in der Mitte… Blüten sind natürlich ideal: zum Üben, da Formen auch sehr frei sein können, und als Karten zu allen Anlässen.
Try different designs: with a frame, all-over, or just a single flower etc. Flowers are perfect for practicing: the forms are varying and easy to create – as well as for cards for nearly any occasion.
Sowohl feine Blüten, wie hier…
Delicate flowers like these…
… aber auch ganz schnell gepinselte und trotzdem hübsche wie unten:
… as well as fast and fun easy ones like below:
Nett auch zur Abwechslung: Blüten kombiniert mit geometrischen Ornamenten.
Nice, too: flowers combined with geometrical elements or frames.
Lust bekommen? Für den Anfang und einfache Blüten reicht auch ein Schulmalkasten!
If you feel like trying yourself: to begin an ordinary school paintbox will do just fine!
Okay, Zeichnen und Malen sind nicht meine Stärke – aber es macht Spaß und es kann nie schaden, ein wenig zu üben! Daher habe ich in letzter Zeit mal wieder meine Stifte, Farben und Pinsel hervorgeholt und ein paar kleine Urlaubserinnerungen damit festgehalten.
I have to admit that sketching and painting aren’t my forte – but they’re fun and it never hurts to exercise a bit. So lately I’ve used my pens, watercolours and brushes to transfer some of my vacation photos on paper.
Der Schiffsfriedhof in Camaret… Alle diese Bilder sind auf Aquarellkarton in einem Büchlein A5 entstanden.
The graveyard of ships in Camaret… All these pictures have been painted on a small watercolour pad.
Bucht bei Camaret – Bay near Camaret
Junge Möwe – Young seagull
Bucht bei LeCroisic – Bay near LeCroisic
Altes Haus mit Hortensien – Old Cottage with hortensias
Dann inspirierte mich ein Bild in der Tageszeitung:
Then a photo in the newspaper inspired me:
Und eine Erinnerung an eine Wanderung im Allgäu:
Last, not least a memory of a hiking tour in the Allgäu region:
Nur Übung macht den Meister – daher habe ich fest vor, dran zu bleiben… Ein Vorsatz zum Neuen Jahr!
Skill only comes with practice, so I intend to continue… A perfect New Year’s resolution!