Heute stelle ich zwei etwas größere, stärker ausgearbeitete Bilder vor, beide aus Städten mit schönen alten Gebäuden. Zunächst Rothenburg ob der Tauber : ein „Vortor“ mit Torwärterhäuschen. Vor Jahren, als ich dort zu Besuch war, war das Licht sehr schlecht: Vorweihnachtszeit, stark bedeckt und düster. Was zu nicht sehr schönen Fotos führte. Doch beim Malen kann man das ja ändern!
Today I’d like to show you two more detailed pictures; both have been done on the watercolour pad and thus are a bit larger than the ones in my books. Perhaps you have heard of Rothenburg ob der Tauber, one of the most visited and picturesque towns in Germany. Alas, when I was there, the weather was very dull and so the photos from that day aren’t exactly breathtaking! But when painting, you can add a bit more interest – and change the season! The picture shows a small gate that’s in front of a big one and that once housed the guards.
Das zweite Bild zeigt mal wieder ein Motiv aus Amberg; diesmal das Landratsamt. Im Winter, zur blauen Stunde, faszinierten mich die hell erleuchteten Fenster. Da das Gebäude und die verlassene Strasse ein sehr ruhiges Bild abgeben, habe ich dafür dem Himmel etwas mehr Bewegung und Dramatik geschenkt.
The second one once again shows a building in Amberg. It houses the administrative district office. In winter, during the blue hour, the brightly lit windows intrigued me. Since the building and the empty street make for a very calm scene, I added a bit of „movement“ and drama in the sky.
Das Loireschloss Chenonceau ist eines der schönsten und meistbesuchten seiner Art. Auf diesem Bild habe ich nur den etwas abseits stehenden Turm festgehalten, er ist das älteste Stück des Schlosses und hat durchaus etwas Verwunschenes, wie ein Rapunzelturm 🙂
One of the most beautiful castles along the river Loire is Chenonceau, a visitors magnet and worth it. In this picture I’ve only caught a single tower, situated a bit to the side. It’s the oldest part of the castle and seems like something out of a fairytale – or a Disney movie 🙂
Allerdings sehe ich gerade, dass auf dem Bildschirm die Grüntöne etwas aggressiv wirken – (durch die Hintergrundbeleuchtung wohl?) – in Wirklichkeit sind sie etwas sanfter…
On the lit screen the greens seem a bit aggressive, the original colours are more subdued…
Augsburg möchte ja mit dem Thema Wasser Weltkulturerbe werden. Das mag manchen wundern, der noch nie hier war! Tatsächlich ist Augsburg nicht nur an Lech und Wertach gelegen, sondern auch von vielen Bächen und Kanälen durchzogen. Vor allem aber wurde hier schon sehr früh mit Wasserwirtschaft begonnen und es gibt viele Prachtbrunnen aus alter Zeit, dazu historische Wasserwerke. Heute hat Augsburg eines der besten Trinkwässer in Deutschland. Heute nachmittag hatte ich frei, und bei dem schönen Wetter zog es mich mit dem Rad in den Siebentischwald – der hiesige Stadtwald, Augsburgs grüne Lunge und – Wasserschutzgebiet! Eigentlich wollte ich dort eine der Brücken zeichnen, doch dann wurde mehr daraus:
Augsburg is preparing in hope for the nomination as World Heritage, with the focus on water. Those who haven’t seen the city yet may wonder… Actually, there’s not only the two rivers Lech and Wertach flowing through the city but also many small canals and creeks. Most of all, water management has begun early in history and there are a lot of gorgeous historical fountains and waterworks. Nowadays, Augsburg owns one of the best drinking waters in Germany. Today, I spent my free afternoon riding my bike into the municipal forest, the green „lung“ of Augsburg, and – water reserve! Wanting to sketch one of the small bridges, I actually got a bit more from the trip:
Zunächst kam ich an der Kanustrecke vorbei – auch ein Aspekt des Wassers! Auf einer Brücke blieb ich stehen und zog Büchlein und Stift heraus, um ein paar schnelle Zeichnungen zu machen, nur als Studie… Völliges Neuland! Menschen in Bewegung, und zwar sehr schnell! Besonders gut ist das Ganze nicht geworden aber wenigstens habe ich es versucht…
First, I got to the canoe training centre, where I tried to get some fast sketches, standing on a bridge. That was a first for me – people in motion, and fast! So the result isn’t quite satisfying, but a t least I tried…
Das historische Wasserwerk – Tag der offenen Tür! Also nichts wie hinein… Nun folgen ein paar Fotos, bis es mit Zeichnungen weitergeht…
Open Door at the historical waterworks! I got in and took some photos – sharing them here before again, some sketches will follow:
Natürlich kann ich mit Fotos nicht die (unheimlichen) Geräusche wiedergeben, die die laufenden Maschinen verursachen… Aber wie es riecht, ist schnell erklärt: nach Maschinenöl! Nun wollte ich es mir nicht nehmen lassen, auch irgendwas hier zu zeichnen, doch dafür suchte ich mir eine kleine Ecke:
Of course the photos don’t show the (somewhat creepy) noises the working machines make… but I can tell you the smell: motor oil! Wanting to sketch something here, too, I found a quiet corner:
Diese Bleistiftzeichnung hatte ich gerade fertiggestellt, als die laute Glocke erklang, die die Schließung ankündigte… Da die Leute nur noch auf mich warteten, um die Tür schließen zu können, hatte ich nicht mehr die Möglichkeit, ein Foto mit dem Objekt aufnehmen zu können. Farben und Licht musste ich später daheim aus dem Kopf hinzufügen:
I had just finished this pencil sketch when a loud bell announced the closing time. Since I was the last visitor they already waited for me to go to be able to lock the doors – so I couldn’t get a photo of the appliance I had sketched, having to add colours and light without reference when at home:
Das Teil hat wenigstens still gehalten beim Zeichnen 🙂
At least, the pipes didn’t move when being sketched 🙂
Und dann kam ich doch noch zu meiner Brücke im Wald… Nach dem Vorzeichnen stellte ich fest, dass ich die Flasche mit Wasser zum Malen vergessen hatte – daher ist dieses Bild mit dem Wasser aus dem Bach gemalt, der unter der Brücke durchfliesst – perfekt! Allerdings bin ich mit dem Bild selbst nicht so zufrieden… Muss wirklich mehr draussen üben!
At last, I arrived at the little bridge I wanted to paint. When I wanted to start colouring, I noticed that I had forgotten the waterbottle for the colours – so this picture has been done using the water from the creek under the bridge – perfect! Nevertheless, I’m not quite satisfied with the result – have to practice more outdoors!
Wieder voll im Dienst, hatte ich heute nur wenig Zeit zwischendurch, doch ein bißchen Malen musste sein.. Daher nur drei kleine Bilder; zweimal Blumen aus dem Kopf und ein Bild von meiner Kanadareise 2012 (wow, schon wieder so lang her!)..
During a full workday, I little spare time today. But some brushstrokes just had to be done! So I opted for three small sketches; two showing flowers and one from a photo from my trip to Canada in 2012 (wow, already so long ago!)…
Wie man sieht, habe ich für diese Anemonen das zum Malbuch umfunktionierte alte Physikbuch genommen – zu sehen ist nicht nur die Schrift (was ich mag), sondern auch Streifen vom Auftrag des Aquarellgrundes. Für ein Übungsstück stört mich das aber nicht.
As you can see, this one has been done in my vintage altered book about dynamics. The printed page shows through (which I like), and some brushstrokes from applying the primer can be detected, too – doesn’t bother me at all.
Die Rosen dagegen entstanden auf klassischem Aquarellkarton..
These roses, on the contrary, are painted on genuine watercolour paper…
In die Rocky Mountains…Kann mich noch gut an die Fahrt mit atemberaubenden Panoramen erinnern! Da musste ich einfach direkt aus dem Auto heraus fotografieren – damals hatte ich zwar auch erstmals versucht, ein gemaltes Reisetagebuch zu führen, hatte jedoch viel zu wenig Übung und die ersten Versuche misslangen kläglich. Danach ließ ich es jahrelang ganz bleiben… Nun hoffe ich, auf meiner Frankreichreise demnächst produktiver zu sein!
Driving into the Rocky Mountains..I vividly remember the great panoramic trip! I just had to take pictures from the car – at the time I had already had the idea of a travel journal with sketches, but I had too little practice and so my tries were not encouraging. After that, it took me years to again give it a try… So, I hope on my trip to France I’ll be more productive!
Heute hatte ich nicht viel Zeit, doch da ich testen wollte, ob die Blanko-Karten, die ich gekauft hatte, auch für kleine Aquarelle geeignet sind, habe ich diese Iris nach einem meiner Fotos gemalt. Fazit: auf diesem Papier, das eigentlich nicht zum Malen gedacht ist, funktioniert das aber auch recht gut!
Today I did’nt have much time, but I had purchased some blanc postcards and wanted to try if they would work for a small watercolour painting. So I chose this iris, after one of my photos. As you see, this paper, which isn’t meant for painting, works just ok!
Sicher nicht der schlechteste Platz für die letzte Ruhe… Übrigens gibt es dort neben den üblichen Blumen als Grabschmuck auch üppige „Sträuße“ aus Porzellan! Das geht natürlich nur, weil es selbst im Winter keinen Frost gibt dort.
This certainly isn’t the baddest place for a last resting place… By the way, you can find gorgeous „bouquets“ made of china there, along with the usual flowers. Obviously, this is only possible because even in winter the temperatures stay above freezing.
Eines meiner kleinen, selbst gebundenen Aquarellbücher hatte nur noch wenige Seiten frei, daher habe ich ein paar kleine Bilder gemalt, um es vollends zu füllen.
One of my small, handbound watercolour books only had a few pages left empty, so I did some small pictures to fill it completely.
Das zweite Bild zeigt Felsformationen in Alberta, Kanada. Diese Formen werden im Englischen „Hoodoos“ genannt.
The second picture shows hoodoos in Alberta, Canada.
Meine handgebundenen Bücher haben ja verschiedene Papiersorten und -formate in einem Buch. Hier habe ich auf einem kleinen, schmalen Blatt Schnecke und Muschel nach der Natur studiert.
My own handbound books contain different qualities and sizes of watercolour papers in one book. On this small piece I’ve done a study of snail and seashell from ones I’d found.
Eine Szene aus dem Wörlitzer Park…
A scene from the Wörlitz Park ( a large landscape park a bit in the English style)…
Mal wieder ein Stück der Amberger Stadtmauer. Nun ist das Buch voll, aber die nächsten beiden sind schon bereit – ein kleines und ein größeres 🙂
This is once again a part of the Amberg city wall. Well, this book has been filled, but the next two are already waiting – a small one and a larger one 🙂
Diese tollen Fachwerkhäuser stehen in Vannes (Bretagne) am Hafen. Das Bild ist natürlich sehr detailreich, daher hat es länger gedauert. Trotzdem habe ich nicht zu genau gemalt, sondern mit leichter Hand (für meine Verhältnisse). Was meint Ihr?
These beautiful half-timbered houses are situated near the marina in Vannes, Brittany. The picture has many details, so it took some time to paint. Nevertheless, my brush strokes have been set more loosely than I used to do. What do you think?
Von dem sympathischen Städtchen Chemainus auf Vancouver Island hatte ich ja bereits einmal berichtet. Hier ist nun noch eines der hübschen Gebäude dort: es beherbergt einen Tearoom.
Some time ago I already had posted a picture from Chemainus, a nice town on Vancouver Island. Here’s another one of the pretty buildings there, housing a tearoom.
„Leichtigkeit ist schwer“ – dieser Satz kommt mir aus meiner (Amateur-) Zeit beim Zeitgenössischen Tanz noch sehr bekannt vor… Damit eine Bewegung leicht wirkt, muss sie schwer erarbeitet werden – und nun stehe ich vor dem gleichen Problem beim Malen und Skizzieren! In beiden Fällen hilft nur eines: Üben! Daher habe ich heute, sehr früh wach, schon Stift und Pinsel geschwungen…
„Achieving ease is difficult“ – I still very much remember this sentence from my time in an (amateur) Contemporary Dance group… To make a movement look easy, you have to work hard – just as I’m now struggling to achieve a more loose style sketching and painting! In both cases there’s only one way: practicing! So today, after waking early, I’ve already worked my pen and brush…
Brücke im Gartenreich Dessau-Wörlitz.
Bridge in one of the Parks and Gardens of Dessau-Wörlitz, Saxony.
Dorfkirche und Friedhof in Kerlaz, einem Dorf in der Bretagne.
Country Churchyard and cemetery in Kerlaz, Brittany.
Häuser im Museumsdorf Poul Fetan, Bretagne. Unten zum Vergleich ein Bild aus demselben Dorf, das ich bereits vor einiger Zeit gemalt und vorgestellt hatte; es war stärker ausgearbeitet und hatte viel mehr Zeit gebraucht…
Above: houses in the museum’s village of Poul Fetan, Brittany. Below you see another scene from the same village which I had painted and posted some time ago. It’s much more detailed and had taken much more time…