Ein „Muss“ für alle, die gern zeichnen: einmal das eigene Malzeug festhalten. Ich habe mich entschieden, dies auf der inneren Umschlagseite des Périgord-Reisetagebuchs zu tun; als eine Art visuelle Einleitung.
A „must“ for all sketchers: to draw at least once their own tools. As for me, I’ve done it on the inside of the cover of my Périgord travel journal – kind of a visual introduction.
Eine weitere Doppelseite in meinem Périgord-Buch: zur Abwechslung mal der Innenraum eines Schlosses, denn ich habe schon so viele Mauern und Türme gezeichnet, dass ich eine neue Herausforderung brauchte. Das Zimmer ist das sogenannte „Ehrenzimmer“ für Gäste, und die Einrichtung ist recht detailreich, daher dauerte es ein paar Stunden, das Bild fertigzustellen.
Another spread in my Périgord book: for a change, I’ve opted for the inside of a castle, having drawn a lot of walls and towers lately… This one was a new challenge: the bedroom for honored guests shows a lot of details, so it took a while to work on.
Hier habe ich nun davon profitiert, dass ich in Monbazillac die ganzen Schränke gezeichnet hatte: Möbel mit Holzmustern gehen inzwischen zügig von der Hand. Neu war die Tapisserie – hier habe ich nur die Farben und das grobe Muster übernommen, ohne das Bild genau darzustellen. Die Vorhänge mit Muster und Drapierung waren auch eine neue Erfahrung.
Now I profited from a former exercise: having drawn all the intricate wardrobes and cabinets in Monbazillac, the wooden furniture this time wasn’t hard to do. On the other hand, the tapestry and the bed curtains were new! For the tapestry I just took the original colours, only roughly recreating the scenery. The curtains show a pattern as well as drapery, also a good exercise.
Nachdem ich grad die Inhalte meines alten Handys auf das neue kopiert hatte, überlegte ich, welche Apps ich weiterhin verwenden wollte (wer von uns hat nicht welche installiert, die er überhaupt nicht verwendet?). Dabei kam mir auch die Mal- und Zeichenapp mal wieder zu Gesicht, die ich zwar anfangs genutzt hatte, die dann nach einer Weile jedoch Probleme gemacht hatte, sodass ich sie links liegen liess. Da sie jedoch ein paar Euro gekostet hatte und mir eigentlich gefiel, musste ich sie doch mal wieder testen – und siehe da, inzwischen funktioniert sie wieder gut! Auf dem neuen Gerät ist das Display außerdem etwas größer, sodass es mehr Spass macht, damit zu „spielen“:
Having copied the content of my old smartphone onto the new one, I wondered which apps to keep and which ones to delete (we all have some we never use, don’t we?). This way I „found“ the app for sketching and painting which I had used in the beginning but which hadn’t worked well anymore after some updates. Since I had payed for it, I wanted to test it before deleting – surprise! – by now it works perfectly again! Since the display on the new device is a bit larger, it’s even more fun now than before:
Natürlich sind sowohl der Finger als auch der Stift für’s Display ziemlich klobig für die kleine Fläche, sodass Genauigkeit nicht möglich ist. Aber genau das macht den Reiz aus: Wo ich mich auf Papier immer etwas zwingen muss, lockerer zu werden, wegzulassen und zu abstrahieren – hier geschieht das schon durch die Vorraussetzungen! Bei dem Bild oben habe ich hinterher – da es ja ohnehin eine rein digitale Arbeit ist – noch mit der Bildbearbeitung auf dem Handy eine Körnung zugefügt.
Of course, fingers and stylus are a bit awkward on the small surface, so exact work isn’t possible. But that’s intriguing, because on paper I always have to work on a more loose style: here, that’s a given because of the tools! On the picture above I’ve added a grainy look using the photo editing app – since the picture has been digital from the beginning, that’s no cheat.
Augsburg: Herbst am Roten Tor. Dies – der dritte Versuch, da hatte ich schon mehr Übung – gefällt mir besonders gut… Zu beachten ist jedoch auch, dass derart entstandene Bilder keine hohe Auflösung haben – nicht zu vergleichen mit Fotos von den „Papieraquarellen“.
Augsburg: The Red Gate in autumn. This one was the third try, and it shows that my hand was already less clumsy -I really like this one… Anyway, you have to consider that pictures created this way have a low resolution – not to be compared with photos from real watercolours!
Eines ist sicher: die App bleibt drauf und wird ab jetzt wieder fleißig verwendet! Perfekte Beschäftigung im Wartezimmer oder im Zug…
Well, the decision is made: I’ll keep the app on my phone – and use it much more often! It’s perfect for when on a train or in a waiting room…
… im Reisetagebuch Périgord. Wie schon erwähnt, möchte ich die leeren Seiten noch mit Zeichnungen nach Fotos füllen. Hier ein Bild aus Domme, einer der Bastiden, die ich besucht habe:
… in my Périgord travel journal. As mentioned before, I intend to fill the last blank pages with sketches from photos. Here you see a picture from Domme, one of the fortified towns I’ve visited:
Mir gefiel besonders der Laternenpfahl, der ein Blätterranken-Relief zeigt.
I love the lamp post which shows a relief of vines.
Diese Ansicht stammt aus Rouffignac, einem Ort, der besonders wegen der Steinzeithöhle in der Nähe bekannt ist: die Höhle der 100 Mammute. Diese hatte ich bereits als 15jährige Austauschschülerin besichtigt – man fährt bequem rittlings auf einem kleinen Zug sitzend hinein! So, nun bleiben mir noch drei Doppelseiten in dem Buch, dann ist es voll…
This view is in Rouffignac, a village mostly known for the Cave of a Hundred Mammoths which is nearby. At the age of 15, I had already visited it: you mount a small train, sitting astride a wagon, to explore the cave! – Now there are only three page spreads left in the book…
Irgendwie drängt es mich stets, meine Mal- und Zeichenbücher äußerlich zu „personalisieren“… Kleine Zeichnungen (zum Schutz laminiert) eignen sich da immer gut, und so habe ich diese Bücher auch gestaltet:
Somehow I always feel like adding a personal touch even to the covers of my sketchbooks… Small watercolours (laminated for protection) are my favourites:
Büchlein A5 Format mit ursprünglich als Postkarten geplanten Bildern, die Ränder mit Metallic-Linern betont.
Books in A5 size with pictures I had planned for postcards – here they do perfectly well, too. The borders have been done using metallic paint-liners.
Ein handgebundenes Aquarellbuch, fast quadratisch, bezogen mit Kleisterpapier – das Bild hatte ich aus einem anderen Malbuch herausgelöst für diesen Zweck.
A handmade watercolour book, almost square, covered with paste paper. The picture has been taken out of another, already filled, sketchbook.
Das kleine, A6 Büchlein – hier habe ich das Motiv speziell für diesen Zweck gemalt; es zeigt eine Scheune in Mügeln, Sachsen. Und da ich das kleine Büchlein auch einweihen wollte und das Wetter aber grad nicht so toll war, habe ich mir eine Zimmerpflanze als erstes Motiv gewählt:
The small, A6 sketchbook – here I’ve done the picture with the intention to use it this way. It shows an old barn in Mügeln, Saxonia. Since the weather was bad, I did the first sketch in this small book with a potted plant for reference:
Warum ich so viele Malbücher brauche? Nun, sie sind eigentlich immer schnell voll! Außerdem teste ich grad verschiedene Hersteller.-
If you ask me why I need so many sketchbooks – well, they get filled rather quickly! Also, I’m still testing different brands.-
Da ich nicht immer das ganze Mal- und Zeichenzeug mitschleppen möchte, habe ich ein kleines A6 Büchlein zugelegt sowie einen kleinen Malkasten mit 8 Näpfchen. Diese, sowie Bleistift, Radierer, Spitzer, Fein- Liner und ein Reisepinsel mit Kappe sollten ordentlich alle zusammen mit einem Griff in die Tasche zu packen sein. Daher habe ich dieses Mäppchen hergestellt:
Not wanting to always take all my stuff for sketching and painting, I’ve purchased a small watercolour book and a small case for 8 colours. Together with a pencil, sharpener, sketching pen and a travel brush with cover I like to put them into my bag. Without any fumbling around I now can grab them all at once in this case I’ve made:
Es ist mit Leder bezogen und mit Magnetknopf zu schließen; innen mit Kleisterpapier ausgekleidet. Gummibänder halten die Utensilien am Platz; nur der Spitzer mit seiner schrägen Form brauchte eine andere Lösung. Zunächst dachte ich an einen Magnet, doch es stellte sich heraus, dass am Spitzer nur das Messerchen aus Eisen ist! Daher verwendete ich stattdessen ein Stückchen selbstklebendes Klettband.
It’s covered with leather and can be closed with a magnetic button. The inside is lined with paste paper; the utensils are kept in place by elastic band – except the sharpener, which needed another solution because of its conic shape. My first thought was a magnet, but only the blade is made from iron, so it doesn’t stick well to a magnet. Instead, I used a small piece of adhesive velcro.
Nun muss ich lediglich einen kleinen Wasserbehälter zusätzlich einpacken. Dieses Set ist zum „immer Dabeihaben für alle Fälle“ gedacht; wenn ich jedoch speziell zum Malen unterwegs bin, nehme ich lieber ein größeres Büchlein mit.- Und dann habe ich noch ein Bild aus Regensburg zu zeigen, von meinem zweiten Tag dort, das ist mir irgendwie durch die Lappen gegangen bisher..:
Now there’s only need for an additional watercup. This case is meant to be taken everywhere, to be able to grab any opportunity for sketching. For special sketching excursions I prefer to take a larger book.- Now I’d like to show another picture from Regensburg which I had forgotten to post earlier:
Dieses Gebäude steht direkt gegenüber der Fortbildungseinrichtung, wo mein Kurs stattfand. Die Schrift ist noch etwas ungeschickt, im Stehen tue ich mich mit den Feinheiten immer etwas schwer, da ich gleichzeitig das Buch halten muss. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kann ich es immerhin auf dem Sattel oder Korbrand auflegen.-
This building is situated on the other side of the street where I attended class. Writing was a bit awkward, standing and holding the book while sketching I still have difficulties with finer details. When I have my bicycle, I at least can rest it on the saddle or the basket edge.-
Momentan bin ich für zwei Tage in Regensburg auf Fortbildung. Abends nahm ich dann das Malzeug mit in die Stadt:
At the moment I’m participating in a two-day workshop for my job, in Regensburg. This evening I took my sketchbook to town:
Im Biergarten auf meine Pizza wartend, kam es erstmals zum Einsatz..
Waiting for my pizza, I did the first sketch…
Dann, bis zum Einbruch der Dunkelheit, sass ich im „Villa-Park“ mit Blick auf das Ostentor. Inzwischen bin ich aber reif für’s Bett… Morgen früh geht der Kurs weiter!
Then I sat in a park with view of the „Ostentor“ (Eastern Gate“) until sunset – just finishing this scene. By now I’m very tired, it was a long day – and tomorrow morning class continues!
Ausnahmsweise zwei Posts an einem Tag… Bei dem schönen, aber nicht zu heissen Wetter radelte ich zunächst am Lech entlang und später Richtung Altstadt. Bei der Kahnfahrt am Oblatterwall fand ich dies Motiv, das mich durch die Farben reizte: Orange und Grüntöne.
Two posts on one day… The weather being fine but not too hot, I took my bike for a ride first along the river Lech, later towards the old city. At the former city walls I found this motive which intrigued me because of the colours: orange and green.
Links ist der Eingang zum Restaurant „Zur Kahnfahrt“, rechts zum Oblatterwall (eine ehemalige Bastion der Stadtbefestigung). Dies ist die „Innenseite“ der Stadtmauer; auf der Außenseite ist ein Bootsverleih am wassergefüllten Stadtgraben, daher der Name „Kahnfahrt“.
On the left you see the entrance of a restaurant, on the right the „Oblatterwall“, a former part of the city fortifications. This is the „inside“ of the city wall; on the other side there’s a waterfilled moat which you can explore with a rented rowing boat.
Nachdem die Jahrtausende alte Wasserversorgung in Augsburg nun offiziell zum Welterbe gehört, habe ich diese Woche zwei Bilder dazu gezeichnet:
Since the Augsburg water management, dating back to the Romans, has been classified World Heritage, I’ve done two pictures matching the topic this week:
Der Venezianische Muschelbrunnen am Roten Tor ist einer der vielen Trinkwasserbrunnen in Augsburg. Hier habe ich bewusst von einem Foto abgemalt, da es im Herbst entstanden war und die Blätter etwas mehr Farbe ins Bild bringen. Der Brunnen stammt zwar aus dem 16.Jahrhundert, stand aber nicht ursprünglich hier: er wurde der Stadt Augsburg 1950 von einem Münchner Kunsthändler geschenkt, später restauriert und hier aufgestellt.
The Venecian Seashell Fountain at the Red Gate is one of many fountains with potable water. Here, I’ve opted for a photo as reference because I had taken it in autumn and the leaves add a bit of colour. The fountain is from the 16th century but wasn’t situated here at the time: it had been a gift from a Munich art dealer to the city of Augsburg in 1950. Later it has been restaured and placed here.
Das Kino und Restaurant „Liliom“ in einer Rückansicht: hier sieht man den Kanal, der teilweise darunter hindurch fliesst. Übrigens ist er auch zu sehen, wenn man durch die Vordertür in das Gebäude tritt, denn es wurde ein „Fenster“ im Fußboden angebracht – interessantes Detail!
Cinema and restaurant „Liliom“, viewed from the back: here you can see the canal which partially flows underneath the building. By the way, it can be seen, too, stepping into the building from the front door: a „window“ has been placed in the floor for this purpose – a nice touch!
Eines der imposantesten Gebäude in dem kleinen Ort Saint-Jean-de-Côle (eines der „Schönsten Dörfer Frankreichs“) ist das Château de la Marthonie. Der Ort liegt im nördlichen Périgord. Das Schloss war zu dem Zeitpunkt, als ich dort war, nicht geöffnet, doch zu bestimmten Zeiten kann man eine Führung buchen. Aber auch von außen sehr interessant!
One of Frances „Most Beautiful Villages“ is Saint-Jean-de-Côle, situated in the northern part of the Périgord region. Marthonie Castle is among the most impressing buildings there. Alas, when I was there, it wasn’t open, although from July to September you can book a guided tour. Anyway, the outside already gives a nice impression!