Kleine Bilder – Small Pictures

Eines meiner kleinen, selbst gebundenen Aquarellbücher hatte nur noch wenige Seiten frei, daher habe ich ein paar kleine Bilder gemalt, um es vollends zu füllen.

One of my small, handbound watercolour books only had a few pages left empty, so I did some small pictures to fill it completely.

Das zweite Bild zeigt Felsformationen in Alberta, Kanada. Diese Formen werden im Englischen „Hoodoos“ genannt.

The second picture shows hoodoos in Alberta, Canada.

Meine handgebundenen Bücher haben ja verschiedene Papiersorten und -formate in einem Buch. Hier habe ich auf einem kleinen, schmalen Blatt Schnecke und Muschel nach der Natur studiert.

My own handbound books contain different qualities and sizes of watercolour papers in one book. On this small piece I’ve done a study of snail and seashell from ones I’d found.

Eine Szene aus dem Wörlitzer Park…

A scene from the Wörlitz Park ( a large landscape park a bit in the English style)…

Mal wieder ein Stück der Amberger Stadtmauer. Nun ist das Buch voll, aber die nächsten beiden sind schon bereit – ein kleines und ein größeres 🙂

This is once again a part of the Amberg city wall. Well, this book has been filled, but the next two are already waiting – a small one and a larger one 🙂

Noch mehr Lockerungsübungen – Practicing to Achieve a Loose Style

„Leichtigkeit ist schwer“ – dieser Satz kommt mir aus meiner (Amateur-) Zeit beim Zeitgenössischen Tanz noch sehr bekannt vor… Damit eine Bewegung leicht wirkt, muss sie schwer erarbeitet werden – und nun stehe ich vor dem gleichen Problem beim Malen und Skizzieren! In beiden Fällen hilft nur eines: Üben! Daher habe ich heute, sehr früh wach, schon Stift und Pinsel geschwungen…

„Achieving ease is difficult“ – I still very much remember this sentence from my time in an (amateur) Contemporary Dance group… To make a movement look easy, you have to work hard – just as I’m now struggling to achieve a more loose style sketching and painting! In both cases there’s only one way: practicing! So today, after waking early, I’ve already worked my pen and brush…

Brücke im Gartenreich Dessau-Wörlitz.

Bridge in one of the Parks and Gardens of Dessau-Wörlitz, Saxony.

Dorfkirche und Friedhof in Kerlaz, einem Dorf in der Bretagne.

Country Churchyard and cemetery in Kerlaz, Brittany.

Häuser im Museumsdorf Poul Fetan, Bretagne. Unten zum Vergleich ein Bild aus demselben Dorf, das ich bereits vor einiger Zeit gemalt und vorgestellt hatte; es war stärker ausgearbeitet und hatte viel mehr Zeit gebraucht…

Above: houses in the museum’s village of Poul Fetan, Brittany. Below you see another scene from the same village which I had painted and posted some time ago. It’s much more detailed and had taken much more time…

Lockerungsübungen – Trying to Loosen it Up

Da ich ja nun bald im Urlaub ein Reisetagebuch mit Zeichnungen und Aquarellfarben führen möchte, hatte ich den Eindruck, dafür noch lockerer werden zu müssen, damit auch schnelle, kleine Bilder gelingen. Daher versuchte ich, ein paar kleinere Bilder zügig zu malen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Hier die Ergebnisse:

As preparation for my vacations in June I felt I had to practice sketching and painting in a more loose way to be able to do that in my travel journal. So I’ve tried to do some small pictures faster than usual, omitting more details:

Die oberen Motive stammen alle aus der Fränkischen Schweiz. Bei dem Wasserrad habe ich zunächst gezögert, es schien mir zu schwierig, ohne Aufwand zu malen – doch nach etwas genauerem Hinsehen kapierte ich das System und brauchte dann gar nicht mehr viel Zeit für’s Zeichnen.

The scenes above can be found in Franconia, east of Nuremberg. The watermill at first gave me pause: it seemed too complicated to sketch fast – but when studying it more closely I soon got the idea. In the end it didn’t take long at all!

Dies ist der Ort Rathen in der Sächsischen Schweiz/Elbsandsteingebirge. Auf diesem Bild ist natürlich etwas mehr los; trotzdem habe ich zügig gearbeitet und weder Fenster noch Fachwerk zu genau gemalt.

This is the village „Rathen“ in Saxonia. This picture, of course, is more complex; nevertheless I’ve worked fast and didn’t spend time on catching the windows or the half-timber details exactly.

Und die sommerlichen Felder mit Mohn stammen hier aus der Gegend. So ein Motiv ist nicht nur immer ein schönes Foto, sondern auch einfach zu malen.- Die nächste Zeit werde ich weiterhin am lockeren Malen arbeiten!

The summer fields with poppies are around here. Such a scene always is worth a photo and easy to sketch or paint.- Until my vacation I’ll go on practicing a more loose way!

Frühling im Allgäu – Spring in the Allgäu Region

Wahrscheinlich ist es die Sehnsucht nach Frühling, die mich unterbewusst dazu brachte, das heutige Malmotiv zu wählen… Ich kann mich noch gut an die Wanderung bei Halblech erinnern, wo das zu Grunde liegende Foto entstand. Auf den Bergen noch etwas Schnee, im Tal blühten die Wiesen und Apfelbäume – wunderschön!

Well, I guess it must have been my longing for spring which had me choose this motive for painting today… I very well remember the little hiking tour near Halblech, where I had taken the photo I’ve done this sketch from. Still some snow on the mountains, but appletrees and meadows in bloom – just wonderful!

Allgäu

Mit Farbe gegen den Winterblues – Fighting the Winter Blues With Colours

Um bei diesem trüben, ungemütlichen Wetter nicht durchzuhängen, gibt es verschiedene Maßnahmen: Bewegung an der Luft, wenigstens 30 Minuten, Musik und – Farbe! Das erste habe ich gleich heute früh gemacht; Musik und Farbe kamen anschließend dran – nämlich gleichzeitig. So entstanden mehrere Aquarellskizzen in meinem Sketchbuch, das ich mir letztes Jahr selbst gebunden hatte mit unterschiedlichen Papieren und Kleinformaten, sowie ein Bild auf dem Aquarellblock.

To prevent you from getting gloomy in this cold, dark winter, there’s several things you can do: go walking in the fresh air, at least 30minutes, listen to music and – get busy with colours! Well, today I’ve done the first this morning, then, while listening to music, I got my brushes, liner and colours to fill some pages in my handmade sketchbook which has different papers and formats. Also, I did one picture on the watercolour pad.

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Wie man sieht, ein kleines Hochformat, 9x15cm. Es zeigt einen Uhrenturm in meinem Stadtteil.

A small one, 9x15cm, showing a clock tower in my neighborhood.

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Doppelseite auf „Daphnepapier“, das eigentlich nicht direkt für Aquarellfarben gedacht ist, aber durch seine feste Qualität und die grobe Struktur interessant ist. Man muss nur berücksichtigen, daß es die Farbe regelrecht wegsaugt (und etwas unterlegen, da es leicht durchfärbt). Hier habe ich eines meiner Landschaftsfotos sehr locker und vereinfacht umgesetzt.

A spread of „Daphne-paper“, which isn’t meant for watercolour but which I like because it’s sturdy and shows a nice structure. You just have to consider that the colour seeps into it very fast and sometimes through it – I just put a sheet underneath to protect the other pages. Here I’ve made a fast and loose sketch of one of my landscape photos.

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Als meine Tochter noch in München studierte, hatte ich die Gelegenheit, bei ihr im Studentenwohnheim vom Hochhaus auf den Olympiaturm zu gucken – natürlich gibt es auch davon Fotos. In dieser losen Skizze habe ich nur die Landschaft dahinter (an dem Tag waren die Alpen zu sehen) angedeutet und alle Gebäude hinter dem Turm weggelassen – die schöne Freiheit beim Malen!

When my daughter still went to university in Munich, I had the opportunity to visit her in the student’s appartment tower, where I got this view of the Olympic tower. This loose sketch (from a photo) only hints at the landscape (that day, one could see the Alps), ignoring any buildings behind the tower – the freedom of painting!

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Dies Fenster eines alten Bauernhofes reizte einfach zum Malen. Besonders witzig fand ich die unterschiedlich großen Fensterläden! Die Grundskizze mit Bleistift hatte ich damals vor Ort gemacht und heute Farbe hinzugefügt.

On one of my strolls I once had discovered this old window, showing shutters in different sizes. Without camera, I had just made a pencil sketch, adding colour today.

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Dies ist das Bild auf dem Aquarellblock – eine berühmte Ansicht von Ambergs Altstadt, die Schiffbrücke. Ich verbinde sehr frühe Kindheitserinnerungen damit und wenn ich meine Mutter besuche, gehe ich immer auch mal in die Altstadt, die viele schöne Ecken hat!

This one is a bit larger, painted on the pad. It shows a typical view of Amberg’s old city, the „Boatbridge“. It already features in my early childhood memories, and when visiting my Mum I almost always take a stroll through the old city which offers a lot of  picturesque views!

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16×7,5cm – das extreme Querformat eignet sich immer besonders für Strände! Die weißen Strandhütten hatte ich in Belgien am Meer fotografiert.

16×7,5cm – this extreme landscape format is quite suited for beach szenes. Sketched from a photo I had taken in Belgium.

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Fast quadratisch dagegen diese Landschaft – Mügeln in Sachsen. Wie man sieht, habe ich mir in diesen Bildern den blauen Himmel gemalt, der draußen grad fehlt! 🙂

Almost a square, this sketch shows a summer szene , Mügeln in Saxony. As you see, I’ve used these pictures to paint the blue sky which is lacking outside today! 🙂

Übung macht den Meister… – Skill Comes With Practice…

Momentan bin ich richtig im Schwung, möchte am liebsten ständig und alles, was ich sehe, zeichnen und malen… Allerdings bin ich etwas schüchtern, wenn es darum geht, sich draussen irgendwo mit dem Malblock hinzusetzen – fühle mich nicht wohl, wenn jeder zweite Passant neugierig guckt, was ich mache. Das kommt, wenn ich sicherer bin, aber bisher habe ich daher nur mit Fotos als Vorlage gemalt oder in „sicherem“ Umfeld – bei meiner Mutter auf dem Balkon. Heute habe ich mich daher bei mir zu Hause umgesehen, denn hier stört mich ja auch niemand! Ich wohne in einem kleinen, alten Haus, das durchaus seine charmanten Seiten hat, wie Ihr sehen werdet!

Being „in the flow“, I feel like sketching and painting anything I see… But, also being somewhat shy when it comes to sitting in the open, dabbling at a sketch, with passers-by curiously looking on my sketch pad, up to now I’ve used photos as a reference. The only picture I’ve done from „real life“ is the one on my mother’s balcony – a „save place“. So, today I’ve looked around my place for motives, because here nobody can disturb me, either! I’m living in a small, old house which has some vintage charm, too, as you will see!

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Dieses alte Wasserbecken hängt im Hausflur direkt neben meiner Wohnungstür. Die Frau meines Vermieters holt dort immer Wasser, wenn sie den Hausflur putzt. Auf die große Emaille-Wand zwischen Hahn und Becken habe ich vor ein paar Jahren ein kleines, selbst gestaltetes Schild angebracht mit dem Spruch: „Das Beste aber ist das Wasser“ – von Pindar, einem „alten Römer“. Die Herausforderung beim Skizzieren war für mich, die Symmetrie und Proportionen der Form hinzubekommen. (Kleine Unregelmäßigkeiten sind normal und völlig ok!) Beim Malen ging es um Schatten und Licht im monochromen Bereich.

Above: this old sink is mounted on the wall in the staircase near my appartment door. My landlady still uses it when cleaning the stairs. The small sign is one I’ve made some years ago, quoting Pindar, an „ancient Roman“: „But water is the most precious thing“. The challenge when sketching was catching the shapes and the symmetry of the forms. When painting it was the monochrome shadows and light to achieve depth.

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Oben: Blick auf meinem Hinterhof – vom Badezimmerfenster aus. Letzteres ist links am Rand noch zu erkennen. Linien und Perspektive wollten erarbeitet werden; besonders, weil ich hier ja von oben hinunter gucke. Die verschiedenen Baumformen im Hintergrund sind tatsächlich vorhanden; allerdings habe ich einen Häuserblock hinter dem Schuppen durch blauen Himmel ersetzt (den ich allerdings etwas schludrig gemalt habe…) – beim Malen ist sowas ja nicht nur gestattet, sondern erwünscht 🙂 . Die harten Schatten erforderten etwas Mut, aber nur so kommt das Licht auch heraus. „Kein Licht ohne Schatten“: das stimmt besonders beim Malen! Licht kann man nicht an sich malen, sondern nur durch die Schatten suggerieren!

Above: view on my backyard – from my bathroom window, of which you can see a small part on the left side. Lines and perspective had to be worked out – most of all, because this is a view from above. The different tree shapes in the background exist in real life, but I’ve replaced an ugly appartment block behind the shed by blue sky 🙂 . When painting, wishful thinking is not only okay, but a definite option! The hard shadows required some courage, but they are necessary to show the light. „No light without shadow“ is a saying that is specially true when painting: you can’t paint light itsself, only create the IMPRESSION of light by painting shadows!

aquarellbuch

Für meine deutschsprachigen Leser ein Tipp: dieses Buch hat mir in der kurzen Zeit, die ich jetzt übe, schon sehr geholfen – besonders beim Sehen. Das lockere Skizzieren OHNE Radiergummi-Einsatz gelingt mir noch nicht… Aber seine Tipps, Perspektive ohne geometrische Hilfslinien richtig hinzubekommen, und das Sehen zu schulen, sind äußerst hilfreich für Anfänger!

This book has helped me a lot already in my learning process – alas, I don’t know if it has been published in other languages than German. But I’m positive that there are similar guide books in English/ your language as well. It’s about learning to see and sketch in a loose way.