Ein Mixed-Media Buch für Gedichte – A Mixed-Media Book for Texts and Poetry

Schon länger wollte ich den Texten und Gedichten, die ich im Lauf der Jahre geschrieben habe, eine würdige „Heimat“ geben – in Form eines handgebundenen Buches. Ich hatte mich jedoch lange Zeit nicht für ein bestimmtes Design/Format entscheiden können. Nach der Herstellung des Mixed-Media Notizbuches zu Weihnachten für meine Freundin, das so unglaublich viel Spaß gemacht hatte, war mir jedoch klar: so ähnlich sollte es werden! Einziger Unterschied: hier sind die Seiten schon beschrieben, nämlich mit meinen Texten! Abwechselnd mit alten Bildern und Dokumenten aus Büchern und Heften vom Flohmarkt, alten Sammelbildchen sowie selbst genähten und gemalten Illustrationen ist es ein buntes Buch: interessant, auch ohne die Texte zu lesen.

For some time, I’ve been thinking about a book to give a „home“ to all my texts and poems I’ve written over the years. Problem was, I just couldn’t decide over the design/format! Now, after the immense fun of creating the mixed-media notebook for my friend,I knew: that’s the perfect idea for my texts, too! Only difference: this time I’d already fill the lined pages with my texts. Since there are a lot of different papers, vintage fabrics, book pages, documents and pictures as well as some small paintings by my hand, it’s interesting even without the texts.

 

Der Einband besteht aus einem schönen alten Blumenstoff, der auf der Rückseite zur Geltung kommt – die Vorderseite habe ich mit Stoffen, alten Papieren, Borten, Applikationen, Spitze, Knöpfen, Stickerei und einer alten Brosche verziert. Auf dem handgefärbten Gummiband zum Schließen sitzt ebenfalls eine alte Brosche.

The cover is made from a vintage flower fabric which shows on the back – having embellished the front using vintage papers, fabric sccraps, lace, borders, vintage buttons, flower appliqués, a bit of handstitching and a vintage brooch. The elastic holding it closed is handdyed and also shows a vintage brooch.

Oben links der Buchrücken, rechts die Rückseite. Das Blütenmuster wurde mit Goldgarn betont, dazwischen Teile einer Occhi-Spitze.

Above: on the left you see the spine, on the right the back of the book. The flower print has been enhanced by stitching around the edges with gold tone yarn; moreover there are pieces of  tatted lace.

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Hier nur ein paar Beispiele für die Seiten – Texte werde ich hier nicht zitieren und erläutern, da das in diesem zweisprachigen Blog den Rahmen sprengen würde – und die gereimten Verse könnte ich ohnehin nicht übersetzen. Oben links: hier habe ich einfach meinen Federhalter abgezeichnet; rechts die Seite eines alten Biologiebuches.

Now I’ll show you some of the pages, as examples. As I’d written the texts and poems in German, I won’t quote or explain them in this blog.- Above on the left: a sketch of my pen; on the right: a vintage book page.

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Wie man sieht, habe ich einige der alten Buchseiten mit Kalkfarbe (Gesso geht auch) geweißelt, damit darauf geschrieben/gemalt werden kann. Die Verwendung von unbedruckten Vorsatzpapieren ist auch praktisch, da diese schön vergilbt und direkt beschreibbar sind (links).

As you see, I’ve used chalk paint (instead of gesso) to create writing-/painting space on some vintage pages. The use of unprinted end papers results in nicely aged papers that can be written on (left side).

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Oben: ein Stück vintage Tapete, beklebt mit einem alten Sammelbildchen, sowie ein Stück schöner Leinenstoff, dessen Blütenmotiv ich wieder mit Goldgarn nachgesteppt habe. Der Stoff wurde mit verdünntem Weißkleber versteift, sodass er sich wunderbar als Buchseite eignet. Auf der Rückseite des Stoffes habe ich ein Stück Papier zum Schreiben aufgenäht – Bild unten.

Above: a piece of vintage wall paper with a vintage cigarette card, as well as a nice linen fabric with a gorgeous flower print; the latter again emphasized by machine stitching. Treating fabric with diluted white glue makes it stiff enough to serve as a perfect book page. On the back of this fabric I’ve sewn a piece of paper to write on,  see below:

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Der gestreifte Stoff ist Stück eines alten Geschirrtuches. Die rechte Seite zeigt eine alte Buchseite; hier habe ich nur die untere Hälfte geweißelt, weil mir das Bild oben gut gefiel.

The fabric with stripes is a vintage tea towel; the book page on the right still shows the original printed picture on top of a watercolour on chalk paint.

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Oben: eine meiner Lieblingsseiten (fotografiert noch vor dem Texteintrag): Links das Fragment eines alten Briefes, dessen hellblaue Farbe mich an Hortensienblüten und das Gedicht von Rilke erinnerte – gemalte und gepresste Hortensienblüten passen da natürlich perfekt!

Above: one of my favourite pages (photo taken before writing the text): the fragment of an old letter whose light blue colour reminded me of one of the most famous German poems – comparing hortensia flowers to a fading blue letter – so I added pressed and painted hortensia flowers as embellishment.

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Das Stück alter Zeitung aus den USA (von 1963) lag in einem alten Album vom Flohmarkt – solche Funde machen mich immer etwas ekstatisch 🙂 . Daher habe ich nur den weniger interessanten Text geweißelt, um die Päonie zu malen. Rechts ein Stück Kleisterpapier. Die weiteren Beispiel-Seiten zeige ich nun ohne weiteren Kommentar – Ihr habt ja inzwischen einen guten Eindruck vom Prinzip des Buches bekommen!

This vintage newspaper page from the US (dating to 1963) is a find I was quite extatic about: it lay inside an album from the flea market. So when applying chalk paint on the page I left the header and date untouched. The right page is a piece of paste paper. Now I’d like to show the other page-examples without further comment – guess you’ve all got the idea of the book by now!

 

 

Gemalte Reiseerinnerungen – Painted Travel Souvenirs

Nach dem ganzen Nähen und Basteln für Weihnachten hatte ich mal wieder Lust auf Malen. Also holte ich ein paar Fotos der letzten Urlaubsreisen hervor und machte mich an das Vergnügen – Arbeit mag ich es nicht nennen! Zunächst drei Bilder, die vom letzten Urlaub im September dieses Jahres stammen, den ich in Engelberg in der Schweiz verbracht hatte:

After a lot of sewing and other DIY projects for Christmas I now felt like painting once again. So after choosing some photos from my travels I took  my pen and watercolours and got going. The first three pictures are souvenirs from my last trip, in September, to Engelberg in Switzerland:

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Oben: Blick von Eienwäldli auf den Hahnen – das Foto war direkt im Garten meiner Tochter entstanden. Unten: Auf dem Panoramaweg zum Brunnihaus:

Above: View from Eienwäldli (a part of Engelberg) up to the „Hahnen“ peak. The photo had been taken directly from my daughter’s garden. Below: On the panoramic trail to the „Brunnihaus“:

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Oben: Almhütte am Panoramaweg zum Brunnihaus. Unten: kein richtiges Aquarell, nur eine Skizze mit Aquarellstiften, als Vorstudie zu einem Bild: Haus in der Bretagne, an der Côte de Granit Rose.

Above: Cottage near the panoramic trail to the Brunnihaus. Below: Just a sketch with watercolour pencils as a study for a picture: house in Brittany, France, on the Pink Granite Coast:

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Und dann grub ich etwas tiefer – es ist schon etliche Jahre her, seit ich in Südfrankreich war, doch dies Foto war ein klassisches Motiv zum Malen, daher wählte ich es aus:

Then I dug a bit deeper – it’s been years since my last trip to the south of France, but this photo just had to be made into a painting, being a classic:

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Und, nein, es ist nicht in der Provence, sondern nah der Côte d’Azur. So, das Malen macht wieder Spass, ich wünschte nur, ich hätte öfter mehr Zeit dazu… Denn ich bin ja noch am Lernen; mein Ziel ist, irgendwann mal ganz leicht und locker aquarellieren zu können…

And, no, it’s not in Provence but near the CÔte d’Azur. Well, painting is such fun, I just wish I had more time more often… Still learning, my aim is to master the art of watercolour much better…

Erster Versuch mit Acrylfarben – First Try With Acrylics

Durch die Arbeit an Kleisterpapieren bekam ich Lust, die Acrylfarben auch einmal für ein abstraktes Bild zu verwenden. Bisher habe ich ja nur gegenständlich und mit Aquarellfarben gemalt. Daher habe ich erstmal im Netz Videos geguckt, wie mit dem Palettmesser gearbeitet wird, mir dann eine Farbkombination überlegt und  – angefangen!

Working with acrylics for my paste papers made me feel like trying an abstract painting with these colours. Up to now I only had used watercolours for landscapes and flowers, so I first watched some videos on the net about using the palett knife. After some thoughts about a colour combination I just got going!

Acrylbild

Es hat Spaß gemacht, und ich habe richtig Lust dazu bekommen… Allerdings nehmen diese Keilrahmen viel Platz weg – im Gegensatz zu kleinen Aquarellen im Büchlein…

It was much fun, and I really like to do more… That said, these stretcher frames are quite bulky and need space – much more than small watercolours in a sketchbook…

Kleisterpapier“party“ – Paste Paper „Party“

War ja klar: während der Arbeitswoche war es heiß, doch kaum hat man frei, gibt’s Regen… Doch das ist jetzt die ideale Gelegenheit, daheim mal was Neues auszuprobieren! Seit ich auf einem Kunsthandwerkermarkt schöne handgemachte Kleisterpapiere gesehen hatte, war in mir der Wunsch erwacht, mit dieser alten Technik, die man ja meist auch noch aus Schulzeiten kennt, ein wenig zu experimentieren. Das ist eine ziemliche Panscherei, und hinterher gibt es viel aufzuräumen, aber es macht auch unheimlich viel Spaß – daher „Party“!

Here’s Murphy’s Law come true once again: during the week I had to work in hot weather, but once the weekend off is here, it rains… That said, this was the perfect „excuse“ to stay at home for some creative explorations! Having seen some gorgeous paste papers on a craft fair, I wanted to experiment a bit with this old technique which most of us still remember from our schooldays. It’s messy and you have to clean up a lot afterwards, but it’s also great fun – so, „party“ is the right word!

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Also wurde zunächst die Küche klar gemacht! Das sieht bei mir so aus: kleinen Imbiss vorbereiten und zur Seite stellen, ebenso eine Flasche Wasser. Denn: Fange ich mit sowas mal an, dann sitze ich Stunden dran, die Küche ist derweil nicht als solche zu verwenden und im Flow vergesse ich schon mal das Essen und Trinken… Für Farb- und Kleisterarbeiten nehme ich als Unterlage entweder Müllbeutel, oder, wenn es nicht wegrutschen darf, wie hier, die alte Glasplatte 80cmx80cm, die ich früher für die Seidenmalerei verwendet habe. Sie ist immer leicht sauber zu kriegen! Ich gebe hier keine genaue Anleitung – davon gibt es genug im Netz, und die Basistechnik ist ja sehr einfach. Da ich Acrylfarben verwenden wollte, traf es sich gut, dass der Discounter gegenüber grad billige im Angebot hatte – für diese Technik brauchen es wirklich keine Markenfarben sein! Als Papier hatte ich dreierlei vorbereitet: für den Anfang einfaches Verpackungspapier, das als Polster-/Füllmaterial in einem Paket vom Versandhaus gewesen war. Dann hatte ich noch einen Rest helles, fast weißes Packpapier, und schließlich einen A3-Zeichenblock (auch ein billiges No-Name-Produkt). Vor Beginn hatte ich mir nicht nur auf Pinterest Beispiele von Kleisterpapieren angesehen, sondern mir auch Gedanken über die Farbgestaltung gemacht. Ich beschloss, quasi „Kollektionen“ herzustellen, sodass immer mehrere Papiere farblich zusammenpassen. Die erste seht Ihr oben auf dem Bild: „Mystical India“ repräsentiert die warmen Farben. Unten ist die zweite zu sehen: „Ozeanwellen“ in kühlen Blau- und Grüntönen.

So, first my kitchen had to be converted into a „wetwork“ space! Also, I had to prepare a snack and a bottle of water – later, the kitchen wouldn’t be in a state suitable for preparing meals – and in the flow I tend to forget about eating and drinking… For covering the table I used my old glass plate 80x80cm, that I had purchased for silk painting. It lies flat without shifting and is very easy to clean. (As for instructions – this is not a tutorial, because you’ll find plenty on the net, and the basic technique is very easy. ) Since I wanted to use acrylic paints, I was happy to find that the discounter across the street was offering affordable ones just this week – no need to use expensive paints for this technique! As for paper, I had prepared 3 different kinds: for the first tries I used a simple packing paper which had filled the surplus space in a parcel I had received. The second one was a leftover of a light-coloured packing paper roll, and then I had a A3 block of sketching paper (also a no-name product). Before starting, I had done some thinking about the colour schemes and decided on different „collections“, so that the papers of one collection would match each other. The picture above shows the first collection: „Mystical India“ for a warm, spicy colourscheme; below the other one: „Ocean Waves“ for cool, blue and green hues.

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Zu den Papieren: Die Ergebnisse waren bei allen drei Sorten vergleichbar; allerdings ist das Arbeiten mit dickerem/besserem Papier einfacher. Im Anschluss stelle ich jedes der Papiere kurz einzeln vor mit Hinweisen, wie die Muster entstanden sind. Der Beitrag wird also etwas länger – jetzt ist der Moment, um etwas zu Trinken zu holen und es sich bequem zu machen 🙂 (oder einfach nur die Bilder zu scrollen…)

The different kinds of papers showed nearly the same result for the designs, but working with thicker/better paper was much easier. Now, this post will get a bit longer than most because I want to show each paste paper with some explanations how the design was created. So this might be the time to fetch a drink and make yourself comfortable 🙂 (or you just scroll along for the pictures…)

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Diese Farbkombination aus Magenta (Pink) und Orange mit etwas Gold ist für mich einfach „indisch“ – daher der Name der Kollektion. Die erste Schicht ist Gold und Orange, darauf kam Magenta; in die feuchte Schicht habe ich zunächst mit einer Musterrolle gerollt, dann mit einem Zackenspachtel Schwünge gesetzt und mit einem Pinselstiel die Spiralen.

This colour combination: magenta, orange and a bit of gold is often found in India, so that’s how I named the collection. The basic layer is gold and orange, the second magenta; for mark-making I used first a vintage design roller, then a notched trowel for the curves and a brush handle for the spirals.

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Oben: hier gibt es nur eine Schicht Farbe, das Verdrängungsmuster entstand durch ein zusammengeknülltes Stück Papier, das ich in die Farb-Kleisterschicht gedreht habe. Für kleine Highlights wurde Goldfarbe (ohne Kleister) mit einem Stupfpinsel aufgestupft.

Above: only one layer of paint; a crunched piece of paper was pushed into the wet colour-paste with a rotating motion. When dry, some highlights in gold have been added using pure paint and a thick thistle brush.

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Also auf dem Foto sieht das Papier oben blau aus; tatsächlich handelt es sich um Lila. Die Basis ist Gold, es gibt wieder Spiralen, auch wurde die lila Schicht teils mit dem Spatel verdrängt, teils mit einem geriffelten Holzstopfen darübergerollt.

This photo shows gold and blue; actually, it’s a purple hue. First layer: gold, the the purple layer which has been stroked with a pallettknife to uncover the golden layer in some spots,. There are spirals, once again, and the traces of a ribbed wooden stopper.

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Hier ist die untere Lage lila, die obere magenta. Das Rosenmuster entstand durch einen großen (Keks-)Stempel aus dem Euroladen, der in die Farbe gedreht wurde. Für Kekse verwende ich ihn nicht! Und ich gebe zu: ich kann es nicht lassen… Acrylfarbe kann nämlich Glitter binden… deshalb habe ich hier Goldglitter gestreut…

With a base layer of purple and a top layer of magenta this „roses“ design has been created with a cookie stamp (which I don’t use for cookies!), rotating it when stamping. And then… I know I’m a confirmed addict of glitz… Since acrylic paints can hold glitter, this paper has been highlighted with some.

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Eine Schicht, dafür in zweifarbigen Streifen, bearbeitet mit Gabel und Finger..

One layer, but two-coloured, worked upon with a fork and a finger…

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Lila, mit Luftpolsterfolien-Abdruck. Darauf habe ich mit Kupfer einen indischen Holzstempel verwendet.

Purple, with the marks of a bubble wrap, then stamped with copper flowers using a vintage wooden Indian stamp.

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Für diese Papier habe ich Orange und Gold gemischt und mit dem Kleister aufgetragen. Dann habe ich dünnflüssige Farbe (bügelfixierbare Seidenmalfarbe) auf die feuchte Masse gespritzt und anschließend einen Pinselstiel hindurchgezogen. Die Kombination von Acryl- und Seidenmalfarbe klappt einwandfrei! Aber wohl nur mit der bügelfixierbaren Sorte.

For this paper I mixed orange and gold with the paste. When still wet, I’ve sprinkled liquid silk paint (for heat setting) on top and used the brush handle for mark making. Those two different paints work well together .

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Diesmal habe ich das Papier mit der flüssigen Seidenmalfarbe ohne Kleister ganz in Lila bemalt, trocknen lassen und dann orange-goldene Kleistermasse aufgetragen. In diese dunkelrote Seidenfarbe getropft und dann das Ganze mit einem Musterroller mehrfach bearbeitet.

This time I used the silk paint without paste to create the purple background, applying orange and gold with paste after drying. Then I sprinkled dark red silk paint into the wet pasty paint and worked it over several times with a design brayer.

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Oben: Goldfarbener Hintergrund, darauf lila Kleisterschicht, mit Luftpolsterfolie bearbeitet und anschließend einen indischen Holzstempel eingedrückt.

Above: golden background with a purple paste layer; worked over with bubble wrap and a wooden Indian stamp.

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Auch typisch Indien: Paisley-Muster! Diese sind in orange Kleisterschicht mit dem Pinselstiel eingekratzt; darunter erscheint der dunkelrote Hintergrund. Zum Schluss habe ich noch mit Goldfarbe kleine Highlights gesetzt.

Typical India: Paisley motives! These have been „carved“ into the orange paste layer using the brush handle. The dark red background makes for contrast. At last, some golden dots add interest.

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Nun zum Thema „Ozeanwellen“! Das obige Beispiel zeigt ein klassisches Kleisterpapiermuster; eine Lage, zunächst mit dem kleinen, geriffelten Holzstopfen bearbeitet, dann das große Muster mit einem kleinen Stück einer alten Scheckkarte „geschoben“.

Changing the colour scheme: this is a classical paste paper design: one layer, worked over first with the small ribbed wooden stopper, then with a small piece of an old credit card.

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Und da sind sie, die Wellen 🙂 ! Im Grunde ist dies nur eine Lage Kleisterfarbe, in welche ich aber mehrfach andere Farben (silber, gold, dunkelblau) mit dem Pinsel eingearbeitet habe – und mit dem Stiel auch ein paar herausgekratzt habe.

Voilà the waves! Basicly, this is only one layer, into which I’ve added several other colours (silver, gold and dark blue) with the brush, then adding finer lines with the handle.

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Ein paar Fische und Wasserpflanzen tummeln sich hier auf einem Grund, der mit Luftpolsterfolie strukturiert wurde. Zum Schluss kamen goldene Tupfen hinzu sowie etwas Glitter.

Fish and water plants populate this sheet, which has been structured with bubble wrap. Added glitter and some golden dots make for a shimmering paper.

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Wieder eine klassische Methode: auf die Basis aus lila Seidenfarbe kam die türkisfarbene Kleisterschicht, die ich mit einem gezackten Spachtel gemustert habe. Die Kringel stammen wieder vom Pinselstiel. Nach dem Trocknen kamen noch kupferne Punkte dazu.

Once again a classic: working with a notched trowel into the wet turquoise layer to uncover the base of purple silk paint. The brush handle added some circles and when dry, dots of shimmering copper paint were added.

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Blüten sind zwar nicht das Thema, aber die Farben passen. Hier wurde wieder mit dem Pinselstiel und dem Stück Scheckkarte gearbeitet.

Well, flowers aren’t exactly matching the theme, but the colours are. The brush handle and the piece of the old credit card have been busy here.

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Bei diesem Muster habe ich die Farben mit dem Fotoapparat nicht einfangen können – es ist eine stark schimmernde Mischung aus Perlmutt, Silber, Gold und Blau, die von Fischschuppen und Austerschalen inspiriert wurde. Gearbeitet hat hier nur der Pinsel.

On this sheet I haven’t been able to catch the colours with the camera. It’s a shimmering mixture of mother-of-pearl, silver, gold and blue, inspired by fish scales and oyster shells. Worked with the brush.

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Das letzte Blatt! Und daher auch einfach aus den noch vorhandenen Resten auf der Palette hergestellt und mit etwas silbernem Glitter bestreut.

The last sheet! Made using up all the left paint and paste, then highlighted with a bit of silver glitter.

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Und wozu kann man diese farbenfrohen Schönheiten verwenden? Nun, zu allem, wozu man auch andere (gekaufte) Bunt- und Designpapiere nimmt! Ein paar Beispiele gibt es in meinem nächsten Beitrag!

Here they are, the colourful beauties! How to use them? Well, the same way as purchased design papers! You’ll find some examples in my next post!

 

 

Übung macht den Meister… – Skill Comes With Practice…

Momentan bin ich richtig im Schwung, möchte am liebsten ständig und alles, was ich sehe, zeichnen und malen… Allerdings bin ich etwas schüchtern, wenn es darum geht, sich draussen irgendwo mit dem Malblock hinzusetzen – fühle mich nicht wohl, wenn jeder zweite Passant neugierig guckt, was ich mache. Das kommt, wenn ich sicherer bin, aber bisher habe ich daher nur mit Fotos als Vorlage gemalt oder in „sicherem“ Umfeld – bei meiner Mutter auf dem Balkon. Heute habe ich mich daher bei mir zu Hause umgesehen, denn hier stört mich ja auch niemand! Ich wohne in einem kleinen, alten Haus, das durchaus seine charmanten Seiten hat, wie Ihr sehen werdet!

Being „in the flow“, I feel like sketching and painting anything I see… But, also being somewhat shy when it comes to sitting in the open, dabbling at a sketch, with passers-by curiously looking on my sketch pad, up to now I’ve used photos as a reference. The only picture I’ve done from „real life“ is the one on my mother’s balcony – a „save place“. So, today I’ve looked around my place for motives, because here nobody can disturb me, either! I’m living in a small, old house which has some vintage charm, too, as you will see!

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Dieses alte Wasserbecken hängt im Hausflur direkt neben meiner Wohnungstür. Die Frau meines Vermieters holt dort immer Wasser, wenn sie den Hausflur putzt. Auf die große Emaille-Wand zwischen Hahn und Becken habe ich vor ein paar Jahren ein kleines, selbst gestaltetes Schild angebracht mit dem Spruch: „Das Beste aber ist das Wasser“ – von Pindar, einem „alten Römer“. Die Herausforderung beim Skizzieren war für mich, die Symmetrie und Proportionen der Form hinzubekommen. (Kleine Unregelmäßigkeiten sind normal und völlig ok!) Beim Malen ging es um Schatten und Licht im monochromen Bereich.

Above: this old sink is mounted on the wall in the staircase near my appartment door. My landlady still uses it when cleaning the stairs. The small sign is one I’ve made some years ago, quoting Pindar, an „ancient Roman“: „But water is the most precious thing“. The challenge when sketching was catching the shapes and the symmetry of the forms. When painting it was the monochrome shadows and light to achieve depth.

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Oben: Blick auf meinem Hinterhof – vom Badezimmerfenster aus. Letzteres ist links am Rand noch zu erkennen. Linien und Perspektive wollten erarbeitet werden; besonders, weil ich hier ja von oben hinunter gucke. Die verschiedenen Baumformen im Hintergrund sind tatsächlich vorhanden; allerdings habe ich einen Häuserblock hinter dem Schuppen durch blauen Himmel ersetzt (den ich allerdings etwas schludrig gemalt habe…) – beim Malen ist sowas ja nicht nur gestattet, sondern erwünscht 🙂 . Die harten Schatten erforderten etwas Mut, aber nur so kommt das Licht auch heraus. „Kein Licht ohne Schatten“: das stimmt besonders beim Malen! Licht kann man nicht an sich malen, sondern nur durch die Schatten suggerieren!

Above: view on my backyard – from my bathroom window, of which you can see a small part on the left side. Lines and perspective had to be worked out – most of all, because this is a view from above. The different tree shapes in the background exist in real life, but I’ve replaced an ugly appartment block behind the shed by blue sky 🙂 . When painting, wishful thinking is not only okay, but a definite option! The hard shadows required some courage, but they are necessary to show the light. „No light without shadow“ is a saying that is specially true when painting: you can’t paint light itsself, only create the IMPRESSION of light by painting shadows!

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Für meine deutschsprachigen Leser ein Tipp: dieses Buch hat mir in der kurzen Zeit, die ich jetzt übe, schon sehr geholfen – besonders beim Sehen. Das lockere Skizzieren OHNE Radiergummi-Einsatz gelingt mir noch nicht… Aber seine Tipps, Perspektive ohne geometrische Hilfslinien richtig hinzubekommen, und das Sehen zu schulen, sind äußerst hilfreich für Anfänger!

This book has helped me a lot already in my learning process – alas, I don’t know if it has been published in other languages than German. But I’m positive that there are similar guide books in English/ your language as well. It’s about learning to see and sketch in a loose way.

Ein Ausflug in den Bayerischen Wald – A Day Trip to the Bavarian Forest

Endlich Urlaub! Diesmal verbringe ich ihn nicht an einem Ort, sondern habe mehrere verschiedene Ziele. Die ersten Tage verbrachte ich bei meiner Mutter in Amberg, von wo aus wir am Montag einen Tagesausflug in den Bayerischen Wald machten. Zunächst fuhren wir nach Viechtach, wo meine Mutter mir die „Gläserne Scheune“ zeigte. Ein Glasmalkünstler hat hier sein eigenes Reich geschaffen und an großen Glaswänden Geschichte und Mythen des Bayerischen Waldes verewigt.

Vacation at last! This time I don’t spend it in one location, opting for several different destinations. These first days I went to see my Mom in Amberg, taking her for a day trip to the Bavarian Forest on Monday. First, we went to Viechtach, where she showed me the „Gläserne Scheune“ – an ancient barn which glass painter Rudolf Schmid has transformed into an overall work of art: monumental glass walls painted with the history and legends of the Bavarian Forest.

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Das war wirklich beeindruckend – ein Besuch ist sehr empfehlenswert! Danach fuhren wir zum Großen Arber und mit der Gondel hinauf – meine Mutter ist in ihrem Alter nicht mehr so gut zu Fuß. Aber oben konnte ich eine kleine Rundtour machen, während sie sich ausruhte, und um Ihr den Ausblick zu zeigen, machte ich natürlich ein paar Bilder:

This was very fascinating and if you ever come to the region I recommend a visit! Afterwards we drove further towards the highest mountain in the Bavarian Forest, the „Big Arber“ (since the Bavarian Forest is a low mountain range, there’s no comparison to the Alps). We went to the top by cable car because my mother can’t walk a lot at her age. On the top, she sat on a bench while I did a little roundtour, also climbing some rocks for better views. To show her my exploits I took some pictures:

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Oben: Blick auf die Bergstation. Unten: Die Berge und Hügel im Mittel- und Hintergrund sind bereits in Tschechien.

Above: View of the upper terminus of the cable car (and the restaurants). Below: the hills and mountains in the middle and background are already situated in the Czech Republic.

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Außerdem flatterten ein paar hübsche Schmetterlinge herum:

Also, some pretty butterflies were flying around and visiting flowers:

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Gegen Abend zu Hause in Amberg malte ich dann noch einen Ausschnitt des hübsch bepflanzten Balkons meiner Mutter in das Aquarellbuch:

In the evening, back home at my Mom’s, I just had to sketch and paint a detail of her gorgeous balcony flowerbed:

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(Der Vogel und der Schmetterling sind Deko-Objekte)

(The bird and the butterfly are decorating objects)

Ein handgebundenes Buch für Aquarell-Skizzen – A Handmade Watercolour Sketchbook

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Bücher binden macht Spaß, malen auch! Bei diesem Buch verbindet sich beides: in edles Leder gebunden, verschnürt und mit Quaste, ist es schon von außen eine Augenweide. Innen laden Aquarell- und Zeichenpapiere in unterschiedlichen Qualitäten und Formaten zum Zeichnen, Malen und Experimentieren ein.

Book binding is fun – painting, too! This book combines the two perfectly. Handbound and covered with fine leather, closed with a leather cord and sporting a dangling tassel of the same material, it’s already eye-catching. On the inside a variety of watercolour- and sketching papers in different sizes invites you to sketch, paint and experiment!

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Und natürlich habe ich es auch gleich eingeweiht:

Of course I had to give it a go once it was finished!

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Die erste Seite mit glattem Papier zeigt ein südfranzösisches Dorf, ist mir aber nicht so gut gelungen…

The first page showing a village in the south of France isn’t much to my liking…

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Die zweite, sehr schmale Seite aus rauem Papier gefällt mir besser: eine recht minimalistische Darstellung der Stadtmauer von Carcassonne.

The second one, a very narrow page of cold pressed watercolour paper, looks better: a minimalistic depiction of the famous ramparts of Carcassonne.

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Dann eine Seite aus dickerem „Daphnepapier“ aus dem Künstlerbedarf; es ist handgeschöpft, sehr uneben und leicht cremefarben. Es ist eigentlich kein spezielles Aquarellpapier, aber mir gefiel die rustikale Qualität und ich wollte es testen. Die grobe Struktur schien mir ideal, um altes Mauerwerk darzustellen, und ich wählte dieses Turmfenster, das ich auch in Carcassonne fotografiert hatte. Das Papier saugte Farbe weg wie verrückt, es war äußerst gewöhnungsbedürftig, darauf zu malen. Andererseits lag ich mit meiner Vermutung richtig, dass das Mauerwerk darauf gut zur Geltung kommt – mir gefällt das Bild jedenfalls sehr gut.

This page is made from thick „Daphne“ paper I had bought in the art supply shop. It’s handmade, very uneven and shows a light creamy colour. It’s not a recommended paper for watercolour, but I liked its rustic quality and wanted to try it. I thought the rough surface would enhance the impression of old masonry and chose this belfry window of which I had taken a photo in Carcassonne, too. The paper soaked up the colour in no time; it took some getting used to painting on it.. On the other hand, my notion that it would bring to bear the old masonry, was correct – I really like this one.

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Eine glattere, kleine Seite für diese Orangen: im Gegensatz zu Apfel, Kirsche und Co. sind bei Zitrusfrüchten Blüten und Früchte meist gleichzeitig am Baum, was sie sehr fotogen – und malerisch – macht.

A small hot pressed page: unlike apple – and cherry trees, citrus fruits show flowers and fruits at the same time, which makes them quite photogenic and picturesque.

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Kirschblüten auf demselben Papier…

Cherry blossoms on the same paper…

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Ein alter Bauernhof in der Türkei, auf (einer dickeren Variante von) „Kahari“papier, handgeschöpft im Himalaya. Es ist ähnlich wie „Daphne“papier, aber etwas glatter. Allerdings saugt es auch stark und man muss aufpassen, dass die Farbe nicht auf der Rückseite durchkommt.

An old farmhouse in Turkey, on a thicker variety of „Kahari“paper, handmade in the Himalaya. Its characteristics are very similar to „Daphne“paper, just a bit smoother, and you have to check that the colours don’t penetrate onto the backside.

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Auf demselben Papier: Ein Teil der Ruinen bei Hierapolis (Türkei), die ich sicher noch öfter malen werde, da ich so viele tolle Fotos davon habe. Unten noch ein Bild, das nicht in diesem Buch entstanden ist; auch eine Szene von meiner Türkeireise (auf klassischem Aquarellpapier):

On the same paper: A part of the ruins of Hierapolis (Turkey), which I like to paint often because I’ve got a lot of nice photos from my trip there. Below another szene from Turkey, which hasn’t been realized in this book but on a larger sheet of classic watercolour ppaper:

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Ein Dorf im Atlasgebirge. Die Berge müssen noch besser werden, aber ich lerne ja täglich dazu!

A village in the Atlas mountains. I’ve got to improve my skill of painting mountains – learning something every day!

 

Gemalte Urlaubserinnerungen – Painted Travel Souvenirs

Eines vorweg: die versprochenen restlichen handgebundenen Bücher findet Ihr in den nächsten Posts – heute möchte ich unbedingt dies hier zeigen 🙂

Nach etlichen Blüten in Aquarell habe ich mich nun daran gemacht, auch mal wieder Landschaften zu üben. Da ich kein großes Zeichentalent habe, und vielleicht auch ein bißchen zu sehr vom Fotografen-Blick bestimmt bin, tue ich mich damit etwas schwer. Allerdings möchte ich es unbedingt lernen, weil mir gemalte Reisetagebücher sooo gefallen! Nach vielem Probieren und etlichen youtube-Videoanleitungen, glaube ich nun, einen für mich gangbaren Weg und Stil gefunden zu haben. In diesem Beitrag zeige ich Euch meine letzten Versuche, und ich glaube, man sieht schon ein bisschen Entwicklung…

Before I start: you’ll find the promised follow-up post about my handmade notebooks/journals during this week.

Having painted – and posted – quite a lot of flower watercolours, I’ve been dabbling at landscapes again lately. Lacking real talent for drawing – and perhaps being influenced by photography too much – this doesn’t come easy to me. So why try at all? Well, I just LOVE painted pictures in travel journals! After several attempts and even more youtube video tutorials I now believe to have found a style and way to master it some day. What do you think – don’t the following examples already show some development?

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Dieser Leuchtturm an der Côte de Granit Rose ist noch ziemlich ungeschickt; es fehlt das Licht, und Vegetation und Wasser sind undefiniert. Hier und auch noch in den nächsten Bildern habe ich erst versucht, das Motiv als reines Aquarell zu malen, nur um es dann doch hinterher mit schwarzem Liner zu definieren…

This lighthouse at the Pink Granite Coast still looks quite clumsy. There’s no light and the vegetation as well as the water aren’t defined well. With this as with the following pictures I had first tried to catch the motive with the watercolours; only to at last grab the liner for definition…

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„Schöner Wohnen“ am Mekong in Vietnam.. Etwas mehr Licht, aber sonst nicht so toll. Ich habe mal wieder versucht, jede Kleinigkeit in dem komplexen Bild wiederzugeben, seufz… Ich muss mehr vereinfachen!

Living on the shore of the Mekong in Vietnam… There’s a bit more light, but the rest is unsatisfactory. AGAIN, I’ve tried to catch every single detail… Gotta learn to simplify!

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„Hoodoos“ – Sandsteinformationen in Alberta, Kanada. Die Bäume müssen besser werden, und der Vogel ist zu groß geraten…

Hoodoos in Alberta, Canada. The trees are still pathetic, and the bird is too large…

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Botanical Beach auf Vancouver Island – dieses gefällt mir schon besser, aber die Felsen muss ich auch noch üben!

Botanical Beach, Vancouver Island – this one I already like better. Still, I’ve got to practice stones and rocks!

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Die Steinreihen von Carnac – das Motiv war perfekt zum Üben von Felsen – und ich finde, die hier sind schon viel besser. Die Bäume im Hintergrund muss man ja nicht beachten… 🙂

The alignments near Carnac – a perfect picture for practicing rocks! These are already much better, don’t you think? As for the trees in the background: just ignore them… 🙂

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Das war mein erster Versuch, ERST die Linien mit Liner zu zeichnen und dann zu malen. Allerdings habe ich mir da auch ein sehr schwieriges Motiv ausgesucht: viele verschiedene Ebenen, alles in Blau- und Grüntönen – mag als grobe Skizze durchgehen, aber zufrieden bin ich nicht…

This was the first time I tried it vice versa: first applying the liner, then painting. Well, I’m not satisfied, but it’s a quite difficult picture with several levels, all in blue and green tones. As a quick sketch it might just be okay..

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Also wählte ich diesmal eine ganz kleine Szene und versuchte, das Typische festzuhalten, ohne mich in Details zu verpinseln.. Auch hier erst Liner, dann Farbe. Und siehe da – es gefällt mir tatsächlich, und zwar genau für den Zweck, für den ich übe: Reisetagebücher, keine kunstvollen Aquarelle zum Rahmen! Wer sich wundert, weshalb die Bäume grau sind: im Dezember auf Sardinien sahen Olivenbäume in der Sonne immer hellgrau aus – also ganz typisch!

So this time I chose a small scene and tried to catch the essentials without adding infinite details and layers of colour… Also, first liner, then colour. And it worked! I really like it for the purpose I want: a travel journal, not for framed art! If you wonder why I chose grey for the trees: in winter the olive trees all looked light grey in the sun – so that’s an essential!

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Ähnlich hier: es muss nicht alles perfekt passen, Hauptsache, der Eindruck kommt rüber. Ich lerne vereinfachen!

Same here: no need to get everything perfectly, just catching the right impression. Learning to simplify!

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Nicht direkt eine Landschaft, aber ein ideales Motiv für ein Reisetagebuch – mal ganz leuchtende Farben! Ich denke, es ist sichtbar, dass ich es schon mit „leichter Hand“ gemalt habe – und das Licht ist da.

Not really a landscape, but a perfect subject for a travel journal – bright colours! I think it shows a „loose brush stroke“ – and the light is there, too!

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Dann wieder mal ein etwas komplexeres Motiv: ein Weinberg (und Olivenbäume) im Winter – das Weinlaub leuchtet bunt in der Sonne. Bis auf den blöden Busch im Vordergrund ist es gar nicht schlecht…

Then I wanted to try something a more complex: a vineyard (with some olive trees). In winter in Sardinia the vine leaves still clinging to the stocks shine gold and red in the sun. Exept for the (damned!) bush in the foreground it’s not so bad…

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Und wieder ein richtig passendes, einfaches Bild für so ein Sketchbuch: ein altes Gebäude (Kirche?) in Orosei, Sardinien. Also: ich werde weiter üben (vor allem Bäume und Büsche..), denn man lernt nie aus und es macht viel Spass!

This one again is a perfect small, not too complex picture for a journal: an old building (church?) in Orosei, Sardinia. So, I will definitely go on practicing (most of all trees and bushes!) because you can’t learn too much and it’s so much fun!

Neue Blumenbilder – New Flower Pictures

Inzwischen habe ich ein paar weitere Blütenkarten gemalt (u.a. für den Muttertag 🙂 ); außerdem habe ich zwei ältere Blumenaquarelle gefunden, die ich vor ein paar Jahren gemalt hatte. Hier zunächst die Karten:

In the meantime I’ve painted some more flower postcards (for Mother’s Day etc); moreover I’ve found two larger watercolour flowers in my stash, that I had painted some years ago. First, the cards:

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Und hier einmal Hibiskus und einmal eine Seerose, die größer sind:

And these are a China rose and a water lily which are larger:

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Demnächst möchte ich aber auch mal wieder ein paar Landschaftsbilder versuchen…

Next time I’d like to try some landscapes, too…

Rosen für Weste und Schal – Roses For a Scarf and a Waistcoat

Ich muss etwas gestehen… Der Grund, weshalb ich in letzter Zeit weniger gebloggt habe, waren vor allem meine Augen. Trotz Gleitsichtbrille fiel mir die Arbeit am Bildschirm immer schwerer; vor allem, wenn ich nur Abends Zeit fand – da waren die Augen schon müde und am Bildschirm ging nichts mehr. Doch jetzt – Tadaaa! – habe  ich mir eine spezielle Brille für Bildschirmarbeit geleistet, und da geht es doch gleich viel besser! 🙂 Heute zeige ich zwei ganz verschiedene Projekte, die lediglich das Thema „Rosen“ gemeinsam haben. das erste ist ein Schal; aus reiner Viskose, mit ein paar silbernen Sprenkeln darauf. Als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin habe ich ihn mit den selben Farben sowie in gleicher Technik und gleichem Stil bemalt wie die Bluse mit Rosen, die ich am 4.2.2018 hier vorgestellt habe:

I have to confess something to you… The reason why my posts have been coming somewhat slowly lately are my eyes. My „normal“ glasses didn’t work so well for screen-work, my eyes getting tired quite fast. Especially when I only found time for blogging in the evenings. But now I’m a proud and very happy owner of  glasses for screen-work, which makes it much more fun! Today I’d like to show you two different projects which just have the theme „roses“ in common. The first is a scarf, 100% rayon, with just some silver speckles. For a friend’s birthday I’ve painted it with the same colours, in the same style and technique as the blouse shown in my post from 4th of February:

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Die bügelfixierbaren Seidenmalfarben lassen sich auf anderen Naturfasern ebenfalls anwenden, nur verhalten sie sich ein bißchen anders. Mit etwas Übung gelingen auch hier schöne, duftig-leichte Motive. Unten sieht man die silbernen Sprenkel etwas besser – sie störten beim Malen gar nicht.

The colours are meant for silk painting and can be fixated by hot ironing. They can also be applied on other natural fibres but react a bit differently – a bit of testing was needed to get a nice, airy ressult. Below you see the silver speckles – they didn’t bother at all while painting.

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Das zweite Projekt ist eine sommerliche Weste aus Leinen und Viskose, die eine kleine Geschichte hat: Vor über 10 Jahren hatte ich so eine Weste genäht und verziert; mit Rosen von einer Borte, Handstickerei, Perlen und Pailletten. Ich liebte sie sehr, doch nach dieser langen Zeit war sie doch „etwas geschrumpft“… Kurz, ich wollte sie nicht hergeben, sondern irgendwie vergrößern… Und man glaubt es kaum: dieses Jahr bekam ich exakt denselben Stoff wieder! In unserer schnelllebigen Welt ein kleines Wunder! Daher schnitt ich aus der alten Weste lediglich die – in so langer, liebevoller Handarbeit gestalteten – verzierten Bereiche aus und applizierte sie auf die (in der richtigen Größe) neu genähte Weste.

The second project is a summer waistcoat, the material a mixture of linen and rayon with a rose theme. This piece has a little history: more than 10 years ago I had sewn such a waistcoat, investing a lot of imagination and work to embellish it with roses from a specialty border, handstitching, beads and sequins. I loved it very much, but after this long time it had „shrunk a bit“ (you know what I mean…). Anyway, I didn’t want to part with it but try to „enlarge“ it somehow…. And then: surprise! This year I happened to find the exact same material still for sale! So I just cut out the embellished parts of the old piece and sewed a new one in the right size, adding the old parts as appliqué!

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Oben: die neue Weste; die rosa Perlknöpfe stammen auch noch von der alten. Unten: die verzierten Teile der alten Weste, auf die neue appliziert.

Above: the new waistcoat; the shimmering bead-buttons have been taken from the old one, too. Below: the embellished details of the old piece, stitched onto the new one.