Drei neue Bücher zum Füllen – Three New Books to Fill

Da sowohl mein gekauftes Aquarellbuch als auch das handgebundene vom letzten Jahr fast voll sind, habe ich mir gleich drei neue gemacht – schließlich will ich dieses Jahr richtig loslegen! Zwei habe ich wieder aus Aquarellpapieren unterschiedlicher Qualität, aus dem Nachlass meines Vaters, handgebunden. Die großen bis riesigen Formate, die er verarbeitet hat, ergeben eine Menge Seiten… Und wie in dem ersten, das jetzt bald voll ist, habe ich in beiden unterschiedliche Kleinformate eingearbeitet:

Since both of my sketch- and watercolour books are nearly full by now, I’ve made three new ones. Two of them are handbound just like one of last year; using the large watercolour sheets of my father’s. Their different qualities and sizes make for many interesting pages. Like in the one that’s nearly full, I’ve also cut different small format pages:

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Man muss halt immer ein Zwischenblatt einlegen, um die anderen Seiten zu schützen, wenn man gerade ein kleineres Blatt bemalt. Aber daran habe ich mich längst gewöhnt, es stört mich nicht. Das Buch oben habe ich in Korkstoff gebunden und mit dem bewährten Stift-Verschluss versehen:

Of course, you have to put a sheet between the pages when you’re working on one of the smaller ones, but I’m already accustomed to that, I don’t mind at all. The book above is clad in cork material and sports the handy pen-lock:

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Das andere handgebundene ist mit einem Wildlederrest bezogen; doch für die Vorderseite wollte ich etwas Hübscheres haben. Nach längerem Überlegen verwendete ich ein Aquarell in Postkartengröße, das ich aus einem Buch mit Aquarellen zur Übung abgemalt hatte – es ist sicher anders geworden als das Original, doch ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken! Daher taugt es aber noch als Deckelverzierung für das Buch:

The other handmade one has been covered with dark brown suede; since I wanted something a bit more interesting I finally opted for a postcard-sized watercolour which I had done as practice from a book. It’s not a perfect copy, but I don’t want to present it as mine. Nevertheless, as decoration for the book cover it’s ok:

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Um die empfindlichen Aquarellfarben zu schützen, habe ich es vorher laminiert.

To protect the watersoluble colours, I’ve laminated the picture before glueing it to the cover.

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Als „Innenverkleidung“ dient wieder mal ein Stück Kleisterpapier – das war ja ursprünglich die Hauptanwendung für Kleisterpapiere!

On the inside of the cover I’ve used one of my paste papers – actually a historic way to use paste paper!

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Dieses Aquarell- und Skizzenbuch habe ich im Künstlerbedarf erstanden; es ist etwas größer und dicker als meine handgemachten. Auch hier wollte ich das Cover etwas aufpeppen und strich die Vorderseite mit weißem Aquarellgrund ein – das ist wie Gesso, nur feiner, eben für Aquarellfarben. Und dann malte ich direkt darauf!

Above: this watercolour book has been purchased at the artist’s supply store; it’s larger and thicker than my handmade ones. Again, I wanted a more interesting design for the cover, so I treated the front with watercolour primer – that’s like Gesso, but finer. Then I painted directly on top!

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Diese Motiv ist zwar von meinen Fotos aus Engelberg inspiriert, jedoch habe ich die Elemente neu kombiniert. Auch dies Cover wurde laminiert (mit Lamifix zum Aufbügeln, denn ein ganzes Buch geht ja nicht in ein Laminiergerät).- So, nun bin ich gerüstet für das Zeichnen und Malen draußen im Frühjahr und für den Sommerurlaub!

This landscape has been inspired by my photos from Engelberg, Switzerland, but for the picture I’ve combined different elements freely. This cover, too, has been laminated for protection – using iron-on Lamifix because a whole book can’t be fed into the laminating machine.- Well, now I’m all set for sketching and painting outside in spring and for my summer holidays!

Mit Farbe gegen den Winterblues – Fighting the Winter Blues With Colours

Um bei diesem trüben, ungemütlichen Wetter nicht durchzuhängen, gibt es verschiedene Maßnahmen: Bewegung an der Luft, wenigstens 30 Minuten, Musik und – Farbe! Das erste habe ich gleich heute früh gemacht; Musik und Farbe kamen anschließend dran – nämlich gleichzeitig. So entstanden mehrere Aquarellskizzen in meinem Sketchbuch, das ich mir letztes Jahr selbst gebunden hatte mit unterschiedlichen Papieren und Kleinformaten, sowie ein Bild auf dem Aquarellblock.

To prevent you from getting gloomy in this cold, dark winter, there’s several things you can do: go walking in the fresh air, at least 30minutes, listen to music and – get busy with colours! Well, today I’ve done the first this morning, then, while listening to music, I got my brushes, liner and colours to fill some pages in my handmade sketchbook which has different papers and formats. Also, I did one picture on the watercolour pad.

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Wie man sieht, ein kleines Hochformat, 9x15cm. Es zeigt einen Uhrenturm in meinem Stadtteil.

A small one, 9x15cm, showing a clock tower in my neighborhood.

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Doppelseite auf „Daphnepapier“, das eigentlich nicht direkt für Aquarellfarben gedacht ist, aber durch seine feste Qualität und die grobe Struktur interessant ist. Man muss nur berücksichtigen, daß es die Farbe regelrecht wegsaugt (und etwas unterlegen, da es leicht durchfärbt). Hier habe ich eines meiner Landschaftsfotos sehr locker und vereinfacht umgesetzt.

A spread of „Daphne-paper“, which isn’t meant for watercolour but which I like because it’s sturdy and shows a nice structure. You just have to consider that the colour seeps into it very fast and sometimes through it – I just put a sheet underneath to protect the other pages. Here I’ve made a fast and loose sketch of one of my landscape photos.

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Als meine Tochter noch in München studierte, hatte ich die Gelegenheit, bei ihr im Studentenwohnheim vom Hochhaus auf den Olympiaturm zu gucken – natürlich gibt es auch davon Fotos. In dieser losen Skizze habe ich nur die Landschaft dahinter (an dem Tag waren die Alpen zu sehen) angedeutet und alle Gebäude hinter dem Turm weggelassen – die schöne Freiheit beim Malen!

When my daughter still went to university in Munich, I had the opportunity to visit her in the student’s appartment tower, where I got this view of the Olympic tower. This loose sketch (from a photo) only hints at the landscape (that day, one could see the Alps), ignoring any buildings behind the tower – the freedom of painting!

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Dies Fenster eines alten Bauernhofes reizte einfach zum Malen. Besonders witzig fand ich die unterschiedlich großen Fensterläden! Die Grundskizze mit Bleistift hatte ich damals vor Ort gemacht und heute Farbe hinzugefügt.

On one of my strolls I once had discovered this old window, showing shutters in different sizes. Without camera, I had just made a pencil sketch, adding colour today.

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Dies ist das Bild auf dem Aquarellblock – eine berühmte Ansicht von Ambergs Altstadt, die Schiffbrücke. Ich verbinde sehr frühe Kindheitserinnerungen damit und wenn ich meine Mutter besuche, gehe ich immer auch mal in die Altstadt, die viele schöne Ecken hat!

This one is a bit larger, painted on the pad. It shows a typical view of Amberg’s old city, the „Boatbridge“. It already features in my early childhood memories, and when visiting my Mum I almost always take a stroll through the old city which offers a lot of  picturesque views!

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16×7,5cm – das extreme Querformat eignet sich immer besonders für Strände! Die weißen Strandhütten hatte ich in Belgien am Meer fotografiert.

16×7,5cm – this extreme landscape format is quite suited for beach szenes. Sketched from a photo I had taken in Belgium.

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Fast quadratisch dagegen diese Landschaft – Mügeln in Sachsen. Wie man sieht, habe ich mir in diesen Bildern den blauen Himmel gemalt, der draußen grad fehlt! 🙂

Almost a square, this sketch shows a summer szene , Mügeln in Saxony. As you see, I’ve used these pictures to paint the blue sky which is lacking outside today! 🙂

Drei unterschiedliche Bilder – Three Different Pictures

Diesmal hatte ich mir selbst unterschiedliche Aufgaben gestellt: 1. Eine Landschaft in größerem Format, als ich sonst verwende – hier Aquarellblock 32x24cm, also nicht riesig, aber größer als im Sketchbuch. 2. Ein Objekt direkt abzeichnen, also mal nicht vom Foto. 3. Ein kleines, schnelles Motiv ohne Bleistift, direkt mit dem Feinliner zügig gezeichnet (Übung für die Reise!)

This time I chose to task myself with three different ways to practice: 1. A landscape in a larger format than I usually use (that’s to say larger than my sketchbook; I did it on a watercolour pad 32x24cm). 2. Sketching an objekt from life, not from a photo. 3. A fast, small sketch without the use of a pencil, directly with black fineliner on a postcard format (practice for travels and urban sketching).

pavillon am see, konstanz

Das größere Format: Pavillon am See in Konstanz

The larger format: Gazebo at the lake, Constance

vintage kaffeekanne

Das Objekt: eine alte, versilberte Kanne, die durch ihre Patina bereits golden schimmert.

The „live“ object: a vintage, silver plated coffee pot, which almost looks golden because of its patina.

bauernhof im tarn

In Postkartengröße, direkt und schnell skizziert: Bauernhof im Tarn, Südfrankreich

The fast and loose sketch: farm in the Tarn region, South of France

Gemalte Reiseerinnerungen – Painted Travel Souvenirs

Nach dem ganzen Nähen und Basteln für Weihnachten hatte ich mal wieder Lust auf Malen. Also holte ich ein paar Fotos der letzten Urlaubsreisen hervor und machte mich an das Vergnügen – Arbeit mag ich es nicht nennen! Zunächst drei Bilder, die vom letzten Urlaub im September dieses Jahres stammen, den ich in Engelberg in der Schweiz verbracht hatte:

After a lot of sewing and other DIY projects for Christmas I now felt like painting once again. So after choosing some photos from my travels I took  my pen and watercolours and got going. The first three pictures are souvenirs from my last trip, in September, to Engelberg in Switzerland:

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Oben: Blick von Eienwäldli auf den Hahnen – das Foto war direkt im Garten meiner Tochter entstanden. Unten: Auf dem Panoramaweg zum Brunnihaus:

Above: View from Eienwäldli (a part of Engelberg) up to the „Hahnen“ peak. The photo had been taken directly from my daughter’s garden. Below: On the panoramic trail to the „Brunnihaus“:

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Oben: Almhütte am Panoramaweg zum Brunnihaus. Unten: kein richtiges Aquarell, nur eine Skizze mit Aquarellstiften, als Vorstudie zu einem Bild: Haus in der Bretagne, an der Côte de Granit Rose.

Above: Cottage near the panoramic trail to the Brunnihaus. Below: Just a sketch with watercolour pencils as a study for a picture: house in Brittany, France, on the Pink Granite Coast:

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Und dann grub ich etwas tiefer – es ist schon etliche Jahre her, seit ich in Südfrankreich war, doch dies Foto war ein klassisches Motiv zum Malen, daher wählte ich es aus:

Then I dug a bit deeper – it’s been years since my last trip to the south of France, but this photo just had to be made into a painting, being a classic:

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Und, nein, es ist nicht in der Provence, sondern nah der Côte d’Azur. So, das Malen macht wieder Spass, ich wünschte nur, ich hätte öfter mehr Zeit dazu… Denn ich bin ja noch am Lernen; mein Ziel ist, irgendwann mal ganz leicht und locker aquarellieren zu können…

And, no, it’s not in Provence but near the CÔte d’Azur. Well, painting is such fun, I just wish I had more time more often… Still learning, my aim is to master the art of watercolour much better…