Ein Buch für Nähprojekte – A Book for Sewing Projects

Mein Kopf ist immer voller Ideen für Nähprojekte, die ich gar nicht alle in absehbarer Zeit verwirklichen kann. Bisher waren meine Entwürfe mal in diesem Notizbuch, mal auf jenem Blockzettel verstreut, das wollte ich nun ändern. Daher habe ich ein großes Blanko-Buch verwendet, um darin alle Ideen zu sammeln. Damit das Ganze eine ansprechende Form bekam, habe ich die Seiten mit allem Wichtigen vorgestaltet:

There is always a lot going on in my head about possible sewing projects and ideas which I’m not able to realize in the near future. Until now the drafts and sketches I made were dispersed on different notepads and sheets of paper. Now I wanted to change this. Taking a big blank book to collect my ideas, I have designed the pages to look nice and already contain some constantly recurring aspects:

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Unter „Kategorie“ trage ich ein, was für ein Projekt es ist (Bluse, Tasche, etc.). Bei „Schnitt“ kann bereits ein ausgesuchter Schnitt aus meinen Heften oder ein Fertigschnitt etc. vermerkt werden. Unter „Stoffe“ sieht man die gelben Balken: das sind Stücke von doppelseitigem Klebeband, noch mit Trägerpapier darauf – hier klebe ich kleine Muster der geplanten Stoffe auf, sofern ich sie schon habe. Außerdem gibt es in der linken unteren Ecke einen Zeilenblock (aufgestempelt), wo „Sonstige Zutaten“ und „Anmerkungen“ notiert werden können. Wie an den Bildern oben zu sehen, habe ich weitere Stempel zum Thema „Nähen“ sowie ein paar Washi-Tapes zur Verzierung verwendet. Unten nochmal das Titelbild mit Beispielen meiner ersten Einträge:

As you see, I’ve created a kind of a form to fill in all necessary details about the project. The yellow bars are pieces of double-sided tape with the protecting paper still attached – they will be used for taping in small samples of the fabrics I intend to use for the project. Stamps with a sewing theme and some bits of washi tape add interest. Below the first two sketched projects (same photo as the title):

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Was noch fehlt, ist die äußere Gestaltung des Buches, dazu werde ich mir auch noch etwas einfallen lassen…

One of my next projects will be to create a nice cover for the book!

Ideen für leere Waschmittelflaschen – Ideas For Empty Liquid Detergent Bottles

Nun bin ich zum dritten (!) Mal dies Jahr mit schwerer Erkältungskrankheit daheim, und alles, was ich tun kann ist Lesen, Musik hören und ein bisschen am PC arbeiten. Letzteres wird nun auch meinem Blog zu Gute kommen. Und meine Leser können mich ja weder husten hören, noch sich anstecken 🙂 ! In letzter Zeit hatte ich ein bisschen mit den Plastikflaschen von Ariel, Perwoll &Co. experimentiert – mal was ganz ohne Nähen. Basiswerkzeuge: Teppichmesser, große und kleine Schere, Lineal, etwas Schmirgelpapier. Zum Verzieren Lackmarker (ich habe Silber bzw. Gold verwendet), Washi-Tape, Borten, etc. Als erstes habe ich einfach nur eine Art Körbchen aus einer großen Arielflasche gemacht:

Since I’m just recovering from the third (!) flu this year, I’m not able to do much except listening to music, reading and a bit of computer „work“. So at least my blog is able to benefit, since my readers can’t hear me coughing nor catch the desease 🙂 ! Lately, I’ve been experimenting with the plastic bottles from liquid detergents – some no-sew projects. Basic tools are: a sturdy cutter, big and small scissors, a ruler, a bit of sandpaper. For embellishments: permanent markers (I chose silver and gold), washi tape, lace borders, etc. At first I simply cut a „basket“ from a big bottle:

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Nach gründlichem Ausspülen muss zuerst gut überlegt werden, wo für das jeweilige Projekt geschnitten werden soll. Den Schnitt (zunächst grob und gerade) mit dem Teppichmesser ausführen. Dann mit dem Lineal und Bleistift Hilfslinien anzeichnen und den endgültigen Schnitt mit der Schere durchführen. Bei Bogenkanten wie hier muss evtl. noch Stückchen für Stückchen mit einer kleinen Schere nachgebessert werden. Wenn das soweit passt, die Kante mit Schmirgelpapier glätten. Nun geht es an’s Verzieren! Ich habe einfach nur die Bogenkante mit goldenem Lackstift betont und erweitert, dass es wie Spitze aussieht. Schon mal eine nette Aufbewahrung für das Bad!

After rinsing any left detergent you’ve got to consider where to cut the bottle for your project. The first cut is made roughly and straight using the cutter. Then the ruler and a pencil will help to determine the final cut with the scissors. If you want to create a scalloped edge like I did, you will have to correct it bit by bit with the small scissors. Then use the sandpaper to smooth the edge. Now you can start to embellish! I just used a gold tone marker to emphasize and expand the scalloped edge to look like lace. That already makes for a nice bath storage item!

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Aber es lässt sich einfacher tragen, wenn noch ein Henkel dran kommt:

Of course, a handle would be useful, too:

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Aus dem Rest der Flasche geschnitten und ebenfalls bemalt, habe ich ihn ganz einfach mit Musterklammern befestigt. Die dazu nötigen Löcher lassen sich einstanzen oder bohren (es reicht eine spitze Schere). Sieht ein bisschen nach Osterkörbchen aus…

The handle has been cut from the rest of the bottle. After marker-painting it, too, I attached it using brads – the necessary holes have been punched, but you can just „drill“ them with a pair of pointed scissors. It now looks a bit like an Easter basket…

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Aus einer kleinen Flasche Wollwaschmittel wurde ganz ähnlich ein Körbchen, das aufgehängt werden kann:

Another, smaller bottle was used to create a hanging storage:

Hier habe ich am rückwärtigen Teil eine lange Lasche angeschnitten, in die eine Öffnung zum Aufhängen geschnitten wurde. Den Rand ziert eine selbstklebende Spitzenborte, die Häkelblüte ist mit einer Musterklammer befestigt (könnte man aber auch einfach aufkleben). Durch diese beiden Teile mutig geworden, habe ich mich dann auch an ein komplizierteres Projekt gewagt:

Here, a flap was left on the backwards part when cutting the bottle. It shows a cutout hole for hanging the storage . The front edge is embellished with an adhesive lace border, the crochet flower is attached with a brad – but of course, it could be glued as well. Then, I wanted to try something more sophisticated:

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Ein Umhängetäschchen aus einer großen Flasche! Die obere Kante ist mit Washi Tape umklebt und verziert, die Vorderseite und die Klappe mit silbernem Lackstift bemalt. Die Klappe wird mit einem eingeschlagenen Druckknopf geschlossen. Eine feste, weiße Posamentenborte (nicht dehnbar) dient als Riemen und ist seitlich in eingeschnittene Schlitze gesteckt, dann innen verknotet worden – so einfach ließ sich sie sich befestigen! Damit der Inhalt nicht laut herumklappert, habe ich den Boden innen mit etwas Bastelfilz beklebt.

A cross-body bag from a big bottle! The upper edge has been bound and embellished with washi tape, the front and flap show silver marker pen designs. The flap is closed with a snap fastener. A white decorative border (not stretching even with a bit of weight on it) serves as strap. It was very easy to fasten: tucked through slits cut into the plastic on either side, and then just knotted to prevent it from sliding back through! Also, to prevent contents from clattering loudly inside, I’ve glued a piece of felt on the bottom inside.

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Anhänger im Shabby-Look -Shabby Chic Tags

Aufkleber halten bzw. passen nicht überall. Daher habe ich für diese Fälle Anhänger gebastelt: die Beschriftung mit einem schönen Font plus Blumenbildchen am PC gestaltet und alle auf Transferfolie ausgedruckt. Diese dann auf Leinenstoff gebügelt, welches anschließend mit der Zackenschere  großzügig ausgeschnitten wurde.

Where sticky labels don’t stay in place, I use tags which I like to design and embellish myself. Choosing a nice font and adding some floral design for embellishment, I print the text onto transfer foil. Ironed on linen fabric, I then cut them out using pinking shears.

In eine Ecke wird eine Öse eingeschlagen für das Bändchen; danach können Knöpfe, Spitzenreste, Stoffblümchen, Perlen und viele andere Kleinigkeiten zur weiteren Verzierung verwendet werden. Geklebt oder genäht – diese Phase macht besonders viel Spaß!

Putting an eyelet in one corner , the tag can then be embellished with buttons, bits of lace, small fabric flowers, beads and other titbits. If you sew it or glue it – this phase is a lot of fun!

Vorteil dieser Methode: im Gegensatz zu Inkjetdruck auf Papier ist hier die Schrift wasserfest und die Farben bleichen nicht aus.

There’s an advantage to this method: the colours of the printing don’t bleed nor fade, like they do when (inkjet-)printed directly on fabric or paper.

Taschen aus Gobelinstickbildern -Bags Using Vintage Needle Point Embroideries

Gobelinstickbilder vom Flohmarkt inspirieren mich immer wieder zu Nähprojekten. Diesmal habe ich alle möglichen Flohmarktfunde zusammen verarbeitet: zwei Stickbilder, floral, mit schwarzem Hintergrund, einen alten Pelzkragen (ja, der ist echt, aber da das Tier schon mindestens 40 Jahre tot ist, finde ich nichts dabei. Natürlich gibt es andere Meinungen, dies hier ist meine persönliche); eine alte Strassbrosche und  eine Goldborte. Ich selbst gab noch schwarzen Wollstoff, schwarze Lederreste und einen Leostoff für das Futter dazu.

Vintage needle point embroideries never fail to inspire me. This time I’ve combined them with other flea market finds: an old rhinestone brooch, a vintage lace border and an old fur collar. (Yes, it’s genuine fur, but the animal was already dead for about 40 years when I purchased it, so in my personal opinion that’s ok – even if other people may disagree). Then I added  black wool fabric, scraps of black suede and a cotton fabric with animal print for the lining.

Unterhalb der Riemen, unter der Brosche und in der Mitte am unteren Ende der Tasche baumeln selbst hergestellte Mixed-Media Perlen die die Farben der Stickbilder aufgreifen.

Selfmade mixed media beads, picking up the colours of the embroideries, are dangling from the bag in several spots.

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Innen gibt es zusätzliche Fächer; auf der schwarzen Rückseite auch eine kleine Reissverschlusstasche. Klettband hält die Tasche zu, die Klappe wird nur übergeworfen. Die Form habe ich von asiatischen Taschen abgeguckt. Der Riemen ist aus Stoff mit aufgenähten Lederstreifen, die ihn stabiler machen.

Inside some pockets organize smaller items. On the rear side there is a zipper pocket in the black wool . The bag is closed with velcro strips, the fur flap needs no extra fastening. I got the idea for the unusual shape from Asian bags. The strap is cotton, reinforced with appliquéd strips of suede.

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Bereits vor einigen Jahren habe ich auch eine Bauchtasche aus so einem Stickbild genäht, ebenfalls kombiniert mit einem Wildlederrest:

Some years ago I had sewn a fanny pack from such a needle point embroidery, also adding a bit of suede:

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Das ging ziemlich schnell und einfacher, als man denkt ( mit einem gekauften Schnitt). Diese Tasche nutze ich im Sommer sehr gern und oft!

Sewing such a fanny pack is fun and quite easy with a purchased pattern. And I’m using it very often in summer!

Neuer Look für einen alten Sessel – A New Look For An Old Armchair

Vor ein paar Jahren hatte ich im Sozialkaufhaus einen alten Sessel gekauft, der sehr bequem ist, ohne in meiner kleinen Wohnung zuviel Platz wegzunehmen. Nun war der Sessel mit blauem Microfaserstoff bezogen gewesen; das passt so überhaupt nicht zu meinen Möbeln. Daher hatte ich ihn zunächst mit einem Überwurf verwendet, doch das wurde unpraktisch, als ich entdeckte, dass sich der Sessel etwas nach hinten verstellen lässt – der Überwurf verrutschte dadurch immer. Da er sich aber auch nicht ganz auseinandernehmen ließ, war richtig neu Beziehen kein Thema. Dann las ich, dass man auch Polstermöbel mit Kalkfarbe streichen kann, wenn man einen Zusatz für Textilien hinzufügt. Das habe ich nun versucht!

Some years ago I had purchased an old armchair which is very comfortable without taking too much space in my small appartment. Alas, it was covered with blue fabric, which didn’t match my other furniture and anyway, it was a bit worn. So at first I used it with a fabric cover. But then I discovered that the armchair was, in fact, a recliner – a very welcome feature! Only, using it meant that the cover was in disarray all the time…Since it can’t be disassembled completely, a new upholstery wasn’t possible either. Now, I’ve read that chalk paint could be used on fabrics and upholstered furniture, too – adding a fabric medium. So that’s what I’ve done!

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Das komplett abnehmbare Sitzteil habe ich mit einem alten Mehlsack bezogen, der Rest bekam den Anstrich – genauer gesagt mehrere, denn es dauerte, bis das Blau nicht mehr durchschien. Um das Weiß ein bißchen zu brechen (und ein paar Unregelmäßigkeiten zu verstecken), habe ich anschließend mit ganz hellem braun-beige ein zartes Muster aufgetragen: endlich konnte ich den alten Musterroller vom Flohmarkt mal verwenden! Das lose Kopfkissen wurde passend bezogen.

The seat could be detached. so I covered it with an old flour sack, the rest got a paint job – actually, I had to paint it several times to completely cover the blue. Then, to mitigate the white (and to cover up some small imperfect spots) I used an old pattern roller (a flea market find), to add a delicate all-over pattern in beige. The small pillow is loose and got a matching cover.

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Und dann nützte ich die Gelegenheit, ein lang geplantes Projekt zu verwirklichen: ein Utensilo an der rechten Armlehne!

Last, not least, I used the opportunity to add an organizer on the right armrest:

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Natürlich auch im Shabby-Chic Look! Da konnte ich meine Liebe zu alten Spitzen austoben 🙂

This shabby-chic project was perfect to indulge my love for old lace 🙂

 

 

„Designer“-Taschenset – Set of „Designer“ Bag and Purse

In meinem vorletzten Beitrag (Robuste Taschen aus Papier und Plastik) habe ich die Technik vorgestellt, die ich nun auch hier für ein Set aus Umhängetasche und Kosmetiktäschchen angewendet habe.

Using the technique I have shown in my second last post (Sturdy Bags From Paper and Plastic Foil), I’ve now created this set of a crossbody bag and a small purse for cosmetic items.

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Zwischen die Lagen aus Klarsichtfolie kam diesmal ein Hintergrund aus alten Buchseiten, vergilbt und in alter Schrift. Bestempelt mit Schnörkeln, runder Spitze und kleinen Schmetterlingen, habe ich dann noch Briefmarken-Sticker, Washi Tape sowie Vogel- und Schmetterlingsmotive (Sticker und Glanzbildchen) hinzugefügt. Etwas Goldglitzerstreu habe ich mir auch dazu gegönnt 🙂

This time I’ve filled the plastic foil sandwich with a background of old book pages, beautifully yellowed and printed in old German type. Then I’ve added stamps: some swirls, lace and butterflies. Vintage look washi tape, stamp stickers and colourful motives like birds and butterflies are highlights. At last, I just couldn’t help adding some gold glitter 🙂

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Die Tasche ist wieder mit Nesselstoff gefüttert, goldenes Schrägband dient zum Einfassen. Die Klappe ist mit Drehschnalle zu Schließen; auf der Rückseite gibt es eine Aussentasche, ebenfalls mit Klappe, diesmal mit Magnetknopf, der sich unter einem alten Goldknopf versteckt. Die Kosmetiktasche hat einen Reissverschluss und ist nicht gefüttert: für Kosmetikutensilien ist die glatte Innenwand der Klarsichtfolie besser geeignet. Ein alter Stoffgürtel mit aufgenähten Streifen des Taschenmaterials dient als Riemen.

The bag is lined with raw muslin, gold tone bias tape was used to cover the edges. The flap is closed with a buckle; on the rear there is a pocket, also with a flap and closed with a magnetic button (underneath an old gold tone button). The purse has a zipper and isn’t lined; the plastic foil backing of the sandwich is better suited to contain cosmetics. An old fabric belt with strips of the collage material on one side serves as shoulder strap.

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Ein altes Scrapbook – A Vintage Scrapbook

Vor einiger Zeit hatte ich auf dem Flohmarkt ein großes, altes Scrapbook ( Album zum Selbstgestalten) gefunden. Es ist ungefähr so alt wie ich, denn darin lag ein Zeitungsausschnitt von 1963!

Some time ago I had found this big vintage scrapbook on a flea market. It’s almost my age since it contained a newspaper cutout from 1963!

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Nur 2 Seiten waren beklebt, auch mit alten Zeitungsausschnitten, aus den USA (Kennedy, Gedichte und Elizabeth Taylor). Nach einigem Überlegen habe ich diese Seiten entfernt, denn ich möchte es für mich selbst nutzen. Allerdings wollte ich es auch äußerlich ein wenig freundlicher gestalten, unter Beibehaltung der goldfarbenen Prägungen.

Only 2 pages were used – for several newspaper cutouts from the USA, showing President Kennedy, a poem and Elizabeth Taylor… After some thought I removed these pages because I want to use the book myself. But at first I tried to remake the outside for a more friendly look – but keeping the gold tone embossed parts.

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Nun sieht es so aus:

That’s how it looks now:

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Weißer Grund, darauf Gold gewischt (sieht hier leider eher braun aus). Die Prägungen habe ich mit Glitzersteinen umrahmt, und auf dem Ganzen tummeln sich gestempelte Libellen, die mit petrolfarbenem Embossingpulver veredelt wurden.

Choosing a white background, I added gold acrylic paint to set accents (alas, on the photo it looks more brown). The original embossed parts got rhinestone frames, and some stamped dragon flies with dark blue embossing powder take flight.

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So sieht das Innenleben aus: kräftiges, inzwischen wunderschön vergilbtes Papier, das nur darauf wartet, von mir gestaltet zu werden!

A look inside: nicely yellowed strong paper pages waiting to be filled!

Robuste Taschen aus Papier und Plastik – Sturdy Bags Made From Paper and Plastic Foil

Selbstklebende Klarsichtfolie (z.B. zum Bücher Einbinden) und jede Menge Papier – mehr braucht es nicht, um das Grundmaterial für kleine, abwischbare Täschchen herzustellen. Für größere Taschen braucht es zusätzlich Sprühkleber und etwas dickere Plastikfolie (die Sorte, die als durchsichtige Tischdecke verwendet wird). Dazu einfach ein reichliches Stück der Klarsichtfolie abschneiden, mit der Folie nach unten auf den Tisch legen und die Trägerfolie abziehen – die Klebeseite ist jetzt oben.

Clear self-adhesive plastic foil (the kind used as protection for book covers) and a lot of papers – that’s all you need to create the basic material for water resistant small pouches. For bigger bags just add spray glue and thicker clear foil – the kind used to cover table cloths. At first, cut a piece of the adhesive foil a bit bigger than needed for the bag/pouch and put it right side down on your table. Remove the backing paper – the adhesive side is now on top.

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Oben: das Trägerpapier hat oft eine Lineatur, die das Zurechtschneiden erleichtert.

Above: the backing paper often shows a grid, allowing precise cutting.

Nun fängt der Spass an: einfach eine Collage aus dem vorhandenen Papier (ich liebe alte Zeitschriften, alte Kinderbücher und alle alten Schriftstücke, ebenso Servietten und Geschenkpapier sowie Ephemera) direkt auf der Klebefläche zusammenstellen! Unten ein paar Beispiele:

Now the fun starts! Create a collage from your papers (I like magazines, old children’s books, any vintage papers, paper napkins, gift wrapping paper and ephemera), directly on the adhesive surface! Below you see some examples:

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Das Ganze dann noch mit einem weiteren Stück Klarsichtfolie bedecken – fertig! Aus so einem Stück habe ich ein Kosmetiktäschchen genäht (nähen wie Wachstuch; der Kleber stört überhaupt nicht!):

The finished collage has to be covered with another piece of adhesive clear foil – that’s it! From one of these simple collages I’ve sewn a make up bag  (sew it like oil cloth, the glue doesn’t clot the needle):

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Dies Täschchen habe ich in meiner Handtasche seit 4 Jahren in Verwendung, es hält prima!

This cosmetic bag has already been in daily use for 4 years now, no problem!

Natürlich kann man das Ganze noch stabiler machen und auch weitere Gestaltungselemente hinzufügen, wenn man die Basiscollage mit Sprühkleber behandelt und darauf Spitzenstückchen, gepresste Blumen, Glitter etc verteilt. Dann nochmals mit Sprühkleber benetzen und statt selbstklebender Folie die dickere Plastikfolie schön glatt daraufgeben:

To create an even  more sturdy material and to add more design layers, cover the basic collage with spray glue, then add bits of lace, pressed flowers glitter, etc. Another layer of spray glue serves to adhere the thicker, non-adhesive clear foil:

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Für diese Collage habe ich lauter alte Musiknoten, alte Handschriften in verschiedenen Sprachen, alte Zeitungen, Geschenkpapier, Washi Tape, Spitze und gepresste Blüten verwendet.

For this collage I’ve used old sheet music, vintage handwritings in different languages, old ledgers, gift wrapping paper, washi tape, lace and pressed flowers.

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Hier sieht man die Klarsichtfolie darauf. Here you see the clear foil on top.

Aus diesem Material habe ich dann diese Tasche genäht:

From this material I’ve sewn this bag:

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Daran ist manches genäht, manches geklebt – dabei habe ich einiges gelernt! Zum Beispiel, dass das leichte, durchsichtige doppelseitige Klebeband aus dem Bastelladen eine große Hilfe ist, wenn man Leder, Kunstleder, Wachstuch und eben Plastik verarbeitet: es ersetzt das Stecken oder Klammern, nichts verrutscht und die Nadel geht durch wie Butter! Dagegen eignet sich das starke Klebeband aus dem Baumarkt, um die Plastikstoff-Kanten ohne Nähen einzufassen (hier obere Taschenkante – Stoffband mit Teppichklebeband um die Kante geklebt). Der Reissverschluss der Vordertasche war mal ein Geschenk von einer Freundin, mit Glitzersteinen!

I’ve used different techniques: sewing and glueing both. And I’ve learned a lot! For example: there is a thin, clear kind of doublesided adhesive tape (craft store), that is perfect for „basting“ leather, oil cloth and plastic – you can sew through it without problems! On the other hand, the more heavy duty tape from the hardware store is suited for covering the edges: here, the upper edge of the bag has been covered with a black cotton ribbon attached with heavy duty („carpet“) tape. The zipper of the front pocket once was a gift from a friend, sporting rhine stones!

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Die Tasche ist mit Nesselstoff gefüttert und hat auch oben einen leicht versenkten Reissverschluss:

The bag has been lined with cotton fabric and can be closed with a zipper:

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Die langen Henkel habe ich aus schwarzem Veloursleder genäht, mit einer Kordel gefüllt und mit Nieten befestigt:

The long handles have been sewn from black suede, stuffed with a cord, and attached with rivets:

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Der Schultergurt ist abnehmbar, da mit Karabinerhaken versehen. Er ist aus kräftigem Baumwollband, das ich noch mit schmalen Streifen aus dem Plastikstoff verziert und verstärkt habe. Die Stellen, wo die Ösen gesetzt wurden, sind auch mit Velourslederstücken verstärkt, die mit Teppichklebeband befestigt wurden.

The shoulder strap can be removed since it’s attached with snap hooks. It’s made from a sturdy cotton ribbon and small strips from the plastic collage material. The area where the eyelets are situated has been reinforced with suede that’s attached with adhesive „carpet“ tape.

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Da immer noch ein Rest des Plastikstoffes übrig war, habe ich daraus einen passenden Anhänger gemacht: zwei gleiche Stücke mit Teppichband aufeinandergeklebt und mit washi Tape die Kanten umklebt.

Since there was still a bit of plastic collage material left, I’ve made a matching tag: two pieces glued  back to back, then a bit of washi tape around the edges.

Die Tasche ist leicht, geräumig, robust und praktisch! Außerdem: ein sehr individuelles Einzelstück… Genau wie die Beuteltasche unten, die genauso hergestellt wurde, allerdings mit den Bildern aus dem Lesebuch, das ich in der 3. Klasse ( 1970)in der Schule hatte! Diese Tasche verwende ich, um Getränkeflaschen zu befördern – so stabil ist sie!

This bag is sturdy, lightweight, spacious and very functional. Plus: a very personal and unique item… Just like the bag below which has been made the same way; this time using the coloured pages from a book I had in school in 1970! I use this bag to transport water bottles, because it’s so sturdy!

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Souvenirs

Ja, ich liebe Reiseandenken! Allerdings nicht unbedingt den üblichen Touristenkitsch oder gar „ulkige“ Sachen. In erster Linie sind es meine Fotos, die dazu dienen, gefolgt von ebenfalls kostenlosen Fundstücken aus der Natur (je nach Land muss man sich aber genau informieren, was mitgenommen werden darf! Aus der Türkei z.B. darf man nicht einmal Muscheln oder gar Sand vom Strand ausführen!). Von Sardinien hatte ich ja schon gezeigt, dass ich Strandglas und Muscheln mitgebracht hatte und bereits eine Kette daraus hergestellt hatte. Denn am liebsten mag ich einfach Dinge, die ich in irgendeiner Form weiterverarbeiten kann. Ebenfalls von Sardinien stammt dieser Zweig mit Flechten darauf, schön knorrig, ein ideales Dekostück, er lag bereits sehr vertrocknet auf einer Strasse – von lebenden Pflanzen zupfe ich aus Prinzip nichts ab.

Yes, I love to bring souvenirs from my travels! But rather not the usual tourist kitsch or even „funny“ stuff. Mostly, it’s the photos I take to remind me of the place and time, closely followed by (also free) nature findings. In this case you always have to consider the restrictions depending on the country : from Turkey, for example, you’re not even allowed to take shells or sand from the beaches! In one of my posts from last december I’ve already shown the seaglass and shells I’ve brought from Sardinia and the necklace I’ve made from these items. That’s what I prefer: stuff I can play with and create from! Also from Sardinia is this dry twig with lichen, beautifully gnarled, very decorative. It was already dried out, lying on the street – I never break or cut anything from living plants.

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Der kleine Keramikpilz, den eine Freundin mir zu Weihnachten schenkte, passt wunderbar dazu:

The small ceramic mushroom, a gift from a friend, looks perfect with it, adding a bit of colour:

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Aber auch einheimisches Kunsthandwerk reizt mich immer. Dabei mag ich Dinge, die nicht nur zum Angucken sind, sondern auch einen Zweck erfüllen – oder eben geeignet zur Weiterverarbeitung. Das Porzellanschälchen aus Sardinien passt wunderbar zu meinem „Shabby Chic“-Stil; im Bad habe ich so kleine Schälchen, wo ich Schmuckstücke drin ablege, die ich bald wieder brauche. Das handgeflochtene Körbchen aus Sardinien habe ich in den Händen des Handwerkers entstehen sehen; nun lege ich Stick- und Häkelzeug darin ab, an dem ich grad arbeite.

Also, I like local craft products, preferring items that are not only nice but also useful – or suitable for further use in my own creations. The small porcelain bowl from Sardinia is a perfect match for my „Shabby Chic“-style; I use it to store jewelry pieces. The handwoven basket (also from Sardinia) has been made before my eyes and now gets to hold my embroidery or crochet works in progress.

Ganz besonders „verrückt“ bin ich natürlich auf alles Textile! Ist es aus Stoff, lässt es sich vernähen… Bereits an anderer Stelle hatte ich die Leinenjacke vorgestellt, für die ich auch ein Geschirrtuch verwendet habe, das mit Motiven der kanadischen Indianer verziert ist:

Of course, I’m always crazy about everything textile! If it’s fabric I can sew it… In one of my posts I have already shown the linen jacket I had sewn using a tea towel printed with Canadian native motives:

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Und auch die Fotos werden nach der Reise aufbereitet: ich gestalte meine Alben am PC. Fotobücher, die man bestellen kann, sind ja sehr schön, aber nicht billig, und man ist in der Menge der Bilder doch sehr eingeschränkt. Zudem werden sie dieses Jahr deutlich teurer, da die Steuer darauf erhöht wurde: der Staat merkt schnell, wo es sich lohnt, abzuschöpfen… Daher mache ich meine Fotobücher/-Alben seit Jahren selber. Einige Beispiele aus dem aktuellen Sardinienurlaubsbuch:

Selfmade photo books are my favourite way to record and remember my trips. Of course you can do that online, but those books are expensive (even getting more expensive in Germany 2017 because the tax on them has been augmented – the State knows where to get more and more…) Moreover, the amount of pictures you can include is limited. That’s why I make them myself. Some pages from my book about the trip to Sardinia:

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Ich habe dabei alle Möglichkeiten der Gestaltung, kann Texte einfügen, Bilder drehen, ausschneiden, kleine Bilder in ein großes setzen, und, und, und… Voraussetzung sind ein ordentlicher Drucker und die Beschäftigung mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Damit das nicht durch Tinte und Fotopapier teuer wird, hier mein Tipp (für Tintenstrahldrucker): sehr gute Tinte (Testsieger)gibt es extrem günstig im Internet, zum Bruchteil der Originaltinte! Und das Fotopapier, das es zweimal im Jahr (meist Mai und Herbst) bei Aldi gibt, ist hervorragend, da kaufe ich immer gleich etliche Packungen.

This way I can choose the whole design and layout according to my own ideas: adding texts, putting small pictures into a big one, use cutouts, twist and turn everything like I want…  Requirements are a decent printer and the time to work with an image editor program.  The expenses for ink and paper can be contained: there are very good offers on the net for test winning ink, you can save a lot with that!  Once or twice a year some discounters offer very good inkjet photo paper – I always buy a stock.

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Auf so ein A4-Blatt passt eine Menge, es ist ein Format, in dem ein einzelnes, besonders gelungenes Bild toll wirkt, oder eine Collage aus mehreren Bildern. Immer zwei solche Seiten, Rücken an Rücken, in eine Klarsichthefthülle gesteckt, sorgt für ein wunderbares Bilderbuch!

Using the german A4 format, I’ve got a lot of space to fill – either a perfect photo as a single or a collage of three or more different pictures. Two of those pages, inserted back to back into a clear sleeve and put in a folder makes for one two-sided page in a great photo book!

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Wien im Dezember – Vienna in December

Es ist eine Weile her seit meinem letzten Beitrag – in der ersten Januarwoche war ich beruflich und privat „ausgebucht“, danach mit heftiger Grippe im Bett; jetzt geht’s allmählich wieder aufwärts. – 2013 war ich im Dezember eine Woche in Wien, eigentlich wollte ich diese Bilder noch in der Adventszeit zeigen, doch da noch Winter ist, passt es gerade noch, denke ich.

It’s been a while since my last post – at first, I was very busy at work and otherwise, then I got the flu and just now I’m starting to get better.- In december 2013 I spent a week in Vienna, the photos of this trip should have been posted during the time of last advent, somehow I had overlooked them. But still being winter, I think it’s ok now, isn’t it?

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An dieser S/U-Bahnstation begann mein täglicher Sightseeing Trip. Wer liebt nicht den Jugendstil, der einem hier überall begegnet?

This station was the starting point of my dayly sight-seeing trip. Who doesn’t love the Arts-and-Crafts style displayed here everywhere?

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In der Karlskirche…

In the Church of St.Charles..

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Der Engel wacht über einen der vielen schönen Adventsmärkte – wer gerne Punsch trinkt, ist in Wien im 7.Himmel: es gibt unglaublich viele Sorten Punsch auf diesen Märkten, einer leckerer als der andere! Da ich nur zu Fuß und mit „öffentlichen“ unterwegs war, genoss ich es, Hände und Bauch immer mal wieder mit einer Tasse Punsch zu wärmen. Auf diese Weise habe ich die eine Woche 10 verschiedene Sorten probiert, und das waren noch lange nicht alle… Auf einem Markt gab es nur Punschsorten, die von verschiedenen Sterneköchen kreiert worden waren! Und am ersten Tag geriet ich in der Fußgängerzone in die Feier des jüdischen Chanukka-Festes, wo koscherer Glühwein ausgeschenkt wurde, der war auch lecker (ich vertrage Wein vom Magen her nur in sehr geringen Mengen, und am besten, wenn er „koscher“ ist, da in diesem noch weniger Zusatzstoffe erlaubt sind als bei Bio-Wein. Auch den selbst hergestellten Wein meines Schwiegersohnes vertrage ich gut, da er ebenfalls extrem wenige Zusatzstoffe hat – wahrscheinlich auch einfach wenig Gerbsäure, da im Glasballon gereift und nicht im Eichenfass). Jedenfalls war ich die ganze Woche „gut gelaunt“  🙂 , da ich ja sonst extrem wenig Alkohol trinke..

Above: an angel is watching over one of the many Christmas markets. These markets in Vienna are  punch-lover’s paradise: even tasting 10 different recepies in this one week I couldn’t taste them all! There even was one market where  different kinds of punch were served that had been created by star chefs! Since I didn’t drive the whole week, I enjoyed it to warm my hands and my stomach with a cup of punch every now and then, resulting in being in a „very good mood“ the whole time 🙂 since normally I don’t drink alcohol very often! One day in the pedestrian area, I found myself in the midst of Jewish families celebrating Chanukka, with song, dance and – kosher mulled wine! Now, my stomach is a bit delicate when it comes to wine; years ago I found out, that it much better tolerates kosher wine, containing less extra ingredients than even bio-wine. Also, my son-in-law makes his own wine in a glass balloon, so it contains no tannic acid from oak-barrels, resulting in a very mild kind of wine. –

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Stephansdom

Cathedral of St.Stephan

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Da gibt es wohl keine Unklarheit, woher der junge Musiker kommt! Ob er die Farbe der Harfe passend zum Haar ausgesucht hat?

Quite obvious, where this young musician is from! Wondering if he chose the colour of his harp to match his hair?

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Für die Kleinsten: das coolste Karussel, das ich je gesehen habe! Aus recycelten Gegenständen, und die Eltern müssen treten!

For the little ones: the coolest kind of carousel I’ve ever seen! Made from recycled items and the parents have to pedal for it to turn!

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Das musste natürlich sein: ein Trainingsmorgen in der Spanischen Hofreitschule! Leider war fotografieren verboten; ich dachte zunächst, nur der Blitz sei tabu, um die Pferde nicht zu stören, doch dann wurde ich ermahnt, auch ohne sei es nicht gestattet. Im Shop gäbe es Postkarten…

Of course, this was on my schedule, too – watching a training in the Spanish Riding School! Alas, taking photos was forbidden – at first, I thought just the flash was a no no because of the horses, but then I was reprimanded:  no photos at all, I could buy postcards in the shop….

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Hier war das Fotografieren gestattet: die alte Bibliothek!

Here, I was allowed to take photos: the old library!

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Park vor der Nationalbibliothek

Parc in front of the National Library

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Sonntagmorgen in der U-Bahn

Sunday morning in the underground

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Oben: das Hofburgtheater. Die moderne Weihnachtsdeko ist Geschmackssache…

Above: the famous Hofburg theater. And modern Christmas decoration…

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Viel schöner finde ich den Jugendstil:

I much prefer the Arts-and-Crafts style:

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Das nächste Mal komme ich im Frühjahr, wenn alles blüht..

My next visit will be in spring with all flowers in bloom…

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