Ein verrückter Auftritt – A Crazy Performance

Wie versprochen mal was Witziges: beim Seniorennachmittag für unsere Patienten haben ein paar Kolleginnen und ich uns als „Senioren“ verkleidet und sind mit Rollatoren und Gehstöcken in den Saal gewackelt, um dann aber zur Musik „Time Warp“ aus der Rocky Horror Picture Show so richtig abzurocken. Eine hatte sich sogar als Mann verkleidet; ich dagegen bin die mit der fliederfarbenen Wollmütze und angemalten Zahnlücken… Es gibt auch Videos, doch ich traue mich nicht, sie ins Netz zu stellen, um keine Probleme mit der Gema wegen der Musik zu bekommen…

As promised something funny: together with some collegues of mine I’ve done a little dance show, all disguised as elderly people (one of us even as a man), because it was an entertainment afternoon for our clients – all elderly people, of course! So, entering with strollers and canes, we soon „woke up“ to the „Time Warp“ from the Rocky Horror Picture Show and rocked the room! There also are 2 videos, but I don’t dare upload them because of the music in it – in Germany there might be licence problems. If you are looking for me: I’m the one with the lilac-coloured beanie and blackened teeth…

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Es ist nicht nur beim Publikum gut angekommen (wir wurden sofort für einen weiteren Auftritt im Sommer gebucht!), sondern hat auch uns sehr viel Spaß gemacht – Teambildung inclusive!

The audience loved it (we’ve been booked for another performance in summer!) and we had a lot of fun with the rehearsels, too – perfect team-building!

Zwei Sweatjacken – Two Sweat Jackets

Nach meinem letzten Beitrag über die bunte Sweatjacke fiel mir ein, dass ich zwei weitere selbstgenähte Jacken aus Sweatshirt-Stoff noch gar nicht vorgestellt habe. In verschiedenen Schnitten gearbeitet (allerdings alle mit Stehkragen, den ich sehr liebe), und vor allem in so unterschiedlichen Stoffen und Designs, dass jede ihren eigenen Stil hat. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie alle sowohl chic als auch bequem sind!

Having finished my last post about the colourful sweat jacket, I remembered that there still were two other sweat jackets I had sewn but not yet shown on this blog. Sewn after different patterns (albeit both with standing collars, which I love), I’ve used very different fabrics and designs resulting in quite different styles. What they’ve got in common, though, is that they’re stylish and comfortable at the same time!

Links: Aus verschiedenen Sweatstoff-Resten in beige-grau Tönen, mit großen Knöpfen. Der Schnitt sitzt locker und ist sowohl als Pulli-Ersatz als auch zum Überziehen für draußen geeignet. Rechts: Dieser Stretch-Sweatstoff im Leo-Print hatte es mir sofort angetan. Gepaart mit einem leichten, dünnen Lederimitatstoff in dunkelbraun, für die Seiten, Kragen und Unterärmel, sitzt dieses Jäckchen figurnah, wie ein Shirt.

Above left: A jacket from different upcycled sweat fabrics, all in gray-beige colours, with big buttons. It’s loose-fitting and can be worn like pullover or as a jacket over a T-shirt or a blouse. Above right: This stretchy animal-print is a favourite! Combined with a thin, lightweight and also stretchy faux leather for the sidepanels, the collar and the lower sleeves, it makes for a nice close-fitting jacket, to be worn like a shirt.

Die hellgraue Jacke trägt auf dem Rücken ein fiktives Label, das ich bei meinen eigenen Kreationen oft verwende und das hier mit Silbergarn auf Leinen gestickt ist. Beim Leo-Jäckchen sorgen in den Teilungsnähten mitgefasste braune Samtpaspeln für Couture-Pepp und „Figurfreundlichkeit“.. 🙂 .

On the back, the gray-beige jacket shows a fictitious label I like to use in my creations and which in this case is stitched on linen, using silver tone yarn. The animal-print jacket sports brown velvet piping along the panel seams, making for couture-chic and a favourable silhouette 🙂 .

Bei der geköpften Jacke konnte ich mal meine schönen, großen Keramik- und Perlmuttknöpfe in Szene setzen…

On the buttoned jacket some of my beautiful, big ceramic buttons and some mother-of-pearl buttons are on display…

… Genau wie eine Stoffblüte vom Flohmarkt und eine applizierte Krone, die ich aus einem gemusterten Stück Stoff geschnitten habe.

… As well as a fabric flower found on a flea market and a small crown appliqué which I had cut from a piece of printed fabric.

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Hier sieht man die verschiedenen Sweatstoffe…

Here you can see the different sweat fabrics…

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Die Bündchen sind auch wiederverwertet; sie stammen von einem alten Sweatshirt. Ja, ich bin grad jede freie Minute an der Nähmaschine, aber im nächsten Beitrag gibt es mal was GANZ anderes, Witziges zu sehen.. lasst Euch überraschen!

The cuffs are upcycled, too: they have been cut from an old sweatshirt. Yes, at the moment I’m spending every free minute at the sewing machine, but my next post will be about something quite different, and funny… Let me surprise you!

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Eine kunterbunte Sweatjacke – A Colourful Sweat Jacket

Derzeit sitze ich wieder viel an der Nähmaschine… Heute möchte ich Euch ein aufwändiges Projekt zeigen, das aber sehr viel Spaß gemacht hat! Inspiriert von einer bekannten spanischen Modemarke, habe ich diese bunte Sweatjacke gestaltet.

Keeping my sewing machine busy… Today I’d like to show you an elaborate and extravagant project which took some time but was much fun! Inspired by a well known Spanish label, I’ve created this colourful sweat jacket.

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Den leicht gerippten Sweatstoff aus reiner Baumwolle wollte ich zunächst mit einem großen, alten indischen Holzstempel bedrucken, der die Form eines Tortenstücks hat. Darauf plante ich Verzierungen aus bunten Stoffen, ein paar fertig gekauften  und einigen selbst hergestellten Applikationen. Den Stoff hatte ich zugeschnitten und bereits die Wiener Nähte geschlossen, sodass ich 5 Teile zu verzieren hatte: Rückenteil, 2x vorne und 2 Ärmel.

To begin, I wanted to use an old wooden Indian stamp which had the size and shape of a piece of cake, on the cotton fabric. On top of the stamps I planned embellishments with patterned fabric as well as with bought and self-made appliqués. Already having cut the pattern of the jacket from the fabric, I just closed the panel seams on front and back, which left me with 5 pieces to embellish: back, 2x front and 2 sleeves.

Oben: die Ärmel, unten: die Vorderteile und weiter unten das Rückenteil.

Above: the sleeves; below the front and further down the back:

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Wie man sieht, lassen sich die „Tortenstücke gut zum Fächer/Kreis/Halbkreis aneinandersetzen; aber auch ein gegengleiches Ansetzen ist möglich:

As you see, the „pieces of cake“ can easily be used to create a fan/a circle/a semicircle, but also a different pattern if you put them together diametrically opposed:

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Um die Applikationen vor dem Nähen zu befestigen, habe ich Sprühzeitkleber (505) verwendet; natürlich geht auch Aufbügeln mit Vliesofix, doch dann wird es besonders bei größeren Stücken etwas zu steif. Vor dem Applizieren mit der Maschine muss noch ein Stickvlies daruntergelegt werden, damit sich nichts verzieht (ich nehme Ausreiß-Stickvlies; auch Soluvlies ist gut, doch dann muss es erst ausgewaschen werden, bevor man weiterarbeiten kann, das stört den „workflow“).

To fixate the appliqués before sewing I used a temporary spray glue (505); you also can iron them on with „wonder under“, but especially on bigger appliqués it makes for a stiffer feel. Before starting to stitch, I also put pieces of „stitch’n tear“ underneath to prevent the fabric from warping. Watersoluble fleece is okay, too, but I don’t like to break the workflow having to wash it out.

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Oben: die Libelle ist gekauft und aufbügelbar; die bunten Kreise hatte ich mit Wasserfarben auf Karton gemalt, dann eingescannt und auf T-Shirt-Transferfolie gedruckt, um sie schließlich auf Stoff zu bügeln. Wie man sieht, habe ich den Kreis nicht nur außen herum aufgenäht, sondern auch innerhalb mit buntem Glanzgarn dichte Linien genäht, das gibt nicht nur mehr Halt, sondern dem Muster auch mehr Leben und Tiefe.

Above: the dragonfly is a bought appliqué and could be ironed on. The colourful circles were painted on cardboard, scanned, printed on transfer foil and ironed onto fabric, cut out and stitched – as you see, not only on the outline but also to enhance the circles , using rayon yarn.

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Die Blütenapplikationen sind Fabrikreste, die ich mal auf ebay erstanden hatte. sie mussten aufgenäht werden.

The small flower appliqués are manufacturer’s surplus which I once had purchased on ebay. They had to be stitched.

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Diese großen Blüten hatte ich vor Jahren mal auf ein Seidentuch gemalt, das mir insgesamt aber nicht gelungen war: nun kommen wenigstens die Blüten noch zur Geltung!

These big flowers were part of a design I had painted on a silk scarf years ago; the scarf hadn’t turned out well, but now at least these flowers get used!desi8

Ein kleiner plastisch gearbeiteter Schmetterling ist auch ein Hingucker..

A small butterfly in 3D is a nice touch..

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Natürlich habe ich nicht so hängende Schultern wie der Kleiderbügel 🙂

Of course, my shoulders don’t sag like this coat hanger 🙂

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Und, ja, ich konnte mir ein augenzwinkerndes Detail einfach nicht verkneifen: auf den Rücken habe ich die spanischen Worte : „aún más desigual“ gestickt, das heißt (natürlich in Anspielung auf die Modemarke): „noch einzigartiger“ 🙂

And, no, I just couldn’t resist stitching these Spanish words on the back: „aún más desigual“ – which translates (as a pun to the label) to: „even more different“ 🙂

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Es grünt so grün… – Shades of Green

In Erwartung des Sommers habe ich in letzter Zeit zwei Nähprojekte in grün fertiggestellt: eine Weste, auch als Top zu tragen, mit Patchworkteilen und Applikationen, sowie eine Bluse aus selbstgefärbter Baumwolle.

Longing for summer, I’ve just finished two sewing projects in green: a waistcoat, also to wear as a sleeveless blouse, sporting patchwork and appliqué, and a blouse from hand dyed cotton.

Das Patchwork wurde noch mit diversen Borten verziert, dazu grüne Spitzenblüten und verschiedene grüne Knöpfe aus böhmischem Glas.-  Für die kurzärmelige Bluse (unten) habe ich mit den Sprühfarben, die ich auch für den Schal neulich verwendet hatte, einen dünnen Baumwollstoff gefärbt. Dabei habe ich auch die der Packung beiliegende Blütenschablone benützt, sowie ganz zum Schluss noch den Goldglanz-Stift:

On the patchwork parts I’ve also used bits of different borders and ribbons as well as green lace flowers. The bohemian glass buttons are also shades of green.-  For the short-sleeved blouse below I’ve dyed a fine cotton fabric using the same spray paints as for the scarf in one of my last posts. This time I’ve combined them with the template enclosed in the paint package as well as a gold tone glitter liner:

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Mit dem Glitterpen habe ich die Blüten betont und dazwischen das Wort „Sommer“ in verschiedenen Sprachen geschrieben:

The glitter liner has been used to emphasize the flowers and for writing the word „summer“ in different languages:

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Nachdem alles gut mit dem Bügeleisen fixiert wurde, habe ich die Bluse genäht:

After fixating all colours by ironing, I could sew the blouse:

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Goldknöpfchen passten am besten dazu. Ein sehr frischer Look, oder?

Small gold tone buttons add interest. A nice and fresh look, don’t you think?

Magnolientraum – Magnolia Dream

Heute Nachmittag war ich ein wenig mit dem Rad und dem Fotoapparat unterwegs, um in den Gärten blühende Magnolienbäume zu finden. Denn dieses Jahr ist endlich mal so gutes Wetter, dass die Blütenblätter keine braunen Ränder vom Regen haben – und schönes Licht für die Aufnahmen war! Genießt die Bilder ohne weiteren Text:

This afternoon I did a little tour with my bike and my camera to find magnolia trees in the neighbourhood. This year I was fortunate to find magnolia flowers without brown edges from rain, plus a nice light for the photos! Just enjoy the pictures without further comment by me:

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Blumensonntag – Flower Sunday

Moment mal , werdet Ihr sagen: heute ist doch PALMsonntag! Stimmt, so heißt das hier in Deutschland. Aber nicht überall! Durch meinen Job im ambulanten Pflegedienst muss ich natürlich öfter sonntags arbeiten, so auch heute. Unter anderem kam ich zu einer alten Dame, die eine 24Std.-Kraft aus Kroatien bei sich wohnen hat. Und letztere erzählte mir, in Kroatien hieße der Tag „Blumensonntag“, und es sei Brauch, solche Wasserschalen mit Blumen auf den Frühstückstisch zu stellen:

Wait a minute – today is Palm Sunday! Right, that’s how it’s called in English as well as in German, but not everywhere! My job with a mobile nursing service requires me to work on several Sundays each month – this one, too. When visiting an old lady who has a hired  assistant from Croatia, I found this waterbowl full of flowers on the table. The woman from Croatia then explained, that in her country this Sunday is called Flower Sunday and creating these bowls was a custom.

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Ein wunderschöner Brauch, finde ich! Und hätte ich einen Garten, hätte ich auch gleich selbst so eine Schale gefüllt. Stattdessen gestattete mir die alte Dame, nach meinem Dienst in ihrem Garten zu fotografieren:

A very nice custom, don’t you think? If I had a garden myself, I’d go and fill a bowl, too! Instead, the old lady allowed me to take pictures in her garden after I had finished my working tour:

Und daheim noch ein Bild einer Topfpflanze…

At home, I also took a picture of a potted plant…

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Auch schöne Blüten! Wie war Euer Palm/Blumensonntag?

Nice flowers, too! How was your Palm/Flower Sunday?

Selbstgefärbt: ein Frühlingsschal – Handdyed: a Scarf for Spring

In einem Discounter hatte ich vor einiger Zeit eine Packung Textilfarbe in Sprühfläschchen erstanden, die ich endlich mal verwenden wollte. Ich hatte noch ein großes Tuch aus superleichtem Baumwoll-Mousselin, das habe ich halbiert, die Hälften gefärbt und dann so zusammengenäht, dass ein „Loop“schal entstand:

Some time ago I had purchased some textile colour spray in a discounter, which I now wanted to try the first time. So I used a big square of ultra light weight cotton muslin, cut it in halves, dyed it and joined the halves to create a loop scarf:

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Obwohl es nur 4 Farben waren, gab es schöne Zwischentöne, wo sie übereinander gesprüht waren:

With only 4 colours you can achieve a rainbow by layering the sprayed colours:

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Nach dem Bespühen musste die Farbe trocknen – ging schnell bei dem dünnen Stoff -, dann wurde er heiß von der Rückseite gebügelt, um die Farbe zu fixieren. Für weitere Gestaltung griff ich zu meinen selbst geschnitzten Stempeln sowie den geliebten Silikon-Schnörkeln, Schwämmchen, Pinseln und dickerer Stoffmalfarbe:

After spraying, the fabric had to dry, which didn’t take long. Then it had to be ironed (on the back) to fixate the colours. For further embellishing, I used my handcarved stamps as well as my beloved silicone swirls, some sponges, a rough brush and thicker fabric paint:

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Und dann sollten die Schnörkel noch ein klein wenig Glitzer bekommen… Dafür gab es einen Stoffmalpen mit Goldglitzer, der auch von derselben Aktion im Discounter kam:

To highlight the swirls a bit, I then used a goldtone glitter pen for fabric which I had bought with the sprays:

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Das ist doch ein schöner, fröhlich-duftiger Schal geworden, oder? Ging eigentlich ganz leicht und schnell… Wichtig: nach jedem Schritt trocknen lassen und gut mit dem Bügeleisen fixieren!

The result is a nice, cheerful, airy scarf, don’t you think? It was fast and fun to make… You just have to let it dry after each step and to iron it diligently to set the colours!

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Vietnamesisches Essen – Vietnamese Food

Da gibt es einen Blog auf wordpress, dem ich schon länger folge: cookwithlovefordaughter, geschrieben von Hang, einer in Deutschland lebenden Vietnamesin. Es ist ein toller food-Blog, sie schreibt Deutsch (perfekt!), Englisch und Vietnamesisch. Die Bilder lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen! Und es ist nicht nur vietnamesische Küche, sondern durchaus auch bodenständige deutsche sowie modern-gesunde – sie probiert immer Neues aus. Eigentlich möchte ich viel mehr nachkochen, doch naja, Zeit und Einkaufszettel, etc… Trotzdem habe ich mich schon gelegentlich inspirieren lassen, und heute fand ich das perfekte Rezept für das warme Wetter, nämlich 2 verschiedene für Limettensirup (der verdünnt ein toller Durstlöscher in der warmen Jahreszeit ist), und habe gleich Limetten usw. besorgt, um das zu versuchen! Aber sie schreibt in dem Artikel auch über ihre Mutter, und das erinnerte mich an meine Vietnamreise, die Begegnungen mit den fleißigen, freundlichen Menschen, und natürlich – das Essen dort! Eigentlich hätte ich daher ihren Beitrag gern kommentiert, doch in diesem Post hatte sie scheinbar – absichtlich oder versehentlich – die Möglichkeit für Kommentare ausgeschaltet. Daher kam mir die Idee zu diesem, meinem Beitrag, denn sie liest auch meist bei mir 🙂 – hi, Hang!

There’s a blog on wordpress I’m following, called cookwithlovefordaughter, by Hang, a Vietnamese lady living in Germany. It’s a wonderful food blog; she writes German, English and Vietnamese. The pictures are mouth-watering! She not only cooks Vietnamese food, actually very often it’s German classic food or modern healthy food – she’s always trying something new. I’d really like to try more of her recipes, but time and new shopping lists etc… Nevertheless, the blog already inspired me more than once, and today it shows the perfect recipe for warm weather: actually 2 recipes for lime syrup, which watered down is a wonderful treat when its hot. So today I’ve already purchased some limes to try it! But in this post she also writes about her mother, which reminded me of my trip to Vietnam, the friendly, hardworking people, and, of course – the food! So I’d have liked to comment on her article, but for some reason – intentionally or not – there was no comment option for this post. That triggered the idea to write a post myself, because she reads mine most of the time 🙂 – hi, Hang!

Wir waren 3 Wochen in Vietnam und hatten nicht ein einziges Mal „Montezumas Rache“ – also Magen-Darm-Infekte, obwohl wir meist am Strassenrand und in Markthallen aßen! Einzige Vorsichtsmaßnahme: wir aßen nichts roh, und tranken entweder Bier (gar nicht schlecht dort!) oder frisches Kokosnusswasser, das ist erfrischend und steril in der Nuss. Kein Wasser, auch nicht aus Flaschen, die dort auch schon mal im Laden nachgefüllt wurden…

We spend 3 weeks in Vietnam and never got sick while most times eating streetfood or on indoor-markets! The only precaution: we never ate raw food nor drank water, even bottles in the supermarket could be refilled … So beer (not bad at all!) and, mostly, fresh coconut water, perfectly thirst quenching and sterile inside the nut.

Ja, die frische Kokosnuss ist grün! Nur, wenn die grüne Schale ab ist, wird es darunter nach einiger Zeit braun… Es gibt jetzt hier in einigen Läden abgepacktes Kokosnusswasser, ich hab’s probiert – und ausgespien: kein Vergleich zum frischen!

Yes, fresh coconuts are green! Only when the green outside is removed, after some time the fibres underneath get brown… There’s packed coconut water in some shops here now, but I’ve tried – and spit it out: no comparison to the fresh one!

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Ganz phantastisch sind vietnamesische Suppen: unbedingt mal in einem vietnamesischen Lokal/Imbiss probieren! Nachdem westliches Frühstück im Hotel ungenießbar war (Toastbrot und Marmelade ist nicht ihr Ding), bin ich schnell auf einheimisches Frühstück = Nudelsuppe umgestiegen, viel gesünder! Vor allem bei den dortigen Temperaturen: die Suppe ist leichte Kost, eiweiß- und vitaminreich, die erste große Portion Flüssigkeit und Elektrolyte (Salz), die man braucht beim Schwitzen! Da ich damals nur Erinnerungsbilder machte und nicht an food-Fotografie dachte, habe ich erst abgedrückt, als die Schale schon fast leer war…

Very delicious: Vietnamese soups ! You really should try them in your local Vietnamese restaurant or food stall! After deciding that eating western style breakfast in Vietnam was no good (jam and white bread are not their specialty), I soon switched to local breakfast – soups! They’re so much more healthy, too: a light meal with lots of proteins and vitamines, the first big dose of liquids with added electrolytes (salt) – necessary in those hot temperatures. Well, at the time I just wanted to take a picture for souvenir, not an actual food photo, so I alas the bowl already is nearly empty…

Verschiedene Gerichte zum Einrollen in – blanchierte – Kohlblätter (hier eine Art Rührei), dann in Sojasauce, Fischsauce oder schärfere Saucen getunkt – mmhh! Die Fischsauce ist zwar bei der Herstellung das Ekligste, was ich mir vorstellen konnte (Fisch in großen Plastiktonnen wird tagelang in die Sonne gestellt, bis es zum Himmel stinkt, dann gekocht – die Dunstschwaden davon könnten Vampire töten!), doch die fertige Sauce schmeckt lecker, ähnlich wie Sojasauce.

Different dishes (here: scrambled eggs) rolled into a preboiled cabbage leaf and dipped into soy sauce, fish sauce or some hot stuff – mmhh! The manufacturing of Vietnamese fish sauce is disgusting: fish in big plastic containers are put into the sun to rot until the stench is gut-wrenching, then it is cooked (the steam from these big cauldrons could kill vampires!!) – but the sauce tastes good, like soy sauce.

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Und das war das Beste: ein „Mixed Grill“ à la Vietnamese, am Strassenrand. Man sucht sich von den rohen Spießen aus, was einem zusagt und das wird dann gegrillt, dazu natürlich Reis und Soja/Fischsauce. Wir haben jeder 4 verschiedene Spieße probiert, alle schmeckten super – obwohl ich bei einigen bis heute nicht weiß, was es war 🙂 Der amerikanische Starkoch Anthony Bourdain hat auf seinen Kochreisen übrigens auch die Vietnamesische Küche sehr gelobt!

The best meal of our stay: „Mixed Grill“ the Vietnamese way, on the street. You choose from the raw filled skewers, then they get grilled and served with rice and soy/fish sauce. We had 4 skewers each, they all were delicious, even if up to now I have no idea what some of it was 🙂 By the way: American Star Chef Anthony Bourdain also praises the Vietnamese food – and he has travelled the whole world for recipes!

 

 

 

Scrapbook: Was ich gerne mag – Scrapbook: Favourite Things

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Scrapbook (ungefähr so alt wie ich), das ich auf einem Flohmarkt fand und etwas „aufgemöbelt“ habe? Hier zur Erinnerung:

Do you remember the vintage scrapbook (it’s my age, so I’m vintage, too 🙂 )  I had salvaged? Here it is again:

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Doch inzwischen habe ich die ersten Seiten gestaltet, nachdem ich mir ein Thema überlegt habe: jede Seite wird etwas vorstellen, das ich besonders mag. Das Inhaltsverzeichnis ist mal außergewöhnlich:

In the meantime I have filled the first pages, after deciding on the theme: each page will represent a favourite thing. Here’s the page of contents:

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Allerdings hätte ich durchaus noch mehr aufzählen können, musste mich aber auf die verfügbaren Seiten beschränken…

To tell the truth, I could easily have listed even more favourites, but had to mind the limited amount of pages…

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For my English speaking readers: the page above shows the German explanation (in rhyme) of „favourite things“.

Unten das erste Thema: Düfte…. ah…

Below: the first subject: fragrances.. ah…

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Der Hintergrund wurde mit Gesso behandelt, teils mit Zeitschriftenseiten beklebt, dann mit Aquarellfarben gestaltet. Darauf Collagen aus Zeitschriften und Stickern, handschriftliche Zitate zum Thema. Die Schnörkel sind mit Embossingtinte gestempelt und mit rosa-glitzerndem Pulver embossed (schwer, auf das Foto zu bekommen).

The background has been treated with Gesso, partially covered with magazine pages, then painted with watercolours. Magazine cutouts and stickers show perfume bottles and flowers, while quotes about fragrances are added in handwriting. The swirls are stamped and embossed.

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Eine Seite über Kunst: der David war wichtig, damit nicht nur Malerei vertreten war! Genau wie einige Bilderrahmen ist er am PC auf Aquarellkarton gedruckt und ausgeschnitten worden, dann mit 3D-Klebeplättchen auf die Seite gebracht. Die übrigen Bilderrahmen sind mit Plusterfarbe gemalt und somit auch plastisch hervortretend. Im Laufe der Zeit werde ich Euch immer wieder mal zeigen, wie es mit dem Buch weitergeht…

A page about art: the „David“ was important to show that art is more than paintings… The sculpture as well as some of the frames are printed on watercolour paper, cut out and then fixed on the page using bits of padded tape to create a 3D-look. The other frames are painted with 3D-Liners so they, too, have a sculptural look. From time to time I will continue to show you the progress of pages in this book…

Upcycling von Plastiktüten – Upcycling of Plastic Shopping Bags

Der Umwelt zuliebe soll derzeit in Deutschland die Menge der Plastiktüten deutlich reduziert werden. Auch ich trage schon lang stets einen Stoffbeutel in der Handtasche, um Plastik zu vermeiden. Allerdings gibt es hin und wieder so schöne Plastikbeutel, dass ich über die Jahre eine kleine Sammlung angelegt habe. Ziel: sie so zu verwenden, dass ihre schönen Muster zur Geltung kommen und dass sie NICHT im Müll landen – auch gut für die Umwelt! Die Lösung kam mit meinen Experimenten zur Verwendung von Papier und Plastikfolie für Taschen ( siehe mein Beitrag vom 30.1.17): Warum nicht statt Papier einfach Plastiktüten zwischen die Folien legen? Das habe ich gleich ausprobiert:

While Germany is trying to reduce the amount of plastic totes – me, too, I always carry a light fabric tote to avoid the need for plastic – there still are some plastic bags that just are too beautiful to miss. So during the last years I’ve got a small collection of these plastic bags – with the aim to use them so their nice designs get attention AND to avoid throwing them away – thus also reducing unnecessary waste. When playing with the lamination of paper with plastic foil (like shown in my post from 1/30/17), I got the idea to do the same with these plastic bags:

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Ein paar schöne Tüten, einfach auf selbstklebender Klarsichtfolie arrangiert, dann mit goldfarbenen Schnörkeln bestempelt, die sich wie ein Spitzennetz über das Muster ziehen, und mit einer weiteren Lage Klebefolie bedeckt, entstand ein Material, das sich wieder für – ja, Taschen!  – eignet. Für diese hier habe ich Plastikbeutel mit pastellfarbenen Blütenmotiven verwendet:

A few nice plastic bags, arranged on self-adhesive clear foil, then stamped with a net of gold tone swirls and covered with the same foil. This material is – yes,again! – suited for sewing bags and purses. For this one I’ve chosen beautiful pastel flower designs:

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Mit leichtem Baumwollstoff gefüttert und verziert mit farblich passenden Samt- und Spitzenbändchen, wirkt sie zart und verspielt.

Lined with a light cotton fabric and embellished with  a velvet ribbon and a lace border, it’s got a dainty look.

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Oben ist sie mit Reissverschluss zu schließen, an dem eine farblich passende Mixed Media-Perle hängt, damit der Zipper leichter zu fassen ist. Dieselbe Art handgemachter Perlen verziert das Vorderteil unterhalb einer alten Granatbrosche und bietet einen Fokus:

The top is closed with a zipper sporting a mixed media bead which makes it easier to grip. The same kind of handmade beads is used on the front, dangling from an vintage brooch, thus creating a focal point:

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Der Stoffriemen wurde ebenfalls mit Streifen des Plastikmaterials verstärkt und verziert:

The fabric strap is reinforced and embellished with strips of the same plastic material:

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Genau wie meine Kreationen aus Papier und Plastik, ist diese Tasche sehr leicht, hält aber viel aus! Tipp zum Nachmachen: das Material ist sehr einfach herzustellen, für den Anfang sollte aber ein einfacher Taschenschnitt (z.B. nur mit Henkeln, oder Klappe, ohne Reissverschluss etc.) gewählt werden, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie sich das Material unter der Nähmaschine verhält.

Just like my creations using paper and plasic foil, this bag is very lightweight, but also very durable! If you want to try it yourself: creating the material is very easy, but to start, be sure to use a simple bag pattern to learn how the laminated material reacts under the sewing foot.

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