Buchprojekt: die Seiten, Teil 4 – Book Project: the Pages, Part 4

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Seite 10 habe ich mit Ausschnitten von Zeitschriften gestaltet, die Bücherstapel zeigen. Dazu kommt ein Stück eines Geschenkpapiers, das mit alten Schriften und Illuminationen bedruckt ist, sogar etwas Gold schimmert darauf. Das Buchcover „Poesie“ rechts oben auf der Seite ist auch aus einer Zeitschrift. Handgeschrieben, diesmal direkt auf die Seite, wieder ein Spruch: „Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele.“

Page 10 shows various cutouts from magazines depicting book stapels. A piece of designer wrapping paper themed old books and illustrations even shimmers with a bit of gold. The book cover „Poesie“ on the upper right of the page is also a cutout from a magazine. The matching quote here means „A room without books is like a body without a soul“.

Diesmal gibt es ein Trennblatt aus Spinnennetz-Pergament, das ich aus einem alten Album getrennt habe. Es wurde zusätzlich mit goldenem Rankenmuster bemalt.

This time a parchment paper in cobweb design which I have further embellished with golden swirls, separates the pages. I had recovered it from an old album.

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Hinter dem „Schleier“ des Pergaments kommt ein Bild zum Vorschein, das mit Ursprung meiner Idee zu diesem Buch war: ich hatte diese Postkarte in St.Gallen in der Klosterbibliothek gekauft, eine der schönsten alten Bibliotheken weltweit. (Auf einer der späteren Seiten ist sie dann auf einer Postkarte auch zu sehen). Jedenfalls haben mich die dort ausgestellten Prachtbände so beeindruckt, dass ich voller Inspiration nach Hause kam! Die Karte zeigt ein Evangeliar, das mit einer Elfenbeinschnitzerei verziert ist und am Goldrand mit Edelsteinen. Letztere habe ich hier zusätzlich plastisch mit kleinen Strasssteinen nachgebildet. Den Rahmen bilden Washitape-Streifen, die nochmals mit Goldstift umfahren wurden. Die rechte Kante der Seite wird von Spitzenborte begrenzt. Der passende Spruch ist auf dem Foto gut zu lesen.

Behind the „veil“ of parchment a postcard appears. It was one of my inspirations for this book! I had purchased it in the store of the St.Gallen monastery library (Switzerland), which is one of the most beautiful libraries worldwide. The exhibited luxury volumes impressed me enormously. This one is a Gospel Book, covered with carved ivory, gold and gemstones. I’ve emulated the latter by glueing small rhinestone beads onto the card. It’s framed by washi tape and gold pen ornaments. The quote here: „Books contain the soul of all former times“. At last, the edge got a lace border.

 

Buchprojekt, die Seiten Teil 1 – Book Project, the Pages Part 1

 

Wie gestern erwähnt, habe ich für die Seiten Aquarellkarton genommen, vornehmlich, weil ich eine Menge angefangener Aquarellblöcke in unterschiedlichen Qualitäten von meinem Vater bekommen habe. Leider habe ich sein Maltalent nicht geerbt, aber ich habe schnell gemerkt, dass sich dieser Karton (Stärke 200g bis 350g) hervorragend für alle möglichen Kreativarbeiten eignet. Für die Seiten nahm ich die dünnere Variante in einer mittelglatten Qualität (die ganz rauen eignen sich nicht, wenn man drauf schreiben will). In Basis-Buchbindetechnik verband ich sie mit dem Einband, wobei ich nur 20 Blätter/ergibt 40 Seiten verwendet habe, denn es sollte ja noch viel Platz zwischen den Deckeln bleiben, um mich kreativ „auszutoben“.

Like I mentioned yesterday, I’ve chosen watercolour paper for the pages, mostly because I had got several blocs of it in various qualities from my father. Alas, I’ve not got his talent for painting, but I soon discovered, that this kind of paper is perfect for other, different creative techniques. It comes from 200g to 350g paper with smooth and more or less rough surfaces. For the pages I chose 200g, relatively smooth (smooth is preferable if you want to write on it). Using a basic book binding technique I joined the pages to the cover, leaving enough space for creative embellishments.

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Innencover: sowohl vorne, als auch hinten habe ich ein Stück Tapete zum Kaschieren verwendet. Beim vorderen Innencover habe ich oben ein „Alle Rechte vorbehalten“-Sprüchlein aus einem alten Buch eingeklebt, darunter einen Briefumschlag aus Maulbeerpapier (vom Flohmarkt). beides habe ich mit Washi-Tape umrandet. Der Briefumschlag bekam einen Stempel und ein Siegel, das Innenleben ist eine Karte mit dem ersten Zitat über Bücher. Auf der ersten Seite klebt die Seite eines alten Buches, sie zeigt eine Illustration mit Platz für eine Widmung – diesen habe ich genützt für ein weiteres Zitat, das auch zu meinem Buch passt: „Leser, pass auf, du wirst dein Vergnügen haben!“ von einem „alten Römer“. Mit Washi-tape umrandet und Stempeln seitlich (absichtlich etwas unperfekt) war der Anfang gemacht!

The inside cover: a piece of an old wallpaper as background, I glued a lokta paper envelope and an old „rights reserved“ on the front inside cover. Washi tape creates frames, and on the envelope a stamp and a seal add interest. Inside, a card displays the first of quotes about books. The first page shows the page of an old book – an illustration with space for an inscription, which I used for another quote, very appropriate: „Reader, be aware: you’ll be amused!“ (Apuleius) Again, washi tape has been used for a frame and on the sides two distressed looking stamps have been added.

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So, und hier sieht man gut, dass ich die Seiten alle künstlich „gealtert“ habe: mit starkem Kaffee und „Distress Ink“. Linke Seite: aus einem alten Büchlein über Schmetterlinge stammt die gerissene Seite, dazu zwei der in einem anderen Blogbeitrag bereits vorgestellten „Zigarettenbildchen“. Rechts unten auf der linken Seite ist das Cover eines alten Buchs über Schmetterlinge, das ich im Internet mal heruntergeladen hatte und das ich hier auf 300g Auarellkarton ausgedruckt habe. Dafür nämlich eignet sich Aquarellkarton auch sehr gut: für Inkjetdruck! Er braucht keine Vorbehandlung, nimmt die Farbe bestens an und sie ist nicht so wasserempfindlich wie auf anderem Papier! Der 300g-Karton ist fest genug für einzeln verwendete Stücke, hier habe ich das verkleinerte Buchcover mit 3-D Klebern aufgebracht (wer mal Postkarten mit „losen“ Teilen gesehen hat, weiß, was ich meine).

Here you see how I „aged“ the pages using coffee and Distress Ink. Left side: a torn page from an old book about butterflies and two old collector’s pictures. On the lower right of the left side is the miniature cover of an old book about butterflies downloaded from the internet. It is printed on 300g watercolour paper – that’s what this kind of paper is perfect for, too: inkjet printing! It doesn’t need pre-treating, keeps the colour perfectly even when accidentally sprinkled with water. The 300g quality is sturdy enough for 3-D objects, like I’ve used it here.

Rechte Seite: ein gerissener Streifen eines alten, marmorierten Vorsatzpapiers wurde sekrecht eingeklebt und mit gepressten Hortensienblüten verziert. Das handgeschriebene Zitat bekam einen Rand aus Washitape und der Stempel eines offenen Buches darunter. Kleine Glitzersteinchen wurden in die Mitte der Blüten geklebt.

Right side: a torn strip of an old marbled end paper has been glued to the page, embellished with some pressed flowers. The handwritten quote has got a frame of washi tape and the stamp of an opened book underneath. In the centre of the flowers I’ve glued small rhinestones.

Projekt: Ein Buch über Bücher – A Project: The Book About Books

Zunächst einmal: meine Beiträge „tröpfeln“ momentan nur spärlich, das hat einen Grund: mein Hauptspeicher ist an der Grenze, mit der Folge, dass alles eeewig dauert – das ist frustrierend. Ende nächster Woche kommt mein persönlicher „Support-Manager“ (= Sohn) und baut mir einen mehr als doppelt so großen Hauptspeicher ein, dann geht’s weiter mit Elan! (Überlegung: wenn es doch so einfach wäre, mir im Hirn auch einen größeren Speicher einzubauen… Könnte ich beruflich und auch sonst gut brauchen :-)) Doch nun zum Projekt:

First of all;there’s a reason why my posts get out slowly at this point: the main memory of my PC is nearly full, so everything works e-v-e-r so slowly, which is quite frustrating. Help will arrive next weekend in form of my support manager (= son). He’ll extend the main memory to more than double the size, enabling me to go on sparking! (Wish I could extend the main memory in my brain. too – would be useful at work and at home…:-)) But now, my project:

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Schon lange wollte ich ein Buch herstellen, das die alten, mittelalterlichen Prachtbände, die ich in Museen so bewundere, ein wenig nachahmt. Gleichzeitig sollte es interaktiv sein.

For a long time I’ve mulled over the idea of creating a book imitating those gorgeous medieval luxury volumes I always admire in museums. At the same time it should be interactive.

Für den Einband nahm ich den eines nicht mehr gebrauchten Buches und entfernte alle Seiten. Man kann auch die vorhandenen Seiten verwenden und neu gestalten, doch hier wollte ich mit Aquarellkarton arbeiten. Warum, erkläre ich noch.

Using an old book, I removed all pages to use just the cover. Of course I could have used and altered the existing ones, but this time I wanted to use watercolour paper for the pages.

Zuerst musste das Fenster für den Titel geschnitten werden, dann beklebte ich Vorder- und Rückseite mit Spitzenresten (mit „Textilverstärker“, das ist ein konzentrierter Weißleim, der schnell trocknet und alles nicht so durchweicht). Als das trocken war, gab es eine Schicht braune Acrylfarbe, darauf gewischt silberne und goldene Acrylfarbe, um das entstandene Relief zu betonen und die „edle“ Wirkung zu verstärken. Von hinten in das Fenster kam der Titel, in Metallfolie „graviert“.

After cutting the window for the title, I glued lace scraps onto the cover, front and back. For this I like to use „fabric stiffener“, a concentrated white glue, because it dries fast and doesn’t soak the layers as much as some other glues. The dried lace cover got a layer of brown acrylic paint, then I added gold and silver acrylic paint just to highlight the relief and create a „luxury“ impression. The title, „engraved“ into metal foil, is glued into the window.

Dann bekam das Fenster einen Rahmen (Bastelladen) und ein paar halbe Wachsperlen wurden in loser Verteilung auf die Vorderseite geklebt (Kraftkleber). In die Ecken setzte ich alte Polsternägel, die ich etwas gekürzt habe, damit sie den Karton nicht ganz durchdringen. Auf den Buchrücken kam ein Spitzenborte, die wieder mit Wachsperlen verziert wurde. In die Rückseite habe ich zwei Ösen eingeschlagen, um das (handgefärbte) Gummiband durchzuziehen, das dann noch einen glitzernden Knopf aufgenäht bekam.

The window got a frame from the craft store. On the front, some wax beads add to the „precious“ look, as well as 4 vintage upholstery nails on the corners which I’ve shortened so they don’t show on the back. The spine has been embellished with a lace border and some wax beads. At last, two eyelets on the backside of the book are used as guide for the  (hand dyed) elastic strap. The latter is embellished with a button.

Im nächsten Beitrag zeige ich dann die ersten Seiten; dieses Buch wird uns die nächsten 2 Wochen begleiten!

The next post will show the first pages – this book will be focus of my posts for aproximately 2 weeks!

 

Kleine Schränkchen und Adventsschmuck – Small wall cabinets and advent decoration

Auf dem Flohmarkt gibt es immer wieder kleine, alte Holzschränkchen in Dunkelbraun, mit Gittertüren. Zwei habe ich erstanden und verwandelt. Das Erste hatte die Aufschrift: „Schnapsapotheke“ – und auch ich verwende es jetzt für Fläschchen, die Alkohol enthalten: aber nicht zum Trinken, sondern zum Riechen, nämlich für Parfum! Ist das nicht ein echtes Aufwerten, „Upcycling“?

On flea markets you can often find tiny, brown, wooden wall cabinets with bar doors. I’ve got two of them painted and repurposed. One of them had a small scroll attached „Liquor Cabinet“. Well, I now use it for small bottles containing alcohol, too – but not for drinking, no: for perfume! Now isn’t that real UPcycling?

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Ein wenig handgefärbte Spitze und eine Stoffrose machen den Edel-Look komplett. In die kleinen Schubläden passen perfect Lippenstifte!

A bit of hand-dyed lace and a fabric rose make it look precious. The small drawers contain lipsticks!

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Dieses zweite wird vieleicht mal ein Schlüsselschränkchen, oder, oder…

This on might become a key cabinet, for example…

Natürlich habe ich auch den Adventsschmuck wieder aus Flohmarktfunden gestaltet, diesmal nahm ich eine alte Eierpfanne als Basis und setzte eine kleine, kupferne Guglhupfform hinein – in diese passte oben eine Kerze:

Of course, I’ve used vintage flea market finds for my advent decoration, too. This time I’ve chosen an egg pan in which I put a small copper cake tin, sporting a candle:

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Ein bißchen Edelglitzer muss sein: Stück einer Strasssteinkette um die Kerze macht das Ganze perfekt!

A bit of glamour is a must… I love the rhinestone chain around the candle!

Und unten zeige ich noch ein ganz bezauberndes Ornament, das eine Freundin selbst gemacht und mir geschenkt hat:

Below, you see an adorable ornament made by a friend:

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Gepresste Silberblätter und Pailletten – wunderschön!

Pressed silver leafs and sequins – very nice!

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Aufgepeppte Jeansjacken – Denim Jacket Makeovers

Wer liebt nicht Jeansjacken? Sie sind nicht nur bequem, praktisch und unverwüstlich, sondern auch extrem vielseitig… Ungefüttert, eignen sie sich außerdem sehr gut für kreative Gestaltung! Ich persönlich sehe in jeder Jeansjacke eine Spielwiese zum Austoben…

Who doesn’t love denim jackets? They’re comfortable, robust and extremely versatile. Unlined, they are also very much suited for creative makeovers! I tend to see them as a blank canvases with infinite possibilities…

Boho/Hippie style:

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Mit alten Stickereien und Teilen von Häkeldeckchen.

Embellished with cut out needlework from vintage tablecloths and parts of vintage crochet doilies.

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Ein altes Gobelinbild auf dem Rücken, darum herum und vorne wieder alte, ausgeschnittene Stickereien.

After sewing a vintage needlepoint picture on the back I added cut out cross stitch roses and other needlework flowers.

Shabby:

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JJ1Mit Metallic-Stoffmalfarben locker bepinselt – ich wollte einen „Malerkittel-Look“ – und dann mit schwarzer Stofffarbe Vintage- Schrift-und Poststempel aufgedruckt.

Using metallic fabric paint I created the impression of a painter’s overall, then used vintage stamps in black for added interest.

Shabby Chic:

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Ein bißchen Spitze ist nie verkehrt, um ein Kleidungsstück femininer zu machen. Ok, hier habe ich etwas mehr davon genommen!

A bit of lace never hurts when adding a feminine touch to a garment. Ok, this time I took more than just a bit…!

Orientalisch/oriental:

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Stoffreste, Borten und Bänderreste, Stücke von Häkeldeckchen und auch selbstgefärbtes Stickgarn, dazu noch Brokatstücke, die ich in Istanbul als Lesezeichen bzw. Touristensouvenir erstanden hatte – fertig ist der kunterbunte, opulente Orientlook!

Leftover bits of fabrics, borders and ribbons, hand-dyed embroidery floss, pieces of crochet doilies and some tourist souvenirs from Istanbul (depicting oriental rugs and tiles) make for a colourful and lush oriental style.

Royal:

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Auf der Vorderseite eine aus Goldgarn gehäkelte Kronen-Applikation, zusätzlich verziert mit ein paar Wachsperlen, auf der Tasche eine Kronenbrosche und auf dem Rücken eine große Krone, die mit Metallicfolie aufgedruckt wurde und mit Goldspitze, weißer Spitze, Wachsperlen und Strasssteinen zusätzliche Details bekam.

The front sports a crochet crown appliqué, embellished with some white beads, as well as a crown brooch (on the pocket). A goldfoil crown with details like gold tone lace, beads and rhinestones sits on the back of this turquoise coloured denim jacket.

Übrigens – ich liebe jede einzelne dieser Jacken und trage sie alle!

By the way – I love each one of these jackets and wear them all!

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Alte Sammelbildchen – Vintage collector’s pictures

Immer wieder sieht man auf Flohmärkten alte, kleine Sammelbildchen; teils in Alben geklebt. Sie stammen von Zigaretten-,, Schokoladen-, oder Haferflockenpackungen. Manche sind sehr hübsch, und diese Blumenbildchen auf goldenem Hintergrund , die ein ganzes Album füllten, hatten es mir sofort angetan.

On flea markets you can often find vintage collector’s picture cards, sometimes glued into an album. In former times they were added to cigarette-, chocolate- or oatmeal packages. Some of them are really nice, and when I detected those flower pictures with a golden background, I just had to have them!

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In dem Album waren 200 Stück! Und so bekam ich sie ohne Probleme aus dem Album: ich weichte das ganze Album 30 Minuten komplett in Wasser ein – die Bildchen ließen sich ganz leicht herauslösen und mussten nur noch trocknen!

200 of them were glued into an album – here’s the trick to get them out without fuss: I soaked the whole album for 30 minutes, then I could peel them off easily! After letting them dry, I thought about how to use them…

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Eine alte Holzkassette (auch vom Flohmarkt) wurde mit goldener Acrylfarbe bemalt und mit den Bildchen beklebt, das Ganze mit Borte umrahmt – ein echter Blickfang!

An old wooden box – also a flea market find – , that I had „gilded“ with acrylic paint, was the basis for a collage of those pictures. At last I added a nice border.

tag2 tag1Auch als Geschenkanhänger eignen sie sich hervorragend: Auf die Rückseite (die mit botanischen Informationen beschriftet war) klebte ich weißes Papier und stempelte den Rahmen und Text auf, dann einfach an einer Ecke gelocht und ein Stück Garn hindurchgezogen – fertig!

They are also perfect for gift tags: just glue a piece of plain paper on the back to cover the vintage botanical text, then stamp on a frame and punch a hole for attaching yarn!

Schließlich habe ich noch ein Tage- oder Notizbuch damit gestaltet:

Using them for embellishing journal pages is a nice idea, too:

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Zusammen mit Washi-Tape und Stempelmotiven entstehen edle vintage-Buchseiten! Aber selbst für Schmuck eignen sich die Bildchen:

Washi tape and stamping were added to create vintage-looking pages. I even used the pictures for DIY jewelry :

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Zwei Bildchen, mit den Rückseiten aneinandergeklebt und mit einer Paillettenborte umrandet, wurden mit je einer Schicht Gießharz überzogen. In gebohrte Löcher wurde eine Kette mit echten, farblich passenden Jadesteinen eingehängt. Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten, diese hübschen Bildchen zu verwenden!

Two pictures, glued back to back and framed with a ribbon, have been covered with resin. Then I drilled holes to attach a chain with some jade beads in matching colours. I’m sure I’ll use those pictures in many more creations!

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Upcycling einer alten Armeedecke – Upcycling of a Vintage Army Blanket

Neulich auf dem Flohmarkt: in einem Umzugskarton zwischen verschiedenen  alten  Textilien: eine alte, raue, schlamm-graue Armee-Wolldecke. Das ist es, was andere Leute sahen, und die Decke blieb liegen. Was ICH dort sah: ein robuster, warmer Stoff, ohne Löcher und Flecken, groß genug, um daraus eine Jacke zu nähen! Für 1,-€ nahm ich sie mit. Im Wollwaschgang mit Perwoll wurde sie schön weich und frisch. Nun noch zuschneiden und passende (ebenfalls teils alte) Spitzen, Deckchen und Bänder, eine Vintagebrosche etc. sowie ein passender Stoffrest zum Besatz hervorgesucht, und der Spass konnte beginnen!

Some weeks ago on the flea market I stumbled upon what other people regarded as just an old, mud coloured, rough woolen army blanket. What I saw was a piece of warm, robust material, without stains or holes, big enough for a jacket! For 1,-€ it was mine. After washing it in the machine (wool treatment) it was fresh and soft! So I cut out the pieces for a jacket and chose some vintage doilies, laces, ribbons and a brooch as well as some leftover fabric for the trims and – just had fun!

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An mehreren Stellen habe ich die Verzierung asymmetrisch angeordnet, das finde ich spannender.

The asymmetrical placing of embellishments adds a bit more interest.

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Die Herzchenborte hätte ich gern rundherum angenäht, doch wenn mit Resten und Flohmarktfunden gearbeitet wird, reicht nicht immer alles, wie man es braucht, daher vorne eine andere (auch sehr schöne) Borte.

Since the border with hearts wasn’t long enough for the whole seam, I just chose another lace ribbon on the front.

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Die Keramikknöpfe hatte ich vor ein paar Jahren auf einem Kunsthandwerkermarkt erstanden; nun kommen sie hier perfekt zur Geltung!

Some years ago I had purchased some ceramic buttons from a manufacturer’s stand at a DIY market – they are perfectly suited for this jacket!

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Ein paar Details: links der Rücken mit zwei Spitzendeckchen, der Brosche in der Mitte und ein paar Bändchen, an deren Ende ich alte vintage Häkelbommeln genäht habe. Rechts eine der Vordertaschen – das Spiel mit Bändchen macht viel Spass; man kann sie aufnähen, hängen lassen, rüschen, zu Schleifen binden… Inzwischen habe ich die Jacke (natürlich gefüttert) schon mehrfach getragen, sie ist sehr angenehm!

Some details: on the left the embellishment on the back: two doilies and the brooch (centre) with some small ribbons attached. At the ends of the ribbons I’ve sewn tiny vintage crochet balls. On the right: front pocket. Playing with ribbons is fun: you can sew them on flat, let them dangle or create loops, ruffles, bows…  I’ve added lining and have already worn the jacket several times: it’s very comfortable!

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Belgische Spitze – Lace from Belgium

Diesen Sommer habe ich ein paar Tage in Brügge verbracht; von alters her eines der Zentren für manuelle Spitzenherstellung in Europa. Dort wurden und werden vor allem die zwei Varianten hergestellt, die als „echte“ Spitze gelten: Klöppel- und Nadelspitze, sowie Mischformen daraus. Wie ich lernte, gibt es aber auch unter diesen Oberbegriffen viele verschiedene Varianten, die alle eigene Bezeichnungen haben, was das Ganze für den Laien nicht gerade einfacher macht! Ich begnüge mich hier damit, einige Beispiele zu zeigen, denn was mich am meisten fasziniert hat, ist die unglaubliche Zartheit und Feinheit der von Hand hergestellten antiken Spitzen!

This summer I spent some days in Bruges, ancient city and centre for lace manufacturing since the Middle Ages. Traditionally, two variants are called „genuine“ lace: bobbin lace and needle lace, both of which were and are produced in Bruges. There are, however, lots of different varieties of both laces as well as mixed variants – it’s kind of a science I can’t dwell on on this blog. So I just want to show you what fascinated me most: the incredible delicacy of handmade old lace!

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Diese und folgende Bilder habe ich im „Kant Museum“ aufgenommen – Fotografieren gestattet – denn „Kant“ ist die flämische Bezeichnung für „Spitze“. Und ja, das Wort kommt von „Kante“, denn meist diente die Spitze ja zur Verzierung von Kanten an der Kleidung! Sehr schön auch die französische Bezeichnung „dentelle“ = „Zähnchen“.

I took these photos in the Lace Museum, called „Kant Museum“, because „Kant“ is the Flemish word for lace, meaning „border“ (since lace was mostly used for embellishing borders of textiles). The German word „Spitze“ stems from the same notion, meaning „tip, edge“. The French expression „dentelle“ means „tiny teeth“.

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Oben ein wunderschönes Beispiel von gemischter Technik: mindestens 3 Sorten Spitze sind vorhanden: Klöppelspitze, Filetspitze und Richelieuarbeit.

Above you see a beautiful example for mixed technique: at least three different types of lace are combined – alas, I don’t know (and didn’t find) the English translation except the afore mentioned bobbin lace (middle and right border).

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Aber es gibt natürlich auch jede Menge Läden, in welchen man alte und neue Spitzen kaufen kann – wobei die neuen, handgemachten Spitzen nicht mehr die extreme Feinheit der antiken Spitzen erreichen. Auch sollte man aufpassen, denn in einigen Läden gibt es billige Nachahmungen, die maschinell oder massenhaft in Fernost hergestellt wurden. Ein sehr renommierter Laden, der auch Klöpplerinnen beschäftigt, ist „rococo“, wo mir gestattet wurde, ein Foto zu machen:

Of course, there’s a lot of lace shops in Bruges where you can find new and antique lace – the latter mostly being more delicate than the new one. Some shops sell machine- produced lace or articles made in China… One shop of renown where lace workers are employed, is „rococo“,. I was allowed to take photos:

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Dort habe ich natürlich auch ein paar kleine Spitzenteilchen erstanden – der Anhänger ist nur 3cm groß, so kann man sich vorstellen, wie winzig die Ecken in dem Stück antiker Spitze sind – Nadelspitze, um ein Rosshaar gearbeitet!!

There I bought some bits of lace: the pendant is only 3cm in diameter, so you can see how tiny the antique needle lace’s edges are – hand worked around a horse hair!!

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Dies letzte Stück ist auch antik, ca. 10cm hoch, hauchdünne „point de gaze“.

This last piece is about 10cm in height; extremely thin, called „point de gaze“.

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Es wird eines Tages eine meiner Textilarbeiten zieren… Mein nächster Beitrag zeigt dann auch ein bißchen von der wunderschönen alten Stadt Brügge!

One day, I’ll use it to embellish one of my textile creations… My next post will be about the beautiful old city of Bruges!

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Walkjacke recycelt – Upcycled Wool Jacket

Nachdem ich ein für paar Tage weggefahren war, hier nun ein neues Projekt – gerade heute fertig geworden! Die Walkjacke ist vom Flohmarkt – und wohl mal zu heiß gewaschen worden, jedenfalls in der Länge geschrumpft. Da sie ansonsten okay war und ich die Farbe mag, habe ich überlegt, wie ich sie verlängern könnte – und bin wieder mal bei den Häkeldeckchen gelandet!

Coming back from a few day’s trip I got a wool jacket on the flea market. It must have been washed too hot, I think, because it had shrunk considerably. In any other way it was okay, and I liked the colour, so I wondered how I could add length to it.. At last I again opted for the „doily solution“!

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Abgesehen von den Deckchen habe ich noch die vordere Kante mit je einer schmalen Borte und  einer Spitzenborte besetzt; ebenso die Ärmelabschlüsse. Die braunen Plastikknöpfe wurden durch Perlmuttknöpfe ersetzt.

On the front edge and the sleeves I’ve sewn a small ribbon plus a lace ribbon. Then I exchanged the old brown plastic buttons by big mother-of-pearl buttons.

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Alte Taschen, aufgepeppt – Upcycled Bags

Wo – angeblich – viele Frauen einen Schuhtick haben, da habe ich eher einen Taschentick. Allerdings ist der nicht ganz so kostspielig, denn entweder ich nähe sie komplett selbst oder ich finde billige alte auf dem Flohmarkt, im Sozialkaufhaus oder auf ebay… Diese werden dann einer kleinen oder größeren Verwandlung unterzogen – und von mir wieder fleißig getragen! Die richtige Tasche zum richtigen Zweck UND zum passenden Outfit, das ist mein Ding. Deshalb möchte ich hier ein paar aufgepeppte Taschen vorstellen:

Supposedly many women are crazy about shoes – well, for me it’s rather bags and totes. Mostly, because I like to create them myself – or to upcycle vintage ones. Flea markets, ebay or thrift stores provide „raw“ material at a budget. As soon as they are transformed creatively, I put them to good use again. Here are some ideas:

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Supereinfach: die Klappe einer „Messengerbag“ benäht mit Labels, die aus Kleidungsstücken getrennt wurden; dazwischen und unten an der Lasche einzelne dekorative Knöpfe (da werden die auch gleich mal verbraucht).

Super easy: messenger bag with labels detached from clothing and single decorative buttons.

alte Ledertasche

Diese alte Ledertasche hatte es mir gleich angetan mit ihrem echten used look – auch die Aufteilung gefiel mir gut. Allerdings hatte sie nur zwei lange Schulterhenkel, das mag ich gar nicht. Eine Tasche dieser Größe muss für mich einen langen Riemen und am besten auch noch normale Handhenkel haben. Also habe ich die Schulterhenkel auf Handhenkel-Länge gekürzt – mit der Hand abgetrennt, abgeschnitten und wieder angenäht. Für den Schulterriemen habe ich zwei verschiedene alte Ledergürtel in farblich passenden Metallictönen genommen, die Enden mit Karabinern versehen und in die Tasche selbst zwei große Ösen einschlagen lassen (im Kurzwarenladen). Eine vintage Brosche und ein Anhänger machen sie fein.

This vintage leatherbag caught my eye with it’s natural used look. Alas, it sported long handles which I don’t like – I prefer a long strap for cross-body carrying and short handles. So I shortened the handles by unstitching the connecting pads, cut the handles to the desired size and stitched them on again – all by hand. For the strap I joined two vintage belts (metallic leather), added two snap hooks and went to a haberdashery shop to have put two eyelets into the thick leather of the bag. A vintage brooch adds a feminine touch and goes well with the metallic tones of the strap.

Korbtäschchen

Dieses Korbtäschchen, das fast wie eine kleine Truhe aussieht, war ursprünglich braun, die Füßchen waren abgebrochen und da ich so eines schon im Museum gesehen habe, weiß ich, dass es wohl vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammt. Also antik! Im Museum hieß es, diese Körbchen wurden zum Transport von Handarbeitszeug verwendet. Mit hellgrauer Mattfarbe gestrichen, dann mit etwas altsilbernem „Inkagold“ (= Metallicpaste) an erhabenen Stellen angerieben, wirkte es schon freundlicher. Als Füßchen habe ich ebenfalls alte, silberne Kugelknöpfe angeklebt (Heißkleber). So hübsch ist es nun, dass sich sogar zwei Schmetterlinge darauf niedersetzen!

This small basket is very vintage – in the early 1900s ladies used to carry their needlework in these basketlike handbags. This one was dark brown with broken „feet“. Painted light grey with silvery highlights it looked already better – vintage silver buttons hot-glued on the edges replace the wooden „feet“. Even butterflies like it now!

Tasche Spitze

Eine sportliche Tasche wird feminin durch alte Spitze, Häkelteile vom Flohmarkt und Borte.

A casual cross-body bag get’s a feminine touch by vintage lace, crocheted appliqué (flea market find) and a lace ribbon (sewn onto the strap).

Tasche Krone

Vom Fernglasköfferchen zur Abendtasche! Die Krone habe ich von „The graphics fairy“ als freien download bekommen, auf T-Shirtfolie ausgedruckt, auf dünne Baumwolle gebügelt und ausgeschnitten. Dann auf das Köfferchen geklebt, mit Strassborten, Glassteinen und Halbperlen beklebt. Glitterstift in Silber und Gold bilden den Schriftzug. Der Riemen wurde wieder mit einem passenden, schmalen Ledergürtel verlängert.

This precious evening bag once was a binocular case! On „The graphics fairy“ you’ll find lots of free vintage downloads – like this crown. I printed it onto transfer foil and ironed it on light cotton fabric. Then I glued the cut-out onto the case and embellished it with rhinestone ribbons, glass beads, faux pearls and glitter liner (the lettering).

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