Jeans mit bunten „Fenstern“ – Jeans with „Windows“

Also, auch wenn „destroyed“ Jeans IN sind – ich mag’s nunmal nicht, einfach nur ein Loch drin zu haben, wo der Wind hineinpfeift (bin ja auch nicht mehr die Jüngste 🙂 ) Wenn die „Löcher“ jedoch Durchblick auf ein interessantes Motiv bieten, experimentiere ich gerne! Natürlich könnte ich jetzt behaupten, die Kathedrale von Chartres mit ihren Buntglasfenstern hätten mich dazu inspiriert, aber das wäre doch etwas weit hergeholt 🙂 ! Die kleinen Stickbilder vom Flohmarkt warteten schon eine Weile auf ihre Verwertung, eine günstige, bequeme Jeanshose bietet nun die Gelegenheit!

Well knowing that „destroyed“ jeans are very fashionable, I don’t like them – not with holes where the wind gets in (at my age it would look awkward, too 🙂 ). On the other hand, if the holes allow a glimpse of another interesting material, I really like to experiment! Of course I could claim that the stained glass windows of Chartres Cathedral have been my inspiration – but that would be a bit far fetched after all 🙂  The small embroidery squares from the flea market had been waiting for me to use them – now some low price but comfortable jeans present the perfect occasion!

Zunächst habe ich die Hose angezogen und vor dem Spiegel mit Schneiderkreide die Stellen markiert, wo die Bildchen hin sollten. Dann die Fenster geschnitten mit genug Zugabe zum Ausfransen, und schließlich von links die Stickereien festgesteckt. Dann ab damit unter die Maschine! Mit einer „skinny“ Jean klappt das aber nicht, man braucht ein bißchen Luft, um das Hosenbein unter dem Nähfüßchen zu bewegen. Ein breiter, dichter Zickzackstich sorgt für sicheren Halt und versäubert innen die Kanten des Stickbildes. Am meisten Arbeit machte aber zum Schluss das Ausfransen der überstehenden Jeanskanten!

At first I put the pants on and used the mirror to decide where to place the embroidery squares. Having marked the spots with French chalk, I cut the „windows“, leaving  a centimeter of allowance for the fraying. Now I pinned the sqares beneath the windows and stitched them with the sewing machine – not possible for „skinny“ jeans, because you need to be able to move the pants legs beneath the presser foot! A broad and dense zigzag stitch holds the squares in place even with much wear and tear – and you can trim the edges of the sqares without further stitching. The last step took more time  than everything else: fraying the denim edges!

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Man könnte die Quadrate natürlich auch ein bißchen verdreht einnähen, doch dann klappt das mit dem Ausfransen nicht so gut…

Of course it would also look nice if the squares had been placed with a twist – but in that case the fraying wouldn’t work as well….

 

Kapuzensweater aufgepeppt – A Refashioned Hoodie

Dieser bequeme und praktische Kapuzensweater von „Cecil“ hat mich auf meiner Reise durch die Bretagne ständig begleitet. Und so habe ich dort kein T-Shirt mit Aufschrift als Souvenir gekauft, sondern diese Sweatjacke im Andenken an die Bretagne aufgepeppt! Lediglich einen kleinen Aufnäher mit dem Wappen der Bretagne hatte ich vor Ort erstanden. Außerdem fand ich die kleinen Motive, die in dieser Flagge vorkommen und ein bißchen aussehen wie Kometen (oder Hermelinschwänze?) recht hübsch. Dies, und der bretonische (keltische) Name für die Bretagne, dem man dort überall begegnet: „Breizh“ – abgekürzt BZH.

This comfortable and versatile hoodie by „Cecil“ was with me all the time during my trip through Brittany. So instead of buying a tourist shirt as souvenir, I just refashioned this hoodie as a reminder of the wonderful time I had had. A small appliqué showing the flag of Brittany is the only item I had bought for this purpose. In addition, I used the Breton (Celtic) name of Brittany which you find everywhere in country: „Breizh“ – and it’s short version: „BZH“, as well as one of the small design elements from the flag which look like  comets ( or ermine tails?).

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Auf der Vorderseite habe ich die Flagge aufgenäht und darunter mit Goldgarn BZH gestickt (auf Stickvlies geschrieben, dies aufgebügelt, mit der Maschine gestickt und das Vlies ausgerissen).

On the left front I’ve sewn the flag and below I’ve machine-stitched BZH, using gold tone metallic yarn. To do this, I had written the letters on „stich-’n-tear“ material, which I could just tear away after stitching. Watersoluble material is another option.

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Wie man sieht, habe ich dem „Kometen“ einen kleinen kreativen Schwung verliehen – aus schwarzem Stoff ausgeschnitten und mit Vliesofix aufgebügelt, dann mit engem Zickzackstich aufgenäht. Der Name „Breizh“ entstand wieder mit Goldgarn auf die gleiche Weise wie die Buchstaben auf der Vorderseite.

As you see, bending the „comet“ a bit makes it come alive… It has been cut from black fabric, ironed on using steam-a-seam (or wonder under) and then sewn on the edges. For the name „Breizh“ I used the same yarn and technique as for the letters on the front.

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Der Effekt, dies Motiv und den bretonischen Namen zu verwenden, anstatt einfach „Bretagne“ zu schreiben, macht das Ganze natürlich ein wenig geheimnisvoll für Uneingeweihte – aber wer in der Bretagne war oder gar von dort stammt, freut sich – und die anderen fragen dann manchmal, was das heißt – Beginn eines Gesprächs!

Using the „native“ name for Brittany and the „comet“-symbol instead of just writing „Brittany“ results in a cryptic message only for insiders – but others sometimes are curious and ask about it: start of a chat!

Raffinierte Details für eine Bluse – Blouse With Nifty Details

Ich habe diesem Beitrag absichtlich auch das Schlagwort „Recycling, Upcycling“ hinzugefügt, obwohl ich die Bluse komplett aus neuen Stoffen genäht habe. Denn im Grunde lässt sich alles, was sie so besonders macht, auch verwenden, um eine ältere, gebrauchte Bluse aufzupeppen!

This post is tagged „recycling/upcycling“ even though I’ve sewn the whole blouse from new material. But you could just as well add the special details to a second hand white blouse!

Oben: Kleine Reste von Spitze und besonderen Stoffen wurden in überlappenden Rechtecken appliziert, anschließend mit interessanten Knöpfen verziert.

Above: Rectangular scraps from lace or other interesting material are used to create overlapping appliqués which then have been embellished with a variety of nice small buttons.

Die Knopfleiste wurde zum echten Hingucker: Reste von Bändchen und wieder ganz verschiedene, hübsche Knöpfe, strassbesetzt oder in den Farben Silber, Gold, Beige und Braun sorgen für edlen Look.

The button tape serves as display for bits of rich borders and different buttons – some even with rhinestones.

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Auf der linken Brustseite habe ich mein fiktives Label (am PC gestaltet und mit Transferfolie auf Stoff gebracht) aufgenäht und ein kleines metallenes Zierteil („Charm“) darauf angebracht.

After creating a fictional label on my computer I’ve printed it on transfer foil and ironed it on thin cotton fabric. Then the cut out label has been sewn on the blouse and embellished with a small charm.

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Das Spitzenherz bekam nun auch endlich eine Verwendung! Die Mitte ziert ein Knöpfchen. Kleiner Tipp: beim Anbringen von Applikationen sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht genau auf dem Busen sitzen… 🙂

The lace heart finally got used, too! In the middle a button adds interest. When adding such appliqué you should avoid placing them directly on the breast… 🙂

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Eine Kragenecke ziert ein weiteres Herzchen aus Strasssteinen.

The edge of the collar shows another heart, this time with rhinestones.

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Zum Stoff: Der Großteil der Bluse besteht aus Viskose mit Nylon und Elasthan, mit eingewebten Streifen. Für die langen Ärmel reichte dieser Stoff nicht, doch ich hatte noch einen dünnen, weißen Baumwollstoff mit Elasthan, dem ich dann kurzerhand ein loses, unregelmäßiges Streifenmuster mit Metallic-Stoffmalstiften verpasste. Jedenfalls ist für bequemes Tragen gesorgt durch die dehnbaren Stoffe! Figurgünstig sind nicht nur die Längsstreifen, sondern auch die beige-goldenen Paspeln in den Teilungsnähten vorne. Die Rückseite ist schlicht weiß.

The material: most parts are cut from a rayon fabric with nylon and spandex, showing woven stripes. I didn’t have enough of it, though, to cut the sleeves, so I used a thin cotton fabric with spandex, on which I painted loose stripes with metallic liners for fabric. Anyway, the blouse is very comfortable because of the spandex! And the vertical stripes as well as the beige-gold piping at the front panel seams make for a flattering silhouette. The back is plain white.

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Tipps für den Flohmarktbesuch – Life Hacks for Flea Market Lovers

Manchmal werde ich gefragt, was man als Flohmarktbesucher am besten mitnehmen und was man beachten sollte. Hier sind meine Erfahrungen und Tipps!

Sometimes people ask me what to take and what to consider when visiting flea markets. So here’s advice based on my experiences:

Zunächst: was nehme ich mit?

First: what to take (scroll down for the English version):

  1. Bequeme Kleidung, besonders Schuhe! Meist ist man grad bei größeren Märkten länger auf den Beinen, als gedacht…
  2. Bei schönem Wetter Sonnencreme und vor allem eine Sonnenbrille oder ein Käppi: gegen die Sonne kann man sonst die ausgestellte Ware gar nicht richtig sehen!
  3. Entweder gleich einen großen Rucksack bzw. ein Einkaufswägelchen mitnehmen oder mehrere klein faltbare Stoffbeutel – manchmal findet man mehr oder größeres als gedacht! Sollte zufällig genau das richtige alte Möbel dastehen, lässt sich oft mit dem Verkäufer ein Liefertermin ausmachen – in dem Fall nur eine Anzahlung leisten und dafür eine Quittung geben lassen!
  4. Falls Porzellan, Glas oder andere zerbrechliche Ware zum persönlichen „Beuteschema“ gehören, muss auch Zeitungspapier in die Tasche: die Verkäufer haben oft keines dabei!
  5. Geld gehört sicher, aber schnell zugänglich verstaut: ich nehme daher immer ein Bauchtäschchen („Wimmerl“)!
  6. Jede Menge Kleingeld, Münzen und kleine Scheine mitnehmen – wenige Privatverkäufer können 50er wechseln, oft ist schon ein 20er zu groß.
  7. Eine Flasche Wasser o.ä.: oft gibt es Kioske, wo man etwas kaufen kann, aber manchmal muss man anstehen – ich bin lieber unabhängig.
  8. Das smartphone ist ideal, wenn die Lieben daheim mitentscheiden sollen, ob ein Fund gekauft werden soll: Foto schießen und schicken! Nach dem englischen Teil geht’s weiter mit Tipps…

 

  1. Comfortable clothes and shoes! Especially on big markets you often walk longer than you expected…
  2. On sunny days sunscreen and shades or ballcap etc: with the sun in your eyes you can’t really see the offered goods!
  3. Either you take a backpack or a shopping trolley, or at least some foldable bags: often you find more or bigger items than you thought! If THE perfect furniture stands there waiting for you: ask the seller for a delivery, make a down-payment and ask for a receit.
  4. If you’re shopping for china, glass or other delicate items, some old newspapers are indespensible – more often than not the vendors don’t have anything for protective wrapping!
  5. Store your money savely but easily accessible for you – for example in a fanny pack.
  6. Take lots of coins and small bills – many private sellers can’t change bigger bills!
  7. A bottle of water makes you independant of the food stand queue…
  8. A smartphone comes in handy when you want to include your friend or hubby in the decision making: take a photo and send it! Further below you find more advice…

 

Wichtig ist: wenn man etwas ganz Bestimmtes sucht, klappt das eher selten. Also: immer bereit sein, sich überraschen zu lassen! Grad in Deutschland gibt es gelegentlich Verkäufer, die nicht feilschen wollen – meiner Meinung nach sollten die nicht auf den Flohmarkt! Ein bißchen Übung braucht man dafür… vor allem sollte man sich die große Freude über einen Fund erst anmerken lassen, wenn man einen akzeptablen Preis gezahlt hat – wenn der Verkäufer die Freude vorher bemerkt, verlangt er mehr… Auch macht es Sinn, zu gucken, was man bei wem kauft: meiner Erfahrung nach bekommt man für alte Stickereien etc. die besten Preise bei Männern, die keinen Bezug dazu haben (wie Frauen)… Professionelle Händler verlangen meist mehr, aber nicht immer. Fragen kostet nichts!!! Auch lohnt es sich manchmal, in wirklich unübersichtlichen, etwas unappetitlichen Kisten zu graben – auch da gibt’s so manches Schnäppchen! Vor allem aber: nicht verbissen werden, es soll Spaß machen! Viel Glück! 🙂

Looking for something particular you’ll get disappointed most of the time – be open minded for surprises! Sometimes sellers don’t want to bargain – in my opinion these people don’t belong on a flea market. Of course, bargaining takes some practice… And don’t show your delight about a find before having paid: seeing your joy the seller will raise the price! Often, you get a better bargain buying textiles from a man (for whom textiles don’t have great worth)… Professionals demand higher prices most of the time – but not always… Asking will cost you nothing!!! Sometimes it’s worth while rummaging in cluttered, even dirty boxes – I’ve found some nice stuff in them! Most of all: HAVE FUN! Good luck! 🙂

 

 

Drei Sommerblusen – Three Summer Blouses

In den letzten Wochen sind drei Sommerblusen fertig geworden – zwei davon aufwändig gepatcht, eine weitere aus einem einzigen Stoff. Zunächst die Bluse vom Titelbild:

During the last weeks I’ve finished three summer blouses; two of them are elaborately assembled from different materials, the other one is made from one linen fabric. first, the blouse already shown above:

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Sie besteht aus drei alten Shirts und zwei (viel zu kleinen) Blusen vom Flohmarkt, die ich nur gekauft hatte, weil mir der Stoff gefiel… Bei 1€ pro Stück lohnt sich das! Die vorderen Seitenteile und der ganze Rücken besteht aus Jerseystoffen, was dafür sorgt, dass sie jede Bewegung mitmacht und schön bequem ist. Die vorderen Mittelteile sind gepatcht aus Blusen- und Shirtstoffen; die Quernähte wurden zusätzlich mit Borten/Bändchen verziert.

It’s made from three old shirts and two blouses purchased on flea markets, being much too small, I only bought them for their nice material – At 1€ per blouse that’s a no-brainer! The front sides and the whole back is made from knits which make for a very comfy wear. The front panels are patched using both knits and woven fabrics. The seams between the patches are embellished with ribbons.

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Trotz des Materialmixes wirkt alles harmonisch, da die Farbkomposition dieselbe ist. Und dann fand ich in meinem Fundus noch diesen Satin-Aufnäher aus Frankreich, den ich schon Jahre habe: hier passt er farblich perfekt!

Despite the different materials it’s a quite harmonic look because of the colour scheme. In my stash I discovered this satin patch from France which perfectly matches the colours!

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Wie so oft, habe ich auf der einfarbigen Knopfleiste verschiedene Knöpfe, hier alt-messingfarbene Metallknöpfe versammelt, und zusätzlich noch farblich passende Stoffblümchen dazwischengesetzt.

Once again I’ve chosen a handful of different buttons (here: metal buttons coloured like old brass). At last, I’ve added some tiny fabric flowers.

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Die Bluse oben ist aus ganz leichtem Leinen, trägt sich toll und sieht auch offen getragen über einem marinefarbenen Top sehr gut aus. Ein super Teil auch zu Jeans. Den hochwertigen Stoff habe ich als Fabrikrest sehr günstig bekommen, und die grau-schimmernden Perlmuttknöpfe sind vom Flohmarkt – wenn man bedenkt, was Knöpfe in dieser Größe (ca. wie 1€-Stück) im Laden kosten, lohnt es sich wirklich, auf Märkten etc danach zu suchen!

The blouse above is made from a high-quality lightweight linen I’d purchased at a sale. The buttons are a grey mother-of-pearl variant from a flea market: considering the price of buttons of this size (like a 1€ coin) at a haberdashery, it’s  really worth while looking for buttons on markets etc! The blouse is very comfortable and also looks very nice worn open over a blue top – and with denim pants!

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Diese Bluse passt zu meinen liebsten Hosenfarben: dunkelblau, braun, beige und weiß – und vom Thema her zum Sommer! Auch hier sind die Seitenteile aus Jerseystoff; Akzente setzt der quergeschnittene Karostoff.

This blouse goes well with all the colours I love for pants: navy blue, brown, khaki and white! The sailboats of course are a favourite summer theme… Again, the sides are made from knits; the checked fabric is cut on the bias to create interest.

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Die Teilungsnähte hinten, die Knopfleisten und Ärmelblenden sind mit feinem silbernem Paspel betont – das war etwas mehr Arbeit, ist aber auch ein besonderes i-Tüpfelchen – genau wie die unterschiedlichen silberfarbenen Knöpfe…

Some seams on the back as well as on the button tapes and at the sleeves show a fine silver piping – that took a bit more time but adds special interest – as well as the different silver tone metal buttons…

Die Ankerborte kommt mal blau, mal beige daher…

The anchor ribbon is used in two colour-variants…

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Die Applikation ist ein Digitaldruck auf Transferpapier, dann auf leichte, weiße Baumwolle gebügelt, ausgeschnitten und aufgenäht. Der Schriftzug „La Voile“ (Das Segeln) ist frei Hand mit der Maschine gestickt. Ich habe bewusst ein französisches Wort gewählt, weil ich in Gedanken schon bei meinem Bretagne-Urlaub (im September) bin… 🙂

The appliqué is made from a digital print on transfer paper, ironed on lightweight cotton, cut out and sewn on. The text „La Voile“ (Sailing) is free motion machine stitching. I’ve chosen a French word because I’m already looking forward to my vacation in Brittany in September… 🙂

 

Verwendung für leere Pflasterrollen – How to Reuse Spools from Adhesive Plaster Strips

In meinem Beruf mache ich täglich etliche Verbände, und diese werden meist mit Hansaplast oder Leukosilk Pflasterstreifen befestigt. Mir hat es immer widerstrebt, die leeren Rollen dieser Pflaster wegzuwerfen, und nun habe ich die perfekte Verwendung dafür gefunden! Ich nehme sie in einer Plastiktüte vom Patienten mit und spüle sie daheim erstmal gründlich mit Spülmittel und heißem Wasser – sie sind zwar nicht sichtbar verschmutzt, doch ich möchte natürlich keine Keime verschleppen!

On my daily job I have to do many bandages, which, most of the time, are fixed with adhesive plaster strips. I’ve always been reluctant to waste the empty spools; now I’ve found the perfect way to reuse them! Taking them home in a plastic bag, I wash them in hot water with dish soap – they aren’t  visibly dirty, but I don’t want to spread germs!

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Danach sind sie bereit, meine Bastel- und Näh-Bändchen aufzunehmen. Natürlich ist die Kapazität beschränkt, doch für schmale Bändchen oder kürzere Stücke sind sie perfekt: durch die Kappe kann sich nichts lösen, doch weil letztere durchsichtig ist, ist der Inhalt gut zu erkennen.

Now they’re ready to use for my collection of ribbons. Of course, they’ve got a limited capacity, but for narrow ribbons or scraps they’re perfect. The cover keeps them in place but also reveals the content because it’s clear.

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Das Loch in der Mitte schließlich hilft beim Ordnen: entweder senkrecht auf dem Stab einer Küchenpapierrolle, oder, wie ich es jetzt mache, waagrecht an einem Bord:

The hole in the middle helps to store them: either upright on a pole for paper towels or horizontally on a board, like I do:

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Wenn man die Rollen nicht zu dicht packt, ist genug Platz dazwischen, dass man sich an Bändchen bedienen kann, ohne den Stab herauszunehmen: einfach die Kappe seitlich herunterschieben!

If you don’t stack them too closely, you can still remove the cap laterally to access the ribbons without removing the whole bar:

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Wenn es noch mehr werden, muss ich mir einen Wandhalter für Geschenkpapierrollen anschaffen, der mehrere Stäbe hat… 🙂

With a growing collection I’ll have to purchase a rack for gift wrapping paper which has several bars… 🙂

Zwei Sweatjacken – Two Sweat Jackets

Nach meinem letzten Beitrag über die bunte Sweatjacke fiel mir ein, dass ich zwei weitere selbstgenähte Jacken aus Sweatshirt-Stoff noch gar nicht vorgestellt habe. In verschiedenen Schnitten gearbeitet (allerdings alle mit Stehkragen, den ich sehr liebe), und vor allem in so unterschiedlichen Stoffen und Designs, dass jede ihren eigenen Stil hat. Gemeinsam ist ihnen aber, dass sie alle sowohl chic als auch bequem sind!

Having finished my last post about the colourful sweat jacket, I remembered that there still were two other sweat jackets I had sewn but not yet shown on this blog. Sewn after different patterns (albeit both with standing collars, which I love), I’ve used very different fabrics and designs resulting in quite different styles. What they’ve got in common, though, is that they’re stylish and comfortable at the same time!

Links: Aus verschiedenen Sweatstoff-Resten in beige-grau Tönen, mit großen Knöpfen. Der Schnitt sitzt locker und ist sowohl als Pulli-Ersatz als auch zum Überziehen für draußen geeignet. Rechts: Dieser Stretch-Sweatstoff im Leo-Print hatte es mir sofort angetan. Gepaart mit einem leichten, dünnen Lederimitatstoff in dunkelbraun, für die Seiten, Kragen und Unterärmel, sitzt dieses Jäckchen figurnah, wie ein Shirt.

Above left: A jacket from different upcycled sweat fabrics, all in gray-beige colours, with big buttons. It’s loose-fitting and can be worn like pullover or as a jacket over a T-shirt or a blouse. Above right: This stretchy animal-print is a favourite! Combined with a thin, lightweight and also stretchy faux leather for the sidepanels, the collar and the lower sleeves, it makes for a nice close-fitting jacket, to be worn like a shirt.

Die hellgraue Jacke trägt auf dem Rücken ein fiktives Label, das ich bei meinen eigenen Kreationen oft verwende und das hier mit Silbergarn auf Leinen gestickt ist. Beim Leo-Jäckchen sorgen in den Teilungsnähten mitgefasste braune Samtpaspeln für Couture-Pepp und „Figurfreundlichkeit“.. 🙂 .

On the back, the gray-beige jacket shows a fictitious label I like to use in my creations and which in this case is stitched on linen, using silver tone yarn. The animal-print jacket sports brown velvet piping along the panel seams, making for couture-chic and a favourable silhouette 🙂 .

Bei der geköpften Jacke konnte ich mal meine schönen, großen Keramik- und Perlmuttknöpfe in Szene setzen…

On the buttoned jacket some of my beautiful, big ceramic buttons and some mother-of-pearl buttons are on display…

… Genau wie eine Stoffblüte vom Flohmarkt und eine applizierte Krone, die ich aus einem gemusterten Stück Stoff geschnitten habe.

… As well as a fabric flower found on a flea market and a small crown appliqué which I had cut from a piece of printed fabric.

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Hier sieht man die verschiedenen Sweatstoffe…

Here you can see the different sweat fabrics…

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Die Bündchen sind auch wiederverwertet; sie stammen von einem alten Sweatshirt. Ja, ich bin grad jede freie Minute an der Nähmaschine, aber im nächsten Beitrag gibt es mal was GANZ anderes, Witziges zu sehen.. lasst Euch überraschen!

The cuffs are upcycled, too: they have been cut from an old sweatshirt. Yes, at the moment I’m spending every free minute at the sewing machine, but my next post will be about something quite different, and funny… Let me surprise you!

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Upcycling von Plastiktüten – Upcycling of Plastic Shopping Bags

Der Umwelt zuliebe soll derzeit in Deutschland die Menge der Plastiktüten deutlich reduziert werden. Auch ich trage schon lang stets einen Stoffbeutel in der Handtasche, um Plastik zu vermeiden. Allerdings gibt es hin und wieder so schöne Plastikbeutel, dass ich über die Jahre eine kleine Sammlung angelegt habe. Ziel: sie so zu verwenden, dass ihre schönen Muster zur Geltung kommen und dass sie NICHT im Müll landen – auch gut für die Umwelt! Die Lösung kam mit meinen Experimenten zur Verwendung von Papier und Plastikfolie für Taschen ( siehe mein Beitrag vom 30.1.17): Warum nicht statt Papier einfach Plastiktüten zwischen die Folien legen? Das habe ich gleich ausprobiert:

While Germany is trying to reduce the amount of plastic totes – me, too, I always carry a light fabric tote to avoid the need for plastic – there still are some plastic bags that just are too beautiful to miss. So during the last years I’ve got a small collection of these plastic bags – with the aim to use them so their nice designs get attention AND to avoid throwing them away – thus also reducing unnecessary waste. When playing with the lamination of paper with plastic foil (like shown in my post from 1/30/17), I got the idea to do the same with these plastic bags:

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Ein paar schöne Tüten, einfach auf selbstklebender Klarsichtfolie arrangiert, dann mit goldfarbenen Schnörkeln bestempelt, die sich wie ein Spitzennetz über das Muster ziehen, und mit einer weiteren Lage Klebefolie bedeckt, entstand ein Material, das sich wieder für – ja, Taschen!  – eignet. Für diese hier habe ich Plastikbeutel mit pastellfarbenen Blütenmotiven verwendet:

A few nice plastic bags, arranged on self-adhesive clear foil, then stamped with a net of gold tone swirls and covered with the same foil. This material is – yes,again! – suited for sewing bags and purses. For this one I’ve chosen beautiful pastel flower designs:

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Mit leichtem Baumwollstoff gefüttert und verziert mit farblich passenden Samt- und Spitzenbändchen, wirkt sie zart und verspielt.

Lined with a light cotton fabric and embellished with  a velvet ribbon and a lace border, it’s got a dainty look.

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Oben ist sie mit Reissverschluss zu schließen, an dem eine farblich passende Mixed Media-Perle hängt, damit der Zipper leichter zu fassen ist. Dieselbe Art handgemachter Perlen verziert das Vorderteil unterhalb einer alten Granatbrosche und bietet einen Fokus:

The top is closed with a zipper sporting a mixed media bead which makes it easier to grip. The same kind of handmade beads is used on the front, dangling from an vintage brooch, thus creating a focal point:

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Der Stoffriemen wurde ebenfalls mit Streifen des Plastikmaterials verstärkt und verziert:

The fabric strap is reinforced and embellished with strips of the same plastic material:

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Genau wie meine Kreationen aus Papier und Plastik, ist diese Tasche sehr leicht, hält aber viel aus! Tipp zum Nachmachen: das Material ist sehr einfach herzustellen, für den Anfang sollte aber ein einfacher Taschenschnitt (z.B. nur mit Henkeln, oder Klappe, ohne Reissverschluss etc.) gewählt werden, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie sich das Material unter der Nähmaschine verhält.

Just like my creations using paper and plasic foil, this bag is very lightweight, but also very durable! If you want to try it yourself: creating the material is very easy, but to start, be sure to use a simple bag pattern to learn how the laminated material reacts under the sewing foot.

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Ideen für leere Waschmittelflaschen – Ideas For Empty Liquid Detergent Bottles

Nun bin ich zum dritten (!) Mal dies Jahr mit schwerer Erkältungskrankheit daheim, und alles, was ich tun kann ist Lesen, Musik hören und ein bisschen am PC arbeiten. Letzteres wird nun auch meinem Blog zu Gute kommen. Und meine Leser können mich ja weder husten hören, noch sich anstecken 🙂 ! In letzter Zeit hatte ich ein bisschen mit den Plastikflaschen von Ariel, Perwoll &Co. experimentiert – mal was ganz ohne Nähen. Basiswerkzeuge: Teppichmesser, große und kleine Schere, Lineal, etwas Schmirgelpapier. Zum Verzieren Lackmarker (ich habe Silber bzw. Gold verwendet), Washi-Tape, Borten, etc. Als erstes habe ich einfach nur eine Art Körbchen aus einer großen Arielflasche gemacht:

Since I’m just recovering from the third (!) flu this year, I’m not able to do much except listening to music, reading and a bit of computer „work“. So at least my blog is able to benefit, since my readers can’t hear me coughing nor catch the desease 🙂 ! Lately, I’ve been experimenting with the plastic bottles from liquid detergents – some no-sew projects. Basic tools are: a sturdy cutter, big and small scissors, a ruler, a bit of sandpaper. For embellishments: permanent markers (I chose silver and gold), washi tape, lace borders, etc. At first I simply cut a „basket“ from a big bottle:

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Nach gründlichem Ausspülen muss zuerst gut überlegt werden, wo für das jeweilige Projekt geschnitten werden soll. Den Schnitt (zunächst grob und gerade) mit dem Teppichmesser ausführen. Dann mit dem Lineal und Bleistift Hilfslinien anzeichnen und den endgültigen Schnitt mit der Schere durchführen. Bei Bogenkanten wie hier muss evtl. noch Stückchen für Stückchen mit einer kleinen Schere nachgebessert werden. Wenn das soweit passt, die Kante mit Schmirgelpapier glätten. Nun geht es an’s Verzieren! Ich habe einfach nur die Bogenkante mit goldenem Lackstift betont und erweitert, dass es wie Spitze aussieht. Schon mal eine nette Aufbewahrung für das Bad!

After rinsing any left detergent you’ve got to consider where to cut the bottle for your project. The first cut is made roughly and straight using the cutter. Then the ruler and a pencil will help to determine the final cut with the scissors. If you want to create a scalloped edge like I did, you will have to correct it bit by bit with the small scissors. Then use the sandpaper to smooth the edge. Now you can start to embellish! I just used a gold tone marker to emphasize and expand the scalloped edge to look like lace. That already makes for a nice bath storage item!

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Aber es lässt sich einfacher tragen, wenn noch ein Henkel dran kommt:

Of course, a handle would be useful, too:

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Aus dem Rest der Flasche geschnitten und ebenfalls bemalt, habe ich ihn ganz einfach mit Musterklammern befestigt. Die dazu nötigen Löcher lassen sich einstanzen oder bohren (es reicht eine spitze Schere). Sieht ein bisschen nach Osterkörbchen aus…

The handle has been cut from the rest of the bottle. After marker-painting it, too, I attached it using brads – the necessary holes have been punched, but you can just „drill“ them with a pair of pointed scissors. It now looks a bit like an Easter basket…

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Aus einer kleinen Flasche Wollwaschmittel wurde ganz ähnlich ein Körbchen, das aufgehängt werden kann:

Another, smaller bottle was used to create a hanging storage:

Hier habe ich am rückwärtigen Teil eine lange Lasche angeschnitten, in die eine Öffnung zum Aufhängen geschnitten wurde. Den Rand ziert eine selbstklebende Spitzenborte, die Häkelblüte ist mit einer Musterklammer befestigt (könnte man aber auch einfach aufkleben). Durch diese beiden Teile mutig geworden, habe ich mich dann auch an ein komplizierteres Projekt gewagt:

Here, a flap was left on the backwards part when cutting the bottle. It shows a cutout hole for hanging the storage . The front edge is embellished with an adhesive lace border, the crochet flower is attached with a brad – but of course, it could be glued as well. Then, I wanted to try something more sophisticated:

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Ein Umhängetäschchen aus einer großen Flasche! Die obere Kante ist mit Washi Tape umklebt und verziert, die Vorderseite und die Klappe mit silbernem Lackstift bemalt. Die Klappe wird mit einem eingeschlagenen Druckknopf geschlossen. Eine feste, weiße Posamentenborte (nicht dehnbar) dient als Riemen und ist seitlich in eingeschnittene Schlitze gesteckt, dann innen verknotet worden – so einfach ließ sich sie sich befestigen! Damit der Inhalt nicht laut herumklappert, habe ich den Boden innen mit etwas Bastelfilz beklebt.

A cross-body bag from a big bottle! The upper edge has been bound and embellished with washi tape, the front and flap show silver marker pen designs. The flap is closed with a snap fastener. A white decorative border (not stretching even with a bit of weight on it) serves as strap. It was very easy to fasten: tucked through slits cut into the plastic on either side, and then just knotted to prevent it from sliding back through! Also, to prevent contents from clattering loudly inside, I’ve glued a piece of felt on the bottom inside.

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Taschen aus Gobelinstickbildern -Bags Using Vintage Needle Point Embroideries

Gobelinstickbilder vom Flohmarkt inspirieren mich immer wieder zu Nähprojekten. Diesmal habe ich alle möglichen Flohmarktfunde zusammen verarbeitet: zwei Stickbilder, floral, mit schwarzem Hintergrund, einen alten Pelzkragen (ja, der ist echt, aber da das Tier schon mindestens 40 Jahre tot ist, finde ich nichts dabei. Natürlich gibt es andere Meinungen, dies hier ist meine persönliche); eine alte Strassbrosche und  eine Goldborte. Ich selbst gab noch schwarzen Wollstoff, schwarze Lederreste und einen Leostoff für das Futter dazu.

Vintage needle point embroideries never fail to inspire me. This time I’ve combined them with other flea market finds: an old rhinestone brooch, a vintage lace border and an old fur collar. (Yes, it’s genuine fur, but the animal was already dead for about 40 years when I purchased it, so in my personal opinion that’s ok – even if other people may disagree). Then I added  black wool fabric, scraps of black suede and a cotton fabric with animal print for the lining.

Unterhalb der Riemen, unter der Brosche und in der Mitte am unteren Ende der Tasche baumeln selbst hergestellte Mixed-Media Perlen die die Farben der Stickbilder aufgreifen.

Selfmade mixed media beads, picking up the colours of the embroideries, are dangling from the bag in several spots.

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Innen gibt es zusätzliche Fächer; auf der schwarzen Rückseite auch eine kleine Reissverschlusstasche. Klettband hält die Tasche zu, die Klappe wird nur übergeworfen. Die Form habe ich von asiatischen Taschen abgeguckt. Der Riemen ist aus Stoff mit aufgenähten Lederstreifen, die ihn stabiler machen.

Inside some pockets organize smaller items. On the rear side there is a zipper pocket in the black wool . The bag is closed with velcro strips, the fur flap needs no extra fastening. I got the idea for the unusual shape from Asian bags. The strap is cotton, reinforced with appliquéd strips of suede.

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Bereits vor einigen Jahren habe ich auch eine Bauchtasche aus so einem Stickbild genäht, ebenfalls kombiniert mit einem Wildlederrest:

Some years ago I had sewn a fanny pack from such a needle point embroidery, also adding a bit of suede:

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Das ging ziemlich schnell und einfacher, als man denkt ( mit einem gekauften Schnitt). Diese Tasche nutze ich im Sommer sehr gern und oft!

Sewing such a fanny pack is fun and quite easy with a purchased pattern. And I’m using it very often in summer!