Selbstgefärbt: ein Frühlingsschal – Handdyed: a Scarf for Spring

In einem Discounter hatte ich vor einiger Zeit eine Packung Textilfarbe in Sprühfläschchen erstanden, die ich endlich mal verwenden wollte. Ich hatte noch ein großes Tuch aus superleichtem Baumwoll-Mousselin, das habe ich halbiert, die Hälften gefärbt und dann so zusammengenäht, dass ein „Loop“schal entstand:

Some time ago I had purchased some textile colour spray in a discounter, which I now wanted to try the first time. So I used a big square of ultra light weight cotton muslin, cut it in halves, dyed it and joined the halves to create a loop scarf:

färben1

Obwohl es nur 4 Farben waren, gab es schöne Zwischentöne, wo sie übereinander gesprüht waren:

With only 4 colours you can achieve a rainbow by layering the sprayed colours:

färben2

Nach dem Bespühen musste die Farbe trocknen – ging schnell bei dem dünnen Stoff -, dann wurde er heiß von der Rückseite gebügelt, um die Farbe zu fixieren. Für weitere Gestaltung griff ich zu meinen selbst geschnitzten Stempeln sowie den geliebten Silikon-Schnörkeln, Schwämmchen, Pinseln und dickerer Stoffmalfarbe:

After spraying, the fabric had to dry, which didn’t take long. Then it had to be ironed (on the back) to fixate the colours. For further embellishing, I used my handcarved stamps as well as my beloved silicone swirls, some sponges, a rough brush and thicker fabric paint:

färben5

Und dann sollten die Schnörkel noch ein klein wenig Glitzer bekommen… Dafür gab es einen Stoffmalpen mit Goldglitzer, der auch von derselben Aktion im Discounter kam:

To highlight the swirls a bit, I then used a goldtone glitter pen for fabric which I had bought with the sprays:

färben8

Das ist doch ein schöner, fröhlich-duftiger Schal geworden, oder? Ging eigentlich ganz leicht und schnell… Wichtig: nach jedem Schritt trocknen lassen und gut mit dem Bügeleisen fixieren!

The result is a nice, cheerful, airy scarf, don’t you think? It was fast and fun to make… You just have to let it dry after each step and to iron it diligently to set the colours!

färben6

Scrapbook: Was ich gerne mag – Scrapbook: Favourite Things

Erinnert Ihr Euch noch an das alte Scrapbook (ungefähr so alt wie ich), das ich auf einem Flohmarkt fand und etwas „aufgemöbelt“ habe? Hier zur Erinnerung:

Do you remember the vintage scrapbook (it’s my age, so I’m vintage, too 🙂 )  I had salvaged? Here it is again:

scrap4

Doch inzwischen habe ich die ersten Seiten gestaltet, nachdem ich mir ein Thema überlegt habe: jede Seite wird etwas vorstellen, das ich besonders mag. Das Inhaltsverzeichnis ist mal außergewöhnlich:

In the meantime I have filled the first pages, after deciding on the theme: each page will represent a favourite thing. Here’s the page of contents:

scrap6

Allerdings hätte ich durchaus noch mehr aufzählen können, musste mich aber auf die verfügbaren Seiten beschränken…

To tell the truth, I could easily have listed even more favourites, but had to mind the limited amount of pages…

scrap7

For my English speaking readers: the page above shows the German explanation (in rhyme) of „favourite things“.

Unten das erste Thema: Düfte…. ah…

Below: the first subject: fragrances.. ah…

scrap1

Der Hintergrund wurde mit Gesso behandelt, teils mit Zeitschriftenseiten beklebt, dann mit Aquarellfarben gestaltet. Darauf Collagen aus Zeitschriften und Stickern, handschriftliche Zitate zum Thema. Die Schnörkel sind mit Embossingtinte gestempelt und mit rosa-glitzerndem Pulver embossed (schwer, auf das Foto zu bekommen).

The background has been treated with Gesso, partially covered with magazine pages, then painted with watercolours. Magazine cutouts and stickers show perfume bottles and flowers, while quotes about fragrances are added in handwriting. The swirls are stamped and embossed.

scrap5

Eine Seite über Kunst: der David war wichtig, damit nicht nur Malerei vertreten war! Genau wie einige Bilderrahmen ist er am PC auf Aquarellkarton gedruckt und ausgeschnitten worden, dann mit 3D-Klebeplättchen auf die Seite gebracht. Die übrigen Bilderrahmen sind mit Plusterfarbe gemalt und somit auch plastisch hervortretend. Im Laufe der Zeit werde ich Euch immer wieder mal zeigen, wie es mit dem Buch weitergeht…

A page about art: the „David“ was important to show that art is more than paintings… The sculpture as well as some of the frames are printed on watercolour paper, cut out and then fixed on the page using bits of padded tape to create a 3D-look. The other frames are painted with 3D-Liners so they, too, have a sculptural look. From time to time I will continue to show you the progress of pages in this book…

Upcycling von Plastiktüten – Upcycling of Plastic Shopping Bags

Der Umwelt zuliebe soll derzeit in Deutschland die Menge der Plastiktüten deutlich reduziert werden. Auch ich trage schon lang stets einen Stoffbeutel in der Handtasche, um Plastik zu vermeiden. Allerdings gibt es hin und wieder so schöne Plastikbeutel, dass ich über die Jahre eine kleine Sammlung angelegt habe. Ziel: sie so zu verwenden, dass ihre schönen Muster zur Geltung kommen und dass sie NICHT im Müll landen – auch gut für die Umwelt! Die Lösung kam mit meinen Experimenten zur Verwendung von Papier und Plastikfolie für Taschen ( siehe mein Beitrag vom 30.1.17): Warum nicht statt Papier einfach Plastiktüten zwischen die Folien legen? Das habe ich gleich ausprobiert:

While Germany is trying to reduce the amount of plastic totes – me, too, I always carry a light fabric tote to avoid the need for plastic – there still are some plastic bags that just are too beautiful to miss. So during the last years I’ve got a small collection of these plastic bags – with the aim to use them so their nice designs get attention AND to avoid throwing them away – thus also reducing unnecessary waste. When playing with the lamination of paper with plastic foil (like shown in my post from 1/30/17), I got the idea to do the same with these plastic bags:

lilatasche1

Ein paar schöne Tüten, einfach auf selbstklebender Klarsichtfolie arrangiert, dann mit goldfarbenen Schnörkeln bestempelt, die sich wie ein Spitzennetz über das Muster ziehen, und mit einer weiteren Lage Klebefolie bedeckt, entstand ein Material, das sich wieder für – ja, Taschen!  – eignet. Für diese hier habe ich Plastikbeutel mit pastellfarbenen Blütenmotiven verwendet:

A few nice plastic bags, arranged on self-adhesive clear foil, then stamped with a net of gold tone swirls and covered with the same foil. This material is – yes,again! – suited for sewing bags and purses. For this one I’ve chosen beautiful pastel flower designs:

lilatasche3

Mit leichtem Baumwollstoff gefüttert und verziert mit farblich passenden Samt- und Spitzenbändchen, wirkt sie zart und verspielt.

Lined with a light cotton fabric and embellished with  a velvet ribbon and a lace border, it’s got a dainty look.

lilatasche4

Oben ist sie mit Reissverschluss zu schließen, an dem eine farblich passende Mixed Media-Perle hängt, damit der Zipper leichter zu fassen ist. Dieselbe Art handgemachter Perlen verziert das Vorderteil unterhalb einer alten Granatbrosche und bietet einen Fokus:

The top is closed with a zipper sporting a mixed media bead which makes it easier to grip. The same kind of handmade beads is used on the front, dangling from an vintage brooch, thus creating a focal point:

lilatasche2

Der Stoffriemen wurde ebenfalls mit Streifen des Plastikmaterials verstärkt und verziert:

The fabric strap is reinforced and embellished with strips of the same plastic material:

lilatasche5

Genau wie meine Kreationen aus Papier und Plastik, ist diese Tasche sehr leicht, hält aber viel aus! Tipp zum Nachmachen: das Material ist sehr einfach herzustellen, für den Anfang sollte aber ein einfacher Taschenschnitt (z.B. nur mit Henkeln, oder Klappe, ohne Reissverschluss etc.) gewählt werden, damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie sich das Material unter der Nähmaschine verhält.

Just like my creations using paper and plasic foil, this bag is very lightweight, but also very durable! If you want to try it yourself: creating the material is very easy, but to start, be sure to use a simple bag pattern to learn how the laminated material reacts under the sewing foot.

Merken

Ein Buch für Nähprojekte – A Book for Sewing Projects

Mein Kopf ist immer voller Ideen für Nähprojekte, die ich gar nicht alle in absehbarer Zeit verwirklichen kann. Bisher waren meine Entwürfe mal in diesem Notizbuch, mal auf jenem Blockzettel verstreut, das wollte ich nun ändern. Daher habe ich ein großes Blanko-Buch verwendet, um darin alle Ideen zu sammeln. Damit das Ganze eine ansprechende Form bekam, habe ich die Seiten mit allem Wichtigen vorgestaltet:

There is always a lot going on in my head about possible sewing projects and ideas which I’m not able to realize in the near future. Until now the drafts and sketches I made were dispersed on different notepads and sheets of paper. Now I wanted to change this. Taking a big blank book to collect my ideas, I have designed the pages to look nice and already contain some constantly recurring aspects:

nähjournal3

nähjournal2

Unter „Kategorie“ trage ich ein, was für ein Projekt es ist (Bluse, Tasche, etc.). Bei „Schnitt“ kann bereits ein ausgesuchter Schnitt aus meinen Heften oder ein Fertigschnitt etc. vermerkt werden. Unter „Stoffe“ sieht man die gelben Balken: das sind Stücke von doppelseitigem Klebeband, noch mit Trägerpapier darauf – hier klebe ich kleine Muster der geplanten Stoffe auf, sofern ich sie schon habe. Außerdem gibt es in der linken unteren Ecke einen Zeilenblock (aufgestempelt), wo „Sonstige Zutaten“ und „Anmerkungen“ notiert werden können. Wie an den Bildern oben zu sehen, habe ich weitere Stempel zum Thema „Nähen“ sowie ein paar Washi-Tapes zur Verzierung verwendet. Unten nochmal das Titelbild mit Beispielen meiner ersten Einträge:

As you see, I’ve created a kind of a form to fill in all necessary details about the project. The yellow bars are pieces of double-sided tape with the protecting paper still attached – they will be used for taping in small samples of the fabrics I intend to use for the project. Stamps with a sewing theme and some bits of washi tape add interest. Below the first two sketched projects (same photo as the title):

nähjournal1

Was noch fehlt, ist die äußere Gestaltung des Buches, dazu werde ich mir auch noch etwas einfallen lassen…

One of my next projects will be to create a nice cover for the book!

Ideen für leere Waschmittelflaschen – Ideas For Empty Liquid Detergent Bottles

Nun bin ich zum dritten (!) Mal dies Jahr mit schwerer Erkältungskrankheit daheim, und alles, was ich tun kann ist Lesen, Musik hören und ein bisschen am PC arbeiten. Letzteres wird nun auch meinem Blog zu Gute kommen. Und meine Leser können mich ja weder husten hören, noch sich anstecken 🙂 ! In letzter Zeit hatte ich ein bisschen mit den Plastikflaschen von Ariel, Perwoll &Co. experimentiert – mal was ganz ohne Nähen. Basiswerkzeuge: Teppichmesser, große und kleine Schere, Lineal, etwas Schmirgelpapier. Zum Verzieren Lackmarker (ich habe Silber bzw. Gold verwendet), Washi-Tape, Borten, etc. Als erstes habe ich einfach nur eine Art Körbchen aus einer großen Arielflasche gemacht:

Since I’m just recovering from the third (!) flu this year, I’m not able to do much except listening to music, reading and a bit of computer „work“. So at least my blog is able to benefit, since my readers can’t hear me coughing nor catch the desease 🙂 ! Lately, I’ve been experimenting with the plastic bottles from liquid detergents – some no-sew projects. Basic tools are: a sturdy cutter, big and small scissors, a ruler, a bit of sandpaper. For embellishments: permanent markers (I chose silver and gold), washi tape, lace borders, etc. At first I simply cut a „basket“ from a big bottle:

ariel2

Nach gründlichem Ausspülen muss zuerst gut überlegt werden, wo für das jeweilige Projekt geschnitten werden soll. Den Schnitt (zunächst grob und gerade) mit dem Teppichmesser ausführen. Dann mit dem Lineal und Bleistift Hilfslinien anzeichnen und den endgültigen Schnitt mit der Schere durchführen. Bei Bogenkanten wie hier muss evtl. noch Stückchen für Stückchen mit einer kleinen Schere nachgebessert werden. Wenn das soweit passt, die Kante mit Schmirgelpapier glätten. Nun geht es an’s Verzieren! Ich habe einfach nur die Bogenkante mit goldenem Lackstift betont und erweitert, dass es wie Spitze aussieht. Schon mal eine nette Aufbewahrung für das Bad!

After rinsing any left detergent you’ve got to consider where to cut the bottle for your project. The first cut is made roughly and straight using the cutter. Then the ruler and a pencil will help to determine the final cut with the scissors. If you want to create a scalloped edge like I did, you will have to correct it bit by bit with the small scissors. Then use the sandpaper to smooth the edge. Now you can start to embellish! I just used a gold tone marker to emphasize and expand the scalloped edge to look like lace. That already makes for a nice bath storage item!

ariel3

Aber es lässt sich einfacher tragen, wenn noch ein Henkel dran kommt:

Of course, a handle would be useful, too:

ariel4

Aus dem Rest der Flasche geschnitten und ebenfalls bemalt, habe ich ihn ganz einfach mit Musterklammern befestigt. Die dazu nötigen Löcher lassen sich einstanzen oder bohren (es reicht eine spitze Schere). Sieht ein bisschen nach Osterkörbchen aus…

The handle has been cut from the rest of the bottle. After marker-painting it, too, I attached it using brads – the necessary holes have been punched, but you can just „drill“ them with a pair of pointed scissors. It now looks a bit like an Easter basket…

ariel5

Aus einer kleinen Flasche Wollwaschmittel wurde ganz ähnlich ein Körbchen, das aufgehängt werden kann:

Another, smaller bottle was used to create a hanging storage:

Hier habe ich am rückwärtigen Teil eine lange Lasche angeschnitten, in die eine Öffnung zum Aufhängen geschnitten wurde. Den Rand ziert eine selbstklebende Spitzenborte, die Häkelblüte ist mit einer Musterklammer befestigt (könnte man aber auch einfach aufkleben). Durch diese beiden Teile mutig geworden, habe ich mich dann auch an ein komplizierteres Projekt gewagt:

Here, a flap was left on the backwards part when cutting the bottle. It shows a cutout hole for hanging the storage . The front edge is embellished with an adhesive lace border, the crochet flower is attached with a brad – but of course, it could be glued as well. Then, I wanted to try something more sophisticated:

ariel6

Ein Umhängetäschchen aus einer großen Flasche! Die obere Kante ist mit Washi Tape umklebt und verziert, die Vorderseite und die Klappe mit silbernem Lackstift bemalt. Die Klappe wird mit einem eingeschlagenen Druckknopf geschlossen. Eine feste, weiße Posamentenborte (nicht dehnbar) dient als Riemen und ist seitlich in eingeschnittene Schlitze gesteckt, dann innen verknotet worden – so einfach ließ sich sie sich befestigen! Damit der Inhalt nicht laut herumklappert, habe ich den Boden innen mit etwas Bastelfilz beklebt.

A cross-body bag from a big bottle! The upper edge has been bound and embellished with washi tape, the front and flap show silver marker pen designs. The flap is closed with a snap fastener. A white decorative border (not stretching even with a bit of weight on it) serves as strap. It was very easy to fasten: tucked through slits cut into the plastic on either side, and then just knotted to prevent it from sliding back through! Also, to prevent contents from clattering loudly inside, I’ve glued a piece of felt on the bottom inside.

ariel7

Merken

Anhänger im Shabby-Look -Shabby Chic Tags

Aufkleber halten bzw. passen nicht überall. Daher habe ich für diese Fälle Anhänger gebastelt: die Beschriftung mit einem schönen Font plus Blumenbildchen am PC gestaltet und alle auf Transferfolie ausgedruckt. Diese dann auf Leinenstoff gebügelt, welches anschließend mit der Zackenschere  großzügig ausgeschnitten wurde.

Where sticky labels don’t stay in place, I use tags which I like to design and embellish myself. Choosing a nice font and adding some floral design for embellishment, I print the text onto transfer foil. Ironed on linen fabric, I then cut them out using pinking shears.

In eine Ecke wird eine Öse eingeschlagen für das Bändchen; danach können Knöpfe, Spitzenreste, Stoffblümchen, Perlen und viele andere Kleinigkeiten zur weiteren Verzierung verwendet werden. Geklebt oder genäht – diese Phase macht besonders viel Spaß!

Putting an eyelet in one corner , the tag can then be embellished with buttons, bits of lace, small fabric flowers, beads and other titbits. If you sew it or glue it – this phase is a lot of fun!

Vorteil dieser Methode: im Gegensatz zu Inkjetdruck auf Papier ist hier die Schrift wasserfest und die Farben bleichen nicht aus.

There’s an advantage to this method: the colours of the printing don’t bleed nor fade, like they do when (inkjet-)printed directly on fabric or paper.

Neuer Look für einen alten Sessel – A New Look For An Old Armchair

Vor ein paar Jahren hatte ich im Sozialkaufhaus einen alten Sessel gekauft, der sehr bequem ist, ohne in meiner kleinen Wohnung zuviel Platz wegzunehmen. Nun war der Sessel mit blauem Microfaserstoff bezogen gewesen; das passt so überhaupt nicht zu meinen Möbeln. Daher hatte ich ihn zunächst mit einem Überwurf verwendet, doch das wurde unpraktisch, als ich entdeckte, dass sich der Sessel etwas nach hinten verstellen lässt – der Überwurf verrutschte dadurch immer. Da er sich aber auch nicht ganz auseinandernehmen ließ, war richtig neu Beziehen kein Thema. Dann las ich, dass man auch Polstermöbel mit Kalkfarbe streichen kann, wenn man einen Zusatz für Textilien hinzufügt. Das habe ich nun versucht!

Some years ago I had purchased an old armchair which is very comfortable without taking too much space in my small appartment. Alas, it was covered with blue fabric, which didn’t match my other furniture and anyway, it was a bit worn. So at first I used it with a fabric cover. But then I discovered that the armchair was, in fact, a recliner – a very welcome feature! Only, using it meant that the cover was in disarray all the time…Since it can’t be disassembled completely, a new upholstery wasn’t possible either. Now, I’ve read that chalk paint could be used on fabrics and upholstered furniture, too – adding a fabric medium. So that’s what I’ve done!

sessel1

Das komplett abnehmbare Sitzteil habe ich mit einem alten Mehlsack bezogen, der Rest bekam den Anstrich – genauer gesagt mehrere, denn es dauerte, bis das Blau nicht mehr durchschien. Um das Weiß ein bißchen zu brechen (und ein paar Unregelmäßigkeiten zu verstecken), habe ich anschließend mit ganz hellem braun-beige ein zartes Muster aufgetragen: endlich konnte ich den alten Musterroller vom Flohmarkt mal verwenden! Das lose Kopfkissen wurde passend bezogen.

The seat could be detached. so I covered it with an old flour sack, the rest got a paint job – actually, I had to paint it several times to completely cover the blue. Then, to mitigate the white (and to cover up some small imperfect spots) I used an old pattern roller (a flea market find), to add a delicate all-over pattern in beige. The small pillow is loose and got a matching cover.

sessel3

Und dann nützte ich die Gelegenheit, ein lang geplantes Projekt zu verwirklichen: ein Utensilo an der rechten Armlehne!

Last, not least, I used the opportunity to add an organizer on the right armrest:

sessel2

Natürlich auch im Shabby-Chic Look! Da konnte ich meine Liebe zu alten Spitzen austoben 🙂

This shabby-chic project was perfect to indulge my love for old lace 🙂

 

 

„Designer“-Taschenset – Set of „Designer“ Bag and Purse

In meinem vorletzten Beitrag (Robuste Taschen aus Papier und Plastik) habe ich die Technik vorgestellt, die ich nun auch hier für ein Set aus Umhängetasche und Kosmetiktäschchen angewendet habe.

Using the technique I have shown in my second last post (Sturdy Bags From Paper and Plastic Foil), I’ve now created this set of a crossbody bag and a small purse for cosmetic items.

coll1

Zwischen die Lagen aus Klarsichtfolie kam diesmal ein Hintergrund aus alten Buchseiten, vergilbt und in alter Schrift. Bestempelt mit Schnörkeln, runder Spitze und kleinen Schmetterlingen, habe ich dann noch Briefmarken-Sticker, Washi Tape sowie Vogel- und Schmetterlingsmotive (Sticker und Glanzbildchen) hinzugefügt. Etwas Goldglitzerstreu habe ich mir auch dazu gegönnt 🙂

This time I’ve filled the plastic foil sandwich with a background of old book pages, beautifully yellowed and printed in old German type. Then I’ve added stamps: some swirls, lace and butterflies. Vintage look washi tape, stamp stickers and colourful motives like birds and butterflies are highlights. At last, I just couldn’t help adding some gold glitter 🙂

coll4

Die Tasche ist wieder mit Nesselstoff gefüttert, goldenes Schrägband dient zum Einfassen. Die Klappe ist mit Drehschnalle zu Schließen; auf der Rückseite gibt es eine Aussentasche, ebenfalls mit Klappe, diesmal mit Magnetknopf, der sich unter einem alten Goldknopf versteckt. Die Kosmetiktasche hat einen Reissverschluss und ist nicht gefüttert: für Kosmetikutensilien ist die glatte Innenwand der Klarsichtfolie besser geeignet. Ein alter Stoffgürtel mit aufgenähten Streifen des Taschenmaterials dient als Riemen.

The bag is lined with raw muslin, gold tone bias tape was used to cover the edges. The flap is closed with a buckle; on the rear there is a pocket, also with a flap and closed with a magnetic button (underneath an old gold tone button). The purse has a zipper and isn’t lined; the plastic foil backing of the sandwich is better suited to contain cosmetics. An old fabric belt with strips of the collage material on one side serves as shoulder strap.

coll5

 

 

 

Ein altes Scrapbook – A Vintage Scrapbook

Vor einiger Zeit hatte ich auf dem Flohmarkt ein großes, altes Scrapbook ( Album zum Selbstgestalten) gefunden. Es ist ungefähr so alt wie ich, denn darin lag ein Zeitungsausschnitt von 1963!

Some time ago I had found this big vintage scrapbook on a flea market. It’s almost my age since it contained a newspaper cutout from 1963!

scrap1

Nur 2 Seiten waren beklebt, auch mit alten Zeitungsausschnitten, aus den USA (Kennedy, Gedichte und Elizabeth Taylor). Nach einigem Überlegen habe ich diese Seiten entfernt, denn ich möchte es für mich selbst nutzen. Allerdings wollte ich es auch äußerlich ein wenig freundlicher gestalten, unter Beibehaltung der goldfarbenen Prägungen.

Only 2 pages were used – for several newspaper cutouts from the USA, showing President Kennedy, a poem and Elizabeth Taylor… After some thought I removed these pages because I want to use the book myself. But at first I tried to remake the outside for a more friendly look – but keeping the gold tone embossed parts.

scrap2

Nun sieht es so aus:

That’s how it looks now:

scrap4

Weißer Grund, darauf Gold gewischt (sieht hier leider eher braun aus). Die Prägungen habe ich mit Glitzersteinen umrahmt, und auf dem Ganzen tummeln sich gestempelte Libellen, die mit petrolfarbenem Embossingpulver veredelt wurden.

Choosing a white background, I added gold acrylic paint to set accents (alas, on the photo it looks more brown). The original embossed parts got rhinestone frames, and some stamped dragon flies with dark blue embossing powder take flight.

scrap3

So sieht das Innenleben aus: kräftiges, inzwischen wunderschön vergilbtes Papier, das nur darauf wartet, von mir gestaltet zu werden!

A look inside: nicely yellowed strong paper pages waiting to be filled!

Robuste Taschen aus Papier und Plastik – Sturdy Bags Made From Paper and Plastic Foil

Selbstklebende Klarsichtfolie (z.B. zum Bücher Einbinden) und jede Menge Papier – mehr braucht es nicht, um das Grundmaterial für kleine, abwischbare Täschchen herzustellen. Für größere Taschen braucht es zusätzlich Sprühkleber und etwas dickere Plastikfolie (die Sorte, die als durchsichtige Tischdecke verwendet wird). Dazu einfach ein reichliches Stück der Klarsichtfolie abschneiden, mit der Folie nach unten auf den Tisch legen und die Trägerfolie abziehen – die Klebeseite ist jetzt oben.

Clear self-adhesive plastic foil (the kind used as protection for book covers) and a lot of papers – that’s all you need to create the basic material for water resistant small pouches. For bigger bags just add spray glue and thicker clear foil – the kind used to cover table cloths. At first, cut a piece of the adhesive foil a bit bigger than needed for the bag/pouch and put it right side down on your table. Remove the backing paper – the adhesive side is now on top.

20170127_155735

Oben: das Trägerpapier hat oft eine Lineatur, die das Zurechtschneiden erleichtert.

Above: the backing paper often shows a grid, allowing precise cutting.

Nun fängt der Spass an: einfach eine Collage aus dem vorhandenen Papier (ich liebe alte Zeitschriften, alte Kinderbücher und alle alten Schriftstücke, ebenso Servietten und Geschenkpapier sowie Ephemera) direkt auf der Klebefläche zusammenstellen! Unten ein paar Beispiele:

Now the fun starts! Create a collage from your papers (I like magazines, old children’s books, any vintage papers, paper napkins, gift wrapping paper and ephemera), directly on the adhesive surface! Below you see some examples:

20170113_094219

20170113_093804_001

20170127_171310

Das Ganze dann noch mit einem weiteren Stück Klarsichtfolie bedecken – fertig! Aus so einem Stück habe ich ein Kosmetiktäschchen genäht (nähen wie Wachstuch; der Kleber stört überhaupt nicht!):

The finished collage has to be covered with another piece of adhesive clear foil – that’s it! From one of these simple collages I’ve sewn a make up bag  (sew it like oil cloth, the glue doesn’t clot the needle):

20170113_093829

Dies Täschchen habe ich in meiner Handtasche seit 4 Jahren in Verwendung, es hält prima!

This cosmetic bag has already been in daily use for 4 years now, no problem!

Natürlich kann man das Ganze noch stabiler machen und auch weitere Gestaltungselemente hinzufügen, wenn man die Basiscollage mit Sprühkleber behandelt und darauf Spitzenstückchen, gepresste Blumen, Glitter etc verteilt. Dann nochmals mit Sprühkleber benetzen und statt selbstklebender Folie die dickere Plastikfolie schön glatt daraufgeben:

To create an even  more sturdy material and to add more design layers, cover the basic collage with spray glue, then add bits of lace, pressed flowers glitter, etc. Another layer of spray glue serves to adhere the thicker, non-adhesive clear foil:

20170127_173016

Für diese Collage habe ich lauter alte Musiknoten, alte Handschriften in verschiedenen Sprachen, alte Zeitungen, Geschenkpapier, Washi Tape, Spitze und gepresste Blüten verwendet.

For this collage I’ve used old sheet music, vintage handwritings in different languages, old ledgers, gift wrapping paper, washi tape, lace and pressed flowers.

20170127_180126

Hier sieht man die Klarsichtfolie darauf. Here you see the clear foil on top.

Aus diesem Material habe ich dann diese Tasche genäht:

From this material I’ve sewn this bag:

20170129_195534

Daran ist manches genäht, manches geklebt – dabei habe ich einiges gelernt! Zum Beispiel, dass das leichte, durchsichtige doppelseitige Klebeband aus dem Bastelladen eine große Hilfe ist, wenn man Leder, Kunstleder, Wachstuch und eben Plastik verarbeitet: es ersetzt das Stecken oder Klammern, nichts verrutscht und die Nadel geht durch wie Butter! Dagegen eignet sich das starke Klebeband aus dem Baumarkt, um die Plastikstoff-Kanten ohne Nähen einzufassen (hier obere Taschenkante – Stoffband mit Teppichklebeband um die Kante geklebt). Der Reissverschluss der Vordertasche war mal ein Geschenk von einer Freundin, mit Glitzersteinen!

I’ve used different techniques: sewing and glueing both. And I’ve learned a lot! For example: there is a thin, clear kind of doublesided adhesive tape (craft store), that is perfect for „basting“ leather, oil cloth and plastic – you can sew through it without problems! On the other hand, the more heavy duty tape from the hardware store is suited for covering the edges: here, the upper edge of the bag has been covered with a black cotton ribbon attached with heavy duty („carpet“) tape. The zipper of the front pocket once was a gift from a friend, sporting rhine stones!

20170129_195732

Die Tasche ist mit Nesselstoff gefüttert und hat auch oben einen leicht versenkten Reissverschluss:

The bag has been lined with cotton fabric and can be closed with a zipper:

20170129_195559

Die langen Henkel habe ich aus schwarzem Veloursleder genäht, mit einer Kordel gefüllt und mit Nieten befestigt:

The long handles have been sewn from black suede, stuffed with a cord, and attached with rivets:

20170129_195850

Der Schultergurt ist abnehmbar, da mit Karabinerhaken versehen. Er ist aus kräftigem Baumwollband, das ich noch mit schmalen Streifen aus dem Plastikstoff verziert und verstärkt habe. Die Stellen, wo die Ösen gesetzt wurden, sind auch mit Velourslederstücken verstärkt, die mit Teppichklebeband befestigt wurden.

The shoulder strap can be removed since it’s attached with snap hooks. It’s made from a sturdy cotton ribbon and small strips from the plastic collage material. The area where the eyelets are situated has been reinforced with suede that’s attached with adhesive „carpet“ tape.

20170129_200034

Da immer noch ein Rest des Plastikstoffes übrig war, habe ich daraus einen passenden Anhänger gemacht: zwei gleiche Stücke mit Teppichband aufeinandergeklebt und mit washi Tape die Kanten umklebt.

Since there was still a bit of plastic collage material left, I’ve made a matching tag: two pieces glued  back to back, then a bit of washi tape around the edges.

Die Tasche ist leicht, geräumig, robust und praktisch! Außerdem: ein sehr individuelles Einzelstück… Genau wie die Beuteltasche unten, die genauso hergestellt wurde, allerdings mit den Bildern aus dem Lesebuch, das ich in der 3. Klasse ( 1970)in der Schule hatte! Diese Tasche verwende ich, um Getränkeflaschen zu befördern – so stabil ist sie!

This bag is sturdy, lightweight, spacious and very functional. Plus: a very personal and unique item… Just like the bag below which has been made the same way; this time using the coloured pages from a book I had in school in 1970! I use this bag to transport water bottles, because it’s so sturdy!

20170110_111619