Upcycling: Patchworkschals – Upcycling: Patchwork Scarves

Um  die vielen Reste von leichten Baumwoll- und Viskosestoffen sowie – teils handbemalten – Seidenstoffen etwas zu reduzieren, habe ich ein paar leichte Schals genäht. Der erste ist recht bunt, schmal und als „Loop“ genäht; er kann an Stelle einer Kette getragen werden:

Wanting to reduce my stash of pieces of lightweight cotton and rayon fabrics as well as silks (some handpainted), I’ve sewn some patchwork scarves. The first is quite colourful, narrow and sewn as a loop; it can be worn instead of a necklace:

Patchworkschals1

Der zweite zeigt eines meiner liebsten Farbkombinationen: türkis und lila/pink. Er ist breiter und hat an den Enden einen Spitzenabschluss:

The second one shows one of my favourite colour combinations: turquoise and purple/pink. It’s broader and sports lace borders:

Der dritte ist wieder ein Loop, auch etwas breiter als der erste, in sanften Blautönen:

The third one is a loop, too; a bit broader than the first one, in shades of blue:

Patchworkschals4

Je nachdem, wie er arrangiert wird, kann man unterschiedliche Muster betonen:

You can change the prominent fabric by draping it differently:

Patchworkschals5

Pulli mit gemalten Blüten – Sweater With Painted Flowers

Diesen leichten Frühlingspulli aus Viskose (mit etwas Polyamid) habe ich heruntergesetzt erstanden – genauso gut kann man natürlich einen alten Pulli (auch mit leichten Flecken! 🙂 ) oder ein gebrauchtes, helles Shirt für so ein Projekt verwenden. Sofern das Material überwiegend aus Baumwolle, Leinen oder Viskose besteht, sind die gängigen Stoffmalfarben (z.B. Javana sunny Stoffmalfarben) leicht anzuwenden und nach dem Fixieren mit dem heißen Bügeleisen auch bis 40° waschbar. Meiner Erfahrung nach sogar bis 60°C, wenn der Stoff reine Naturfaser ist und keine Metallic- oder sonstige Effektfarben verwendet wurden (die brauchen schonendere Behandlung).

This lightweight spring sweater, made from Rayon with a bit of Nylon was a sale purchase – of course, you may as well use an old sweater (maybe with slight stains 🙂 ) or a T-shirt in light colours for such a project. As long as the material is mainly cotton, rayon or linen, the most common fabric colours can easily be applied and are washable at 40°C after fixating them by hot ironing. In my experience you may even wash them at up to 60°C, if the material is 100% natural and no metallic or glitter colours have been used (the latter demand a more careful treatment).

Blütenpulli1

Wichtig ist, dass man sich vor Beginn ungefähr überlegt, wie das Motiv platziert werden soll. Küchenpapier oder eine Plastikfolie zwischen Vorder- und Rückseite verhindern, dass die feuchte Farbe hindurchgeht. Dasselbe gilt für die Ärmel! Wenn eine Seite bemalt ist, muss sie erst trocknen, bevor der Pulli umgedreht werden kann. Beim Bügeln ein Bügeltuch, ein altes Geschirrtuch oder Backpapier verwenden, damit das Bügeleisen geschützt wird – besonders wichtig, wenn Effektfarben verwendet wurden. Hier habe ich für die Blütenmitten Hellgold genommen und für die leichten Konturen/hellen Blüten einen Stoffmalstift.

First you should consider where to place your design. Kitchen towels or a thin sheet of plastic foil between front and back prevent the wet colours from bleeding through. (The same of course for the sleeves) Once one side is finished, the colours have to be left to dry before turning the piece. For ironing it is best to use an old cloth or baking parchment to keep the iron clean – especially if you’ve used metallic or effect colours. Here, I’ve opted for a light gold metallic in the center of the flowers; the contours and the light flowers have been done with a fabric pen.

Blütenpulli2

Unten noch die Rückseite:

below you see the back:

Blütenpulli3

 

Zwei außergewöhnliche Taschen – Two Unusual Bags

Die Zeit vergeht – ich wurde schon gefragt, ob alles in Ordnung sei, da ich länger nichts geschrieben habe… Ich hatte viel um die Ohren, doch heute gibt es wieder ein Lebenszeichen von mir 🙂 ! Und zwar mit zwei außergewöhnlichen Taschen – eine gekaufte, die ich nur verziert habe, und eine selbst genähte.

Time flies – people already asked if I was alright, not having posted for some time… Well, I’ve been very busy the last weeks, but now I’m back – with two unusual bags, one purchased and embellished, the other was a sewing project.

Die schwarze Ledertasche sollte ein bißchen Pepp bekommen, so habe ich einen alten Spitzenhandschuh und eine alte Nerzbrosche einfach aufgeklebt – mit Kraftkleber, das hält auf der rauen Wildleder-Oberfläche sehr gut. Ein Hingucker!

As I wanted to restyle the black leather bag, I chose two vintage items for embellishment: a lace glove and a mink brooch. They are kept in place by contact glue (NOT superglue), which works very well on the rough suede surface. A fast and easy project – and an eye-catcher!

Ölbildtasche1

Diese Umhängetasche ist aus Wollflausch-(„Mantelflausch“) Resten genäht, doch der Clou ist das alte, kleine Ölbild. Ich habe es etwas zuschneiden müssen, und die Reste kommen auf der aufgesetzten Tasche auf der Rückseite zur Geltung:

This messenger bag is sewn from wool material, but it also sports a small vintage oil painting. I had to adjust its size, the cut-off strips feature on the small added pocket on the back:

Ölbildtasche2

Wie man sieht, sind die Wollstoffreste in zwei Farben, die beide perfekt zum Bild passen. Den Riemen aus Leinen habe ich mittels einer Borte in denselben Farben gearbeitet; der Reißverschluss wurde versenkt eingearbeitet:

As you see, the wool fabrics come in two colours which perfectly match the painting. The strap – linen and a border – shows the same colours. The bag can be closed by a zipper:

Ölbildtasche3

 

Lässiger Begleiter zu Jeans: ein Hemd aus Karostoffen – A Casual Shirt From Checkered Fabrics

Upcycling pur: dieses lässige Hemd besteht aus zwei Karostoff-Resten sowie zwei alten Flanellhemden, die ich auf dem Flohmarkt nur wegen des Stoffes gekauft hatte, da beide nicht meine Größe waren. Gemeinsam ist allen jedoch, dass die Farbe Blau – mal heller, mal dunkler – die Hauptrolle spielt. Die meisten sind aus Baumwolle, einer aus – sehr dünner, weicher – Wolle. Gewaschen wird daher nur mit Feinwaschmittel im Schonwaschgang! Aus dünnem Jeansstoff habe ich die Knopfleiste, Kragen und Ärmelbündchen gearbeitet, um ein bißchen Ruhe hineinzubringen.

Upcycling par excellence: this cool, casual shirt is a perfect addition to denim trousers – and made from left-overs as well as old flannell shirts. All fabrics have one thing in common: the colour blue  – in lighter or darker tones – is prominent. Most of them are cotton except one which is a lightweight, very soft wool. So washing has to be done according to the wool fabric! A lightweight denim material has been used for the button tape, the collar and the cuffs.

Karohemd5

Die große Applikation in passenden Farben habe ich von einem anderen (Herren-)Hemd, das ich im Sozialkaufhaus für 1,50€ beommen hatte – da lohnt es sich schon, mal ein Teil nur wegen seines Aufdrucks, der Knöpfe oder des Reissverschlusses wegen zu kaufen! Die Applikation am Ärmel (unten) ist aus dem Kurzwarenladen, und die kleinen Aufnäher auf der Vorderseite sind Label, die ich aus gekauften Kleidungsstücken geschnitten hatte (sie kratzen oft so..). Nur der Streifen ganz unten sagt, wer das Hemd tatsächlich designt/genäht hat… 🙂

The big appliqué on the back is cut from a men’s shirt I had purchased in a charity shop/thrift store for only 1,50€ – at this price it’s worth while buying pieces just for the print, the buttons or the zipper… The small appliqué on the sleeve (below) is from the haberdashery, and the small strips on the front are labels I had cut from purchased clothes (I hate the labels irritating the skin on my neck!) Only the last strip at the bottom tells the truth: that it was me who created this shirt… 🙂

Karohemd3

Karohemd2

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Die Knopflöcher habe ich passend in rotem Kontrastgarn genäht und die Knöpfe sind mal wieder ein Sammelsurium vom Flohmarkt etc. Das Hemd lässt sich auch gut wie eine Jacke tragen über einem T-Shirt oder Top.

The buttonholes have been stitched with red yarn to create a contrast and match the checks. The buttons again are a bunch of different silver tone ones from flea markets etc. This shirt is very comfortable and can also be worn as a jacket over a T-shirt or a tank top.

Karohemd1

Bemalte Bluse – Handpainted Blouse

Die letzte Zeit war ich sehr produktiv mit dem Pinsel und der Nähmaschine, da blieb keine Zeit zum Bloggen. Dafür habe ich jetzt etliche Teile, die ich so nach und nach hier vorstellen kann! Die Stoffmalerei auf dem Jäckchen, die ich das letzte Mal gezeigt habe, machte mir ordentlich Lust auf weitere Projekte dieser Art. Daher besorgte ich mir für 15€ eine Bluse aus weicher, dünner Baumwolle. Zunächst habe ich sie vorgewaschen, um die Appretur zu entfernen. In der Zwischenzeit überlegte ich mir ein Motiv. Diesmal sollte es farblich etwas zarter sein als auf dem Jäckchen, außerdem wollte ich andere Farben testen: das letzte Mal waren es Stoffmalfarben, diesmal wollte ich bügelfixierbare Seidenmalfarben nehmen. Ich habe noch etliche davon, aber wenig benutzt außer zum Färben von Spitzenteilchen und Bändchen. Diese Farben funktionieren auf allen Naturfasern und teils auch auf Nylon/Polyamid. Allerdings haben sie ganz andere Eigenschaften bei der Verarbeitung als die normalen Stoffmalfarben. Vor allem verlaufen sie sehr, wenn sie ohne Konturenmittel verwendet werden – und genau das wollte ich probieren! Daher machte ich erst einen Test an einem Rest dünnen Baumwollstoffes:

Lately, I’ve been quite busy with brushes and my sewing machine, leaving no time for blogging. But now I’ve got the results of my endeavors to fill several posts! The painted cardigan from my last post made me feel like trying some more fabric painting. So I bought a blouse for 15€, made from thin white cotton. At first it had to be washed and dried – during that time I mulled over a design. This time I wanted to use lighter tones than for the cardigan, plus a kind of  „watercolour look“ by using different colours: last time it was acrylic-based colours for fabric painting; now colours for silk painting (the variety that is fixated by hot ironing!) were my choice. I’ve a lot of them left, but only used them for dying lace scraps and ribbons, since they work well on all natural fibres (and partly on Nylon). But they’ve got different properties: most of all, they run into the surrounding areas when applied without contour-liners – which I wanted to do. So before starting to work on the blouse, I made a test on a scrap:

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Nicht sehr befriedigend – kleine Tropfen verliefen zu großen Klecksen! Also musste ich bei der Bluse anders vorgehen…

Not very satisfying! Smal dots ran until they created big blotches. So I had to adapt for the blouse…

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Die Lösung: 1. ein dünnerer Pinsel, 2. nur die Spitze des Pinsels eintauchen, 3. mit sehr leichter Hand und wenig Druck schnell über den Stoff fahren, erst wenn kaum noch Farbe im Pinsel ist, den Druck erhöhen. Wichtig auch: kein fest umrissenes Motiv planen, das geht damit nicht. Sehr spontanes Arbeiten war gefragt! Aber das sieht doch schon viel besser aus, oder?

This is what I’ve learned by trying: 1. you have to use a small brush, 2. only soak the tip of the brush in the colour, 3. keep your brush strokes light and fast, with little pressure on the fabric – only when most of the colour has already left the brush you can add more pressure. Also important: don’t plan any difficult, intricate or firmly outlined design – that won’t work. A spontaneous way of working is perfect – and already looking much better, doesn’t it?

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Um das Ganze etwas „luftiger“ zu machen, habe ich nur eine Seite ganz bemalt und auf der anderen nur oben ein paar Blüten sowie unten am Rand ein paar Blätter hinzugefügt. Nach dem Trocknen musste die Malerei 2 Minuten auf Baumwoll-Einstellung gebügelt werden, jetzt verträgt sie 40-60′C Wäsche.

To create a more airy look, I only painted one side all-over; on the other there’s just a cluster of flowers on the top and some leaves on the bottom. After drying it had to be ironed using a cotton setting for 2 minutes – now it tolerates machine washing up to 40 or even 60°Celsius.

Bemaltes Jäckchen mit Frühlingsblumen – Handpainted Cardigan With Spring Flowers

Während diese Woche hier richtig nasses, kaltes, windiges Winterwetter herrschte, lagen im Briefkasten bereits wieder die ersten Modekataloge für Frühjahr und Sommer. Ich stürze mich immer mit Eifer darauf – obwohl ich nur selten etwas bestelle. Aber die Kataloge zeigen einerseits, was aktuell in Mode ist/sein wird, andererseits sind sie für mich immer eine ideale Quelle der Inspiration für eigene Kreationen! Der (im Original völlig unbezahlbare) Pulli auf dem Bild unten sprang mich regelrecht an:

While this last week Germany was „suffering“ from wet, cold and stormy winter weather, the first fashion catalogs for spring and summer arrived in my mailbox. I always love to open them, even if I don’t order very often. But they offer the first glimpse of the new trends – and they’re a perfect source of inspiration for my own creations! Below you see a sweater which immediately caught my eye – along with its exorbitant price…

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Da fiel mir ein, dass ich noch ein älteres, weißes Strickjäckchen aus reiner Baumwolle im Schrank hatte, das ich in den letzten Jahren nur selten getragen hatte. So ein paar Frühlingsblumen würden es gewaltig aufwerten! Und Stoffmalfarben habe ich ja sowieso immer im Schrank… Manchmal packt mich eine Idee so fest, dass es nicht reicht, sie einfach nur für später zu notieren – nein, ich musste es sofort ausprobieren!

Then I remembered my old white cotton cardigan which I hadn’t worn very often the last years. Some colourful spring flowers would turn it into an eyecatcher! My stash of fabric paints would come in handy once again… Sometimes, an idea getting hold of me, it’s not enough to write it down for later – no, I just have to try it right on the spot!

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Oben: zwischen Vorder- und Rückenteil habe ich einen aufgeschnittenen Müllbeutel geschoben, damit nichts durchfärbte; dann begann ich, den Pinsel zu schwingen:

Above: to protect the back I put a bin liner between the layers, then I grabbed my brushes:

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Um Blüten eine natürliche Optik und Tiefe zu geben, sollten stets 3 Töne einer Farbe verwendet werden: hell, mittel, dunkel.

To create a natural look in plants, three hues of one colour (light, middle, dark) are a minimum.

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Als das soweit fertig war, habe ich mit dunklem Liner-Pen ganz locker Konturen nachgezogen; das definiert zum einen die Blumen besser und gibt den Look einer mit leichter Hand colorierten Zeichnung. Die Ärmel habe ich nicht bemalt – das Muster wirkt so stark, dass das wohl etwas viel geworden wäre. Dafür bekamen der Ausschnitt sowie die Knopfleiste ein paar gestempelte Miniblüten in neutralem Grün.

Having finished this, I added loose contours with a fabric-liner: this adding depth and definition while creating the look of a loosely coloured sketch. Since the impact of the design is already considerable, I didn’t paint the sleeves. But the neckline and the button tape got a pattern of small stamped flowers in a neutral shade of green.

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Nach dem Trocknen von links heiss gebügelt, halten die Farben problemlos eine 40°C-Wäsche aus. Hoffentlich wird’s bald Frühling!

When the colours are dry, ironing the cardigan on a hot setting and on the left side  fixates colours. Machine washing is now possible up to 40°Celsius. Hopefully, spring is near!

 

Streifenbluse mit Pep – Blouse with Stripes and Flowers

Eine ältere Streifenbluse bekommt neuen Chic mit ein paar Applikationen – hier rote Blüten und ein Schmetterling, aus anderen Stoffen ausgeschnitten und auf dem Vorderteil plaziert. Das nächste Mal werde ich allerdings die Bluse bügeln vor dem Fotografieren! 🙂

An old blouse with stripes gets new interest with some appliqués – here red flowers and a small butterfly. They have been cut from other material and sewn on the front. Well, next time I’ll iron the blouse before taking a photo..! 🙂

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Das geht ganz einfach, wenn man Vliesofix verwendet: zunächst die Blüten/Schmetterling sehr grob aus dem Stoff schneiden, diese Teile mit Vliesofix hinterbügeln, dann genau ausschneiden, das Trägerpapier abziehen und die Motive auf die gewünschten Stellen bügeln. Anschließend mit einem engen Zickzack-Stich aufnähen – ich habe dafür goldfarbiges Metal-licgarn gewählt. Wer mag, kann auch noch die Blütenmitten mit kleinen Perlchen oder Knötchenstichen aus Stickgarn betonen.

That’s quite easy using Wonder Under or Steam-a-Seam: first, roughly cut out the flowers/the butterfly and iron Wonder Under/Steam-a-Seam on the back. Then cut the motifs accurately, peel away the backing paper and iron the pieces on the desired parts of the blouse. Now you can sew the borders using a dense zick-zack stitch: I’ve used a gold tone metallic yarn. If you like, you can emphasize the flower centres by small beads or handstitched knots.

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Zwei Kästchen im Shabby- Look – Two Shabby Style Boxes

Kleine, alte Holzkästchen jeder Art findet man oft und billig auf Flohmärkten. Sie lassen sich mit etwas Fantasie leicht nach eigenem Geschmack aufpeppen – dass ich selbst den Shabby-Chic Stil gern mag, haben meine Leser ja schon bemerkt 😉 . Hier sind 2 von diesen letzten „Upcycling“projekten:

Small vintage wooden boxes are cheap and easy to find on flea markets. Using your imagination you can upcycle them in your own preferred style. That I’m a shabby-chic lover is no secret 🙂 Here are two of my latest projects:

Vom linken, größeren Kästchen habe ich leider kein „vorher“-Bild gemacht, von dem kleinen rechts aber schon:

Alas, I haven’t taken a „before“ picture of the larger one on the left, only of the small one on the right side:

Wäre das Holzmuster auf dem Deckel noch schön gewesen, hätte ich es vielleicht belassen, doch die Kanten der Raute standen schon etwas hoch. Also beschloss ich, dem Deckel ein Reliefmuster zu verpassen: Spitzenteile, in Holzleim getaucht, habe ich daraufgeklebt, darüber eine Schicht Seidenpapier. Nach dem Trocknen wurde das ganze Kästchen mit weißer Kalkfarbe gestrichen.

Had the diamond shape on the lid still been in good condition, I’d have kept it – alas, the edges were already protruding a bit. So I decided to create a relief on the lid. Using bits of lace that I had soaked in white glue, I placed them on the lid and covered all with a sheet of tissue paper. When dry, I painted the whole box with white chalk paint.

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Dann wurde das Relief mit goldener Acrylfarbe gewischt und so hervorgehoben. Die Vertiefung in der Mitte bekam ein „Auge“ – ein aufgeklebter Glitzerstein, umrahmt mit einer Goldkordel, genau wie der Rand des Deckels. Vorne an den Deckel habe ich einen alten Polsternagel eingeklopft, der als Knauf zum Öffnen dient.

Then the relief has been highlighted with a wiped-on layer of gold tone acrylic paint. The center has got an „eye“ – a rhinestone, bordered with a piece of cord, which I also used to create a border around the whole lid. On the front of the lid a vintage upholstery nail creates a knob for opening.

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Das Innenleben: unten habe ich ein Stück weißes Leinen eingeklebt, oben im Deckel gibt es wieder Spitze. Das Kästchen ist recht klein, 20x10cm, doch meine Stretcharmbänder gehen alle hinein!

The inside: a piece of white linen covers the „floor“; the inside of the lid is embellished with a bit of lace. This box is quite small, 20x10cm, but there’s enough space for all my stretch-bracelets!

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Das andere Kästchen, 30x18cm und 15cm hoch, war ein altes Nähkästchen und als solches verwende ich es wieder (ich brauche einfach in jedem Zimmer ein Nähkästchen!), aber auch hier kam erstmal Kalkfarbe zum Einsatz, nämlich hellgraue. Der Deckel bekam einen Bezug aus Stoff, auf den ich vorher mit T-Shirt Transferfolie ein vintage Motif zum Thema Nähen gedruckt/gebügelt habe. Eine weiße Borte bildet den Rand.

The other box, 30x18cm and 15cm of height, was an old sewing box  – and I still use it as such (can’t have enough sewing boxes – I need one in every room), but at first it got a light grey chalk paint finish. The lid is covered with a linen fabric on which I had ironed printed transfer foil with a vintage advertisement (a French sewing theme), bordered with white lace.

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Auch hier ist wieder Spitze im Deckel innen – und Platz für etliche Utensilien!

Here, too, lace has been used for the inside of the lid. In this box I now keep the utensils I need for cutting patterns and material.

Anleitung: Weihnachtliche Spitzenanhänger – Tutorial: Lace For Christmas Ornaments

Spitzenblüten und -formen können leicht als Sterne oder Schneeflocken interpretiert werden, daher habe ich eine ganze Serie weihnachtlicher Geschenk- bzw. Baumanhänger daraus gebastelt. Das ist recht einfach, braucht aber etwas Zeit. Folgende Dinge werden benötigt:

Lace flowers and other shapes can easily be interpreted as stars or snowflakes, so I’ve created a whole series of Christmas ornaments from lace. They can be used as gift tags or to decorate the tree. This takes some time but isn’t complicated or hard to do. Here is what you need:

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Spitzenblüten, die entweder als Meterware käuflich sind (die kleinen Sterne) oder aus alten Häkeldeckchen geschnitten wurden. Express- Holzleim; nicht unbedingt das abgebildete Markenprodukt, ein billiger tut’s auch. Ein schmaler, kleiner Borstenpinsel. Alleskleber, Glitter und Schmucksteine (beides Bastelbedarf, Drogeriemarkt etc.). Ein Schälchen. Empfehlenswert: Wegwerfhandschuhe; außerdem: alte Plastiktüte oder Folie zum Unterlegen (keine alte Zeitung oder anderes Papier!). Zunächst den Holzleim 1:1 im Schälchen mit Wasser gut mischen. Handschuhe anziehen und jedes Spitzenteil in die Klebermischung tauchen, den Leim gut „hineinkneten“, Überschüsse abstreifen und das Teil flach auf die Plastikfolie legen – wenn alle Teile so behandelt wurden, müssen sie so liegend über Nacht trocknen. (Daher kein Papier: die Sterne würden darauf festkleben, von Plastikfolie lassen sie sich später lösen) .Den Rest verdünnten Kleber im Schälchen zudecken, er wird noch benötigt!

Lace flowers/ornaments – either bought as a border (like the small ones on the picture) or cut from vintage crochet doilies. A fast drying wood glue (white glue) – a cheap one will do just fine. A small bristle brush, all purpose glue (fast drying), glitter dust and rhine stones in different colours, a small bowl. Plus: disposible gloves and an old plastic bag or foil to cover your work space (NOT paper!). First step: mix the white glue 1:1 with water in your bowl. Put on gloves and put the lace „stars“ into the glue mix, working to soak them well. Then wipe off excess glue and lay the stars flat on the plastic. Leave them to dry over night (of course, paper would stick to the stars but from plastic you’ll be able to remove them when dry). Cover the bowl containing the leftover glue mix – you’ll need it for the next step.

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Wenn alles trocken und hart ist, geht es an’s Verzieren! Zwei Dinge sind zu beachten: die Schmucksteine brauchen einen Tropfen Alleskleber, wogegen der restliche Weißleim mit dem Pinsel dünn dort aufgetragen wird, wo anschließend der Glitter aufgestreut werden soll. Die kleinen Sternchen oben im Bild halten auch mit Weißleim. Ich habe die Anhänger jeweils beidseitig verziert, damit sie als Baumanhänger zwei schöne Seiten haben. Wenn es schneller gehen soll und die Teile nur als Geschenkanhänger verwendet werden, reicht auch einseitiges Verzieren. Wenn auch die Verzierung ganz trocken ist (1/2 bis 1 Std.), kann ein Faden zum Aufhängen angebracht werden – evtl. noch mit zusätzlicher Perle o.ä. Weitere Ideen siehe Fotos!

When the stars have dried, you can start to embellish them! For the rhinestones you need a drop of all-purpose glue whereas you use the bristle brush to put a thin layer of the white glue mix in the small areas you want to dust with glitter. The tiny stars in the picture above are glued with white glue, too. I’ve embellished my ornaments on both sides so they can be used for the tree; if you want to save time or only use them as gift tags, one side is ok. When the embellishment has dried (1/2 to 1 hour), they can be strung, maybe also using beads etc. Just get inspiration from the photos!

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Oben: hier habe ich verschiedene Farben Glitter verwendet, in zwei Arbeitsgängen. Unten: In einem Arbeitsgang zwei Farben „gemischt“ (Rand):

Above: Stars with different colours of glitter dust; I’ve applied first one colour, then the other. Below: the edge here shows gold and red dust, applied in one step.

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Die quadratischen Ornamente wirken besonders hübsch mit einem angehängten „Tropfen“ oder Prismen.

The squares look very nice with added „drops“ or prisms.

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Oben: der weiße Bereich wurde nur mit klarem, irisierendem Pulver bestreut.

Above: the white area has been treated with clear, iridescent dust.

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Einige der Spitzenteile habe ich zuerst noch komplett mit goldener Acrylfarbe bemalt, danach erst mit Steinen und Glitter verziert:

Some ornaments have got a layer of gold tone acrylic paint before embellishing like the others:

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Und so sehen dann die Geschenkpäckchen aus:

Now this is how the gift packages look like:

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Die Empfänger können die Anhänger dann als Baumschmuck verwenden. Weihnachten kann kommen!

The recipients can use the tags as tree ornaments. Christmas may come!

 

 

Schal aus alten Pullovern – Upcycling: Scarf from Old Sweaters

Alte Pullover, aber auch einfach Strickstoffreste vergangener Projekte, sowie Bortenreste, wurden für diesen warmen, verspielten Schal verwendet.

Old sweaters as well as knit leftovers from earlier projects and some leftover ribbon ends have been used to create this warm, playful scarf.

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Beim Durchsehen meiner Restekiste für Strickstoffe entschied ich mich schnell für diese Farbkombination: erstens typische „eisige“ Winterfarben, zweitens sehr gut zu Jeans passend. Ich wählte nur sehr leichte, weiche Stoffe aus, größtenteils mit Angora- oder Kaschmiranteil, die nicht am Hals kratzen! Selbst das silberne Zopfmuster mit Lurex ist kratzfrei. Passende Bortenreste waren schnell gefunden. Nach dem Zuschneiden der Strickstoffe in gleicher Breite, nähte ich diese mit einem Coverlockstich links auf rechts zusammen. Manche Stoffe hatte ich nicht in der richtigen Breite, die habe ich einfach quer zugeschnitten, das stört gar nicht. Auf der Rückseite schnitt ich dann die überstehende Nahtzugabe direkt an der Naht ab (das geht bei einem Coverstich). Auf der rechten Seite nähte ich die Borten auf die Nähte. Manche der Borten sind sehr hochwertig, siehe unten.

When sifting through my stash of knits I soon decided to use these „icy“ winter colours which also match jeans perfectly. I only chose very light and soft knits containing angora wool or cashmere – they don’t irritate the delicate skin on my neck. Even the silver tone metallic knit is soft enough. Having chosen the ribbons, I then cut the knits into pieces of matching width – some of them weren’t wide enough, so I just cut them in a 90° angle, that works just as well here! For piecing I used a cover stitch and joined them left side on right side, to avoid bulk. The resulting surplus on the back could be trimmed right beside the seams. On the front I covered the seams with the ribbons, some of which are high end, like the one below:

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Danach kam die zeitraubendste Arbeit: ein paar Stunden dauerte es, bis ich den ganzen Schal mit hellblauer Wolle umstochen bzw. umhäkelt hatte, wobei die Enden eine hübsche Borte bekamen:

Then the most time consuming work began: it took me several hours to stitch around the edges with light blue wool and crocheting the border which on the small edges has been worked into a broader lace border:

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Aber die Enden sollten noch ein paar Blüten bekommen: hier verwendete ich Walkstoffreste, die mit der Zackenschere grob zu Blüten geschnitten wurden und handgefärbte Spitzenblüten, die ich mit silbernem Häkelgarn aufnähte und -stickte:

To embellish the scarf ends a bit further, I used scraps of boiled wool, cutting them with  pinking shears to rough flowers and adding hand dyed lace flowers. Then I stitched them on the scarf using silver metallic yarn:

Die Kombinationsmöglichkeiten dieser einfachen Blüten sind fantastisch!

The possibilities of combining these simple flower forms are just great!

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Ein echter Hingucker…

A real eyecatcher!