Souvenirs

Ja, ich liebe Reiseandenken! Allerdings nicht unbedingt den üblichen Touristenkitsch oder gar „ulkige“ Sachen. In erster Linie sind es meine Fotos, die dazu dienen, gefolgt von ebenfalls kostenlosen Fundstücken aus der Natur (je nach Land muss man sich aber genau informieren, was mitgenommen werden darf! Aus der Türkei z.B. darf man nicht einmal Muscheln oder gar Sand vom Strand ausführen!). Von Sardinien hatte ich ja schon gezeigt, dass ich Strandglas und Muscheln mitgebracht hatte und bereits eine Kette daraus hergestellt hatte. Denn am liebsten mag ich einfach Dinge, die ich in irgendeiner Form weiterverarbeiten kann. Ebenfalls von Sardinien stammt dieser Zweig mit Flechten darauf, schön knorrig, ein ideales Dekostück, er lag bereits sehr vertrocknet auf einer Strasse – von lebenden Pflanzen zupfe ich aus Prinzip nichts ab.

Yes, I love to bring souvenirs from my travels! But rather not the usual tourist kitsch or even „funny“ stuff. Mostly, it’s the photos I take to remind me of the place and time, closely followed by (also free) nature findings. In this case you always have to consider the restrictions depending on the country : from Turkey, for example, you’re not even allowed to take shells or sand from the beaches! In one of my posts from last december I’ve already shown the seaglass and shells I’ve brought from Sardinia and the necklace I’ve made from these items. That’s what I prefer: stuff I can play with and create from! Also from Sardinia is this dry twig with lichen, beautifully gnarled, very decorative. It was already dried out, lying on the street – I never break or cut anything from living plants.

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Der kleine Keramikpilz, den eine Freundin mir zu Weihnachten schenkte, passt wunderbar dazu:

The small ceramic mushroom, a gift from a friend, looks perfect with it, adding a bit of colour:

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Aber auch einheimisches Kunsthandwerk reizt mich immer. Dabei mag ich Dinge, die nicht nur zum Angucken sind, sondern auch einen Zweck erfüllen – oder eben geeignet zur Weiterverarbeitung. Das Porzellanschälchen aus Sardinien passt wunderbar zu meinem „Shabby Chic“-Stil; im Bad habe ich so kleine Schälchen, wo ich Schmuckstücke drin ablege, die ich bald wieder brauche. Das handgeflochtene Körbchen aus Sardinien habe ich in den Händen des Handwerkers entstehen sehen; nun lege ich Stick- und Häkelzeug darin ab, an dem ich grad arbeite.

Also, I like local craft products, preferring items that are not only nice but also useful – or suitable for further use in my own creations. The small porcelain bowl from Sardinia is a perfect match for my „Shabby Chic“-style; I use it to store jewelry pieces. The handwoven basket (also from Sardinia) has been made before my eyes and now gets to hold my embroidery or crochet works in progress.

Ganz besonders „verrückt“ bin ich natürlich auf alles Textile! Ist es aus Stoff, lässt es sich vernähen… Bereits an anderer Stelle hatte ich die Leinenjacke vorgestellt, für die ich auch ein Geschirrtuch verwendet habe, das mit Motiven der kanadischen Indianer verziert ist:

Of course, I’m always crazy about everything textile! If it’s fabric I can sew it… In one of my posts I have already shown the linen jacket I had sewn using a tea towel printed with Canadian native motives:

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Und auch die Fotos werden nach der Reise aufbereitet: ich gestalte meine Alben am PC. Fotobücher, die man bestellen kann, sind ja sehr schön, aber nicht billig, und man ist in der Menge der Bilder doch sehr eingeschränkt. Zudem werden sie dieses Jahr deutlich teurer, da die Steuer darauf erhöht wurde: der Staat merkt schnell, wo es sich lohnt, abzuschöpfen… Daher mache ich meine Fotobücher/-Alben seit Jahren selber. Einige Beispiele aus dem aktuellen Sardinienurlaubsbuch:

Selfmade photo books are my favourite way to record and remember my trips. Of course you can do that online, but those books are expensive (even getting more expensive in Germany 2017 because the tax on them has been augmented – the State knows where to get more and more…) Moreover, the amount of pictures you can include is limited. That’s why I make them myself. Some pages from my book about the trip to Sardinia:

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Ich habe dabei alle Möglichkeiten der Gestaltung, kann Texte einfügen, Bilder drehen, ausschneiden, kleine Bilder in ein großes setzen, und, und, und… Voraussetzung sind ein ordentlicher Drucker und die Beschäftigung mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Damit das nicht durch Tinte und Fotopapier teuer wird, hier mein Tipp (für Tintenstrahldrucker): sehr gute Tinte (Testsieger)gibt es extrem günstig im Internet, zum Bruchteil der Originaltinte! Und das Fotopapier, das es zweimal im Jahr (meist Mai und Herbst) bei Aldi gibt, ist hervorragend, da kaufe ich immer gleich etliche Packungen.

This way I can choose the whole design and layout according to my own ideas: adding texts, putting small pictures into a big one, use cutouts, twist and turn everything like I want…  Requirements are a decent printer and the time to work with an image editor program.  The expenses for ink and paper can be contained: there are very good offers on the net for test winning ink, you can save a lot with that!  Once or twice a year some discounters offer very good inkjet photo paper – I always buy a stock.

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Auf so ein A4-Blatt passt eine Menge, es ist ein Format, in dem ein einzelnes, besonders gelungenes Bild toll wirkt, oder eine Collage aus mehreren Bildern. Immer zwei solche Seiten, Rücken an Rücken, in eine Klarsichthefthülle gesteckt, sorgt für ein wunderbares Bilderbuch!

Using the german A4 format, I’ve got a lot of space to fill – either a perfect photo as a single or a collage of three or more different pictures. Two of those pages, inserted back to back into a clear sleeve and put in a folder makes for one two-sided page in a great photo book!

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Anhänger aus Leder – Leather Key Fobs and Tags

Lederreste sind billig und man kann auch aus kleinen Stücken nette Anhänger basteln bzw. nähen. Das einfachste ist eine Quaste, die jedoch sehr dekorativ an einer Tasche und außerdem modisch aktuell ist. Sie ist nur geklebt (Alleskleber); diese hier hat außerdem eine kleine Spitzenborte am oberen Rand.

Leather scraps are cheap but still very useful for creating nice tags and key fobs. The easiest project is a tassel, very decorative and modern. This one is made using all-purpose glue and sports a bit of a lace border.

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Auch der Anfangsbuchstabe der/des Beschenkten ist eine nette Idee – ebenfalls geklebt, hier mit Paillettenborte und einem Glitzerstein aufgepeppt. Eine eine eingeschlagene Öse dient zum Einhängen von Karabiner oder Schlüsselring.

The initial of the receiver’s first name is another idea – also glued and (here) embellished with a sequin ribbon and a rhine stone. The added eyelet receives a snap hook or a key chain.

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Ob in klassischer Form oder rund, oval, etc., Anhänger können auch gleichzeitig den Rahmen für kleine Stückchen von alten Stickereien oder Borten bilden. Je nach Belieben mit der Zackenschere geschnitten oder glatt, sind sie alle genäht.

Tags may come in the classic shape or round or oval etc., and they can create a frame for bits of old embroideries or ribbons. You may cut them with the pinking scissors or leave them even. I’ve sewn them all with the machine.

Zu guter Letzt noch ein etwas aufwändigeres Stück, das auch genäht werden muss, dafür aber auch besonders nützlich ist: ein Mini-Täschchen, worin z.B. der Chip für den Einkaufswagen oder auch ein gefalteter Geldschein für den Notfall aufbewahrt werden kann.

Last, not least one sporting a tiny pouch to store your shopping-cart chip or a folded bill for emergencies. It needs a bit more time to create and has to be sewn, but worth the while!

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Sardinien, Teil 3 – Sardinia, Part 3

Nun bin ich wieder im Lande und werde diese Woche  noch mehr von Sardinien berichten. Zunächst: auf dem Rückweg von der Halbinsel de Sinis, noch Nähe Oristano, habe ich eine archäologische/historisch Stätte besucht, „Santa Christina“.

Now that I’m back home I’ll write some more posts about the journey to Sardinia. At first: on my way back from the peninsula de Sinis, near Oristano, I visited an archaeological/historic site called „Santa Christina“.

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Hier handelt es sich um ein Brunnenheiligtum aus der Bronzezeit, von der Nuraghenkultur (siehe letzter Beitrag). Allerdings haben dann im Mittelalter auch die Christen dort eine Pilgerstätte errichtet und sie nach der Heiligen Christina benannt. Auf dem obigen Bild sieht man die Grundmauern des bronzezeitlichen Heiligtums mit dem Eingang zum Brunnen in der Mitte. Dort kann man noch hinuntergehen:

This is a holy well from the bronze age, by the nuragic culture. Later on in the Middle Ages people created a christian place of pilgrimage here, too, naming it after the Holy Christina. On the photo above you see the foundations of the former nuragic sanctuary with the entrance to the well. You still can enter the well:

Über die Art der Verehrung in der Bronzezeit ist nichts bekannt, doch die Form der Anlage und die Logik lassen Fruchtbarkeitsriten vermuten (Wasser aus dem Schoss der Erde lässt alles wachsen).

There is nothing known about the kind of the rituals in the Bronze Age but the shape of the entrance and some logic hint at fertility rites (water from the womb of the earth makes everything grow).

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Als ich zum Bereich des christlichen Heiligtums kam, wurde es schon dunkel…

As I reached the christian part of the sanctuary, the sun was already setting…

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Am nächsten Tag war es zwar doch nicht so sonnig, wie vorhergesagt, aber wenigstens regnete es nicht. Ich fuhr nach Cala Gonone, das ist im Sommer ein sehr beliebter Badeort, doch nun ist dort alles wie ausgestorben. Auch das Aquarium (so eine Art „Sealife“) hatte zu. Doch da ich nunmal da war, habe ich volle 2 Stunden am Strand verbracht, den tosenden Wellen gelauscht und versucht, diese Stimmung „einzufangen“.

The next day it was still very cloudy and windy but dry. I went to Cala Gonone, which in summer is a very busy beach resort, but now in winter it’s deserted. Also, the aquarium, a big one like „Sealife“, was closed. So I spent 2 hours walking on the beach, listening to the raging waves and trying to „catch“ the mood.

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Unglaublich, wie wunderbar man da seine Seele baumeln lassen kann… Und ich war ganz allein dort, keine Menschenseele! Natürlich guckte ich auch wieder nach „Schätzen“, und als ich an einem Strandabschnitt  fündig wurde,  ging die Suche richtig los. Das Ergebnis:

Incredible how relaxing this is… And there was nobody there, I was all alone! Of course, I also searched for „treasures“ again, and on one part of the beach I got lucky – after that, I began serious beach- combing! The results:

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Jede Menge Glas, Muscheln, Napfschnecken, ein – ganz sauberer! – Knochen, und Stücke von glasierten Tonscherben! Sind die blauen nicht toll? Kaum daheim, habe ich heute nach dem Auspacken und während schon die Waschmaschine lief, einige Teile davon verarbeitet:

A lot of sea glass, shells, a bone (perfectly clean!) and shards of glazed pottery tiles. Especially the blue ones are gorgeous, aren’t they? At home, after unpacking and starting the washing machine, I already used some of those findings to create this:

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Kette „Cala Gonone“! Eine der Tonscherben wurde mit winzigen Muscheln beklebt und umdrahtet (der Ton lässt sich leicht ritzen, das gibt dem Draht Halt). Die Muschel ganz unten hatte idealerweise bereits ein Loch (vom Bohrwurm) an der passenden Stelle. Zusätzlich zu den Funden habe ich noch Süsswasserperlen verwendet. Die Kette läuft durch den hohlen Knochen, die Glasstücke sind fest und sicher umknotet – insgesamt habe ich 3 Stunden dafür gebraucht, aber jetzt ist sie auch sehr halt- und tragbar!

Necklace „Cala Gonone“! One of the pottery shards shows two tiny shells glued on top and has been wire wrapped (after scratching a groove around the edges to prevent the wire from slipping). The single shell already had a hole in the right place (by the ship worm). In addition to the findings I’ve used fresh water pearls. The necklace goes through the hollow bone and the glass pieces are knotted securely – it took me 3 hours to make the necklace, but now it’s sturdy and ready to wear!

Walkjacke mit gefilzten Mohnblüten – A Wool Jacket with Felted Poppies

Die Jacke aus dunkelrotem Walkstoff ist selbstgenäht nach einem alten Burda-Schnitt, den ich schon für eine sommerliche Leinenjacke verwendet hatte. Doch hier ist nicht nur das Material, sondern auch die Optik völlig anders. Vor ein paar Jahren hatte ich Mohnblüten und -blätter gefilzt, die  nun endlich ihrer Bestimmung zugeführt wurden!

This jacket is made from „boiled wool“; I’ve sewn it using an old Burda pattern from which I already had made a linen summer jacket. But this one is very different not only because of the material but also because of the embellishment.

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Die Mohnblüten allein waren mir jedoch noch zu „brav“, ein bißchen raffinierter sollte sie schon werden und so landete ich beim – ebenfalls wollenen – Schottenkaro. Es ist ein geometrischer Kontrast zu den geschwungenen Linien des Mohns, passt farblich aber sehr gut dazu.

The poppy appliqué in itsself is quite nice, but I wanted a more sophisticated look. So I came up with the wool tartan. Its geometric pattern contrasts the organic forms of the poppies while matching it perfectly colourwise.

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Für die Rückseite habe ich eine flache Applikation gearbeitet, damit an sich auch anlehnen kann, ohne dass sie stört (unten). Außerdem habe ich die Jacke ganz gefüttert, was bei Walkstoff ja nicht unbedingt nötig ist, aber da ich sie zum Überziehen verwenden möchte (nicht an Stelle eines Pullis), ist es mit Futter bequemer und wärmer.

Below: On the back I’ve sewn a flat appliqué to avoid bulky spots when leaning onto something. Also, I chose to line the jacket because I want to wear it over sweaters and outdoors.

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Außergewöhliche Ketten – One-of-a-kind Necklaces

Inzwischen habe ich wieder ein paar Ketten hergestellt, in welchen sich die unterschiedlichsten Elemente zu außergewöhnlichen Kreationen verbinden.

Meanwhile I’ve finished some necklaces which, as always, combine very different and unusual elements for a one-of-a-kind look.

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Dieser Anhänger ist eine Stickerei der Hazara, aus Afghanistan. Hauchfein und edel mit Seide auf Baumwolle gestickt. Eine Zeit lang gab es diese Stickereien über die Webseite http://www.guldusi.com, wo die Produkte der Stickprojekte in Laghmani und Sharak (beides Afghanistan) angeboten werden. Momentan sind die feinen Hazara-Stickereien nicht mehr auf der Seite, doch wer Interesse hat an zwar weniger feinen, doch üppigen und bunten Baumwollstickereien, der findet sie in großer Auswahl dort! Die Stickprojekte wurden gegründet von der Deutsch-Afghanischen Initiative, um Frauen und Mädchen ein Einkommen zu ermöglichen.- Ich habe das Rechteck auf Karton montiert und mit Perlchen umstickt; die weiße Mittelraute bekam ein winziges Schneckenhaus für mehr 3D-Wirkung und unten hängen Perlenfransen. Farblich passende Perlen und Steine wurden in die Kette integriert.

Above: this pendant consists of a stitched rectangle: a very delicate embroidery with silk on cotton, made by women of the Hazara tribe in Afghanistan. There is a German initiative dedicated to provide women and girls with an income doing these embroideries. The website is http://www.guldusi.com. Most of the embroideries are bolder, more colourful and made with cotton yarn in the region of Laghmani, by – mostly – Pashtun women. Some years ago I’ve purchased this rectangle from the town of Sharak; alas at the moment the website doesn’t offer any of these silk embroideries anymore.- Anyway, I’ve stabilized the textile rectangle, then added a beaded border and tassels as well as a tiny shell in the middle. The colours of pearls, stone and glass beads on the chain match those of the stitching.

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Diese Kette besteht mal wieder aus Flohmarktfunden: eine alte Brosche und ein Nadelköcher aus Holz sowie Keramikperlen. In der Brosche fehlen schon ein paar Steinchen, sie ist echt „shabby“. Den Nadelköcher habe ich noch mit etwas alter Spitze und Glitzersteinchen aufgepeppt.

This necklace is made from flea market finds: an old brooch, already missing some small beads, some ceramic beads and an old needle case of carved wood. The latter has been embellished with a bit of old lace and some tiny rhinestones.

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Hier war der Ausgangspunkt der große Anhänger aus Muranoglas, farblich passend ergänzt von Citrinen, Süsswasserperlen, Bernstein und Orangencalcit.

This big Murano-glass pendant is accompanied by citrines, fresh water pearls, amber beads and orange calcite beads.

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Und schließlich noch eine alte Brosche, sowie ein Ohrring aus Strasssteinen, die ein bayerisches Trachtenornament aus Horn einrahmen. Alle Teile, einschließlich der Glasperlenkette und der Strasskette, sind vom Flohmarkt. Mir gefällt der stilistische Kontrast!

The last necklace shows a vintage Bavarian horn ornament framed by an old brooch and former earclip with rhinestones. All this as well as the chains (vintage glass beads and rhinestones) are flea market finds. I love the contrast in style!

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Der Herbst als Inspiration – Inspirational Autumn

Jahreszeiten sind immer auch eine Inspiration für Kunst und Kunsthandwerk; der Herbst mit seinen leuchtenden Farben und vielen Früchten ganz besonders. Hier ein paar Beispiele aus meiner „Werkstatt“ und Küche:

Seasons always are a rich source of inspiration for arts and crafts; most of all autumn with its radiant colours and abundance of fruits. Below you find some examples from my studio and kitchen:

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Tischdekoration für ein herbstliches Büffet…

Table decoration for an autumnal buffet…

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Und die Speisen: Blätterteigtaschen mit Pilzfüllung, herzhafte Birnen-Gorgonzola-Schnitten, Gebackener Kürbis mit Fetakäse, Herbstsalat mit Walnüssen und Feigen sowie Zwetschgenkompott (dazu gab es Walnusseis). Ein richtiges Erntedank-Büffet!

The dishes: Puff pastries with mushroom filling, hearty cake squares with pears and Gorgonzola cheese, baked hokkaido pumpkin with feta cheese, autumn salad with lamb’s lettuce, rocket salad, figs and walnuts. Dessert: fresh stewed plums (and walnut ice cream to go with it). A real harvest festival!

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Aquarellstudie… Watercolour study…

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Ein kleiner Herbstquilt, den ich vor vielen Jahren für eine Freundin genäht habe…

A small quilt I’ve sewn years ago for a friend…

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Und meine diesjährige Türdekoration: wenig Zeit, daher einen fertigen (künstlichen) Kranz, den es zum halben Preis gab, mit Flohmarktfunden ergänzt: zwei Rehgeweihe, angedrahtet, und ein besticktes Band.

And this year’s door decoration: for lack of time I chose an artificial wreath (on sale) and added flea market finds: two roe deer antlers and a hand stitched ribbon.

Tja, doch nun wird es in null komma nix schon wieder Winter sein…

Well, I guess in a blink of the eye it’ll be winter once again…

 

„Refashion“: ein Strickjäckchen – Refashion: a Jacket from Knits

In der Schweiz habe ich auch die dortigen Sozialkaufhäuser abgegrast, die dort witzigerweise „Brockenhaus“ heißen. Das hat aber nichts mit einem „großen Brocken“ zu tun, sondern kommt aus dem Französischen, wo „brocante“ ein Trödelladen oder -markt ist. Fündig wurde ich unter anderem in der Textilabteilung: ein Strickkleid von Gudrun Sjöden! Wem die Marke nichts sagt: sie steht für hochwertige, folkloristisch-farbenfrohe Mode aus Naturmaterialien. Das Kleid hatte sicher mal um die 200€ gekostet – ich zahlte 18 Franken! Der Haken: es war mal wieder nicht meine Größe… Doch ich wußte gleich, dass sich etwas Passendes daraus machen ließ.

When in Switzerland I also browsed the thrift stores/charity shops, called „Brockenhaus“, after the French word for jumble, „brocante“. In the textile departement I found a knit dress by Gudrun Sjöden – a brand that stands for high quality, colourful folkloristic clothes made from natural materials. The dress must once have cost around 200€! I got it for 18 Franken (16€). Okay, it wasn’t  my size… But I immediately recognized the possibilities.

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Der bunte Jacquard-Strick aus Baumwolle ist weich, aber etwas dicker und wärmer, sodass er sich prima mit Wollstoffresten kombinieren ließ. Ich wählte weinroten Merinostrickstoff und leuchtend roten Walkstoff. Die Zackenspitze am unteren Rand und den Ärmelkanten ist original von dem Kleid.

The colourful pattern is a thick cotton material, so it was easy to combine it with leftover wool fabrics: one a dark red  Merino wool, the other a bright red „boiled wool“ kind of material. The knitted lace border on the lower edge and on the sleeves is original from the dress.

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Auch alle anderen Zutaten stammen aus meinem Fundus: Zackenlitze, Knöpfe und ein weinrotes Stretchsamt-Bändchen für den Ausschnitt. Ich habe nichts dazugekauft!

All other „ingredients“ are from my stash, too: rick rack, buttons and a stretch velvet trim for the neckline. No need to buy anything than the dress!

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Der Winter kann kommen…

Winter may come…

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Eine Patchbluse für den Herbst – An Autumn Patchwork Shirt

Ja, nun ist es definitiv Herbst; auch wenn man mittags noch die Jacke ausziehen kann, so wird es doch morgens und abends schon empfindlich kühl. Daher habe ich mir eine Bluse genäht, die ein wenig wärmer ist als dünner Baumwollbatist. Vor allem aber passen die Brauntöne zur Jahreszeit. Ein Patchwork aus interessanten und unterschiedlichen Stoffen, sehr bequem durch viel Stretch und Jersey, dazu besonders chic durch edle Details.

It’s defintitely autumn now; especially in the mornings and the evenings you need a jacket against the cool air. So I’ve sewn a shirt from materials a bit warmer than thin cotton. And the different brown and cream tones match the season perfectly. A patchwork of interesting and different fabrics, very comfy because of lycra and knit materials, it also sports elegant details.

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Die Ärmel sind aus weichem Jersey mit etwas Wollanteil, an den Abschlüssen gibt es Spitze, zarten Voile und ein Bändchen.

The sleeves are made from a soft knit with a small percentage of wool, but the edges sport a bit of lace, thin rayon and a ribbon.

 

Die Knopfleiste habe ich wieder besonders abwechslungsreich gestaltet: verschiedene Knöpfe in unregelmäßigen Abständen wechseln sich ab mit kleinen Applikationen von Spitze und Bändchenresten. Außerdem – auch sehr herbstlich – ein Schmuckteil aus Horn (vom Flohmarkt).

The button bar has been embellished with different buttons in uneven spacing, with tiny appliquéd bits of lace or ribbon in between. Moreover, a carved horn charm (found on a Bavarian flea market) emphasizes the autumn theme.

Diese Projekt habe ich auch genützt, um mal einige Zierstiche meiner Nähmaschine zu verwenden. Sowohl die Patchworknähte als auch die verdeckte Seite der Knopfleiste habe ich damit verziert.

On this project, I’ve also used some of the ornamental stitches of my sewing machine, thus embellishing the patch seams as well as the lower part of the button bar.

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Dies Stückchen bedruckten Mikrofaserstoff habe ich von einer Freundin vor Längerem geschenkt bekommen; es ist von einer Künstlerin designt, deren Name mir jedoch nicht mehr einfällt. Jedenfalls finde ich es spannend, dass dieses moderne Stück zwar einen deutlichen Stilkontrast zum Hornknopf bietet, dabei farblich jedoch gut zu diesem passt!

This patch of printed micro fibre was a gift from a friend who had purchased it from the artist who created it – alas, I don’t remember her name (the artist’s, that is). Anyway, I like the fact that this modern piece creates an obvious stylistic contrast to the folkloristic horn charm, while matching it perfectly colour-wise.

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Auf dem Rückenteil eine applizierte Blume aus einem alten Kleidungsstück geschnitten. Damit das Dunkelbraun nicht zu krass ist, habe ich Spitzenstückchen in die Blütenmitten gesetzt.

On the back you see an appliquéd rose that I’ve selvaged from some old piece of clothing. To mitigate the contrast I’ve used bits of lace on the flowers.

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Alles in allem habe ich in dieser Bluse viele Reste verarbeitet und auch Stoffstücke, die für mich eine Geschichte haben. Als allerletzten Clou habe ich auf den linken Ärmel ein fiktives Label in frei geführter Maschinenstickerei geschrieben. Natürlich habe ich für diese Bluse ein bißchen länger gebraucht als zwei Nachmittage…Doch die Arbeit hat sich gelohnt, und nun freue ich mich auf nächsten Sonntag, wenn mein Cousin Geburtstag feiert, da werde ich sie zum ersten Mal tragen!

For this project, I’ve used up many leftovers and some pieces of fabric that remind me of places I’ve been etc. .. As a last detail I’ve written a fictitious label on the left sleeve, using the free motion technique on my machine. Of course this blouse took quite some time to sew, but it was worth all the work! Now I’m looking forward to my cousin’s birthday next Sunday where I’ll wear it the first time!

 

Neue Vintage Ketten – New Vintage Necklaces

Manchmal gibt es bei Zeitmangel nur die Wahl: Blog schreiben ODER der Inspiration folgen und Neues erschaffen. So war es bei mir letzte Woche, doch nun kann ich auch zeigen, was in der wenigen Freizeit entstanden ist: mal wieder ein paar Ketten, jeweils inspiriert von kleinen Flohmarktfunden.

Sometimes, with little spare time available, you’ve got to choose between writing your blog or following the inspiration to create. Last week for me, it was just like this, but now I’m able to show you the results: again some necklaces, each one inspired by a small flea market find.

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Dieser Anhänger ist ein ganz altes Notizbüchlein mit Vorder- und Rückseite aus Holz; die Vorderseite ist mit einem geschnitzten Relief verziert. Es ist wirklich schon ein bißchen „shabby“, aber außergewöhnlich – und grad so alte Dinge machen mir ja besonders Freude. Diese Wertschätzung wollte ich bei diesem Stück auch sichtbar machen und habe es daher zum Kontrast mit vielen Strasssteinen kombiniert – als Umrandung und an einer ganzen Kette aus Strass hängend.

This pendant is a tiny vintage notepad with wooden front  and back cover; the front being embellished with a carved motive. It’s actually quite shabby, but that’s just what I like and moreover it is an unusual item. To show my appreciation (and as a contrast) I’ve combined it with a lot of rhinestones, as a frame and on the chain.

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Am unteren Ende des rückwärtigen Covers habe ich Glasperlen und einen Tropfen gehängt – alles aus alten Ketten.

On the lower edge of the back cover I’ve added vintage glass beads with a tear drop bead in the middle.

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Natürlich konnte ich es auch nicht lassen, jede Seite mit einem kleinen Stempel zu verzieren!

Of course I just HAD to embellish the pages with small stamped motives…

 

Ein kleines Täschchen aus Porzellan! Perfektes Accessoire für eine meiner Ketten… Eine (unechte) alte Perlenkette vom Flohmarkt, in der  weiße und blau-graue Perlen sich abwechseln, passte gut dazu – verlängert durch ein paar angedrahtete Sodalith-Perlen.

A tiny bag made of china – a perfect accessory to one of my necklaces! A matching vintage necklace sporting white and blue-grey beads as well as some sodalite beads were added.

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Dazu passend, aber auch einzeln zu tragen, habe ich gleich noch eine kurze Kette für den Ausschnitt gefädelt: weiße Rocaille-Perlchen, dazu Sodalith-Kugeln und eine der Sodalith-Stabperlen, umdrahtet mit weißen und goldenen Rocailles. Ich trage z.B. eine weiße Bluse, die kleine Kette am Hals, die lange über der Bluse.

Being in the flow, I’ve created a matching short necklace from white seed beads with two round and one long sodalite beads; the latter wire-wrapped with white and gold seed beads. It looks nice wearing a white blouse with the short necklace inside the collar, the long one over the blouse.

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Hier war die Basis eine alte Brosche, die ich mit unterschiedlichen grünen Steinen kombiniert habe (gefärbter Jaspis, Peridot, Aventurin, Chromdiopsid, Chrysopras) sowie mit einem alten Ohrclip und einem goldfarbenen Schmuckteil.

The vintage brooch with rhinestones and beads has been combined with various stone beads, an old ear clip and a gold tone charm.

Die facettierten Goldkügelchen sind 24K vergoldete Pyritperlen. Sie sind erschwinglich, dezent aber wunderschön und passen in jede Kette, wo ein wenig Goldglanz gebraucht wird. Im Gegensatz zu goldfarbenen Modeschmuckperlen reagieren sie nicht mit Schweiss oder Hautpflegemitteln.

I like to use small 24K gold plated pyrite beads in my creations because they are affordable, subtle but beautiful and perfect for any project where a bit of golden sparkle is asked for. Moreover, they do not react with sweat or scin care products.

 

 

Schicke Boxen – Shabby Chic Storage Boxes

Für meine Kreativarbeiten brauche ich natürlich viel Material und somit Stauraum. Für kleine und mittelgroße Dinge verwende ich gern stabile Kartons, die z.B. bei Schuhen oder als Versandkartons vom Bastelversand anfallen. Aber auch als Geschenkboxen eignen diese sich gut! In beiden Fällen werden sie zunächst von mir ein wenig aufgepeppt…

As storage for my creative materials I like sturdy cardboard boxes. Those that come with shoes or shipping boxes from craft supply shops are often very well suited. With a little makeover they even make for nice gift boxes!

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Wenn der Karton relativ schlicht ist, reicht es schon, den Deckel zu verzieren. Das mache ich gern mit schönem Geschenkpapier – davon habe ich immer reichlich, weil ich nie widerstehen kann… Sprühkleber ist dabei praktisch, weil das Papier davon nicht durchweicht und so keine Wellen wirft. Dabei sollte das Papier mit der Kartonkante abschließen, denn wenn – eigentlich sehr ordentlich – um die Kante geklebt wird, kann es sein, dass der Deckel nicht mehr genug Spiel hat, um ihn leicht zu öffnen/zu schließen! Dafür bekommt die Kante noch einen Abschluss aus selbstklebender Spitze oder Washi-Tape, das sieht auch ordentlich aus.

If the box has blank sides it’s often enough to just cover the lid – for example with a nice gift wrapping paper. There are always different ones in my stash since I never can withstand the temptation to buy some! Spray glue is perfect for this task because it doesn’t soak the paper as water based glue does; thus preventing the paper from getting wavy. The paper has to be cut flush with the edge, not going around – otherwise it may result in the lid not having enough space to be opened/closed easily enough. Instead, the edge gets embellished by a self adhesive lace border or washi tape.

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Das Geschenkpapier mit den Blüten ist ein ganz altes vom Flohmarkt! Doppeltes Upcycling! Da ich die Boxen stapeln möchte, bleibt die Oberfläche flach. Als Geschenkbox kann man sie natürlich obendrauf noch viel schöner bekleben!

The gift wrapping paper above is a vintage one from the flea market – perfect upcycling! Since I want to pile the boxes on my shelf the surfaces of the lids have to stay flat – when using them as gift boxes much more 3-D embellishment is possible!

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In dieses ziemlich kitschige Papier würde ich wohl kein Geschenk einpacken.. Aber für so einen Karton ist es okay, finde ich! Lauter Shabby Motive…

Even a sugary paper like the one above is okay for a shabby box…

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Dieser Karton hat einen Klappdeckel, das mag ich besonders gern. Allerdings war er rundherum mit Infos zum ehemaligen Inhalt bedruckt, sodass ich ihn komplett weiß gestrichen habe, bevor ich von einem Vintage-Papierblock hübsche Motivseiten daraufgeklebt habe. Die Klappkante habe ich mit weißem Powertape innen und außen verstärkt. Auch sonst muss man manchmal die Kanten oder Ecken etwas mit Klebeband verstärken und schützen, damit die Box lange hält.

This box comes with a hinged lid; something I appreciate very much. Since all around the box were printed infos about the former content, I chose to paint the box white before choosing some craft papers with vintage print motives to glue on the lid and the front. The cardboard „hinged“ edge got strips of duct tape inside an out to reinforce it. Sometimes it’s best to reinforce some of the edges anyway.

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Oben: weißes Powertape an der Klappkante, darüber Washitape. Unten: Praktisch und hübsch ist eine kleine Schlaufe, die das Öffnen erleichtert. Hier ist sie angetackert, die Tackernadel verborgen unter Washi Tape und einem Sticker.

Above: duct tape beneath washi tape. Below: a small ribbon loop looks nice and comes in handy when opening the box. This one has been stapled on; the staples being hidden underneath the washi tape and a sticker.

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Das Papiermotiv wurde noch ergänzt mit Sticker und Stücken von Tortenspitze.

Some stickers and and bits of paper lace were added to the vintage paper.