Kreativ mit dem Smartphone – Getting Creative On My Smartphone 

Wer hätte das gedacht… Bis vor kurzem konnte ich mit meinem Handy nur telefonieren und sms schreiben, dachte, so ein Smartphone brauch‘ ich doch nicht! Uuups… Jetzt habe ich eines, weil ich dachte, es sei gut, auch die Musik und Hörbücher immer dabei zu haben ohne extra Gepäck und nebenbei auch noch Fotos machen zu können. Doch nun dämmert mir allmählich, wozu es sonst noch gut ist – Wahnsinn! Ich lerne Italienisch mit einer App, denn in 2 Wochen geht es nach Sardinien und ich möchte wenigstens die Basics beherrschen. Ich kann die Fotos, die ich mit dem Phone gemacht habe, gleich bearbeiten und auf Instagram oder hier teilen. Ich kann navigieren und surfen, neue Hörbücher kaufen.Gestern war ich spazieren, hatte nichts dabei außer dem Phone: beim Spazieren hörte ich Musik, schoss ein paar Bilder, telefonierte mit einer Freundin – und dann, als es schon dunkel war, ging ich am Lech zurück und war heilfroh über meine Taschenlampen-App! Spiele dagegen sind nichts für mich; von Kindheit an ist mein Lieblingsspiel kreative Betätigung. Und auch dafür ist das Phone gut! Die einzige App, für die ich Geld gezahlt habe (5,99€), nennt sich ArtRage, und ist zum Malen und Zeichnen fantastisch!

Who would have thought that I would come to appreciate the advantages of a smartphone after all! A short time ago I was still convinced never to need one…Ooops! When I purchased it, it was because I wanted to have my music and audiobooks on one device as well as being able to take photos „on the go“. Just now I’m getting to know better all the possibilities it offers! I’m learning Italian because 2weeks from now I’ll be going on vacation on Sardinia and want to cover the basics of communication. I’m able to edit and share the photos I’ve taken, to navigate and to surf on the net, to buy new audiobooks…. Yesterday I went for a walk taking only the phone: listening to music while walking, taking some pictures on the way, talking to a friend on the phone – and, as it was getting later and darker, I was very happy about the flashlight App! While I’m not interested in playing digital games, I love being creative – and for that, too, there are Apps! The only one I’ve paid for (5,99€) is called ArtRage, and a perfect tool for painting and drawing!

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Man kann alles vorwählen: Papiertextur, -farbe,-feuchtigkeit; Stifte, Pinsel, kreiden und, und, und… Farben, Strichstärken, vieles, vieles mehr! Man kann ein Foto aus der eigenen Galerie wählen und sich als Vorlage an die Seite pinnen, aus diesem Foto sogar Farben aufnehmen! Egal ob mit Finger oder Display-stift, es macht einfach Spass!

You can choose every single detail: paper texture, colours, wetness, pencils, crayons, brushes, many more… For every tool there’s nearly the same amount of settings as in the real world. You can choose a photo from your gallery and pin it on the side as reference, even being able to take up colours from the photo! If you prefer your finger or a stick on the display, it’s just so much fun!

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Eines ist klar: auf dem kleinen Bildschirm entstehen auch nur kleine Bilder (hier sind sie in Maximalgröße zu sehen). Für größere bräuchte man ein Tablet. Doch zum Üben und für Postkartenmotive (!) ist es Klasse. Da brauche ich mein Malzeug nicht in den Koffer zu packen, um selbstgemalte Urlaubskarten zu verschicken. Und zu Hause kann ich auch malen, ohne den Küchentisch zu belegen – und ohne Angst, durch einen ungeschickten Pinselstrich teures Material zu verschwenden – das kommt bei mir sonst häufiger vor…

Of course, on the small display of a phone you can’t create large pictures, as with a tablet. The pictures shown here are maximum size. But for practice and for postcard motives (!) it’s perfect. No need to pack my painting kit if I want to send self-painted holiday-postcards! And at home it comes in handy if I don’t want to use my kitchen table or to avoid wasting expensive material by a clumsy brush stroke (which more often than not is the case for me)…

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Oben: dieses Foto war Vorlage für das „Aquarell“- Bild unten:

Above you see the reference photo for the „watercolour“ painting below:

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Bin gespannt, was ich noch alles entdecken werde!

Now I’m looking forward to explore even more!

Faszinierendes Glas – Fascinating Glass

Vor ein paar Jahren verbrachte ich eine Woche im Bayerischen Wald. Die dortigen Glasmanufakturen und -museen haben mich sehr fasziniert; besonders das Glas als Material selbst – und wie damit nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch Kunstwerke gestaltet weden können.

Some years ago I spent a week in the Bavarian Forest, a low mountain range in the east of Bavaria, near the Czech border. A long tradition of glass manufacture in this region is still very much alive: you can visit lots of manufactures and museums about glass. I was very much fascinated by the material itself and its use for art.

Das „Boot“ oben ist aus Glas, die Figur ziert einen Steinbrunnen, und der „Wasserspritzer“ ist doch hochinteressant, oder? Unten  Nahaufnahmen, die das Material Glas im Zusammenspiel mit Licht zeigen.

A „boat“, a figurine on a stone fountain and a „splash“ – all glass! Below: close-ups that show the material glass in interaction with light.

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Und dann stieß ich beim Wandern am Bach (unten) auf jede Menge Glasbrocken, die vom Abfall der Manufakturen stammten. Ich sammelte alle meine Taschen voll!

Later, on a little hiking tour in the forest, I found a lot of glass nuggets in this creek (below). They were waste from the manufactures, and I filled all my pockets!

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Warum und wozu? Ganz einfach: zum Basteln. Im Gegensatz zu „Strandglas“ sind die Stücke noch nicht matt und glatt gerieben. Die großen Brocken habe ich mit dickem Draht umwickelt und ans Fenster ins Licht gehängt:

Why and for what purpose? Simple: for DIY projects! As opposed to beach glass these nuggets have not yet the matte, smooth, sanded look. The bigger ones have been wrapped with thick wire and are now a decoration at the window where the light shines through:

Aus den Kleineren habe ich Schmuck-Unikate hergestellt, auch mit (Silber-)draht umwickelt und an eine Kette bzw. an Ohrstecker gehängt:

The smaller ones have been transformed into an interesting jewelry set: wrapped with a fine silver wire they make for a unique pendant and earrings:

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Urlaubspost selbstgemacht -Handmade Holiday Postcards

Da ich meist allein im Urlaub unterwegs bin, vertreibe ich mir die Zeit an langen Abenden damit, ein Reisetagebuch zu schreiben – und Karten. Während eines Türkeiurlaubs kam mir die Idee, keine gekauften Postkarten zu verwenden, sondern selbstgemalte. Nun bin ich nicht besonders gut im Malen und Zeichnen, also habe ich mir einfache Motive unter den Fotos des jeweiligen Tages gesucht und diese mit Aquarellstiften auf Postkarten aus Aquarellkarton gezeichnet, dann mit Wasserpinsel vermalt.

Since I often travel alone I spend long evenings by writing a travel diary and postcards. During a holiday in Turkey I had the idea to write handpainted cards instead of purchased ones. I’m not especially good at drawing or painting, so I chose some easy-to-draw motives from photos I had taken during the day and used watercolour pencils to draw them on watercolour postcards. Then I took water and a brush to wash the colours.

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Um die wasserempfindlichen Farben zu schützen, kann man die Karten in Umschlägen verschicken oder mit Fixativ/Sprühmattlack behandeln. Jedenfalls werde ich ab jetzt öfter solche Karten verschicken- viel persönlicher als gekaufte!

To protect the colours you can send the cards in envelopes or treat them with a fixative. Anyway, I certainly will send such cards from vacations more often now – a much more personal greeting than purchased ones!

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Die nächsten Seiten – The Next Pages

So, nachdem ich einige Tage verreist war, habe ich inzwischen wieder ein paar Seiten in meinem Kreativbuch gestaltet:

Coming back from a short trip I’ve just finished three more pages in my art journal:

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Fotos, Postkarten, eine Briefmarke und eine Meeresschnecke, auf Aquarellkarton gedruckt bestimmen die Farben und die Stimmung. Die Fotos und Karten habe ich mit Schleifpapier und etwas Farbe „gealtert“. Außerdem: Washitape, teils mit Muscheln, ein Kalenderbildchen, Spitzenborte und „Schrift“ mit Goldstift.

Photos, postcards, a stamp and a seashell, printed on watercolour paper, determine the colours and the mood of this page. Postcards and photos got a makeover with a bit of sanding and a colour glaze. Washi tape (one with a sea shell theme), a picture from an old calendar, a lace border and a bit of writing with a gold tone pen add interest.

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Wieder einmal war eine Aquarellkarte meines Vaters Basis für diese Doppelseite. Auch diese hier habe ich mit Aquarellfarbe „erweitert“. Das Thema „Architektur“ findet sich gegenüber wieder: in gleichen Farben, doch in feinerer Form: das Bild eines indischen Palastes.

Once again I’ve chosen a watercolour card by my father as basis for this page, „extending“ it myself with watercolour. Sticking to the subject „architecture“ (but in a much more delicate form) and maintaining the colour scheme I’ve glued the photo of an Indian palace on the opposite page.

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Zum Schluss noch eine einfache Blumenseite – mit Aquarellfarbe und Washi Tape.

At last two simple watercolour flowers framed with washi tape.

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Noch ein paar Seiten – Some Further Pages

Inzwischen habe ich noch ein paar Seiten im Kreativbuch gestaltet:

During the last days, I’ve again finished some pages in my art journal:

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Diese in Spitze gekleideten Damen sind eigentlich zwei Lesezeichen, die ich im Spitzenmuseum in Brügge erstanden hatte. In den selben sanften Farbtönen habe ich eine Rose aquarelliert und diese dann hinter einem spitzenartigen Papier halb verborgen. Washi-Tape, Spitzenborte und ein altes Schneidermaßband gliedern und umrahmen die Seiten. Das Zitat passt thematisch sehr gut dazu. (An dieser Stelle ein Gruß an Uschi – ich bin sicher, diese Seite gefällt Dir besonders!)

These lace-clad ladies are actually bookmarks I’d purchased in the Lace Museum in Bruges. Using the same soft tones I’ve painted a rose with watercolour and „veiled“ it with lace-like paper. Washi tape, lace borders and a vintage measuring tape structure and frame the pages. The quote is about tenderness, delicacy and silk…

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Hier gibt es wieder mehr Farbe – tatsächlich eine meiner liebsten Kombinationen, lila, türkis und gold. Die Blüten auf beiden Seiten waren Übungen auf Aquarellkarton. Zusätzlich verschiedene Papiere und der Schmetterling als Highlight.

This combination of colours is one of my favourites: purple, turquoise and gold. The flowers were exercises in watercolour I did years ago. In addition I used various papers and the butterfly as a highlight.

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Die sehr gekonnte Aquarellstudie links ist natürlich wieder von meinem Vater. Ich habe nur die Farbgebung übernommen, um die Blüte zu malen. Das geometrische Muster ist ein altes Vorsatzpapier.

The expert watercolour on the left page is my late father’s work. I just used matching colours to paint the flower. The geometric pattern is a vintage end paper.

 

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Ein Kreativ-Buch – An Art Journal

In letzer Zeit habe ich ein Buch verändert, um mich darin spielerisch „auszutoben“. Es ist noch lange nicht fertig, und es gibt auch kein Thema, es wird eher kunterbunt. Wie so vieles, gibt es auch hierfür eine englische Bezeichnung: „Art Journal“. Im Deutschen ist das Wort „Kunst“ meist sehr eng gesehen, daher habe ich mich für „Kreativ-Buch“ entschieden. Die bisher entstandenen Seiten sind unten zu sehen!

During the last weeks I’ve altered a book to use as an art journal. It’s still a work in progress, and there’s no special subject, I’m just playing and exploring. Below you see the first pages:

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Hier besteht die linke Seite aus einer Aquarell-Postkarte meines Vaters, die ich nach dem Einkleben selbst auf der Seite mit Aquarellfarben „erweitert“ habe – das kommt noch auf einigen weiteren Seiten vor. Die Blüten rechts sind teils (von mir) auf Aquarellkarton gemalt, ausgeschnitten und eingeklebt, teils direkt auf die Seite gemalt.

On the left page I used a watercolour card, hand painted by my father, and „extended“ the motif with watercolour on the page. The flowers on the right page are partly  painted on watercolour paper (by yours truly), partly painted onto the page.

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Hier war die Inspiration der Zweig auf einer Postkarte, dessen Motif ich so ähnlich mit Aquarellfarbe wiederholt habe.

The postcard on the right page was inspiration for the watercolour sketch on the left.

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Interessante Ausstellung – An Interesting Exhibition

Derzeit läuft hier in Augsburg im TIM (Textil- und Industriemuseum) eine sehr schöne Ausstellung mit dem Titel: „Textile Erinnerungen“. Zwei internationale Künstlerinnen haben sich mit alten/gebrauchten Textilien auseinandergesetzt, lösen sie auf, um deren Grundstruktur bloßzulegen und nahzukommen. Gali Cnaani (Israel) tut dies auf eher formale Weise, Kaoru Hirano (Japan) mehr spielerisch. Heraus kommen dabei zwei- und dreidimensionale Werke, die dazu anregen, zum Einen über Vorbesitzer und Geschichte des einzelnen Kleidungsstückes nachzudenken, aber auch über die Möglichkeiten und Grenzen des Textilen. Ich hatte durch meine Freundin Uschi die Möglichkeit, die Vernissage zu besuchen; die Fotos in diesem Beitrag hat sie mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

In the Museum of Textiles and Industry in Augsburg there is a very nice exhibition at the moment: „Remembering Textiles“. Two international artists focus on used/vintage textiles, they dissolve them to show and approach the basic structures. Gali Cnaani (Israel) chooses a  formal approach whereas Kaoru Hirano’s (Japan) way is more playful. The result consists of two- and three-dimensional works that motivate the viewer to reflect on former users and the history of these textiles as well as on the possibilities and boundaries of textile work. Thanks to my friend Uschi I had the possibility to attend the opening of this exhibition. All photos in this post are made by her and used with her consent.

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Dreidimensionales Werk von Hirano: wie Skulpturen, von Spinnen erschaffen! Sehr zart und bezaubernd. Unten: zwei Werke von Cnaani.

Above: a three-dimensional piece by Hirano – like sculptures made by spiders, very delicate and charming. Below, two works by Cnaani.

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Eine aufgelöste Jean und zwei Ärmel, die wie Röcke wirken. Teilweise verwebt sie die Fäden mit einer neuen Webkette – alles eine sehr aufwändige, zeitraubende Arbeit, die jedoch in faszinierenden, teils rätselhaften Werken resultiert. Die Ausstellung geht noch bis 8.5.16 – und die Dauerausstellung des Textilmuseums ist ja auch immer einen Besuch wert! Für männliche Begleiter übrigens auch: die Textilmaschinen faszinieren sie mit Sicherheit; besonders bei einer Vorführung!

Deconstructed denim trousers and two sleeves that look like skirts. In some pieces, she reweaves the resulting strands with a new thread. All this is a very time-consuming task which then results in fascinating, even mysterious works. This exhibition ends May the 8th. The permanent collection of the museum is worth a visit, too – even for male visitors, with all the machines for weaving and knitting! Especially if you catch one of the live demonstrations.

 

Ein kleines Büchlein – A Little Book

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Ein kleines französisches Gebetbüchlein von 1878. Die Handlichkeit, der Einband und das Vorsatzpapier mit goldenem französischen Schwertlilienmuster hatten es mir angetan.

A small French prayer book from 1878. I immediately liked its size, the cover and the end paper with golden French iris pattern.

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Daher habe ich es verändert: ausgedünnt, die übrigen Seiten (die zu dünn waren) jeweils paarweise zusammengeklebt, alle mit weißer Kalkfarbe („chalk paint“) bestrichen, um den Text zu verbergen. Dann alle auf gleiche Weise, aber in unterschiedlicher Optik, verziert: mit alter Spitze, gepressten Pflanzen (manche von alten Alben und Bildern, manche selbst gepresst) und mit Stücken von einer hauchdünnen Lage gefärbten Küchenpapiers (fällt bei mir beim Färben von Kleinteilen an). Zum Schluss habe ich mit Goldstift einen „geheimnisvollen“ Text in meiner „Spezialschrift“ hineingeschrieben. Die Schmuckinitialen (gab es leider nur auf den ersten Seiten) habe ich sichtbar gelassen. Die Seiten zeige ich unten ohne weiteren Kommentar:

So I’ve altered it by thinning it out, glueing together the remaining pages in pairs and painting the pages with chalk paint (instead of using Gesso – the chalk paint leaves a smoother surface, no need for sanding!). The original decorative initials on the first pages have been left visible. Then I used the same three ingredients for embellishing every page: vintage lace, pressed plants (some of them vintage, too) and pieces of single- layer dyed paper towels (left over from small dyeing projects). At last, I added a „mysterious“ text in my special font, using a gold tone gel pen. Below, you see the pages without further comment:

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Buchprojekt: Letzte Seite – Book Project: Last Page

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Seite 40: ein Stück Geschenkpapier, darauf ein handgeschriebenes Zitat, ein Stück handgeschöpftes Papier und der Teil einer Buchseite bilden hier die Collage. Rechts der hintere Innendeckel: in einem Kreativbuch fand ich die Abbildung eines alten Bücherei-Leihzettels, der passte hier perfekt. Dazu ein Ausschnitt aus einem alten Buch, der besagt: „Einem Verfasser kann man für sein Werk am besten dadurch danken, dass man seine Schrift noch einmal erwirbt und einem Freunde verehrt.“ Werbung anno dazumal! Der Schlüssel am Kettchen passt thematisch zum „Schloss“ von Seite 20 (Buchprojekt Teil 9). Für mich war das Lesenlernen als Kind der Schlüssel zu einem neuen Universum, daher die Symbolik…

On page 40 a piece of wrapping paper with a handwritten quote, a piece of hand drawn paper and part of a book page are assembled. To the right you see the inner back cover: in a DIY book I found the picture of an old library date stamp card which in „analog“ times  told the user when to bring back the book. It was always situated on the inner back cover, so it fits here perfectly. I found the blue-green piece of paper in an old book; it says:“ The best way to thank an author is to purchase his book a second time and offer it to a friend.“ That’s vintage sales promotion for you! The key on a chain complements the „lock“ on page 20 (Book Project part 9). I chose these as symbols because to me as a child, learning to read was the key to another universe…

So, das war das Buch über Bücher! Nun geht’s mit anderen Ideen weiter. Diese sehr gut erhaltene und wunderschöne Gobelintasche habe ich vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt erstanden. So schön das Kettchen daran aussieht, so unpraktisch ist es: die Tasche ist relativ schwer, sie nur mit dem Kettchen zu tragen, unbequem. Daher wollte ich gern einen langen Riemen dafür haben.

Well, I hope you have enjoyed my „Book About Books“ – and will do so with my following ideas, too. This gorgeous stitched handbag is a flea market find. Alas, it’s a bit too heavy to carry it around on the chain all the time; I wanted a cross body strap for it.

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Die Metallösen, in welchen die Kette hängt, bieten sich perfekt an für Metallhaken:

The metal loops where the chain is attached are perfekt for snap hooks, too:

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Nun kam es noch darauf an, den Riemen passend zu gestalten. Ich fand einen Baumwollstoff, dessen Blumenmuster die gleichen Farben zeigt, wie die Stickerei auf der Tasche:

Now I looked for something to match the strap to the bag, eventually settling for this cotton fabric. Its flower pattern shows the same colours and hues as the needle point of the bag:

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Ein einfacher, gerissener Streifen des Stoffes, direkt auf das Riemenband genäht, macht den Unterschied!

A simple torn strip from this fabric, sewn onto the strap, makes all the difference!

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Und morgen zeige ich den passenden …. Mantel dazu!

Tomorrow I’ll show the matching … coat!

Projekt: Ein Buch über Bücher – A Project: The Book About Books

Zunächst einmal: meine Beiträge „tröpfeln“ momentan nur spärlich, das hat einen Grund: mein Hauptspeicher ist an der Grenze, mit der Folge, dass alles eeewig dauert – das ist frustrierend. Ende nächster Woche kommt mein persönlicher „Support-Manager“ (= Sohn) und baut mir einen mehr als doppelt so großen Hauptspeicher ein, dann geht’s weiter mit Elan! (Überlegung: wenn es doch so einfach wäre, mir im Hirn auch einen größeren Speicher einzubauen… Könnte ich beruflich und auch sonst gut brauchen :-)) Doch nun zum Projekt:

First of all;there’s a reason why my posts get out slowly at this point: the main memory of my PC is nearly full, so everything works e-v-e-r so slowly, which is quite frustrating. Help will arrive next weekend in form of my support manager (= son). He’ll extend the main memory to more than double the size, enabling me to go on sparking! (Wish I could extend the main memory in my brain. too – would be useful at work and at home…:-)) But now, my project:

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Schon lange wollte ich ein Buch herstellen, das die alten, mittelalterlichen Prachtbände, die ich in Museen so bewundere, ein wenig nachahmt. Gleichzeitig sollte es interaktiv sein.

For a long time I’ve mulled over the idea of creating a book imitating those gorgeous medieval luxury volumes I always admire in museums. At the same time it should be interactive.

Für den Einband nahm ich den eines nicht mehr gebrauchten Buches und entfernte alle Seiten. Man kann auch die vorhandenen Seiten verwenden und neu gestalten, doch hier wollte ich mit Aquarellkarton arbeiten. Warum, erkläre ich noch.

Using an old book, I removed all pages to use just the cover. Of course I could have used and altered the existing ones, but this time I wanted to use watercolour paper for the pages.

Zuerst musste das Fenster für den Titel geschnitten werden, dann beklebte ich Vorder- und Rückseite mit Spitzenresten (mit „Textilverstärker“, das ist ein konzentrierter Weißleim, der schnell trocknet und alles nicht so durchweicht). Als das trocken war, gab es eine Schicht braune Acrylfarbe, darauf gewischt silberne und goldene Acrylfarbe, um das entstandene Relief zu betonen und die „edle“ Wirkung zu verstärken. Von hinten in das Fenster kam der Titel, in Metallfolie „graviert“.

After cutting the window for the title, I glued lace scraps onto the cover, front and back. For this I like to use „fabric stiffener“, a concentrated white glue, because it dries fast and doesn’t soak the layers as much as some other glues. The dried lace cover got a layer of brown acrylic paint, then I added gold and silver acrylic paint just to highlight the relief and create a „luxury“ impression. The title, „engraved“ into metal foil, is glued into the window.

Dann bekam das Fenster einen Rahmen (Bastelladen) und ein paar halbe Wachsperlen wurden in loser Verteilung auf die Vorderseite geklebt (Kraftkleber). In die Ecken setzte ich alte Polsternägel, die ich etwas gekürzt habe, damit sie den Karton nicht ganz durchdringen. Auf den Buchrücken kam ein Spitzenborte, die wieder mit Wachsperlen verziert wurde. In die Rückseite habe ich zwei Ösen eingeschlagen, um das (handgefärbte) Gummiband durchzuziehen, das dann noch einen glitzernden Knopf aufgenäht bekam.

The window got a frame from the craft store. On the front, some wax beads add to the „precious“ look, as well as 4 vintage upholstery nails on the corners which I’ve shortened so they don’t show on the back. The spine has been embellished with a lace border and some wax beads. At last, two eyelets on the backside of the book are used as guide for the  (hand dyed) elastic strap. The latter is embellished with a button.

Im nächsten Beitrag zeige ich dann die ersten Seiten; dieses Buch wird uns die nächsten 2 Wochen begleiten!

The next post will show the first pages – this book will be focus of my posts for aproximately 2 weeks!