Rosenmantel -Coat with Roses

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Den hellen Mantel habe ich im Sozialkaufhaus gefunden. Er war etwas zu lang, hatte vorne zwei kleine Flecken, und am Kapuzenrand fehlte der (vorher mit Knöpfen befestigte) Webpelzrand. Aber die Qualität ist sehr schön: Wolle mit Kaschmir! Ich sah sofort das DIY-Potenzial“ des guten Stücks!

I’ve purchased this light cream coloured coat in the thrift store. It was a bit too long, had two small stains on the front and the hood was missing its former faux fur border. But it is a nice fabric quality: wool and cashmere. I immediately saw its „DIY-potential“!

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Daheim holte ich sofort meine Gobelinstickerei-Sammlung hervor: einige Rosengobelins mit cremefarbenem Hintergrund schienen mir perfekt. Auf der Vorderseite setzte ich sie dort ein, wo die Flecken waren, dann einen auf einem Ärmel und den großen auf die Rückenpasse. Alles mit der Hand – mit Sticktwist im Langettenstich. Das funktionierte gut, weil ich, um die Länge zu kürzen, sowieso das Futter unten gelöst hatte. Die untere Kante habe ich dann mit einem Streifen Baumwollstoff verstürzt, dabei eine unregelmäßige Bogenkante gearbeitet. Unregelmäßig: ich habe ein Faible für Hundertwasser und Gaudí, die haben in ihren Bauwerken auch oft auf Regelmäßigkeit und Symmetrie verzichtet…

At home I searched my stash of needlepoint works (all from flea markets) for matching pieces. Roses on cream coloured background were just perfect. So I stitched two of them on the front where the stains had been, another on a sleeve and the big one on the back yoke. Using embroidery floss, I did a reverse appliqué with button hole stitch. The fact that I had opened the lining seam to shorten the coat helped the hand stitching, too. Then I worked an overturned edge with uneven scallops. Uneven: I very much like the buildings by Gaudí and Hundertwasser, who quite often preferred irregularity to symmetry…

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Dann fügte ich Ranken aus Zephirwolle (sehr weich, dicker als Wollstickgarn, aber dünner als Gobelinstickwolle) im Stielstich hinzu und nähte Wachsperlen auf. Die Kapuze und die Ärmel bekamen eine weiße Kaninchenfellborte. Ganz zum Schluss ersetzte ich den obersten (schwarzen!) Knopf durch einen, den ich mit Rosenstoff selbst bezogen und mit Perlchen umstickt habe.

Then I added swirls in stem stitch, using soft wool yarn. Matching beads add interest, and the hood and sleeves got a rabbit fur border. At last I exchanged the top button (which was black!) for one I had covered with a rose print fabric and edged with beads.

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Wie gestern erwähnt, passt der Mantel perfekt zur Tasche von gestern (und umgekehrt):

Like mentioned yesterday, this coat is a perfect match to the bag (and vice versa):

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Buchprojekt: Letzte Seite – Book Project: Last Page

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Seite 40: ein Stück Geschenkpapier, darauf ein handgeschriebenes Zitat, ein Stück handgeschöpftes Papier und der Teil einer Buchseite bilden hier die Collage. Rechts der hintere Innendeckel: in einem Kreativbuch fand ich die Abbildung eines alten Bücherei-Leihzettels, der passte hier perfekt. Dazu ein Ausschnitt aus einem alten Buch, der besagt: „Einem Verfasser kann man für sein Werk am besten dadurch danken, dass man seine Schrift noch einmal erwirbt und einem Freunde verehrt.“ Werbung anno dazumal! Der Schlüssel am Kettchen passt thematisch zum „Schloss“ von Seite 20 (Buchprojekt Teil 9). Für mich war das Lesenlernen als Kind der Schlüssel zu einem neuen Universum, daher die Symbolik…

On page 40 a piece of wrapping paper with a handwritten quote, a piece of hand drawn paper and part of a book page are assembled. To the right you see the inner back cover: in a DIY book I found the picture of an old library date stamp card which in „analog“ times  told the user when to bring back the book. It was always situated on the inner back cover, so it fits here perfectly. I found the blue-green piece of paper in an old book; it says:“ The best way to thank an author is to purchase his book a second time and offer it to a friend.“ That’s vintage sales promotion for you! The key on a chain complements the „lock“ on page 20 (Book Project part 9). I chose these as symbols because to me as a child, learning to read was the key to another universe…

So, das war das Buch über Bücher! Nun geht’s mit anderen Ideen weiter. Diese sehr gut erhaltene und wunderschöne Gobelintasche habe ich vor einiger Zeit auf dem Flohmarkt erstanden. So schön das Kettchen daran aussieht, so unpraktisch ist es: die Tasche ist relativ schwer, sie nur mit dem Kettchen zu tragen, unbequem. Daher wollte ich gern einen langen Riemen dafür haben.

Well, I hope you have enjoyed my „Book About Books“ – and will do so with my following ideas, too. This gorgeous stitched handbag is a flea market find. Alas, it’s a bit too heavy to carry it around on the chain all the time; I wanted a cross body strap for it.

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Die Metallösen, in welchen die Kette hängt, bieten sich perfekt an für Metallhaken:

The metal loops where the chain is attached are perfekt for snap hooks, too:

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Nun kam es noch darauf an, den Riemen passend zu gestalten. Ich fand einen Baumwollstoff, dessen Blumenmuster die gleichen Farben zeigt, wie die Stickerei auf der Tasche:

Now I looked for something to match the strap to the bag, eventually settling for this cotton fabric. Its flower pattern shows the same colours and hues as the needle point of the bag:

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Ein einfacher, gerissener Streifen des Stoffes, direkt auf das Riemenband genäht, macht den Unterschied!

A simple torn strip from this fabric, sewn onto the strap, makes all the difference!

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Und morgen zeige ich den passenden …. Mantel dazu!

Tomorrow I’ll show the matching … coat!

Buchprojekt: die Seiten, Teil 14 – Book Project: the Pages, Part 14

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Diese Doppelseite ist farblich viel zurückhaltender. Links die Titelseite eines Buches von 1874. Mir gefiel die Bezeichnung: „Für die reifere Jugend“ – ein Ausdruck, der heute nicht mehr für 20jährige, sondern (scherzhaft) eher für mein Alter (50+) verwendet wird… Washi Tape, zwei Stempel und zwei weitere Mini“Büchlein“ (mit Zitaten innen) ergänzen die Seite. Rechts dieselben Stempel sowie ein klares Tütchen, in welchem ein Zitat aus einzelnen Buchstaben, aufgereiht an einem Bändchen, steckt. Der Autor dazu kann aus den restlichen Buchstaben gepuzzelt werden!

This double page in earth tones shows a book page from 1874, I chose it because I like the German title (too complicated to explain the translation). Anyway, another two mini „books“ contain quotes; stamps and washi tape add interest. On the right side a small clear pocket is filled with letters on a string forming a quote. The author’s name is there, too – in form of a puzzle!

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Diese Seite ist einfach erklärt: ein von mir selbst geschriebener, humorvoller Artikel, der das Phänomen der „Bibliophilie“ (= Liebe zu Büchern) als „Krankheitsbild“ behandelt…

This text is a pseudo-scientific article I’ve written about the phenomenon of „bibliophily“ (=the love of books) in which it is treated as an „illness“ (not to be taken seriously, of course).

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Vor einiger Zeit fand ich in einem Künstlerbedarfsladen ein Stück echten Papyrus, auf dem ich nach Vorlage ein paar Hieroglyphen gezeichnet habe. Immerhin waren das die ersten „Bücher“! Gegenüber Beispiele für mittelalterliche Buchmalerei – einmal aus Persien, einmal aus dem Abendland. Die Miniaturen zeigen u.a. Schmuckschriften aus dem arabischen Raum – ja, natürlich sind das Koranseiten. Mal ganz abgesehen vom Inhalt: diese Handschriften gehören zu den wunderschönsten Kulturgütern der Menschheit!

Some time ago I found a genuine papyrus in a DIY store and used it to sketch some hieroglyphics (using a template). After all, those were the first „books“! On the right two examples of medieval book painting (called „illumination“ – nothing to do with the „Illuminati“!). One is from Persia, the other European. The miniatures show old wonderfully handwritten pages in Arab – yes, of course they are from the Quran, but let’s ignore the content: these manuscripts are among the most gorgeous examples of human culture!

 

Buchprojekt: die Seiten, Teil 13 – Book Project: the Pages, Part 13

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Das große Buch auf dieser Seite ist aus einem Anleitungsbuch für Scrapbooking, das ich gebraucht bekam – der Inhalt gab mir nichts Neues, aber die Bilder waren toll – ich war so frei, dies hier zu verwenden. Die kleinen „Büchlein“ darauf sind Minibuchcover, die es als Beigabe zu einer Kreativzeitschrift gab – sie passen perfekt zu diesem Projekt! Wenn man sie aufklappt, erscheinen Zitate.

The big book picture on this page is cut from a used book about scrapbooking. The content told me nothing new, but liking the pictures I chose this one for my project. The small „books“ are miniature book covers, an extra coming with a DIY magazine. Perfect for this project! If you open them, quotes appear.

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Zusätzlich eingeklebt sind hier zwei Streifen, in Form von Lesezeichen, darauf die Leinenrücken zweier alter Bände. Am äußeren Ende sind Löcher eingestanzt und Spitzenbändchen durchgezogen, die bei geschlossenem Buch herauslugen.

Two tags/book marks are inserted here, showing the spines of vintage linen book covers. The tags are punched to attach small lace ribbons which show even when the book is closed.

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Auf der Rückseite der Streifen stehen Zitate, ebenso auf der alten, farbig bemalten Buchseite gegenüber.

On the back of the tags you see written quotes, also on the old, coloured book page on the opposite side.

 

Buchprojekt: die Seiten, Teil 12 – Book Project: the Pages, part 12

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Diese Karte in Form eines Bücherregals hat mir vor ein paar Jahren so gut gefallen, dass ich sie mitgenommen habe , doch bis jetzt lag sie nur in der Schublade – womöglich genau auf dieses Projekt wartend!

This postcard featuring a book shelf caught my eye years ago, but up to now it was just stored in my stash – maybe waiting for exact this project?

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Natürlich befinden sich darin wieder Zitate, diesmal zu Bibliotheken.

Of course inside you again find quotes, this time about libraries.

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Wieder hinter einem Trennblatt aus mit Harz behandeltem Papier unten eine Postkarte, die die alte Bibliothek des Klosters St.Gallen zeigt. In den Vitrinen unten in der Mitte habe ich die wundervollen Prachtbände betrachtet, welche die Inspiration zu diesem Projekt waren. Über der Karte ein „Bücherregal“ aus einer vintage Goldborte, darauf stehen 3-D-„Bücher“ aus Aquarellkarton. Rechts neben der Postkarte steckt ein Röllchen aus Maulbeerpapier; wenn man es herausnimmt und aufrollt, kommt ein weiterer Spruch zum Vorschein.

Behind a sheet of resin paper you find a postcard showing the gorgeous historic library of the St.Gallen monastery. In the showcases on the ground floor I admired the medieval luxury volumes which gave me the inspiration for this project. Above the postcard a „book shelf“ in form of a vintage gold tone lace border sports 3-D „books“ on watercolour paper. Right beside the postcard a small paper scroll is tucked into a sleeve. If you remove it and spread it out, another quote appears.

Buchprojekt: die Seiten, Teil 11 – Book Project: the Pages, Part 11

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Diese Doppelseite zeigt alte „Ex libris“, teils blanko (Jugendstil), teils mit Namen (Holzschnitte, aus den 60er Jahren). Ein paar Rosenbildchen und Goldranken verbinden alles. Rechts oben im Eck gestattet ein Fenster mit Holzrahmen einen kleinen Blick auf die nächste Seite:

This double page shows vintage „ex libris“ stickers. Some are Art Nouveau, some woodcuts from the 1960s. Rose stickers and some swirls fill the gaps. On the right upper edge a wooden window frame allows a glimpse of the next pages:

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Und hier noch einmal das berühmte „B“: auf einer Postkarte, mit altem, lateinischen Manuskript ist es als verzierte Initiale hervorgehoben, auf der rechten Seite preist ein Verlag einen Poesieband mit Namen „Bunte Blätter“ an – der alte Reklametext ist für unser heutiges Empfinden sehr amüsant zu lesen. Gerissene Streifen eines Geschenkpapiers mit vintage Rosenmuster, gepresste Blätter und Blütendolden sowie Glanzbildchen (Fächer) und eine kleine Papierspitze umgeben die Texte. Das Fensterchen links oben zeigt ein Röschen der vorherigen Seite.

Once again a page dedicated to the letter „B“. On a postcard showing an old latin manuscript it’s a decorative initial. On the right a publisher advertises a collection of poems called „Bunte Blätter“ („Colourful Leaves/Pages“). The vintage text sounds quite funny to our ears. Torn strips of a wrapping paper showing vintage roses, romantic fan stickers, pressed leaves and a small paper doily adorn the page further. On the upper left corner the small window shows a rose from the page before.

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Seite 27 und 28 sind so zusammengeklebt, dass zwischen ihnen eine Tasche entsteht, in welcher eine selbst gestaltete Postkarte steckt: auf deren Rückseite ist wieder ein Zitat zu lesen.

Pages 27 and 28 are glued together creating a pocket. A handmade postcard is inserted,  its backside showing another quote.

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Nochmal eine Doppelseite: Auszug aus einem mittelalterlichen Kochbuch, mit Inkjetprinter ausgedruckt. Das Washi-Tape „Bücherreihe“ begrenzt den Ausdruck links ud rechts; Daneben jeweils ein Zitat zum Thema Essen und Bücher. Ein kleines Büchlein auf Aquarellkarton ziert in 3-D die rechte Ecke unten und die Kanten der Seiten wurden mit Spitzenborte besetzt.

Another double page: part of a medieval cook book has been inkjet printed onto aged paper. Washi tape „book rack“ , quotes about books and food as well as lace borders frame the text. On the lower right side a mini book picture is attached with a 3-D-sticker.

Buchprojekt: die Seiten, Teil 10 – Book Project: the Pages, Part 10

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Die erste Hälfte des Buches ist geschafft – insgesamt habe ich ja 40 Seiten gestaltet…  Auf dieser hier ein Jugendstil-Titelstreifen auf dem Hintergrund eines Vorsatzpapiers, sowie etliche „Bücher“ auf Aquarellkarton. Das aufgeschlagene ist mit 3-D-Sticker befestigt, die anderen sind ganz lose und stecken in Schlitzen, die mit Washi-Tape verziert sind. Wenn man sie herausholt und umdreht, kann man weitere Zitate zum Thema „Bücher“ entdecken. Die linke Kante ist mit einer vintage Goldborte besetzt, auf die ich noch  ein paar Strasssteine geklebt habe. Rechts eine Trennseite aus mit Kaltglasurharz behandelter Lateinbuchseite.

Now I’ve already shown you the first half of this book – it’s got 40 pages. On this one an ornamented Art Nouveau title sits on a vintage end paper. There are several „books“ on watercolour paper, too – the „opened“ one is attached with a 3-D-sticker, the others are just inserted into slits indicated by washi tape. If you take them out and turn them, you can read further quotes about books. The left edge shows a vintage gold tone lace border with some rhinestones. On the right another resin paper page.

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Umgeblättert erscheint eine sehr romantische Seite – Blumenelfe, gepresste Pflanzen, Glanzbildchen und ein heutzutage recht kitschig wirkendes Gedicht über Blumen, Sterne und Heimatgrüße… Naja, ist ja auch über 120 Jahre alt und war für „Backfische“ (junge Mädchen) gedacht! Das „Eselsohr“ rechts unten verbirgt etwas:

Turning the resin paper page a very romantic theme appears: flower fairy, pressed plants, vintage sticker and a poem which nowadays seems quite icky – about flowers, stars and greetings from home… Well, it’s older than 120 years and was meant for young girls. The dog-ear down on the right side holds a secret:

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„Eselsohren sind Knutschflecke…“ nette Idee!

„Dog-ears are love bites by the enthusiastic reader“ – Nice idea!

 

Buchprojekt: die Seiten, Teil 9 – Book Project: the Pages, Part 9

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Auf Seite 20 ist der Leineneinband eines alten Buches zu sehen, der eine Blätterranke zeigt. Zusätzlich habe ichBlätter daraufgestempelt, teils auch mit goldenem Glitter embosst. Hier sieht man, warum die Wachsperlenkette so gut hält: die Löcher sind auf dieser Seite nicht nur durch Papier, sondern auch durch Stoff gestanzt. Das Einlageblatt rechts besteht aus einer alten Buchseite, die mit gepressten Blättern, Spitze und kupferfarbenem Siegellack verziert wurde. Die Kante zeigt wieder eine Spitzenborte.

On page 20 you see a vintage linen book cover showing wine leaves. I’ve added stamped leaves, some of them with gold tone embossing. Because of the linen the holes for the string of faux pearls are sturdy. The smaller insert page on the right consists of a vintage book page embellished with pressed leaves, lace and copper tone sealing wax. Its edge sports a lace border.

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Wenn man das Einlageblatt wendet, erscheint der Grund für die vielen Blätter: Das Zitat vergleicht Blätter und Sätze in einem Buch. Links das alte Vorsatzpapier eines Reklambändchens, teils mit Goldstift betont und umrandet. Die Vintage-Sticker zeigen alte Vogelabbildungen, das passt zu dem 3-D Buchcover „Book of Birds“. Im Hintergrund rechts ein Stück eines alten Biologiebuches. Unten : ein Lesezeichen, das ich für eine bibliophile Freundin aus einem alten, ledernen Buchrücken gemacht habe. Die Rückseite ist mit Washi-Tape verziert. Damit das alte, brüchige Material stabil wird, habe ich es mit schnelltrocknendem Weißleim aufgeklebt und eingestrichen.

On the back of the insert a vintage end paper has got frames with a gold pen. On page 21  the reason for all the leaves on page 20  becomes clear: the quote compares leaves to the sentences in a book. The vintage stickers show birds and the mini vintage book cover here is „Book of Birds“. The background on the right is a piece torn from an old biology book. Below: a book mark I’ve created for a book-loving friend, using an old leather book spine. The back is embellished with washi tape. To prevent the old material from breaking or tearing, I used PVA glue to attach it to cardboard and also to seal the front.

 

 

 

Buchprojekt: die Seiten, Teil 8 – Book Project: the Pages, Part 8

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Seite 16: in der Mitte der Ausschnitt aus einem Geschenkpapier, auf dem eine alte Spitze abgedruckt ist. Das „a“ darauf habe ich mit einem echten alten Plakat-Letterstempel aus Holz aufgedruckt. Ich habe eine Handvoll solcher „Typen“ und hier das „a“ gewählt, da es für „Anfang“ steht – und das rechts und links davon aufgestempelte Zitat heißt ja „Im Anfang war das Wort“. Am linken Außenrand, unterstrichen mit Washi-Tape, „Früchte der Schwarzen Kunst“ (=Buchdruck). Die restlichen drei Seiten zeigen ein weiteres Zitat.

Seite 17: „Menü des Tages“: „Was darf’s heute sein?“ Mit dem drehbaren Zeiger kann man sich die Art Buch aussuchen, auf welche man gerade „Appetit“ hat : Klassische Literatur, Krimi, Bildband, etc….

Page 16: the piece of a wrapping paper showing an old lace has been imprinted with an old wooden letter „a“ – because it stands for „beginning“ and the quote to both sides of the letter means: „In the beginning was the Word“. On the left of the collaged paper I’ve written „Fruits of the Black Art“ (= typography). Another quote runs around the other three edges.

Page 17: „Menu of the day“ and „What do you like today?“ : to select your preferred kind of literature you can turn the „clock“hand.

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Seite 18: Ein altes, sehr schönes Vorsatzpapier wurde mit einem Zitat beschriftet und mit einem „Spitzenrand“ ummalt. Das Zitat besagt, Bücher und Lesen seien einer Königskrone vorzuziehen, also kam auch noch eine kleine, aus Goldfolie geprägte, Krone darauf.

Page 18: A very nice vintage end paper has been inscribed with a quote: „And if you offered me all king’s crowns for books and my love of reading, I wouldn’t take them.“ So, a small embossed crown of metal foil was added, too.

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Seite 19: Thema ist Buchstabe „B“: Sehr wichtig, denn ohne „B“ wäre ein Buch nur „uch“… Und ein Blatt nur „latt“! In einer Zeitschrift fand ich die französische Schrift mit dem verschnörkelten B; in einem alten Kalender die Bilder von den Silberblättchen. Dazu kamen echte, gepresste Silberblättchen, teils mit Strasssteinen, und wieder ein Stück Aquarellkarton in 3-D, bedruckt mit einem vintage-Buchcover: „Botanisches Bilderbuch“ – na, wenn das nicht jede Menge „B“s sind! An dieser Seite habe ich unten eine Wachsperlenkette mit Schloss angehängt.

Page 19: Letter „B“ is celebrated here, because it’s necessary to get a book instead of just an „ook“! In German, the word for „leaf“ also begins with a „B“ (Blatt), so there are leaves on this page, too – on cutouts from an old calendar and as genuine pressed leaves. Some rhinestones add interest and another mini-book-cover on watercolour paper is attached in 3-D-technique, showing a title with 3 „B“s in it. On the lower edge of this page I’ve added a string of faux pearls with a „padlock“ attached.

Buchprojekt: die Seiten, Teil 7 – Book Project: the Pages, Part 7

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Auf dieser Seite geht es um schöne, wenn auch nicht unbedingt lesbare/verständliche Schriften. Mittelpunkt bildet eine Postkarte, die ich vor Jahren in Istanbul gekauft habe – in der osmanischen und der arabischen Kultur gibt es ja auch wundervolle Bücher und Schreibkunst. Dies hier stellt das Siegel irgendeines Sultans dar. Links daneben – ungefähr aus der gleichen Zeit – mittelalterliche Schriften auf einem bibliophilen Geschenkpapier. Washi-tape mit Schrift und zwei gepresste Blüten aus einem alten Album runden das Ganze ab. Den linken Rand schmückt eine Spitzenborte mit Glassteinen. Rechts wieder ein Trennblatt aus Spinnweb-Pergament, den ich diesmal mit „geheimnisvoller“ Zeichenschrift beschrieben habe.

This page is about beautiful (while not necessarily readible/understandable) script. Centerpiece is a postcard purchased in Istanbul some years ago. In Ottoman and Arabic culture there are wonderful books and examples of calligraphy. This one is the signature of some sultan. To the left, medieval texts on a wrapping paper show the western equivalent. Washi tape with handwriting and two pressed flowers from a vintage album add interest. The left edge is embellished with a lace border and some rhinestones. On the right side a cobweb parchment insert is inscribed with a „mysterious“ writing.

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Auf der anderen Seite erscheint eine Digitalcollage aus alter englischer Schrift, Jugendstil-Mustern von William Morris und dem Bild eines Schmetterlings aus einem alten Naturbuch. Ein Zierband, das unten über die Seit hinausragt, trennt die Collage vom Zitat, das noch oben und unten vom Buchstempel eingerahmt wird.

On the other side of the parchment a digital collage appears. Fragments of an old English manuscript, pieces of designs by William Morris and the picture of a butterfly from an old book are assembled here. A decorative ribbon that separates the collage from the quote on the left, is cut longer than the page to show even when the book is closed.