Sardinien, Teil 4 – Sardinia, Part 4

Meine letzten beiden Tage auf der Insel waren sehr unterschiedlich (nur das Wetter war gleich sonnig). Am Donnerstag genoss ich nochmal Natur in vollen Zügen, am Freitag war die Hauptstadt Cagliari mein Ziel, bevor ich Samstag von dort wieder den Heimflug antrat. Natur in Form einer Wanderung auf dem Monte Ortobene bei Nuoro. Dort gibt es viele Wanderwege, einer lockte mich besonders, weil man unterwegs Quellen sowie stein- und bronzezeitliche Überreste sehen konnte. Doch zunächst ging es im Morgennebel nach Nuoro:

My last two days on the island were quite different except for the weather: both days were sunny. Thursday I once again enjoyed nature while on Friday my destination was the capital Cagliari before boarding my flight home from there on Saturday. I found nature on a hiking tour on Monte Ortobene near Nuoro. There are several trails and I opted for one where some natural sources as well as relics from the Stone- and Bronze Ages can be found. But first I had to drive to Nuoro in the morning mist:

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Übrigens liebe ich kurvige, enge Bergstrassen (am Steuer, NICHT als Beifahrer!), und auf Sardinien kam ich da voll auf meine Kosten 🙂   –   Der Wanderweg war größtenteils ein Pfad durch eine Art Felsenlabyrinth im Wald, sehr wild-romantisch!

By the way : I love curvy, narrow mountain roads (at the wheel, NOT in the passenger seat!),  on Sardinia I could well indulge in this passion 🙂    –  The hiking trail went through a labyrinth of rocks in the woods, very wild-romantic!

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Die Steinmauern stammen aus der Bronzezeit; damals gab es hier oben noch nicht soviel Wald, sondern wohl Felder und Weiden, die von den Menschen mit Steinwällen begrenzt wurden.

The stone walls date from the Bronze Age, when there wasn’t so much wood on the mountain but fields and pastures.

Moos und Flechten sind Zeugen, dass es hier oben viel Nebel gibt, selbst wenn auf der Insel im Sommer Trockenheit ist.

Moss and lichen show the fact that up here the air often contains much more moisture even in summer when the island enjoys hot,dry weather.

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Inzwischen bin ich schon ein ganzes Stück höher gekommen und folge einem Schild „Aussichtspunkt“ (natürlich auf Italienisch). Um tatsächlich etwas zu sehen, muss ich vorher etwas alpiner über einige  Felsbrocken hochkraxeln – dieser Blick auf Nuoro belohnt das. Übrigens war ich sehr froh, dass ich meine Salomon Wanderstiefel dabei hatte – ich habe nur im Lokal und beim Autofahren normale Halbschuhe getragen, sonst immer die Stiefel! Egal ob beim Kraxeln in wildem Gelände, wie hier, oder auf abschüssigen Altstadtstrassen mit glitschigem, regennassem Kopfsteinpflaster, ich hatte immer guten, sicheren Griff und Tritt, schonte die Knie und den Rücken, hatte nie müde Füße und immer stabile Knöchel. In Regenpfützen blieben die Füße trocken und am Strand kam kein Sand hinein. Die Anschaffung hat sich gelohnt!

In the meantime I’ve already moved quite a bit upwards on the trail and follow the sign to a „viewpoint“ (of course in Italian). But to be able to actually see something I’ve got to climb several boulders. This view of Nuoro is the reward. By the way: I was very happy to have brought my Salomon hiking boots – except when in a restaurant and while driving I always wore the boots! When climbing over boulders and hiking on uneven terrain as well as on the wet and slippery cobble stones of steep old city streets – I always had a good grip in them. My feet never tired, my ankles were protected and my knees and back loved the shock absorbing quality. Moreover, even in puddles my feet stayed dry and on the beach no sand got in. This is one expense that was worth while!

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Blick auf die Bergflanke.

View onto the mountainside.

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Platz für eine Rast.

Place for a short rest.

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Unter diesen Felsen haben Steinzeitmenschen gelebt (es gibt auch eine kleine Höhle), die auch den Eingang mit zusätzlichen Steinmauern geschützt haben. Man weiß dies, weil am Fels eine Inschrift geritzt war: „Fred und Barnie“ 🙂   Nein, aber es wurden Überreste gefunden.

In the Stone Age people lived in the shelter of these rocks (there also is a small cave); they further shielded the entrance with stone walls. The dating of the shelter has been confirmed by an inscription found on the big rock :“Fred and Barnie“ 🙂  No, but found artefacts confirmed it.

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Rinde einer Korkeiche – ja, auf Sardinien wird auch Kork gewonnen, aber die Bäume wachsen auch wild dort.

This is the bark of a cork oak – yes, on Sardinia cork is harvested and processed, but these trees also grow wild.

Doch nun zum letzten Tag, in Cagliari… Nach meiner Ankunft mittags machte ich zunächst ein paar Bilder im Zentrum:

But now to my last day, spent in Cagliari… After arriving at noon, I went for a walk in the centre:

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Danach bestieg ich den „Elefantenturm“, der einen guten Blick über die Stadt und den Hafen bietet.

Afterwards I climbed the „Elephant Tower“ which offers a nice view over the city and the harbour:

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Am späten Nachmittag, als es schon dunkel wurde, belebte sich die Stadt zusehends. Ich wollte ein wenig bummeln gehen und ließ den Fotoapparat auf dem Zimmer. Daher musste ich zum Smartphone greifen, um diese Bilder zu machen – ich finde, die wurden mindestens so gut wie mit dem großen Apparat – und bei dem hätte ich auch ein Stativ gebraucht!

Later in the afternoon, when it was already getting dark, the streets began to crowd. I wanted to go for a stroll and perhaps a bit of shopping, so I left my camera in the hotel room. This way I had to resort to my smartphone for these pictures – and they’re much better than I had anticipated!

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Ein paar Eindrücke vom Hafen..

Some impressions of the harbour…

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Eine Kirche in der Innenstadt, leider weiß ich den Namen nicht mehr.

A church in the city, alas, I’ve forgotten it’s name.

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Wie man sieht, auch hier ein Weihnachtsmarkt – und ein paar Schritte weiter kam ich zufällig auch zu einem Kunsthandwerkermarkt in einem öffentlichen Gebäude, auf dem ich dann auch schon einige Weihnachtsgeschenke fand… Ein guter Übergang zurück in den „Alltag“ hier in Deutschland…

A Sardinian Christmas Market – and some steps further I discovered a market of DIY artists selling their products, where I already found some  Christmas gifts… This was a nice transition to the „everyday life“ back here in Germany…

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Ein Kommentar zu „Sardinien, Teil 4 – Sardinia, Part 4

  1. wieder so schöne Fotos. Vor meinen Augen entsteht ein Foto-Kalender oder ein Quilt mit einem absrtrakt umgesetzten Foto, oder…oder…du hast bestimmt noch mehr Ideen!
    Toll dass wir ein wenig mitreisenkönnen.

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